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Der große Kukakö-Rosenmontagsumzug

Donnerstag, den 14. Februar 2013
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MO 11.02.2013 | 11.20 Uhr | MDR-Fernsehen

Kukakö? Ganz kurz könnte man da an “Kuhkacke” denken oder an eine neue Folge der Teletubbies. Aber der MDR zeigt weder das eine noch das andere.
Kukakö ist der Name der Karnevalsgesellschaft aus Köthen in Sachsen-Anhalt. Immer am Rosenmontag geht da die Post ab, und das ist so bedeutend, dass das MDR-Fernsehen live dabei ist.
Okay, im Gegensatz zu Köln kukackt Köthen ganz schön ab, aber das nichts nichts im Vergleich zu dem, was in Halle an der Saale los ist. Oder nicht los ist.

Am Montag schaltete der MDR nämlich von Karnevalshochburg zu Karnevalshochburg. In Halle tat ein Reporter so, als wäre auch dort die Hölle los. Peinlich genau achtete der Kameramann vor Ort darauf, nur den Umzug und die total fröhlichen Faschingsgesellen zu zeigen.
Warum nur? Vielleicht weil sich in Halle sonst niemand für den Quatsch interessiert? Ab und zu war es zu sehen: das Desinteresse. Am Rande des Umzuges standen so gut wie keine (!) Leute, nur ein paar Verstörte, die schnell mal vom Rad abstiegen.
So doll scheint es in Halle für die Kostümierungsarie nicht zu laufen, aber warum überträgt der MDR so was live?

Ähnliches gilt übrigens für den rbb. Auch die Übertragung am Sonntagnachmittag aus Cottbus wirkte seltsam. Während sich die Faschingsleute feierten, war am Straßenrand so gut wie nichts los. Von guter Stimmung, von Jubel, war nichts zu sehen.
Hatte der rbb den falschen Standort? Oder hielt sich das Interesse in Cottbus wirklich so in Grenzen? Und muss der klamme rbb das dann wirklich live übertragen?

Dann schon lieber Köln und Düsseldorf im WDR. Oder der Mainzer Umzug im SWR. da ist wenigstens was los.

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Hattrick – 2. Liga: Energie Cottbus – Hertha BSC Berlin

Dienstag, den 4. Dezember 2012
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MO 03.12.2012 | 19.45 Uhr | Sport 1

Eigentlich ist Fußball gar nicht fernsehtauglich – oder besser: privatfernsehtauglich. Fast 50 Minuten lang können die Sender keine Werbeunterbrechung einstreuen. Zweimal 50 Minuten lang pures werbefreies Programm – was für ein Albtraum.
Klar: Da bleibt für eine Halbzeitanalyse natürlich keine Zeit.

So war das auch am Montagabend beim Spiel zwischen Cottbus und Hertha auf Sport 1 zu sehen. Kaum hat die Halbzeit begonnen, ging es in die Werbung. Gefolgt von einer kurzen Moderation und Werbung. Gefolgt von einer schnellen Moderation und einem Werbespot. Dann begann schon die 2. Halbzeit.
Keine Ahnung, wieso sich Moderator Frank Buschmann für zwei Sätze auf das Spielfeld stellen musste.

Die ersten 12 Minuten und 12 Sekunden war es übrigens recht still im Cottbuser Stadion. Die Ultras protestierten mal wieder gegen die geplanten härteren Regeln für Fans in Stadien. Es war so ruhig, dass es sogar ein einzelner Hitler-Spruch in die Sport-1-Übertragung geschafft hat. Kaum war die Zeit um, grölten die Fans wieder und schmissen ihre Bengalos herum. Wie blöd kann man eigentlich sein? Auf Sprechgesänge a la “Scheiß Hertha” kann ich übrigens auch gut verzichten.

aRTikel

Beim letzten Konzert flossen Tränen

Montag, den 7. September 2009
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Musik: Maxi und Martin verabschiedet

MAZ Oranienburg, 7.9.2009

HENNIGSDORF
Mehr als zwei Stunden voller Melancholie, leisem Humor und Abschiedsschmerz. Das alles in 27 wunderbaren Liedern. Mit ihrem letzten Konzert an der Musikschule Hennigsdorf setzten Maxi Ulrich und Martin Girard am Freitagabend im Stadtklubhaus ein ganz großes Ausrufezeichen. Bevor die beiden Oberhavel endgültig verlassen, wollten sie noch mal auf der heimischen Bühne stehen. Maxi wohnt bereits wegen ihrer Lehre zur Atem-, Sprach- und Stimmlehrerin in Bad Nenndorf (Niedersachsen), Martin zieht in den nächsten Wochen zum Studieren nach Cottbus.

Seit Wochen probten sie für das Konzert, und etwa 150 Gäste wollten sich den Gesangsabend nicht entgehen lassen. Florian Nikolai präsentierte drei seiner selbst geschriebenen Songs – ruhig und doch locker, fröhlich und doch melancholisch. Diese Stimmung zog sich durch den ganzen Abend. Die Liedauswahl war beeindruckend: Rio Reisers und Marianne Rosenbergs „Der Traum ist aus“, sang Maxi Ulrich, an der Gitarre begleitet von ihrem Freund Florian Nikolai. Davor Grönemeyers „Land unter“ mit Martin Girard, Henry Wilke und Sabrina Ulrich, die Hennigsdorf bald in Richtung Albstadt (Baden-Württemberg) verlassen wird.

Am Ende flossen dann Tränen. Auf der Bühne und vor der Bühne. „Zehn Jahre Musikschule gehen jetzt für mich vorbei“, sagte Maxi Ulrich. „Und ich glaube, dass ich mit einem Lächeln gehe.“ Rolf-Peter Büttner, stellvertretender Leiter, war ebenfalls gerührt. Er danke den Akteuren für den emotionalen Abend. „Und nicht nur für diesen Abend, auch für viele Jahre.“ Es folten viele Blumen, Umarmungen, und Ovationen.

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Narrenkonferenz 2008

Sonntag, den 3. Februar 2008
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SO 03.02.2008, ab 12.00 Uhr, rbb, WDR, Bayerisches Fernsehen, NDR fernsehen, hr-Fernsehen, SWR-Fernsehen, MDR-Fernsehen

Der große Narrensonntag in allen Dritten Programmen. Und alle scheinen sich etwas beweisen zu wollen. Egal, ob in Berlin, Nürnberg, Braunschweig, Frankfurt/Main, Ludwigshafen, Cottbus oder Radeburg gefeiert wird – alle schielen sie nach Köln. Köln scheint das Maß aller Dinge zu sein. Oft gebrauchter Satz: Eine Stimmung wie beim Kölner Karneval. Da werden die Kölner aber blass. Die Kölner sind sicher neidisch auf unseren Festumzug.
Mal ganz abgesehen davon, dass Köln durch de Höhner so oder so deutschlandweit präsent ist. “Viva Colonia” führt auch in diesem Jahr ganz sicher die närrische Hitparade 2008 an. Dicht gefolgt von “Die Hände zum Himmel”.
Sicherlich, Köln ist DIE Heimstadt des Karnevals. Aber man muss sagen: Berlin macht sich. Die Leute werden fröhlicher, machen mit. In Cottbus bietet der rbb mit seinen Moderatoren eine kurzweilige Show. Ebenso in Frankfurt/Main das hr-Fernsehen. Der MDR bemüht sich in Radeburg (Sachsen). Nur beim NDR fernsehen in Braunschweig war der Eindruck vorherrschend, dass die selbst nicht so richtig vom närrischen Treiben überzeugt sind. Der Zugreporter scheute sich sogar vor einer Verkleidung. Und auch Nürnberg (zwar wohl der älteste Narrenumzug Deutschlands) konnte den anderen Hochburgen nicht das wasser reichen, was aber vielleicht auch an den Schnarchnasen des Bayerischen Fernsehens lag.
Immer wieder sagen Nicht-Narren, dass sie es nervig finden, nur an wenigen Tagen im Jahr fröhlich zu sein. Aber vielleicht ist das ja gar nicht so. Einer der Kölner Karnevalisten erwähnte, dass sie seit Ende August 2007 am Wagen jund am Konzept gefeilt haben. Vielleicht ist es wohl der Höhepunkt des Jahres – aber ich vermute, die Leute dort lachen nicht nur zum Karneval.
Vor zwei Jahren war ich bereits beim (eher kleineren) Narrenumzug in Waiblingen. Mal sehen – irgendwann wird es sich bestimmt mal ergeben, nach Köln zu reisen um das Ganze hautnah zu erleben…

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Zug der fröhlichen Leute 2007

Sonntag, den 18. Februar 2007
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SO 18.02.2007, 14.00 Uhr, rbb

Sarah macht keinen sehr glücklichen Eindruck. Dabei müsste sie doch nun wirklich total gut drauf sein. Sie ist nämlich eine Prinzessin! Und einen Prinzen an ihrer Seite hat sie auch.
Prinzessin Sarah und ihr Prinz Winzent sind beide etwa fünf Jahre alt und laufen mit beim “Zug der fröhlichen Leute” in Cottbus. Karnevalsumzug in Brandenburg – der angeblich größte in ganz Ostdeutschland.
Und der Weg muss schon seehr lang gewesen sein. Denn Sarah hat ganz offensichtlich keine Lust mehr. Da kann rbb-Reporter Andreas Hahn, als Osterhase verkleidet, das kleine Mädchen noch so sehr animieren. Ein Lächeln ist nicht mehr drin.
Tja, so ein Karnevalsumzug (der sich laut Internetseite übrigens nicht “Zug der fröhlichen Leute”, sondern “Zug der lustigen Leute” nennt) ist eben auch verdammt anstrengend!
Cottbus Helau! Lausitz Helau!! Berlin-Brandenburg Helau!!!

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ZAPPER VOR ORT: Bundesliga – Energie Cottbus

Montag, den 19. Februar 2001
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SA 17.02.2001, Cottbus, Stadion der Freundschaft

Energie Cottbus spielt seit Beginn dieser Saison ganz oben, in der 1. Fußball-Bundesliga, mit, neben Hertha BSC als einziger Verein aus unserer Region. Da sollte man doch wenigstens einmal im Cottbuser „Stadion der Freundschaft” gewesen sein, um die Mannschaft anzufeuern (wer weiß, ob die in der Saison 2001/02 immer noch erstklassig spielen).
Nun gut, das Stadion ist nicht sehr groß, Sitzplätze sind da äußerst rar. So hatten wir also das Vergnügen, die etwas mehr als 90 Minuten stehend zu verbringen. Aber was soll’s, wer weiß, wie lange Cottbus noch …, ach, das hatten wir ja schon.
Gleich zu Beginn haben wir die Fans von „Energie” kennen gelernt. Echt sympathisch die Jungs, obwohl die bestimmt gefroren haben, angesichts der sehr wenigen Haare auf dem Kopf. Aber die braungrünen Jacken haben bestimmt ein bisschen Wärme gespendet. Oder die Schlachtrufe. Die von der gegnerischen Mannschaft aus Freiburg waren ja sowieso alles Idioten und Arschlöcher. Nun gut, wie lange hat man schon noch die Möglichkeit, bei einem …, ich wiederhole mich.
Aber es ist doch erstaunlich, dass die nicht wenigen Ausländer im Cottbuser Team so von den „kopffreien” Fans angenommenwerden …
Anpfiff. Glaube ich. Denn ich sehe nicht wirklich viel vom Spielfeld. Falls Freiburg „die Pille versenken” sollte, bekomme ich das gar nicht mit. Darüber, dass der Schiedsrichter aber eine „schwule Sau” ist, informieren mich die Cottbuser Fans recht schnell. Und sobald die Freiburger Fans einige Anfeuerungsrufe skandierten, gab es ein „Schnauze, ihr Idioten!” als Antwort. Aber egal, wer weiß, wie lange …. schon klar, oder?!
Halbzeit. 0:0. Wahnsinn. Kein Tor. Und es ist kalt. Sehr kalt. Meine Füße? Spüre ich kaum noch.
Das 0:1 von Freiburg in der 50. Minute hätte ich fast nicht mitbekommen, denn in diesem Moment wurde es recht still im „Stadion der Freundschaft”. Selbst die optimistischsten Fans sahen das Spiel bereits jetzt verloren.
Wenigstens hatte ich jetzt, in der 2. Halbzeit, den vollen Blick auf die Spielfläche. Das, was ich da sah, war allerdings, zumindest für Cottbus, nicht wirklich sehenswert. Zwar spielte sich fast das gesamte Geschehen vor dem Freiburger Tor ab, für Cottbus kam aber nix bei raus. Selbst bei dem Elfmeter nicht. Was für Puschen! Also echt! Von dem 0:2 kurz vor dem Schlusspfiff nicht zu reden.
Nach dem Abpfiff schwenkte ein vor mir stehender Cottbus-Fan eine rote Fahne mit der Aufschrift „Hier spielt der Osten”. Richtig, aber wer weiß, wie lange das noch in der 1. Liga sein wird.