RTZapper

New Year’s Eve live

Samstag, den 2. Januar 2016
Tags: , ,

FR 01.01.2016 | 5.30 Uhr | CNN

Wenn Deutschland schon längst den Jahreswechsel vollzogen hat, zieht die US-Ostküste nach. Der Jahreswechsel auf dem Times Square in New York, jedes Jahr live übertragen von CNN, gehört zu einem guten Ende einer Silvesternacht.

Denn was Berlin immer noch nicht drauf hat, das ist in New York selbstverständlich.
Mitternacht in Berlin: Die Kameras sind auf das Brandenburger Tor gerichtet, irgendwo da ganz hinten, ganz klein im Bild, macht es piff und puff, und ein niedliches Feuerwerk beginnt. Große Bilder und Emotionen? Fehlanzeige. Berlin kann es einfach nicht.
Sydney, ein paar Stunden davor: Mega-Feuerwerk im Hafen. Auch andere Städte liefern jedes Jahr tolle Bilder. Berlin nicht.

Dann, sechs Stunden nach uns: New York. Der Übergang ins neue Jahr ist eine schöne, irgendwie rührende Abfolge von Traditionen: Um 23.59 Uhr senkt sich ein goldener Ball herab, auf der Mega-Anzeigetafel am Times Sqaure läuft der Countdown, alle zählen die Sekunden runter. Um Mitternacht singen alle “Old lane syne”. Dann ertönt Frank Sinatras “New York, New York”, danach “Wonderful World”. Dazu liegen sich alle in den Armen. Es ist kein Mega-Spektakel – aber es sind schöne Bilder, die New York da liefert. Muss live echt schön sein…

RTZapper

BR extra: G7 in Elmau – Obama und Merkel besuchen Krün

Montag, den 8. Juni 2015
Tags: , , , , ,

SO 07.06.2015 | 9.00 Uhr | Bayerisches Fernsehen

Hach, ist das aber schöön! Trachten und Gewänder, Berge und Blasmusik, Weißbier und Weißwurst. Na, Servus und Grüß Gott!
Wenn die Amis an Deutschland denken, dann haben sie oft genau dieses Bild vor Augen, und genau das lieferte ihnen CNN am Sonntag live nach Hause. In Deutschland übertrug u.a. das Bayerische Fernsehen.

Bevor der G7-Gipfel auf Schloss Elmau begann, trafen sich Barack Obama und Angela Merkel zum Frühschoppen. Im bayerischen Provinzkaff Krün bekam Obama genau das Deutschland-Bild präsentiert, das dem Klischee entspricht.
Die Welt hielt den Atem an, als sich Millionen Zuschauer fragten: Wird Obama eine Weißwurst verspeisen? Und wird er sie mit Messer und Gabel essen anstatt sie zu zutzeln? Und kippt er sich ein Bierchen hinter?
Und tatsächlich: Obama zeigte sich mal wieder volksnah, zog sein Jackett aus, machte Smalltalk, trank Bier und futterte eine Weißwurst. The bavarian President sorgte mal wieder für fröhliche und ach so sympathische Bilder, die in die Welt gingen (okay, in den USA war es an der Ostküste erst kurz vor 5 Uhr, da schliefen die Amis noch).

Nur die Lederhose hat er vergessen. Es wäre aber auch zu schön gewesen, wenn er mit seiner Freundin Angie in Krün einen Schuhplattler aufs Parkett gelegt hätte. Da wäre der Rest der in Elmau wartenden G7-Truppe bestimmt neidisch geworden.

RTZapper

n-tv live: Jagd auf den mutmaßlichen Boston-Bomber

Samstag, den 20. April 2013
Tags: , ,

FR 19.04.2013 | 1.00 Uhr (Sa.) | n-tv

2.50 Uhr, und die Welt atmet auf. In Watertown in den USA hat die Polizei den zweiten Mann gefasst, der verdächtigt wird, den Bombenanschlag auf den Boston-Marathon verübt zu haben.
Zuvor kam es gegen 1 Uhr deutscher Zeit zu einem Schusswechsel. Dann verschanze sich der Mann in einem Boot.
n-tv übertrug das Spektakel live, übernahm Bilder vom US-Nachrichtensender CNN.

Für die Nachrichtensender in den USA waren die 22 Stunden, in denen die Polizei den Verdächtigen offensiv jagte, ein Großeinsatz. Jede Bewegung in der kleinen Stadt Watertown wurde live übertragen – auf unzähligen Sendern. Reporter sprachen live vor Ort mit Experten, was denn gerade passieren könnte und was das denn jetzt bedeuten könnte.
Das ist es, was die Amis lieben: stundenlang einen Real-Life-Krimi vorgesetzt zu bekommen. Und wenn es dann tatsächlich ein Happy-End gibt und die Leute in Watertown wieder aus ihren Häusern kommen und applaudieren, das wiederum live im Fernsehen zu sehen ist – dann ist das wohl ein Teil des amerikanischen Traums. Die Gerechtigkeit hat mal wieder gesiegt, und alle waren live dabei.

RTZapper

n-tv live: Hurrican Sandy

Mittwoch, den 31. Oktober 2012
Tags: , , , ,

MO 29.10.2012 | 2.00 Uhr (Di.) | n-tv

Der Hurrican Sandy war für die USA eine Katastrophe. Sandy war aber auch: pures Entertainment. Die Nachrichtensender in Amerika liefen wieder in Höchstform auf und berichteten stundenlang über das Wetter und seine Auswirkungen.
In der Nacht zum Dienstag übernahm n-tv über längere Zeiten das Live-Programm von CNN.

Die Reporter in den USA geben alles, sie gehen dahin, wo die Katastrophe passiert. Die Moderatoren sitzen nicht im warmen Studio, sondern stehen mitten im Sturm, auf irgendeiner Straße. Von dort aus telefonierten sie mit Betroffenen und Politikern und schalteten zu anderen Reprtern. Der Sturm war so laut, dass der n-tv-Dolmetscher zeitweise nichts übersetzen konnte, weil er im Rauschen nichts verstand.

In Atlantic City stand ein Reporter offenbar stundenlang im Hochwasser und erzählte, dass er ja eigentlich mitten im Stadtzentrum sei, und er nur 100 Meter weiter noch viel tiefer im Wasser stehen würde. Der Mann stand auch dort, als er gar nichts zu sagen hatte, er durfte dort einfach nicht weg. Na, wenn das mal nicht eine ordentliche Erkältung gibt.

Der US-Late-Night-König David Letterman ließ sich von Sandy übrigens auch nicht einschüchtern. Er sendete seine Late-Night-Show aus seinem Studio in New York trotzdem – aber eben ohne Publikum. The Show must go on.

RTZapper

Hope For Haiti Now

Samstag, den 23. Januar 2010
Tags: , , , , ,

FR 22.01.2010 | 2.00 Uhr (Sa.) | VIVA

Leonardo DiCaprio erzählte, was ihn bewegt, wenn er an das Erdbeben in Haiti denkt. Bono singt einen Song. Steven Spielberg telefoniert mit einer Zuschauern, die gerade etwas für Haiti gespendet hat. Danach wird ein CNN-Reporter aus dem Katastrophengebiet zugeschaltet, der mit Helfern und Betroffenen spricht.
Ansprachen, Gesang, Gespräche, Vor-Ort-Berichte: So sieht in den USA eine Benefizshow aus. “Hope For Haiti Now”, in der Nacht zu Sonnabend in Deutschland bei VIVA und MTV zu sehen, hieß die zweistündige Sendung, mit der die Zuschauer zum Spenden für die Opfer in Haiti bewegt werden sollen.

Ganz still. Ganz ruhig. Völlig ohne Publikum und großes Trara kam die Show aus. Einer nach dem anderen kam, sagte, was er sagen wollte, sang und ging wieder. Würdevoll und angemessen. Und so ganz anders als die Spendengalas in Deutschland. Bei der “Ein Herz für Kinder”-Show in Deutschland führte Thomas Gottschlak durchs Programm. Am Ende wurde unter großem Applaus des jubelnden Publikums die Spendensumme von 18 Millionen Euro verkündet. Inclusive der Millionensummen, die große Unternehmen gespendet haben.
In den USA blieb die Spendensumme in der Show geheim. Die großzügigen Spender verzichteten auf eine Nennung – zumindest während der Live-Sendung. Sensationen kamen in “Hope For Haiti Now” nicht vor. An dieser Produktionen können sich die Deutschen gern mal ein Beispiel nehmen.

RTZapper

Amerika wählt – Obama oder McCain

Mittwoch, den 5. November 2008
Tags: , , , , , ,

MI 05.11.2008 | 5.10 Uhr | Das Erste

Die ARD war am langsamsten. Während RTL und n-tv um 4.59 Uhr gleich nach der CNN-Meldung den Wahlsieg von Barack Obama meldet und das ZDF um Punkt 5.00 Uhr die neuesten Ergebnisse und den großen Jubel der US-Amerikaner zeigt, trieft die ARD. Bis 5.03 Uhr werden erst nach und nach die Punkte zugezählt, und es wirkt irgendwie langsam und bräsig. Es interessiert nicht mehr, man ist schon längst weitergezappt – dahin, wo schon gejubelt wird. Besonders auch wieder im ZDF, wo das Studiopublikum applaudiert.
Es ist der Moment der Nacht. Nach acht Jahren wieder ein Demokrat an der Macht in den USA. Erstmals ein Schwarzer. Die ARD hat gleich in der Sendung um 5.10 Uhr ein Porträt über den Wahlsieger parat. Falls ein film über McCain existierte (sicherlich!) – jetzt können sie ihn in den Müll schmeißen.
Jetzt dürfen wir gespannt sein, was Obama ab Januar 2009 aus dem Wahlsieg macht. Viele, viele Leute auf der Welt setzen so manche Hoffnung auf ihn.
Amerika, Welt, ihr dürft feiern. Was für eine Fernsehnacht.

RTZapper

Golden Globes 2008

Montag, den 14. Januar 2008
Tags: , ,

SO 13.01.2008, 3.00 Uhr (Mo.), CNN

Ursprünglich wollte ProSieben die Verleihung der Golden Globes übertragen. Wie jedes jahr. Nur das dieses Jahr ebennicht wie all die anderen Jahre war. Die Drehbuchautoren in Hollywood sind in einen Streik getreten. Als die Globes-Nominierten ankündigten, aus Solidarität mit den Schreibern nicht zur Show kommen zu wollen, wurde das ganze abgesagt.
Stattdessen gab es in der vergangenen Nacht nur eine 30-minütige Pressekonferenz, bei der die Preise – nein, nicht vergeben, sondern nur angesagt wurden. War ja keiner da, der sie hätte annehmen können.
Eine Pressekonferenz war ProSieben dann wohl doch zu poplig. Der Sender verzichtete auf eine Übertragung. Auch niemand anderes übernahm. Hollywoodsender Das Vierte musste dringend Titten zeigen und konnte nicht einspringen. Auf N 24 und n-tv mussten noch viel dringender Wiederholungen gezeigt werden. In Deutschland war das Ganze somit nicht zu sehen. Nur auf dem US-Nachrichtensender CNN.
Dabei war die Golden-Globe-Verleihung traditionell immer eher öde, wie eine überlange Pressekonferenz. Zumal viele der TV-Produktionen hier sowieso kaum bekannt sind. Die 30-Minuten-Version war mal eine echte Wohltat. Kein Pomp, kein überflüssiges Gerede. Stattdessen: Nennung der Nominierten, Nennung des Gewinners und ab damit. Da war nichts langweilig, das ging fix und war bald wieder zu Ende und man konnte endlich schlafen gehen. Aus 180 wurden 30 Minuten. Siehe: Man kann sich auch mal kurz fassen und tut müden Zuschaunern damit einen Gefallen.