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n-tv live: Jagd auf den mutmaßlichen Boston-Bomber

Samstag, den 20. April 2013
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FR 19.04.2013 | 1.00 Uhr (Sa.) | n-tv

2.50 Uhr, und die Welt atmet auf. In Watertown in den USA hat die Polizei den zweiten Mann gefasst, der verdächtigt wird, den Bombenanschlag auf den Boston-Marathon verübt zu haben.
Zuvor kam es gegen 1 Uhr deutscher Zeit zu einem Schusswechsel. Dann verschanze sich der Mann in einem Boot.
n-tv übertrug das Spektakel live, übernahm Bilder vom US-Nachrichtensender CNN.

Für die Nachrichtensender in den USA waren die 22 Stunden, in denen die Polizei den Verdächtigen offensiv jagte, ein Großeinsatz. Jede Bewegung in der kleinen Stadt Watertown wurde live übertragen – auf unzähligen Sendern. Reporter sprachen live vor Ort mit Experten, was denn gerade passieren könnte und was das denn jetzt bedeuten könnte.
Das ist es, was die Amis lieben: stundenlang einen Real-Life-Krimi vorgesetzt zu bekommen. Und wenn es dann tatsächlich ein Happy-End gibt und die Leute in Watertown wieder aus ihren Häusern kommen und applaudieren, das wiederum live im Fernsehen zu sehen ist – dann ist das wohl ein Teil des amerikanischen Traums. Die Gerechtigkeit hat mal wieder gesiegt, und alle waren live dabei.

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n-tv live: Hurrican Sandy

Mittwoch, den 31. Oktober 2012
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MO 29.10.2012 | 2.00 Uhr (Di.) | n-tv

Der Hurrican Sandy war für die USA eine Katastrophe. Sandy war aber auch: pures Entertainment. Die Nachrichtensender in Amerika liefen wieder in Höchstform auf und berichteten stundenlang über das Wetter und seine Auswirkungen.
In der Nacht zum Dienstag übernahm n-tv über längere Zeiten das Live-Programm von CNN.

Die Reporter in den USA geben alles, sie gehen dahin, wo die Katastrophe passiert. Die Moderatoren sitzen nicht im warmen Studio, sondern stehen mitten im Sturm, auf irgendeiner Straße. Von dort aus telefonierten sie mit Betroffenen und Politikern und schalteten zu anderen Reprtern. Der Sturm war so laut, dass der n-tv-Dolmetscher zeitweise nichts übersetzen konnte, weil er im Rauschen nichts verstand.

In Atlantic City stand ein Reporter offenbar stundenlang im Hochwasser und erzählte, dass er ja eigentlich mitten im Stadtzentrum sei, und er nur 100 Meter weiter noch viel tiefer im Wasser stehen würde. Der Mann stand auch dort, als er gar nichts zu sagen hatte, er durfte dort einfach nicht weg. Na, wenn das mal nicht eine ordentliche Erkältung gibt.

Der US-Late-Night-König David Letterman ließ sich von Sandy übrigens auch nicht einschüchtern. Er sendete seine Late-Night-Show aus seinem Studio in New York trotzdem – aber eben ohne Publikum. The Show must go on.

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Hope For Haiti Now

Samstag, den 23. Januar 2010
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FR 22.01.2010 | 2.00 Uhr (Sa.) | VIVA

Leonardo DiCaprio erzählte, was ihn bewegt, wenn er an das Erdbeben in Haiti denkt. Bono singt einen Song. Steven Spielberg telefoniert mit einer Zuschauern, die gerade etwas für Haiti gespendet hat. Danach wird ein CNN-Reporter aus dem Katastrophengebiet zugeschaltet, der mit Helfern und Betroffenen spricht.
Ansprachen, Gesang, Gespräche, Vor-Ort-Berichte: So sieht in den USA eine Benefizshow aus. “Hope For Haiti Now”, in der Nacht zu Sonnabend in Deutschland bei VIVA und MTV zu sehen, hieß die zweistündige Sendung, mit der die Zuschauer zum Spenden für die Opfer in Haiti bewegt werden sollen.

Ganz still. Ganz ruhig. Völlig ohne Publikum und großes Trara kam die Show aus. Einer nach dem anderen kam, sagte, was er sagen wollte, sang und ging wieder. Würdevoll und angemessen. Und so ganz anders als die Spendengalas in Deutschland. Bei der “Ein Herz für Kinder”-Show in Deutschland führte Thomas Gottschlak durchs Programm. Am Ende wurde unter großem Applaus des jubelnden Publikums die Spendensumme von 18 Millionen Euro verkündet. Inclusive der Millionensummen, die große Unternehmen gespendet haben.
In den USA blieb die Spendensumme in der Show geheim. Die großzügigen Spender verzichteten auf eine Nennung – zumindest während der Live-Sendung. Sensationen kamen in “Hope For Haiti Now” nicht vor. An dieser Produktionen können sich die Deutschen gern mal ein Beispiel nehmen.

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Amerika wählt – Obama oder McCain

Mittwoch, den 5. November 2008
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MI 05.11.2008 | 5.10 Uhr | Das Erste

Die ARD war am langsamsten. Während RTL und n-tv um 4.59 Uhr gleich nach der CNN-Meldung den Wahlsieg von Barack Obama meldet und das ZDF um Punkt 5.00 Uhr die neuesten Ergebnisse und den großen Jubel der US-Amerikaner zeigt, trieft die ARD. Bis 5.03 Uhr werden erst nach und nach die Punkte zugezählt, und es wirkt irgendwie langsam und bräsig. Es interessiert nicht mehr, man ist schon längst weitergezappt – dahin, wo schon gejubelt wird. Besonders auch wieder im ZDF, wo das Studiopublikum applaudiert.
Es ist der Moment der Nacht. Nach acht Jahren wieder ein Demokrat an der Macht in den USA. Erstmals ein Schwarzer. Die ARD hat gleich in der Sendung um 5.10 Uhr ein Porträt über den Wahlsieger parat. Falls ein film über McCain existierte (sicherlich!) – jetzt können sie ihn in den Müll schmeißen.
Jetzt dürfen wir gespannt sein, was Obama ab Januar 2009 aus dem Wahlsieg macht. Viele, viele Leute auf der Welt setzen so manche Hoffnung auf ihn.
Amerika, Welt, ihr dürft feiern. Was für eine Fernsehnacht.

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Golden Globes 2008

Montag, den 14. Januar 2008
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SO 13.01.2008, 3.00 Uhr (Mo.), CNN

Ursprünglich wollte ProSieben die Verleihung der Golden Globes übertragen. Wie jedes jahr. Nur das dieses Jahr ebennicht wie all die anderen Jahre war. Die Drehbuchautoren in Hollywood sind in einen Streik getreten. Als die Globes-Nominierten ankündigten, aus Solidarität mit den Schreibern nicht zur Show kommen zu wollen, wurde das ganze abgesagt.
Stattdessen gab es in der vergangenen Nacht nur eine 30-minütige Pressekonferenz, bei der die Preise – nein, nicht vergeben, sondern nur angesagt wurden. War ja keiner da, der sie hätte annehmen können.
Eine Pressekonferenz war ProSieben dann wohl doch zu poplig. Der Sender verzichtete auf eine Übertragung. Auch niemand anderes übernahm. Hollywoodsender Das Vierte musste dringend Titten zeigen und konnte nicht einspringen. Auf N 24 und n-tv mussten noch viel dringender Wiederholungen gezeigt werden. In Deutschland war das Ganze somit nicht zu sehen. Nur auf dem US-Nachrichtensender CNN.
Dabei war die Golden-Globe-Verleihung traditionell immer eher öde, wie eine überlange Pressekonferenz. Zumal viele der TV-Produktionen hier sowieso kaum bekannt sind. Die 30-Minuten-Version war mal eine echte Wohltat. Kein Pomp, kein überflüssiges Gerede. Stattdessen: Nennung der Nominierten, Nennung des Gewinners und ab damit. Da war nichts langweilig, das ging fix und war bald wieder zu Ende und man konnte endlich schlafen gehen. Aus 180 wurden 30 Minuten. Siehe: Man kann sich auch mal kurz fassen und tut müden Zuschaunern damit einen Gefallen.

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Berlin feiert

Donnerstag, den 1. Januar 2004
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MI 31.12.2003, 23.30 Uhr, RBB

Ach, die Berliner. Manchmal können sie richtig putzig sein. Wer den Jahreswechsel auf der Ostseite des Brandenburger Tores verbrachte, begrüßte das neue Jahr nämlich genau 20 Sekunden zu früh. Während es auf der Uhr, die beim RBB eingeblendet wurde, richtigerweise noch 23.59Uhr war, wunderten sich die Menschen, warum nach dem Gongschlag nichts passierte. „Nichts passiert“ ist übrigens ein gutes Stichwort, wenn man über Silvester in Berlin spricht. Die Bilder, die der RBB um Mitternacht übertrug, waren doch ziemlich trostlos. Wer nach der Party sechs Stunden später noch wach war und einen Blick auf CNN riskiert hat, der konnte die pompösen Feierlichkeiten in New York betrachten. In Paris wird vom Eiffelturm ein spektakuläres Feuerwerk gezündet. Auch die Fernsehbilder vom Treiben in Sydney waren beeindruckend. Und Berlin? Alles, was der RBB übertragen konnte, waren Bilder von Menschen vor dem Brandenburger Tor. Okay, wer nicht gerade von den Menschenmassen zerquetscht wurde, hatte auch ohne großes Spektakel seinen Spaß. Aber trotzdem: Die Berliner haben zwar eine tolle Kulisse zum Feiern, aber leider wird sie kaum genutzt. Die Geldknappheit verhindert dies wohl. Das Feuerwerk, das zu sehen war, kann leider kaum dazu beitragen, dass die Stadt Berlin ihr Image als bedeutende Weltmetropole aufpoliert.

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Michael Jackson auf der Flucht

Montag, den 22. Juli 1996
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Olympia hin oder her: Für Nachrichtensender wie CNN ist jetzt die Zeit des Sommerlochs. Und nach OJ Simpson soll’s auch zur diesjährigen Saure-Gurken-Zeit wieder ein spannendes Gerichtsdrama geben.
Michael Jackson (37) und der Kindesmißbrauch, Teil 2. Doch Jacko schmiedet bereits Fluchtpläne.
Nach Deutschland? Da wartet Theo Waigel mit der erhöhten Künstlersteuer. Wahrscheinlicher: Paris, wo Jacko unlängst ein Schloß kaufte. Ob er wohl weiß, daß es ein neues Auslieferungsabkommen zwischen den USA und Frankreich gibt?