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phoenix vor Ort: Amerika wählt

Mittwoch, den 7. November 2012
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DI 06.11.2012 | 0.00 Uhr (Mi.) | phoenix

Es ist 5.14 Uhr am frühen Mittwochmorgen, als der US-Sender CBS sich festlegt: Barack Obama wird eine zweite Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika bekommen. Oder wie es Obama selbst ein paar Minuten später twitterte: “Four more Years!”
phoenix bot in dieser 2012er-US-Wahlnacht einen schönen, ergänzenden Service: Der Sender übernahm über weite Strecken das Nachrichtenprogramm von CBS.

Im ZDF zog sich der Verkünder der Ergebnisse extra sein Sakko wieder an. Ist ja schließlich auch etwas Besonderes, wenn er verkünden darf, dass das Ding gelaufen ist. In den Minuten und Stunden davor, ließ er es auch mal ein wenig legerer angehen und moderierte im Hemd.
Viele, viele Stunden berichteten die großen Sender live. Als sich Matthias Opdenhövel und Sandra Maischberger im Ersten um kurz nach halb 6 in die “Gute Nacht” verabschiedeten, wirkten sie schon sehr müde. Mitten in der Nacht leitete Maischberger ihre Gesprächsrunden, immer wieder leierte Jörg Schönenborn seine Analysen herunter, zwischendurch stürzte sein großer Bildschirm ab.

Bei phoenix hat man sich unterdessen nicht nur die CBS-Übernahme geleistet, sondern auch ein interessantes Stück Medienkritik. Live in der ZDF-Wahl-Kulisse übte eine Medienexpertin im Interview mit dem phoenix-Reporter Kritik am ZDF, dass das ja alles nur Show sei, dass man ja im Gegensatz zur RTL-Sendung kaum Schwarze sehe. Was immer sie damit meinte. Bei RTL sei, was die Wahlsendung anginge, alles etwas billiger, sagte die Expertin.

In der Tat: Bei der gemeinsamen Sendung von RTL und n-tv ging es gemächtlich zu, bei ARD und ZDF dagegen bekamen die Zuschauer eine große Show. Das Publikum jubelte, wenn Obama einen Bundesstaat gewann, zwischendurch gab es sogar Musik. Das muss man nicht mögen, aber wahrscheinlich war es für die Fernsehleute so auch einfacher, eine solche Mammutsendung zu stemmen, wenn es etwas Abwechslung gibt.

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n-tv live: Hurrican Sandy

Mittwoch, den 31. Oktober 2012
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MO 29.10.2012 | 2.00 Uhr (Di.) | n-tv

Der Hurrican Sandy war für die USA eine Katastrophe. Sandy war aber auch: pures Entertainment. Die Nachrichtensender in Amerika liefen wieder in Höchstform auf und berichteten stundenlang über das Wetter und seine Auswirkungen.
In der Nacht zum Dienstag übernahm n-tv über längere Zeiten das Live-Programm von CNN.

Die Reporter in den USA geben alles, sie gehen dahin, wo die Katastrophe passiert. Die Moderatoren sitzen nicht im warmen Studio, sondern stehen mitten im Sturm, auf irgendeiner Straße. Von dort aus telefonierten sie mit Betroffenen und Politikern und schalteten zu anderen Reprtern. Der Sturm war so laut, dass der n-tv-Dolmetscher zeitweise nichts übersetzen konnte, weil er im Rauschen nichts verstand.

In Atlantic City stand ein Reporter offenbar stundenlang im Hochwasser und erzählte, dass er ja eigentlich mitten im Stadtzentrum sei, und er nur 100 Meter weiter noch viel tiefer im Wasser stehen würde. Der Mann stand auch dort, als er gar nichts zu sagen hatte, er durfte dort einfach nicht weg. Na, wenn das mal nicht eine ordentliche Erkältung gibt.

Der US-Late-Night-König David Letterman ließ sich von Sandy übrigens auch nicht einschüchtern. Er sendete seine Late-Night-Show aus seinem Studio in New York trotzdem – aber eben ohne Publikum. The Show must go on.

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