RTelenovela

35 Grad, sonnig

Sonntag, den 28. Juli 2013
Tags: , , , , ,

Irgendwann ist’s nicht mehr schön. Und bei 35 Grad ist irgendwann mal genug. Dann ist es einfach nur noch verdammt heiß.
Auf der Autobahn stehen ungewöhnlich viele Pannenfahrzeuge. Ob die Hitze auch den Motoren zu schaffen macht. Machen die Kühlungsanlagen bei dem Wetter schlapp? Wenn man bei Werder über die Havelbrücke düst, ist der See dagegen voller Boote. Wahrscheinlich ist es auf dem Wasser noch am angenehmsten bei den Temperaturen.

Auch beim Fährfest in Caputh war es nur eines: heiß. Selbst im Schatten der Bäume (nein, eigentlich haben selbst die keinen geworfen), war es kaum auszuhalten. Die Getränkestände hatten Hochkonjunktur.
Als es dann endlich dunkel wurde, strömten auch gleich noch mehr Leute zur Fähre, um zu feiern. Da war es draußen auch endlich auszuhalten.

Um kurz vor 2 Uhr in der Nacht herrschten in Oranienburg noch immer 26 Grad, und am Sonntag sind 39 Grad angekündigt. Puuuh.

RTelenovela

Diese Spinner

Dienstag, den 12. Juni 2012
Tags: , , ,

Bislang hat man dieses Jahr eher wenig von ihnen gehört: den Eichenprozessionsspinnern. Es ist eine Art Schmetterling, ein Falter, der ursprünglich von der Iberischen Halbinsel kommt. Er setzt sich zunächst als Raupe an Eichen fest und bildet mit den vielen anderen Spinnern einen regelrechten Ballen. Außerdem frisst er die Blätter ab. Menschen sollten mit ihm nicht in Kontakt kommen, er löst schwere allergischen Reaktionen aus – auch die umherfliegenden Haare.

Nicht umsonst gab es in den vergangenen Jahren vermehrten Stress, auch weil sich die Menschen aufregten, wenn die Kommunen die Spinner nicht entfernten, was auch nicht so einfach ist.

Erst vergangene Woche kam der Spinner hier in der Region ins Gerede. Der Weiße Strand in Lehnitz musste wegen befallener Bäume gesperrt werden. Nach ein paar Tagen war der Schädling entfernt.
In Caputh stießen wir am Sonntag auf ein Schild, das auf den Spinner hinwies. Allerdings waren auf dem Feld keine befallenen Bäume zu sehen. Dafür erzählte eine Frau davon, dass ein kranker Baum direkt an ihrer Grundstücksgrenze steht und herüber ragt. Sie müsse den Besitzer des noch leeren Grundstücks verständigen.

Wer jedoch sehen will, wie krass so ein Befall sein kann, der sollte mal durch Neuholland fahren. Auf der Landesstraße zwischen der Hamburger Kreuzung und der Einmündung in den Ortskern scheint fast jeder dritte Baum befallen zu sein. es sieht aus, als ob um die Stämme gräuliche Bänder gespannt sind. Sie sind unterschiedlich dick, und eigentlich sieht das nicht mal unschön aus, wenn auch ungewöhnlich.
Gefährlich sind die Bäume vor allem für die Benutzer des Radweges. Kommen die mit einem Spinner oder den Härchen in Berühung, könnte es unangenehm werden.

Noch ein paar Wochen, dann ist der Spuk vorbei. Bis zum nächsten Frühjahr.

RTelenovela

Caputh

Sonntag, den 15. April 2012
Tags: ,

Die Sonne steht tief über dem Schwielowsee, der Schein lässt das Wasser glitzern. An der Uferpromenade lassen es sich die Menschen gutgehen. Ein Mann angelt, auf einer Bank unweit von ihm sitzt ein Pärchen und unterhält sich.

Ich habe heute einen Ausflug nach Caputh in der Nähe von Potsdam unternommen. Caputh gehört zur Gemeinde Schwielowsee und ist ein echtes Erholungsgebiet. Entlang der Havel führt die Promenade direkt zur Fähre. Denn Autofahrer oder Radler, die von Geltow aus nach Caputh wollen, müssen über die Havel – und eine Brücke gibt’s dort nicht, nur die Fähre. Aber was heißt nur: Es ist fast schon wieder idyllisch, wie die Fähre übers Wasser tuckert.

Caputh ist nicht nur am Wasser gelegen, sondern auch bergiger als man denkt. Ständig führen Straßen irgendwelche Berge auf und ab. Es gibt einen Aussichtspunkt namens “Schöne Aussicht”. Das ist an sich zwar nicht gerade originell, sagt aber genau das aus, was es ist: schön. Man sieht auf den Schwielowsee, auf das Petzower Nobelhotel am anderen Seeufer und natürlich auf Caputh selbst.

Der Ort wird immer beliebter. Selten sieht man in einem Ort so viele Neu- oder Rohbauten. Es wird gebaut auf Teufel komm raus, alle wollen sie im Grünen am Rande der großen Stadt wohnen – Potsdam ist nicht weit. Einige der Häuser scheinen jedoch Architekten geplant zu haben, die nicht so auf Fenster stehen – regelrechte Betonmonster. Aber es scheint ja Leute zu geben, die drauf stehen.

Wer Caputh in Richtung Ferch verlässt, kann übrigens auf einer herrlichen Uferstraße entlangfahren. Der Radweg führt auf einer Holzbrücke neben der Straße entlang. Und Autofahrer sollten drauf achten, dass die Busse recht breit, die Strecke aber sehr schmal ist. Aber ist ja noch mal gutgegangen…
Caputh, ich komme wieder.