RTelenovela

Frauntaaaag!!!

Dienstag, den 8. März 2011
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Herzlichen Glückwunsch, liebe Frauen! Heute ist euer Tag! Da kämpft ihr für eure Rechte, und das finde ich völlig in Ordnung. Und heute könnt ihr euch mal so richtig zulöten. Auch das ist natürlich völlig in Ordnung. Und lustig.

Viele Zeitungen waren heute voll davon, einige Zeitungen kannten sogar kein anderes Thema heute (aber man muss es ja nicht übertreiben). Die Blumenläden sind heute auch besser besucht gewesen, als sonst.

Um auch etwas vom Frauentag zu haben, reiste ich am Abend in den kleinen Ort Brunne. Sagen wir mal so: Die Stimmung war gesellig. Da floss schon so einiges, vermute ich. Hier und da und dort standen Bierflaschen. Als ich vor ihnen stand, meinte einer der Frauen, ob ich der Typ sei, der gleich aus der Torte springe. Ich musste sie enttäuschen und zeigte zum DJ, der auf der anderen Seite des Raumes herumstand. Ein älterer Herr, der Schlager abspielte. Und wohl hoffte, dass er mal von einer der Frauen angesprochen wird. Ich machte ein Gruppenfoto, die Damen fanden auch das lustig.
Die Herren hatten dort ansonsten nichts zu melden. Na ja, fast nichts. Sie mussten die Damen bedienen. Und sie hatten gut zu tun.
Als ich mich relativ zügig verabschiedete, fanden die Damen auch das wieder lustig. Vielleicht hofften sie, dass ich doch noch in eine Torte klettere.

Eine halbe Stunde später in Oranienburg. An der Supermarktkasse sitzt eine ältere Frau. Sie feiert ihren Frauentag auf der Arbeit. Der Kunde vor mir, fragt, ob sie denn heute nicht feiern würde. Die Frau antwortet nicht, sagt irgendwann nur: “Danke für Ihren Einkauf.”
War wohl das falsche Thema.
Vor dem Supermarkt hörte man die Disco, die irgendwo stattfinden musste. Inklusive Frauengekreische? Hatten die etwa eine Torte vor sich stehen?

RTelenovela

Alaaf 2011

Montag, den 7. März 2011
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Alaaf! Helau! Heijo! Nicht mehr lange, dann ist der Fasching für dieses Jahr Geschichte.
Auch wenn man es kaum glauben mag: Wenn man mich fragt, ob ich denn mal einen Termin bei einer Faschingsfeier übernehmen kann, ist es nicht so, dass ich angeekelt ablehne. Denn besonders feiernde und verkleidete Kinder dabei zu beobachten, wie sie Spaß haben, ist immer wieder nett.

Es gibt ja Leute, die sich über den Karneval aufregen. Darüber, dass die Leute quasi auf Knopfdruck lustig sind. Aber warum auch nicht? Ich glaube kaum, dass all diese Leute ansonsten total unlustig sind. Außerdem: Weihnachten feiern wir ja auch auf Knopfdruck – weil eben der 24. Dezember auf dem Kalender steht.

So zog sich der Fasching durch meine Arbeit der vergangenen Wochen.
In Fehrbellin ließ ich mir erzählen, was denn der FKK, also der Fehrbelliner Karnevalklub, so treibt. In Langen besuchte ich die Kinder, die sich verkleideten und lustige Spiele spielten. In Brunne besuchte ich die Kinder, die sich verkleideten und die gleichen lustigen Spiele spielten.

Zu guter Letzt – heute am Rosenmontag – die Grundschulkinder in Bötzow. Sie mussten heute nicht lernen und haben damit mit den Kindern im Rheinland etwas gemeinsam. Der Fasching dort nannte sich zwar Projekttag, war aber dennoch Fasching. Der eine oder andere Pirat, Polizist, lauter Prinzessinnen und ein Klonkrieger.
Kinder haben eben echten Spaß an der Verkleidung. Ich fand’s damals schon nu so lala. Ich war einmal ein Gärtner und einmal ein Cowboy. Obwohl mich beides eigentlich an sich nicht so interessiert hat. Aber die Verkleidung war eben einfach.

Und zum Schluss noch mein Ohrwurm dieser Tage: “Und ich flieg, flieg, flieg wie ein Flieger, bin so stark, stark, stark wie ein Tiger und so groß, groß, groß wie eine Giraffe so hoch – hohohhoooooooch!!”
Alaaf!!

aRTikel

Zum ersten Mal in der Wahlkabine

Freitag, den 25. September 2009
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Politik: 1600 Jugendliche stimmen in Neuruppin ab / Ergebnis bleibt bis Sonntagabend geheim

MAZ Neuruppin, 25.9.2009

Die Neuruppiner Gymnasien und das OSZ veranstalten derzeit die den Juniorwahlen. Die Beteiligung ist hoch, so die bisherigen Schätzungen.

NEURUPPIN
Etwa 1600 Neuruppiner Schüler haben bis morgen die Qual der Wahl. Schon vor den eigentlichen Wahlen am Sonntag dürfen sie in den Wahlkabinen ihre Kreuzchen setzen. Das Oberstufenzentrum (OSZ), das Karl-Friedrich-Schinkel-Gymnasium sowie das Evangelische Gymnasium nehmen an den Juniorwahlen der Bundeszentrale für Politische Bildung teil.

Am OSZ begann die Aktion bereits am Montag. „Wir haben uns schon einige Zeit mit dem Thema beschäftigt“, erzählt die 22-jährige Jennifer Schmidt aus Wittstock. „Es war ein freiwilliges Projekt, bei dem wir überprüft haben, welche Parteien wie viel für sich werben“, erklärt sie. „Die Linke und die FDP waren recht stark vertreten.“ Für ihre gestrige Wahl informierte sie sich vor allem im Internet und aus der Tagespresse. Ebenso wie ihr Mitschüler Daniel Knies (20) aus Kyritz. Er machte die Wahlprobe mit dem Wahlomat, einer Internetseite, die die politischen Ansichten der Nutzer mit den Parteiprogrammen vergleicht. „Ich habe tatsächlich die Partei gewählt, die mir der Wahlomat am Ende zugewiesen hat“, sagt Daniel Knies.
Das Wahlergebnis wird am OSZ, wie auch an den anderen teilnehmenden Schulen, noch bis Sonntagabend geheim gehalten. „Die Resonanz ist auf jeden Fall sehr hoch“, sagt Uta Jolk, Schulleiterin am Oberstufenzentrum. „Es gibt natürlich auch Schüler, die nicht teilnehmen wollen. Aber ich finde es gut, wenn sie die Erfahrung machen, wie die Wahlen funktionieren.“

Während der Wahlraum am OSZ voller Jugendlicher ist, haben die Helfer in der Aula des Schinkelgymnasiums gerade ein wenig Zeit zum Luftholen. Aber auch dort sind die Schüler nicht wahlmüde: „Etwa 400 haben schon teilgenommen“, sagt die 17-jährige Kyra Hanke aus Brunne. Gemeinsam mit der Alt Ruppinerin Linda Wenzel (17) und dem Treskower Oliver Christensen (18) sorgt sie dafür, dass die Juniorwahl ohne Pannen über die Bühne geht. Organisiert wird die Aktion dort von den Politikkursen der Klasse 12. „Ich finde es interessant zu beobachten, wie viele wirklich mitmachen“, sagt Kyra Hanke über ihre Aufgabe. Sie hat auch schon ihren Wahlzettel in die Urne gesteckt.
Auf die Ergebnisse am Sonntag sind die drei Jugendlichen schon sehr gespannt: „Es wird interessant zu sehen, wie hoch die Gewinne und Verluste bei CDU und SPD sein werden“, sagt Linda Wenzel. „Mir sind die sozialen Themen und die Bildung wichtig“, ergänzt sie. „Ich möchte, dass mehr Gleichberechtigung zwischen den Armen und den Reichen entsteht.“ Gestern Nachmittag wurden die Stimmen am Schinkelgymnasium ausgezählt, doch auch dort bleiben die Zahlen bis Sonntag geheim.

Am Evangelischen Gymnasium werden die Zahlen am Sonntagabend auf der Wahlparty im Café Tasca präsentiert. „Wir sind das erste Mal bei der Juniorwahl dabei“, sagt Politiklehrer Frank Weigel. „Wir wollen mit dieser Aktion das Interesse an dem Thema wecken.“ Das scheint zu funktionieren. Die Schüler schauen sich den Wahlzettel genau an, bevor sie in der Minikabine online abstimmen. Im Gegensatz zu den anderen Schulen wählen die Evangelischen Gymnasiasten per Computer.
Henning Christ aus Dammkrug hat bereits die Knöpfchen am PC gedrückt. „Ich werde auch am Sonntag wählen gehen“, sagt der 18-Jährige. „Ansonsten darf man nicht über die Politik meckern, wenn man sich nicht beteiligt hat.“

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Die Ergebnisse der Juniorwahl werden am Sonntagabend veröffentlicht. Infos auf www.juniorwahl.de.
Mit dem Wahlomaten können eigene Meinungen mit den Parteiprogrammen verglichen werden: www.wahl-o-mat.de.