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Impfparty in Zeiten des Coronavirus

Montag, den 9. August 2021
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Die Impfquote in Deutschland steigt momentan nur sehr langsam. Wir liegen jetzt bei rund 55 Prozent, aber es müssten mehr werden, damit nicht wieder eine Coronawelle losrollt.
Dazu beitragen könnten die Impfungen, die ja jetzt nicht mehr im Oranienburger Impfzentrum stattfinden, sondern hier und da.

Zum Beispiel am Freitag in der Villa Weigert in Birkenwerder. Wobei ich zugeben muss, dass ich beim Stichwort „Impfparty“, das dort verwendet worden ist, schon ein wenig zusammenzucke. Während eine Jazzkapelle spielte, konnte man sich impfen lassen.

Früher hat man sich unter Impfpartys was ganz anderes vorgestellt. Da ging es um ganz andere Substanzen.
Aber die große Frage lautet heutzutage offenbar, wie man die Menschen anlocken kann, damit sie sich die Spritze gegen Corona geben lassen. In Velten gibt es am 13. und 27. August den Piks mit Kuchen und Partybeats.

Vermutlich ziehen die Supermärkte bald nach: Für einen Piks bekommen wir dann Möhren im Sonderangebot. Oder Dosenfleisch. Oder Klopapier. Ich wäre dabei – wenn ich nicht schon geimpft wäre.

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Umwege, Umwege und Umwege

Freitag, den 6. August 2021
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Als Autofahrer braucht man in und um Oranienburg mal wieder viel Geduld, und Umwege stehen immer wieder auf der Tagesordnung.

Wer in die Schulstraße will, muss von der City kommend über die Lehnitz-, Linden- und Stralsunder Straße. Einmal um den Block. Wer von dort in Richtung City zurück will, muss ebenfalls über diese Strecke fahren. Immer wierder die große Schleife.
Wer zur Autobahn möchte, kann momentan nicht mehr über die Saarlandstraße zum Anschluss Oranienburg-Süd fahren. Dort wird der Kreisel gebaut. Wieder müsste ich durch die oft zugestaute City – wieder die große Runde.
Neulich bin ich ausgewichen über Lehnitz und die Anschlussstelle Birkenwerder. Aber auch das ist ab 11. August nicht mehr möglich, weil die Anschlussstelle in Richtung Hamburg gesperrt wird. Ich müsste also entweder nach Oranienburg zurückfahren, durch Borgsdorf zum Anschluss Velten oder über Hohen Neuendorf nach Stolpe (bald auch gesperrt).

Momentan geht es in Richtung Wandlitz wenig, weil die B273 zwischen Wensickendorf und dem Kreisel vor Wandlitz vollgesperrt ist. Da widerum muss man über Lehnitz, Zühlslake und Zühlsdorf.
In Richtung Summt wird’s bald nicht besser. Ende Oktober soll auch der Mühlenbecker Weg in Lehnitz gesperrt werden. Also ich in Richtung der Anschlussstelle Mühlenbeck geht es dann nur mit Umwegen.

Geht’s noch? Ich werde mir wohl bald mal einen Hubschrauber mieten müssen.

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Check-in in Zeiten des Coronavirus

Sonntag, den 13. Juni 2021
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Die Corona-Warn-App kann inzwischen einiges mehr. So gibt es jetzt nicht nur die Funktionen, dass man seine Tests dort abspeichern kann. Auch die Impfungen. Man kann sich für eigene Veranstaltungen QR-Codes anlegen. Und es gibt die Check-in-Funktion.

Am Sonnabendnachmittag war ich bei der Feuerwehr in Birkenwerder, dort wurde ein neues Fahrzeug eingeweiht. Und ich habe zuvor die Check-in-Funktion meiner Corona-Warn-App eingeweiht.
Das musste man, um auf das Gelände zu dürfen. Ich rufe die App auf, gehe in den Check-in-Bereich und scanne den QR-Code, der dort auslag. Und schon war ich drin. Also, eingecheckt.
Alternativ hätte ich auch auf einem Zettel alles ausfüllen können. Aber warum, wenn das so einfach geht, ohne dass ich irgendwo irgendwelche Daten einschreiben muss.

Kurz zuvor war ich in Bärenklau, bei einem Oldtimertreffen. Auch da musste ich meine Daten hinterlassen, um auf das Gelände zu kommen. Allerdings gab es dort keinen QR-Code. Also hieß es: Zettel ausfüllen. Total oldschool, also. Das ist so 2020…

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Wir wandern mal zur Autobahn

Montag, den 22. Februar 2021
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Baustellen sind immer etwas Spannendes. Etwas wird abgerissen, etwas wird neu gebaut, etwas wird umgebaut. Am Freitag und Sonnabend war mal wieder die A10 gesperrt. Zwischen Birkenwerder und Mühlenbeck rollte kein Verkehr, weil wieder an einer der Brücken gebaut wurde.

Das zieht auch Passanten an. Entlang der Autobahn gibt es eine Böschung, an der am Sonnabendmittag diverse Menschen standen und schauten. Zu einem ist eine Autobahn, auf der nichts rollt, etwas Spannendes.
Eine der Straßen in Birkenwerder endet momentan an der Autobahn, sie ist eine Sackgasse. Eigentlich führt eine Fußgängerbrücke über die Trasse, aber die wird erst demnächst wieder aufgebaut. Weil die Autobahn von vier auf sechs Spuren ausgebaut wird, müssen in dem Bereich momentan zig Brücken erneuert werden.

Und nun stehen die Menschen da und gucken. Ich spreche ein Paar an, das gerade seine Räder anschließt. Als es hieß, dass die nächsten Brückenbauarbeiten auf der A10 anstehen, seien sie überrascht gewesen, erzählte mir die Frau: Welche Brücke sollte das sein? Mit ihrem Mann radelte sie also zur Autobahn, um zu schauen, was dort vor sich geht. „Die jetzige Brücke hatten wir gar nicht im Visier“, erzählte er, nachdem er erklärt bekommen hatte, um welches Brückenbauwerk es diesmal überhaupt geht. Nämlich um eine Brücke, die über ein Flüsschen führt. Es wird in der Regel insbesondere von den Autofahrern nicht wahrgenommen, weil es relativ ebenerdig über die kleine Briese führt.

Ein anderes Paar steht unweit der eigentlichen Baustelle. Auch sie gucken interessiert, was dort vor sich geht. „Wir wohnen in der Nähe und gehen öfter mal gucken“, erzählte mir der Mann. „Das ist wirklich spannend.“ Wegen des Lockdowns gebe es kaum Freizeitaktivitäten, also würden sie ab und zu zur Autobahn wandern. „Sobald wir neue Geräusche hören, die wir noch nicht kennen, gehen wir hierher und schauen.“

Ein spezielles Hobby, aber eines, was ich durchaus nachvollziehen kann, weil ich so etwas auch sehr spannend finde. Nur wenige Stunden später wurde der Verkehr wieder freigegeben.

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Noch schnell Weihnachtsdeko kaufen? Vergiss es!

Dienstag, den 1. Dezember 2020
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Je älter man wird, um so mehr Kitsch stelle ich mir scheinbar in die Wohnung. Zumindest gibt es in den vergangenen Jahren immer mehr Weihnachtsdeko.
Und da es ja in diesem Jahr im Advent nicht so viel zu erleben gibt, macht man es sich wenigstens im Haus ein bisschen mehr weihnachtlich gemütlich.
Vor einigen Jahren war ich im Baumarkt in Birkenweder, und da deckte ich mich mit diverser Weihnachtsdeko ein. Es war noch ein paar Wochen vor dem eigentlichen Advent.
Daran jedenfalls erinnerte ich mich, als ich mich wieder auf den Weg dorthin machte.

Die Enttäuschung in Birkenwerder aber war groß. Die Abteilung mit der Weihnachtsdeko war eher dürftig. Ein paar künstliche Bäume, ein paar Lichter, viele Kugeln, ein paar hässliche Schneemänner, Schlitten (wofür?) und ein X-Mas-Schriftzug, den ich schon habe. Nichts Besonderes, nichts Außergewöhnliches, nichts Schön-Kitschiges, was mich anspricht. Ideenloser Kram, so lustlos, wie das Weihnachtsfest 2020 zu werden droht. Eine echte Pleite.

Weiter ging es in den Oranienpark in Oranienburg. Doch in beiden Möbelhäusern dasselbe Debakel. Das erste hatte nicht mal eine nennenswerte entsprechende Ecke, das zweite Möbelhaus eine sehr kleine, die aber nichts wirklich Tolles bot. Außer einen Adventskalender ähnlich wie ein Lineal, wo oben drauf das Weihnachtsrentier von der 1 bis zur 24 gleitet.

Alles in allem: ein großer Deko-Einkauf-Reinfall. Vielleicht hätte ich das im Oktober erledigen sollen. Oder dieses Jahr gibt es nichts Kreatives.

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Überflieger – Serienstar: Krätze ist der Chaot mit Herz

Samstag, den 8. Februar 2020
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Seit 2011 spielt Marcel Maurice Neue in der täglichen RTL-zwei-Serie “Berlin – Tag & Nacht” mit – aufgewachsen ist er in Birkenwerder

MAZ Oberhavel, 8.2.2020

Birkenwerder.
Krätze ist ein Chaot mit Herz. Er beißt sich durch das Leben. Mit 16 ist er von zuhause ausgezogen. Lange lebte er auf der Straße. Inzwischen hat er einen eigenen Sohn und ist Besitzer eine Foottrucks.

Das klingt spannend, ist aber „nur“ eine fiktive Biografie. Nämlich die von Karsten Rätze, den alle nur Krätze nennen. Marcel Maurice Neue verkörpert sie seit fast neun Jahren. Am 12. September 2011 ging die erste Folge der Serie „Berlin – Tag & Nacht“ bei RTL zwei auf Sendung. „Ich spiele dort einen liebenswerten Menschen, der auf der Suche nach Geborgenheit ist“, erzählt er. Er gehört zu den Hauptdarstellern in der täglich ausgestrahlten Reality-Soap.

Schon als Kind stand Marcel Maurice Neue immer mal wieder vor der Kamera. Er spielte in der Serie „Hallo Onkel Doc!“ mit, später auch in den ZDF-Serien „Sperling“ und „Ein starkes Team“. Das ging, bis er 13 Jahre alt war. „Danach starb meine Agentin, und dann ist das im Sande verlaufen“, erzählt er.
Geboren ist er 1989 in Berlin, 1996 zog seine Familie nach Birkenwerder, dort wuchs er dann auf. Er besuchte die dortige Grundschule, ging dann später auf die Gesamtschule in Glienicke. Auch spielte er in der Region lange Fußball, zuletzt bei grün-Weiß Bergfelde. Nach seinem Schulabschluss machte er eine Ausbildung zum Glas-und Gebäudereiniger. „Das war aber eher Mittel zum Zweck“, sagt er.

Dann aber packte ihn wieder die Lust am Schauspiel. Er stieß auf die Produktionsfirma Filmpool, spielte mit in „Familien im Brennpunkt“ und in der ersten Staffel der „X-Diaries“. „Da habe ich dann das Angebot bekommen, in ,Berlin – Tag & Nacht’ zu spielen.“ Er nahm die Rolle an. Am Montag läuft die 2127. Folge des Dauerbrenners.
Kein Drehtag verläuft gleich. „Er kann für mich mal eine Stunde dauern, aber auch mal zwölf Stunden“, erzählt der 30-Jährige. Dadurch, dass Krätze eine der Hauptfiguren der Serie ist, komme das auch vor. Bis 2018 hat er quasi jeden Tag gedreht. Dann brauchte er eine Auszeit, und Fans befürchteten, dass er die Serie ganz verlassen würde. „Aber wenn man so lange Zeit nichts anderes macht, dann platzt einem der Kopf. Er sei zwar nach wie vor gerne zur Arbeit gegangen, aber er musste dennoch mal raus. Er zog sich zurück – in der Serie flüchtete Krätze in dieser Zeit nach Barcelona. „Ich war dann komplett raus.“
Er nutzte die Auszeit für einen längeren Trip nach Kolumbien. Dort machte er einen Sprachkurs und reiste herum. „Ich musste das auch tun, um mich in meinen Job neu zu verlieben.“ Das hat offenbar funktioniert. „Es macht mir wieder Spaß. Zurück zu kommen war wunderschön.“

Alle drei Monate gibt es im Team sogenannte „Future-Gespräche“. „Da erfährt man, wie es mit der Figur weitergeht.“ Falls mit Krätze etwas geplant, was ihm nicht gefällt, kann er ein Veto einlegen. „Aber dann versucht man, das Bestmögliche für beide Seiten zu erreichen.“ es sei ja meistens nur der Kopf, der zu gewissen Themen Nein sagt. So sei es für ihn eine Herausforderung gewesen, als sich seine Serienfigur Krätze das Leben nehmen wollte. „Er wollte vom Dach springen, das war ein ziemlich aufwendiger Drehtag.“ Auch als Krätzes Freundin Zoe große psychische Probleme hatte, sei das schwierig gewesen. „Das war sehr interessant, weil Krätze ein starker Charakter ist und die Gefühle zurückstecken musste.“ Schauspielerische Herausforderungen sind es, die er auch künftig angehen möchte. So könnte er sich vorstellen, auch mal einen körperlich-geistig Behinderten zu spielen oder auch eine schwule Rolle.

Er ist dabei auch durchaus selbstkritisch. Ist eine Folge der Serie fertig, dann schaut er sie sich auch an. „Ich sehe es als Hausaufgabemachen.“ Nebenher kümmert er sich noch um „Influencer-Geschichten“,wie er es nennt. Über die Foto-Plattform Instagram verdient er auch Geld mit Werbung.

Einen Bezug zu Birkenwerder und der Region hat er kaum noch. Seine Mutter lebt inzwischen wieder in Berlin, sein Vater in Griechenland, in Hohen Neuendorf wohnt noch ein Freund. Sein Jobmittelpunkt ist Berlin, er selbst wohnt nun in Berlin-Pankow.

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Guckt mal, was ich gestern im Wald erlebt habe

Donnerstag, den 19. September 2019
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Birkenwerder hat ein Wildschwein-Problem. Die Viecher rennen durch den Ort und durchpflügen die Gärten. Die Leute machen sich Sorgen und fordern, dass die Gemeindeverwaltung endlich handelt.

Da passte am Mittwochmittag ein Post in der Birkenwerder-Facebook-Gruppe. Jemand hat ein Video gepostet. Zu sehen ist ein Lkw im Wald. Hinten öffnet sich die Klappe und Dutzende junge Wildschweinchen rennen raus. Gefilmt von einer Person mit Handy, zu sehen ist auch der Fahrer, der die Tiere seelenruhig rausrennen lässt.
Unter dem Video auf Facebook stand: “Der Wahnsinn…… Guckt mal was ich gestern im Wald erlebt habe. Deutscher LKW. Kein Wunder, daß wir so ein Problem mit den borstigen Freunden haben….” Dahinter ein Smily.

“Und da hast du nicht die Polizei gerufen?”, fragt jemand, und der Mann, der das Video eingestellt hat, antwortet: “Ich war so überrumpelt… Ich habe nicht daran gedacht.”
Vielleicht weil er gar nicht im Wald war, das Video nicht gemacht hat, das Video nicht in Birkenwerder entstand, und die ganze Sache überhaupt eine Lüge war.

Das sieht derjenige ganz anders. Ein Scherz sei es gewesen, und auch ein paar andere Kommentatoren fanden, dass das ja ganz harmlos gewesen sei.
Mag sein. Aber es ist ein schlechter Scherz. Stellt jemand ein Video rein und behauptet, er habe es gemacht, ist es ein Scherz. Ist es auch ein Scherz, wenn jemand sagt, er habe ein Video gemacht, wie ein Asylbewerber irgendwas angeblich Schlimmes tut und sich rausstellt, das Video ist uralt und zeigt was ganz anderes? Ist es auch ein Scherz, wenn jemand sagt, Herr XY habe ein Kind unfein angefasst – was sich dann aber auch als unwahr rausstellt.
Alles nur Scherze?

In Wirklichkeit sorgen genau solche “Scherze” für die Spaltung der Gesellschaft. Dafür dass die einen Angst haben, die anderen sich drüber lustig machen und beide Seiten darüber streiten. So machen das übrigens auch extremistische Parteien: Einfach mal was behaupten, um dann zu sagen, man habe das ganz anders gemeint oder es sei Satire gewesen. Die Behauptung aber ist in der Welt und lässt sich nicht mehr einfangen. Gerüchte oder Fakenews lassen sich schwer aufhalten.
So was sollten wir wirklich lassen.

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