ORA aktuell

Dieter Starke geht zurück ans Oranienburger Mendheim-OSZ

Freitag, den 21. Juli 2017
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Dieter Starke, Dezernent für Bildung und Jugend, verlässt die Kreisverwaltung in Oberhavel und geht zum neuen Schuljahr als Schulleiter zurück ans Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum mit den Standorten Oranienburg und Zehdenick. Das teilt der Sprecher mit Kreisverwaltung mit.
Starke hatte seinen Dezernentenposten Mitte September 2015 per Abordnung durch das Schulamt Neuruppin angetreten. „Das Schulamt Neuruppin hat nun um die Aufhebung der Abordnung Dieter Starkes gebeten, der ich schweren Herzens zugestimmt habe”, sagte Landrat Ludger Weskamp. “Ich schätze seine Arbeit sehr; die Kreisverwaltung verliert mit ihm einen ausgewiesenen Kenner der Bildungs- und Schullandschaft Oberhavels, aber dem Landkreis bleibt er mit seiner hohen Kompetenz für bildungs- und jugendpolitische Fragestellungen erfreulicherweise erhalten.“

Dieter Starkes Posten wird kommissarisch Matthias Kahl, derzeit Leiter des Jobcenters, übernehmen. Über die Gründe des Wechsels ist derzeit nichts bekannt.

RT im Kino

Berlin Rebel High School

Dienstag, den 20. Juni 2017
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Sie waren schon auf normalen öffentlichen Schulen. Sie sind dort aber nicht so richtig klar gekommen. Sie wurden dort gemobbt, sie waren überfordert oder, ja, sie waren manchmal auch einfach nur faul.
Hanil zum Beispiel. Schule war für ihn lästig. Er brach ab. Alex kam mit dem Zwang zur Disziplin nie klar. Lena konnte mit Regeln auch nie etwas anfangen.
Nun aber ist ihnen klar: Sie wollen es noch mal versuchen. An einer öffentlichen Schule ist das aber kaum möglich, denn da würde ja alles von vorn losgehen, und für Gymnasien gibt es Altersbegrenzungen.
Sie besuchen stattdessen die Schule für Erwachsenenbildung (SFE) in Berlin. Es ist eine besondere Schule: Sie wird nicht gefördert, sie muss sich allein tragen. Alle – Lehrer und Schüler – sind Mitglied im Verein. Heißt auch: Die Lehrer werden von den Schülern bezahlt, über alle Fragen wird abgestimmt. Es gibt keinen Zwang, keine Noten. Und das seit 1973.

“Berlin Rebel High School” begleitet so eine Klasse drei Jahre lang. Wir erfahren, warum die Leute dort sind, was sie für eine Geschichte haben, welche Ziele sie verfolgen. Wir sehen die Euphorie, den Frust. Denn natürlich läuft es – trotz der Nicht-Zwänge – nicht immer optimal. Wir lernen aber auch die Lehrer kennen, die gelassen, aber dennoch extrem engagiert sind.
Alexander Kleider ist es gelungen, eine sehr spannende Doku zusammenzustellen. Allerdings hatte er auch großes Glück mit seinen Protagonisten, die den Zuschauer mitfiebern lassen. Fortschritte und Rückschläge.
Nicht ganz haltbar ist allerdings die These, die Kleider, der selbst auf der SFE war, aufstellt. Dass diese Schule ein Vorbild für andere, für das öffentliche Schulsystem sein könnte. Denn es lässt sich schwer übertragen – denn normalerweise gehen die Schüler ja nicht freiwillig dorthin. Die jungen Leute im Film haben bereits eine längere Geschichte hinter sich und sind keine pubertären Pennäler.
Was der Film ebenfalls versäumt: Er verschweigt, wie viele Schüler dieser Klasse es denn letztendlich geschafft haben, ihr Abi zu bekommen. Denn am Ende konzentriert er sich auf einen kleinen Kern der Gruppe. Was mit den anderen passiert, bleibt offen. Wie überhaupt offen bleibt, wie hoch die Abi-Quote an der SFE ist. Das wäre eine wichtige, einordnende Info gewesen.
Aber dennoch: Eine erhellende, packende, spannende, traurige und lustige Doku.

Berlin Rebel High School
D 2016, Regie: Alexander Kleider
Neue Visionen, 91 Minuten, ab 0
8/10

ORA aktuell

Oranienburger Kinderschule will Oberstufe

Montag, den 3. Oktober 2016
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Die Kinderschule Oberhavel in Oranienburg-Eden will eine gymnasiale Oberstufe anbieten. Ein entsprechende Antrag ist im Bildungsministerium in Potsdam gestellt worden. Im September 2017 könnte die Schule mit einer 7. Klasse starten. Später sollen immer zwei Jahrgänge zusammen unterrichtet werden.

In der staatlich anerkannten Schule lautet das Lernprinzip, dass Schüler viel selbst bestimmen, ganz nach ihren Neigungen und Fähigkeiten.

ORA aktuell

Zwei neue Schulen für Oranienburg

Samstag, den 11. Juni 2016
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Mit einem Jahr Verspätung sollen am 4. September in Oranienburg zwei neue Schulen an den Start gehen. Das Jugend- und Sozialwerk (JuS) eröffnet in der Liebigstraße die Mosaik-Oberschule und in der Bernauer Straße die neue Fachschule für Sozialwesen.
Das Bildungsministerium erteilte den Plänen nun die Zusage. 2015 war das anders, weil es an Lehrern und Wahlpflichtmöglichkeiten mangelte.

aRTikel

Mehrheit stimmt für Umbau des Schulhofes

Samstag, den 23. Mai 2015
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Harte Debatte in Kremmen über die Zukunft des Bildungsstandortes

MAZ Oranienburg, 23.5.2015

KREMMEN
Der von Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse (SPD) verhängte Haushaltsstopp für den geplanten Umbau des Hofes der Goetheschule sorgte am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung – vorsichtig ausgedrückt – für Gesprächsstoff.
Mit großer Mehrheit haben sich die Stadtverordneten nach einer insgesamt mehr als zweistündigen Debatte rund um die Zukunft der Schule dafür ausgesprochen, den Hofumbau wieder auf die Agenda zu setzen. Klaus-Jürgen Sasse stimmte gegen den Antrag der Fraktion Die Linke/Bürger für Bürger/Koop. Frank Bommert (CDU), Peter Winkler, Margitta Ganschow, Detlef Reckin (alle SPD) und Gerhard Mittelstädt (Bürgergemeinschaft Groß-Ziethen) enthielten sich in der namentlichen Abstimmung.

Dass er einen Haushaltsstopp in Sachen Schulhof verhängt hatte, begründete Bürgermeister Sasse mit der unklaren Situation. Wie berichtet, überlegt die Hennigsdorfer Stadtverwaltung, die Oberschulen von kommunaler Verwaltung an den Landkreis abzugeben. Wegen der zu zahlenden Kreisumlage müssten sich alle Oberhavel-Kommunen, die Oberschulen betreiben, anschließen – so auch Kremmen. Wie Kreissozialdezernent Ludger Weskamp (SPD) sagte, sei das frühestens zum 1. Januar 2017 möglich.
Dann jedoch wäre unklar, wie die Stadt Kremmen mit der Grundschule umgeht – sie befindet sich im selben Haus wie die Oberschule. Eine Unterscheidung in Sachen Buchhaltung, Finanzen und Raumgestaltung sei da schwierig, so Sasse. Stattdessen könne die jetzige Goethe-Grundschule aufgelöst werden. Dann gäbe es eine Oberschule mit Grundschulteil. Möglich sei auch, dass sich die Gundschule in Beetz anschließe und eine Filiale der Kremmener Schule bilde. „Es könnte ein besserer Lehreraustausch zwischen Grund- und Oberschule stattfinden“, so der Bürgermeister. Das Vorbild wäre die Löwenberger Libertasschule.

Elke Schwabe, die Leiterin der Oberschule, sagte: „Das ist ein Schnellschuss. Mit uns hat vorher niemand geredet.“ Sie erinnerte daran, dass Anfang der 90er der umgekehrte Weg gegangen sei, damals sind die Einrichtungen getrennt worden.
Die Stadtverordneten stimmten mit großer Mehrheit dafür, dass sich die Verwaltung dieses Themas annehmen und alle notwendigen und bildungspolitischen Stellungnahmen zu diesem Schritt einholen soll. Das Thema wird in Kremmen somit in den kommenden Monaten weiter für Diskussionen sorgen. Bürgermeister Sasse stellte jedoch klar, dass er nicht dafür plädiere, die Oberschule an den Landkreis abzugeben. „Das ist ein längerer Weg“, sagte Reiner Tietz (Linke). Er sei nicht in einem halben Jahr und einer Stadtverordnetenversammlung zu machen. Eckhard Koop (parteilos) appellierte an den Landkreis, die finanziell klamme Stadt Hennigsdorf in Sachen Oberschule zu unterstützen: „Helfen Sie Hennigsdorf, dann helfen Sie uns.“

Die meisten Zuhörer im überfüllten Zuschauerraum des Rathaussaals wollten aber auch wissen, was denn nun aus dem Schulhof wird. Lehrerin Sabine Napiralla erinnerte an den Protestbrief, den die Goethe-Grundschüler verfasst haben. Laut Bürgermeister Sasse müssten die Umbaupläne sowieso neu besprochen werden, auch müsse das Parkplatzproblem an der Stadtparkhalle geklärt werden. Nachdem sich die Fraktion Linke/BfB/Koop mit ihrer Beschlussvorlage durchgesetzt hatte, wird der Hofumbau demnächst in den Ausschüssen weiterdiskutiert.

RTelenovela

Das Sterben der Schülerzeitungen: Immer schön positiv bleiben

Dienstag, den 25. März 2014
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Friede, Freude, Eierkuchen. Zumindest offiziell.
Bei der Preisverleihung für die besten Schülerzeitungen Brandenburgs im neuen Potsdamer Landtag sind große Reden gehalten worden. Landtagspräsident Gunter Fritsch sprach vor den geladenen Schülern über die Meinungs- und Pressefreiheit und darüber, dass das Wählen ab 16 bei den kommenden Kommunalwahlen erstmals erlaubt sein wird.
Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp sprach von einem excellenten Jahrgang. Landtagsvizepräsidentin Gerrit Große lobte die Quualität der Zeitungen, die stabil sei.

Hinter den Kulissen aber, da herrscht Frust. Die Zahl der Schülerzeitungen an den Schulen sinkt. Die Qualität ebenfalls. Die Zahl der Einreichungen für den Schülerzeitungswettbewerb ist inzwischen so niedrig, dass die Hälfte davon am Ende irgendeinen Preis bekommt. Was der da überhaupt noch wert ist, steht auf einem anderen Blatt.
Doch von einer Krise der Schülerzeitungen hat niemand geredet. Erst hinterher. Erst nach der eigentlichen Veranstaltung sagte mir Gerrit Große, dass es Probleme gebe. Dass gerade auf den Oberschulen in Sachen Schülerzeitung fast nichts mehr los sei. Dass die Qualität durchwachsen ist.

Ich hätte das alles gern während der Veranstaltung gehört. Es hätte ja nicht mal die Schüler beleidigt. Ganz und gar nicht, denn sie waren es ja, die die Fahnen noch hochhalten. Aber warum kann man nicht auch in so einem Rahmen mal deutliche Worte aussprechen?
Vielleicht weil das Problem hausgemacht ist. Auch und gerade die Politik sorgt dafür, dass die Schüler immer weniger Zeit und Muße haben, Aufgaben außerhalb des Unterrichtes zu übernehmen. Gerade die Gymnasiasten, bei denen die Sekundarstufe II in Brandenburg nur noch zwei Jahre dauert, sind im Stress. Für Schülerzeitungen bleibt da kein Platz mehr.
Und davon mal abgesehen: Sind gedruckte Zeitungen nicht sowieso out? Wo bleiben die Internetprojekte? Die Facebookseiten? All die Möglichkeiten, mit denen die Jugend heute erreicht werden können, kommen im Schülerzeitungswettbewerb nicht vor.
Lauter Versäumnisse.

ORA aktuell

Pflegeschule soll ins alte Oranienburger Runge-Gymnasium ziehen

Mittwoch, den 27. November 2013
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Ins alte Runge-Gymnasium in Oranienburg könnte im Herbst 2014 neues Leben einziehen. Die Neuruppiner Agus-Akademie für Sozialberufe will dort eine Altenpflegeschule betreiben, schreibt die Märkische Allgemeine am Dienstag. Der Kreistag von Oberhavel muss allerdings noch zustimmen.

Für das alte Gebäude des Gymnasiums spreche, dass es leer stehe und schnell herzurichten sei. 18 Ausbildungsverträge seien für die Eröffnung nötig, so Bildungsdezernent Ludger Weskamp.