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Das Sterben der Schülerzeitungen: Immer schön positiv bleiben

Dienstag, den 25. März 2014
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Friede, Freude, Eierkuchen. Zumindest offiziell.
Bei der Preisverleihung für die besten Schülerzeitungen Brandenburgs im neuen Potsdamer Landtag sind große Reden gehalten worden. Landtagspräsident Gunter Fritsch sprach vor den geladenen Schülern über die Meinungs- und Pressefreiheit und darüber, dass das Wählen ab 16 bei den kommenden Kommunalwahlen erstmals erlaubt sein wird.
Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp sprach von einem excellenten Jahrgang. Landtagsvizepräsidentin Gerrit Große lobte die Quualität der Zeitungen, die stabil sei.

Hinter den Kulissen aber, da herrscht Frust. Die Zahl der Schülerzeitungen an den Schulen sinkt. Die Qualität ebenfalls. Die Zahl der Einreichungen für den Schülerzeitungswettbewerb ist inzwischen so niedrig, dass die Hälfte davon am Ende irgendeinen Preis bekommt. Was der da überhaupt noch wert ist, steht auf einem anderen Blatt.
Doch von einer Krise der Schülerzeitungen hat niemand geredet. Erst hinterher. Erst nach der eigentlichen Veranstaltung sagte mir Gerrit Große, dass es Probleme gebe. Dass gerade auf den Oberschulen in Sachen Schülerzeitung fast nichts mehr los sei. Dass die Qualität durchwachsen ist.

Ich hätte das alles gern während der Veranstaltung gehört. Es hätte ja nicht mal die Schüler beleidigt. Ganz und gar nicht, denn sie waren es ja, die die Fahnen noch hochhalten. Aber warum kann man nicht auch in so einem Rahmen mal deutliche Worte aussprechen?
Vielleicht weil das Problem hausgemacht ist. Auch und gerade die Politik sorgt dafür, dass die Schüler immer weniger Zeit und Muße haben, Aufgaben außerhalb des Unterrichtes zu übernehmen. Gerade die Gymnasiasten, bei denen die Sekundarstufe II in Brandenburg nur noch zwei Jahre dauert, sind im Stress. Für Schülerzeitungen bleibt da kein Platz mehr.
Und davon mal abgesehen: Sind gedruckte Zeitungen nicht sowieso out? Wo bleiben die Internetprojekte? Die Facebookseiten? All die Möglichkeiten, mit denen die Jugend heute erreicht werden können, kommen im Schülerzeitungswettbewerb nicht vor.
Lauter Versäumnisse.

ORA aktuell

Pflegeschule soll ins alte Oranienburger Runge-Gymnasium ziehen

Mittwoch, den 27. November 2013
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Ins alte Runge-Gymnasium in Oranienburg könnte im Herbst 2014 neues Leben einziehen. Die Neuruppiner Agus-Akademie für Sozialberufe will dort eine Altenpflegeschule betreiben, schreibt die Märkische Allgemeine am Dienstag. Der Kreistag von Oberhavel muss allerdings noch zustimmen.

Für das alte Gebäude des Gymnasiums spreche, dass es leer stehe und schnell herzurichten sei. 18 Ausbildungsverträge seien für die Eröffnung nötig, so Bildungsdezernent Ludger Weskamp.

aRTikel

Ein paar kritische Fragen, und das Eis war gebrochen

Donnerstag, den 10. Oktober 2013
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Vivien Genzow (20) hat ein Berufsziel: Mit Jugendlichen arbeiten – in Bärenklau übt sie schon mal

MAZ Oranienburg, 10.10.2013

BÄRENKLAU
Vivien Genzow kümmert sich nicht um die Jugendlichen in Bärenklau, sondern die kümmern sich auch mal um ihre Betreuerin. Als die 20-Jährige vor kurzem sehr erkältet war, bekam sie von den Jungs Tee. „Das fand ich sehr nett“, sagt sie und lächelt. Seit Anfang August absolviert die Veltenerin ein Praktikum bei der Jugendarbeit Oberkrämer und ist für den Klub in der Alten Remonteschule in Bärenklau zuständig. Sie macht eine Ausbildung zur Erzieherin bei der Agus-Gadat-Bildungsgruppe in Neuruppin. Die Arbeit mit Kindern ist ihr wichtig. „Sie erfüllt mein Leben“, sagt Vivien Genzow. Besonders merkt sie das, seit sie vor drei Jahren noch eine kleine Schwester bekommen hat.
Geprägt hat sie auch die Zeit an der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule in Birkenwerder. „Das soziale Miteinander, auch mit behinderten Mitschülern, hat auf mich eingewirkt.“ In Oranienburg machte sie später noch ein Wirtschaftsfachabitur.

Mal sind es an einem Tag fünf Leute, mal 15, die in den Bärenklauer Klub kommen. „Die Tendenz ist steigend“, sagt Vivien. Es spricht sich langsam rum, dass dort was los ist. Mundpropaganda ist in dem kleinen 1200-Seelen-Dorf das A und O.
Mittags gegen 13 Uhr öffnet sie die Tür. „Wir gucken dann immer, was wir denn zu Essen da haben.“ Entweder liegt noch was im Kühlschrank, oder die Jugendlichen bringen was von zu Hause mit. Gern unternehmen sie alle gemeinsam eine kulinarische Weltreise, und die funktioniert so: Blind zeigen sie auf dem Globus auf ein Land und überlegen dann, was dazu typisch gekocht werden könnte. Neulich stand die Türkei auf dem Plan. Es gab Börek, Hackfleisch im Teigmantel. „Das Schöne war, dass wir dann nicht nur türkisch gegessen, sondern uns auch mit dem Land befasst haben“, erzählt Vivien Genzow. „Das war für alle sehr lehrreich.“

Die Jugendklubgänger in Bärenklau haben ihre neue Betreuerin recht schnell angenommen. „Mir war klar, dass ich auf sie zugehen muss“, sagt Vivien. „Ich habe ihnen dann auch erst mal meinen Lebenslauf erzählt.“ Es kamen Fragen wie „Warum bis du hier? Und wie lange?“ Das Eis war bald gebrochen. „Das hat vielleicht drei bis vier Tage gedauert.“ Allerdings geht das auf dem Dorf auch schneller als in der Stadt, findet die Veltenerin. „Auf dem Dorf sind die Freundschaften viel enger, da kennt jeder jeden. Wir als Sozialarbeiter kennen eigentlich auch immer die Eltern der Jugendlichen.“ Das sei in der Stadt anders. Aber auf jeden Fall möchte sie später ein weiteres Praktikum in der städtischen Jugendarbeit absolvieren.
Für die Klubgänger ist der Treffpunkt im Dorf sehr wichtig. „Sie sind mal weg von den Eltern, sie wollen auch mal ihre Ruhe haben“, sagt Vivien Genzow. Im Klub bekommen sie die. Wobei Ruhe natürlich relativ ist: An den Spielkonsolen geht es schon mal hoch her. Inzwischen ist die Küche neu gemalert. „Wir haben uns für ein freundliches Grün entschieden.“ Und auch die gerade vergangenen Bundestagswahlen haben im Jugendklub eine große Rolle gespielt. „Bei uns fanden die U-18- Wahlen statt, und deshalb haben wir recht ausführlich darüber gesprochen.“ Es gab Momente, bei denen sich rund um den Computer kleine Grüppchen bildeten, um im Internet in Wahlprogrammen der Parteien zu stöbern.

Es läuft also alles gut in Bärenklau, und doch gibt es einen Wermutstropfen: Die Jugendlichen müssen Ende November schon wieder Abschied nehmen. Denn dann beginnt für Vivien die nächste Theoriezeit an der Neuruppiner Schule. „Ich weiß jetzt schon, dass ich die Zeit hier vermissen werde“, sagt sie. „Toll ist die Förderung, die ich hier bekomme.“ Sie darf an Seminaren und Veranstaltungen der Jugendarbeit teilnehmen. Genau das ist auch das Ziel von Marlies Arian, die für die Jugendkoordination in Oberkrämer zuständig ist. „Ein breites Spektrum ist wichtig.“ Deshalb gehört zum Praktikum auch mehr als die Betreuung im Klub. Beim Landeserntefest in Kremmen bauten Jugendliche aus Oberkrämer am Jugenddorf im Scheunenviertel mit. Das Mühlenfest in Vehlefanz ist ebenfalls von ihnen begleitet worden. Jetzt, in den Herbstferien, findet das zentrale Programm im Vehlefanzer Klub statt.

Wenn Vivien Genzow ihre Ausbildung in Neuruppin abgeschlossen hat, dann möchte sie am liebsten für ein Jahr in die USA gehen und als Aupair arbeiten. Und wie sieht es in fünf Jahren aus, was macht sie daann? Sie muss nicht lange überlegen: „Da bin ich mittenmang unter Jugendlichen.“ Was genau sie dann beruflich mit jungen Leute machen möchte, das lässt sie aber noch offen.

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Der Jugendklub in Bärenklau befindet sich in der alten Remonteschule im Dorfzentrum. Geöffnet ist nach den Herbstferien wieder montags bis freitags von 13 bis 20 Uhr.

ORA aktuell

Oranienburger Polizeischule: Massive Nachwuchsprobleme

Samstag, den 28. September 2013
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Die Fachhochschule der Polizei in Oranienburg schlägt Alarm. Es gebe massive Probleme, Nachwuchs zu finden, schreibt die Märkische Allgemeine am Freitag. Zwar gebe es 4000 Bewerber, daraus aber die 217 Anwärter rauszufiltern, die in Frage kommen, sei schwierig, so Linda Bergel, die Chefin des Auswahldienstes. Die Durchfallquote sei immens, zwei Drittel fallen durch – beim Persönlichkeitstest, dem Diktat oder beim Fitnesscheck.

ORA aktuell

14 Schüler müssen Oranienburger OSZ verlassen

Mittwoch, den 21. August 2013
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14 Schüler der 10. Klasse mussten überraschend das Oranienburger Georg-Mendheim-OSZ verlassen. Das berichtet die Märkische Allgemeine. Sie mussten den Unterricht verlassen. Erst tage später bekamen sie per Post die Begründung: Die betreffenden Schüler waren bereits 18 Jahre und hatten eine einjährige berufliche Förderung hinter sich und seien damit nicht mehr berufsschulpflichtig. Sie müssen ihren Abschluss über den zweiten Bildungsweg absolvieren.

Eltern wundern sich, dass die Information darüber erst nach Beginn des neuen Schuljahres kamen, den betreffenden Jugendlichen fehle nun ein Jahr, weil sie sich nun nicht mehr für das kommende Ausbildungsjahr der Volkshochschule bewerben könnten.

ORA aktuell

Unterricht am Runge-Gymnasium: Viele Stunden fallen aus

Mittwoch, den 13. März 2013
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Die Zahl der Stunden, die am Oranienburger Runge-Gymnasium ausfallen, ist besonders hoch. Das berichtet die Märkische Allgemeine am Dienstag.
In der Sekundarstufe I fielen im ersten Schuljahr wöchentlich im Durchschnitt 6,4 Prozent aller Stunden aus – nicht eingerechnet die Stunden, die vertreten oder nur betreut wurden. Bislang lag die Quote nur bei 2 bis 3 Prozent.

Schulleiter Uwe Seidler berichtet von einem hohen Krankheitsstand unter den Lehrern. Das Staatliche Schulamt habe kaum Ersatz schicken können.
Nun müsse der Rahmenplan gekürzt werden – den Schülern würden aber angeblich keine Nachteile bei Prüfungen entstehen.

ORA aktuell

Musikwerkstatt: Gefeuerte Lehrer gründen neue Schule

Mittwoch, den 21. September 2011
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Nachdem sie fristlos in der Edener Musikwerkstatt in Oranienburg gefeuert wurden, haben sieben Lehrer eine neue Musikschule gegründet. Sie trägt den Namen “Klang – Farbe Orange”.
Die Cellistin Verena Schluß sagte in einer Pressemitteilung, dass ein anspruchsvolles und bezahlbares Konzept verwirklicht werden soll.
Zunächst soll der Unterricht in Privaträumen stattfinden, mit potenziellen Partnern sei der Verein aber schon im Gespräch.