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Die Kim Wilde 80er Show

Samstag, den 5. April 2014
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DO 03.04.2014 | 20.05 Uhr | Berliner Rundfunk 91|4

Da waren sie aber mal so richtig stolz! Kim Wilde. Beim Berliner Rundfunk! Für den Radiosender war das der Knaller, als diese Personalie im vergangenen Herbst angekündigt wurde. Die Sängerin moderiert eine Radioshow mit den Hits aus den 80ern. Angeblich erzählt sie auch Insiderinformationen. Wahnsinn!

Aber mal unter uns. Ob da nun Kim Wilde sitzt, ein Roboter oder ein Sendeausfall stattfindet, ist eigentlich wurscht. Am Donnerstagabend sagte Kim Wilde, dass man bei ihr 80er-Jahre-Hits höre, worauf ein 80er-Jahre-Hit zu hören war. Später kamen weitere Plattitüten. Könnte man sich genauso gut sparen. Zumal sie auf Englisch redet, und das auch noch akustisch nicht ganz einfach zu verstehen. Mehrwert für die Hörer des Berliner Rundfunks: null.

Nur weil jemand irgendwann mal einen oder mehrere Hits hatte, muss das noch lange kein Grund sein, so zu tun, als sei das ein Grund, warum sie eine Radioshow moderieren muss.

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Nachrichtenjournal: Sonnenfinsternis

Samstag, den 2. August 2008
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FR 01.08.2008 | 10.00 Uhr | Berliner Rundfunk 91.4

Das Topereignis an diesem Vormittag auf den Radiosendern. Sonnenfinsternis über Deutschland. Die Leute werden wieder Augen machen und in die verfinsternde Sonne sehen. Oder so.
Telefoninterviews bei radioeins. Lange Berichterstattung auch im Nachrichtenjournal vom Berliner Rundfunk 91.4. Die Menschen, die in die Sonne gucken wollen, sollen sich doch bitte schützen. Im Planetarium sei schon viel los.
Ein Wahnsinnsevent.
Na ja, nicht ganz. Selbst bei der Sonnenfinsternis 1999 in Deutschland war bei uns, außerhalb des Kernschattens, nicht wirklich viel zu sehen. Dunkel wirde es jedenfalls nicht. damals verschwand die Sonne bei uns zu rund 80 Prozent. Diesmal waren es nur 20. Also kaum der Rede wert. Also eigentlich kaum sichtbar.
Aber es ist Sommer, und so puscht man das eben doch zu einem Megaevent hoch.
Bei der Ostseewelle beschrieb ein Reporter, was gerade in einem Planetarium genau zu sehen ist. Großartig: Die Sonnenfinsternis, die keine ist, im Radio. Das passt ja.

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ZAPPER VOR ORT: PK mit Helge Schneider

Mittwoch, den 18. Oktober 2006
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MI 18.10.2006, Berlin, am Admiralspalast

“Käsebrot ist ein gutes Brot. Sexy, sexy Käsebrot.” Das klingt nach einem Song, den man im Suff auf eine Kassette singt und diese dann vor lauter Peinlichkeit danach verschwinden lässt. Quasi auf den privaten Index setzt.
Nicht so bei Helge Schneider. Bei Helge Schneider wird der Käsebrot-Song bestimmt wieder Kult.
Man könnte es auch als grenzwertig bezeichnen. Das noch um so mehr, wenn man den völlig debil wirkenden Tänzer auf der Bühne beobachtet.
Im Hof des Berliner Admiralspalastes stellte er heute sein neues Programm vor, mit dem er ab Weihnachten in Berlin gastieren wird.
Dabei wirkt Helge Schneider allerdings wesentlich gepflegter als auf den Tourplakaten. Dort macht er eher einen pennerhaften Eindruck. Die Tour trägt den Namen “I Brake Together”. Frei nach Helge übersetzt: Ich breche zusammen. Dass die Übersetzung eigentlich ganz anders lautet – dem Helge ist das schnurz.
Finden ja auch alle total lustig.
Im Interview mit den Radiosendern beantwortet er Fragen, die die Welt bewegen. Ob er mal einen Song über Quark mit Leinöl schreiben wolle (”Nein, ist nicht geplant.”). Ob denn Käsebrot zum Weihnachtsfest passe (”Ja, kann man immer essen.”). Ob er denn selbst Käsebrot mag (”Ja, immer mehr.”). Was er denn zwischen seinen Auftritten in berlin machen werde (”Touristen gucken, spazieren gehen.”). Und so weiter.
Auffallend ist übrigens, dass die Vertreter von Berliner Rundfunk 91!4, rs2, 98.2 Radio Paradiso und Spreeradio 105.5 allesamt aus sehr jungen leuten bestanden. Wie sich später herausstellte: alles Praktikanten. Der Kollege von Antenne Brandenburg war mit Abstand der älteste Radiovertreter.
Was bei den Interviews rausgekommen ist, wird man heute oder bald sicher in den jeweiligen Radiosendern hören dürfen. Oder auch nicht.

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Media-Analyse II/2000

Dienstag, den 18. Juli 2000
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Es ging mal wieder ein gewaltiger Ruck durch die Chefetagen der Radiosender in Berlin und Brandenburg. Es wurde nämlich die neueste Media-Analyse veröffentlicht, die besagt, welche der vielen Radio-Stationen bei den Hörern am beliebtesten sind. Wobei das wirklich Interessante dabei ist, wie darauf reagiert wird.
Das beste Beispiel für eine gute Interpretation dieser Analyse lieferte eindeutig „Hundert,6″. Vor einigen Jahren war man noch die unangefochtene Nummer Eins in der Region. Und jetzt? Abgeschlagen auf Platz Sieben. Aber Moment mal! „Hundert,6″ ist ja jetzt ein informationsorientiertes Radioprogramm mit viel Wort und wenig Musik! Da ist man gar nicht überrascht, dass nicht mehr so viele Leute zuhören! Aber solange man immer noch besser als das öffentlich-rechtliche „InfoRadio” ist, ist man zufrieden! So ändern sich die Zeiten, so kann man sich die. Ergebnisse schön reden.
Wenn man sich schon nicht mit den Großen vergleichen kann, tut man es eben mit den Kleinen!
Beim Berliner Rundfunk 91!4″ ist man wenig erfreut über die Media-Analyse. Nach der neuesten Erhebung schubste „94.3 r.s.2″ den Oldiesender vom Nummer-Eins-Thron. Wirklich bedauerlich! Aber andererseits: Erstmals wurde eine neue Umfragetechnik erprobt, da kommen eben andere Zahlen heraus, argumentierte man beim Sender.
Richtig erfreulich ist aber, dass endlich auch „Radio Eins” vom ORB auf dieser ominösen Hitliste vorkommt. Sage und schreibe knapp 40 000 Hörer schalten den Sender regelmäßig ein. Bisher waren die Hörerzahlen des Senders so niedrig, dass sie erst gar nicht ermittelbar waren. Die neuen Zahlen werden Radio Eins hoffentlich einen großen Auftrieb geben, denn die Leute in Potsdam haben es wirklich verdient!

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Radio!

Dienstag, den 14. Dezember 1999
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Zurzeit kann man wohl keinen Radiosender hören, ohne dass wir als Hörer darauf Hingewiesen werden, dass ja im Moment die große Radioum-frage stattfindet, wo telefonisch gefragt wird, welchen Sender wir hören. Mich hat niemand angerufen und gefragt. (Na, wird’s bald?!)
Es gibt doch tatsächlich noch Sender, die sich ein wenig vom Einheitsbrei abheben. Mir ist zum Beispiel völlig unverständlich, dass Radio Eins vom ORB so schlecht weg kommt. Das Programm ist nämlich durchaus hörenswert. Ich stieß bei meinem Bundeswehr-Bürojob auf diesen Kanal. (Aber ehrlich gesagt nur deshalb, weil das Gebäude, in dem ich zu tun hatte, nur diese Frequenz mein kleines Radio erreichte.) Und ich war echt angenehm überrascht! Am Morgen moderiert das von „Fritz” bekannte Duo Volker Wieprecht und Robert Skupin. Hier wird viel gute Laune verbreitet, ohne wirklich niveaulos zu sein. Na gut, manchmal schon, aber auf erträglichem Maß. Neben guter Musik gibt es auch Informationen und Berichte. Ein weiteres Highlight ist die Namensforschung, am Vormittag. Hier sagen die Hörer ihren Nachnamen und ein Forscher erklärt ihnen, woher er kommt. Es lohnt sich echt, öfter Radio Eins (95,8 MHz) einzuschalten!
Eine gute Idee hatte auch der Berliner Rundfunk 91,4. Hier entschloss man sich, nur noch Oldies und sogenannte Evergreens zu spielen. So ein Sender hat bei uns tatsächlich noch gefehlt. Die Welle ist am besten fürs Auto fahren geeignet, wo schon mal ein „Boh!” oder „Geil!” aus dem Mund kommt, wenn mal wieder ein toüer ABBA-Song kommt. Aber wahrscheinlich gehört der Berliner Rundfunk nicht umsonst zu den beliebtesten Radiosendern in Berlin und Brandenburg.
Auf der MAZ-Leserpost-Seite findet gerade eine Diskussion über die ORB-Musikprogramme statt: Man kümmere sich zu wenig um die Alten, was auch summt. Momentan wird über Klassiksender verhandelt, aber ein öffentlich-rechtliches Radioprogramm für Ältere ist beim ORB nicht zu finden!

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Radio in Berlin/Brandenburg

Montag, den 22. Juni 1998
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Wenn ich nicht gerade „Lindenstraße” sehe, höre ich auch hin und wieder Radio. Und besonders in der Wacht neige ich dazu, mich durch die vielen Radioprogramme zu zappen. Paßt mir irgendein Hit nicht, wie z.B. Modern Talkings „You’re My Heart, You’re My Soul”, wechsele ich unerbittlich den Sender.
Aber besonders bei den größeren Musiksendern ist ja kaum noch ein Unterschied zu erkennen. Der eine Sender spielt „das Beste aus drei Jahrzehnten”, während ein anderer doch lieber „die größten Hits der 70er, 80er und 90er Jahre” spielt. Ein weiterer Konkurrent setzt dagegen auf den „Fifty-Fifty-Mix – Super-Oldies und das Beste von heute”. Andere energische Sender spielen einfach „die meiste Musik” (wie geht das?). Tja, unsere Radiolandschaft ist eben vielfältig! Da ist es aber doch sehr löblich, daß uns meistens nach jedem Song mitgeteilt wird, daß wir gerade „94,3 r. s. 2″ oder „Energy 103,4″ hören. Geradezu brillant sind diese kleinen Jingles, in denen der Name der Sender geträllert wird. Na ja, vielleicht werden „104.6 RTL” oder „Berliner Rundfunk 91,4″ so (noch) berühmter. Trotzdem kann einem
das irgendwann doch auf die Nerven gehen…
Toll sind auch die Durchsagen der DJ’s. Das erste, was zur vollen Stunde den geneigten Hörern mitgeteilt wird, ist, was denn übermorgen von sieben bis acht gewonnen werden kann.
Also, wenn es sonst nix zu erzählen gibt …