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Die Rik de Lisle Show

Montag, den 10. August 2020
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SA 08.08.2020 | 13.05 Uhr | Berliner Rundfunk 91.4

Der alte Ami, es gibt ihn immer noch. Rik de Lisle ist im Berliner Raum vor allem mit seiner Morgensendung auf RIAS 2 bekannt geworden. Mit seinem US-amerikanischen Slang ist er heute noch unverwechselbar. Und für viele ist er Kult.
Deshalb ist er auch bis heute immer wieder auf Berliner Radiosendern zu hören. Momentan ist er beim Berliner Rundfunk 91.4 so präsent wie schon lange nicht mehr. Nämlich jeden Tag. Montags bis freitags hat er dort eine Vormittagssendung, am Wochenende moderiert er am Nachmittag.

Am Sonnabend lief “Die Rik de Lisle Show” auch wieder am Nachmittag. Aber eigentlich riecht das verdammt nach Etikettenschwindel. Live im Studio zu sein, scheint er jedenfalls nicht. Und falls doch, kann man nicht gerade sagen, dass er so richtig Bock auf das Ganze hat.
Zwischen dem üblichen Gedudel teilte uns am Sonnabendnachmittag nämlich immer wieder die Stationvoice entweder mit, dass man gerade den Berliner Rundfunk 91.4 höre – oder dass “Die Rik de Lisle Show” jetzt auch am Wochenende laufe. Was der nicht gerade auf den Kopf gefallene Hörer ja vielleicht weiß, weil besagte Sendung ja eigentlich gerade läuft. Rik de Lisle allerdings sagt gar nicht so viel. Eine einzige nennenswerte Moderation hat er während der halben Stunde zwischen drei und halb vier. Uhrzeiten ansagen, irgendwelche Radioalltagsmoderation – die kommen nicht von Rik, die gibt es schlicht nicht.

Also, wenn “Die Rik de Lisle Show” nur aus den üblichen Einerlei-Teasern besteht und der Star der Sendung nur einmal zu Wort kommt, diese Moderation aber sehr, nun ja, zeitlos wirkt, dann ist das schlicht nicht meine Vorstellung von gutem Radio.
Nun kann Rik de Lisle natürlich nicht sieben Tage in der Woche wirklich live vorm Mikro stehen, aber dann könnte man an den Wochenenden sich auch etwas ganz anderes einfallen lassen.

Hits: 218

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Zugabe: David Hasselhoff

Samstag, den 5. Oktober 2019
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DO 03.10.2019 | 23.05 Uhr | Berliner Rundfunk 91.4

David Hasselhoff. Den meisten fällt an dieser Stelle “Looking for Freedom” ein. Hatte Hasselhoff noch mehr Hits? Hatte er ganz offensichtlich, denn am Tag der deutschen Einheit trat er bei einem Konzert in Berlin auf.
Wer dort war, konnte nicht genug bekommen. Das dachte man sich vermutlich beim Berliner Rundfunk 91.4 und sendete nach 23 Uhr eine Zugabe. Eine knappe Stunde lang nur Hits von David Hasselhoff. Für die, deren Ohren nach dem Konzert nicht schon klingelten. Los ging es natürlich mit “Looking for Freedom”.

Als Heranwachsender habe ich 1989/90 Musik auf Kassette aufgenommen. Mit meinen Englisch-Kenntnissen war es noch nicht so doll, und so betitelte sich David Hasselhoffs Song als “Akelukem for Freedom”. Klingt logisch.

Tatsächlich hat David noch mehr Hits. “Crazy for you” zum Beispiel. Aber irgendwie scheint man beim Berliner Rundfunk dann doch ins Schwitzen gekommen zu sein, wie man denn die 55 Minuten füllen kann. Nicht nur, dass man den Hörern zwischen jedem Titel mitteilen musste, dass sie gerade die David-Hasselhoff-Zugabe beim Berliner Rundfunk 91.4 hören. Zwischendurch gab es auch einen Instrumentalsong von “Knight Rider”, in dem der David nicht mal sang. Nach “Crazy for you” gab es einen Hitmix, in dem “Crazy for you” gleich noch mal vorkam.
Und dann war gerade mal eine knappe halbe Stunde vorbei, als man einfach noch mal “Looking for Freedom” spielte, Vermutlich hat man beim Konzert dann doch wohl nicht so viel verpasst. Ob Hasselhoff da auch fünfmal “Looking for Freedom” gesungen hat?

Hits: 166

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Die Kim Wilde 80er Show

Samstag, den 5. April 2014
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DO 03.04.2014 | 20.05 Uhr | Berliner Rundfunk 91|4

Da waren sie aber mal so richtig stolz! Kim Wilde. Beim Berliner Rundfunk! Für den Radiosender war das der Knaller, als diese Personalie im vergangenen Herbst angekündigt wurde. Die Sängerin moderiert eine Radioshow mit den Hits aus den 80ern. Angeblich erzählt sie auch Insiderinformationen. Wahnsinn!

Aber mal unter uns. Ob da nun Kim Wilde sitzt, ein Roboter oder ein Sendeausfall stattfindet, ist eigentlich wurscht. Am Donnerstagabend sagte Kim Wilde, dass man bei ihr 80er-Jahre-Hits höre, worauf ein 80er-Jahre-Hit zu hören war. Später kamen weitere Plattitüten. Könnte man sich genauso gut sparen. Zumal sie auf Englisch redet, und das auch noch akustisch nicht ganz einfach zu verstehen. Mehrwert für die Hörer des Berliner Rundfunks: null.

Nur weil jemand irgendwann mal einen oder mehrere Hits hatte, muss das noch lange kein Grund sein, so zu tun, als sei das ein Grund, warum sie eine Radioshow moderieren muss.

Hits: 61

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Nachrichtenjournal: Sonnenfinsternis

Samstag, den 2. August 2008
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FR 01.08.2008 | 10.00 Uhr | Berliner Rundfunk 91.4

Das Topereignis an diesem Vormittag auf den Radiosendern. Sonnenfinsternis über Deutschland. Die Leute werden wieder Augen machen und in die verfinsternde Sonne sehen. Oder so.
Telefoninterviews bei radioeins. Lange Berichterstattung auch im Nachrichtenjournal vom Berliner Rundfunk 91.4. Die Menschen, die in die Sonne gucken wollen, sollen sich doch bitte schützen. Im Planetarium sei schon viel los.
Ein Wahnsinnsevent.
Na ja, nicht ganz. Selbst bei der Sonnenfinsternis 1999 in Deutschland war bei uns, außerhalb des Kernschattens, nicht wirklich viel zu sehen. Dunkel wirde es jedenfalls nicht. damals verschwand die Sonne bei uns zu rund 80 Prozent. Diesmal waren es nur 20. Also kaum der Rede wert. Also eigentlich kaum sichtbar.
Aber es ist Sommer, und so puscht man das eben doch zu einem Megaevent hoch.
Bei der Ostseewelle beschrieb ein Reporter, was gerade in einem Planetarium genau zu sehen ist. Großartig: Die Sonnenfinsternis, die keine ist, im Radio. Das passt ja.

Hits: 98

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ZAPPER VOR ORT: PK mit Helge Schneider

Mittwoch, den 18. Oktober 2006
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MI 18.10.2006, Berlin, am Admiralspalast

“Käsebrot ist ein gutes Brot. Sexy, sexy Käsebrot.” Das klingt nach einem Song, den man im Suff auf eine Kassette singt und diese dann vor lauter Peinlichkeit danach verschwinden lässt. Quasi auf den privaten Index setzt.
Nicht so bei Helge Schneider. Bei Helge Schneider wird der Käsebrot-Song bestimmt wieder Kult.
Man könnte es auch als grenzwertig bezeichnen. Das noch um so mehr, wenn man den völlig debil wirkenden Tänzer auf der Bühne beobachtet.
Im Hof des Berliner Admiralspalastes stellte er heute sein neues Programm vor, mit dem er ab Weihnachten in Berlin gastieren wird.
Dabei wirkt Helge Schneider allerdings wesentlich gepflegter als auf den Tourplakaten. Dort macht er eher einen pennerhaften Eindruck. Die Tour trägt den Namen “I Brake Together”. Frei nach Helge übersetzt: Ich breche zusammen. Dass die Übersetzung eigentlich ganz anders lautet – dem Helge ist das schnurz.
Finden ja auch alle total lustig.
Im Interview mit den Radiosendern beantwortet er Fragen, die die Welt bewegen. Ob er mal einen Song über Quark mit Leinöl schreiben wolle (“Nein, ist nicht geplant.”). Ob denn Käsebrot zum Weihnachtsfest passe (“Ja, kann man immer essen.”). Ob er denn selbst Käsebrot mag (“Ja, immer mehr.”). Was er denn zwischen seinen Auftritten in berlin machen werde (“Touristen gucken, spazieren gehen.”). Und so weiter.
Auffallend ist übrigens, dass die Vertreter von Berliner Rundfunk 91!4, rs2, 98.2 Radio Paradiso und Spreeradio 105.5 allesamt aus sehr jungen leuten bestanden. Wie sich später herausstellte: alles Praktikanten. Der Kollege von Antenne Brandenburg war mit Abstand der älteste Radiovertreter.
Was bei den Interviews rausgekommen ist, wird man heute oder bald sicher in den jeweiligen Radiosendern hören dürfen. Oder auch nicht.

Hits: 649

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Media-Analyse II/2000

Dienstag, den 18. Juli 2000
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Es ging mal wieder ein gewaltiger Ruck durch die Chefetagen der Radiosender in Berlin und Brandenburg. Es wurde nämlich die neueste Media-Analyse veröffentlicht, die besagt, welche der vielen Radio-Stationen bei den Hörern am beliebtesten sind. Wobei das wirklich Interessante dabei ist, wie darauf reagiert wird.
Das beste Beispiel für eine gute Interpretation dieser Analyse lieferte eindeutig „Hundert,6″. Vor einigen Jahren war man noch die unangefochtene Nummer Eins in der Region. Und jetzt? Abgeschlagen auf Platz Sieben. Aber Moment mal! „Hundert,6″ ist ja jetzt ein informationsorientiertes Radioprogramm mit viel Wort und wenig Musik! Da ist man gar nicht überrascht, dass nicht mehr so viele Leute zuhören! Aber solange man immer noch besser als das öffentlich-rechtliche „InfoRadio” ist, ist man zufrieden! So ändern sich die Zeiten, so kann man sich die. Ergebnisse schön reden.
Wenn man sich schon nicht mit den Großen vergleichen kann, tut man es eben mit den Kleinen!
Beim Berliner Rundfunk 91!4″ ist man wenig erfreut über die Media-Analyse. Nach der neuesten Erhebung schubste „94.3 r.s.2″ den Oldiesender vom Nummer-Eins-Thron. Wirklich bedauerlich! Aber andererseits: Erstmals wurde eine neue Umfragetechnik erprobt, da kommen eben andere Zahlen heraus, argumentierte man beim Sender.
Richtig erfreulich ist aber, dass endlich auch „Radio Eins” vom ORB auf dieser ominösen Hitliste vorkommt. Sage und schreibe knapp 40 000 Hörer schalten den Sender regelmäßig ein. Bisher waren die Hörerzahlen des Senders so niedrig, dass sie erst gar nicht ermittelbar waren. Die neuen Zahlen werden Radio Eins hoffentlich einen großen Auftrieb geben, denn die Leute in Potsdam haben es wirklich verdient!

Hits: 3756

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Radio!

Dienstag, den 14. Dezember 1999
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Zurzeit kann man wohl keinen Radiosender hören, ohne dass wir als Hörer darauf Hingewiesen werden, dass ja im Moment die große Radioum-frage stattfindet, wo telefonisch gefragt wird, welchen Sender wir hören. Mich hat niemand angerufen und gefragt. (Na, wird’s bald?!)
Es gibt doch tatsächlich noch Sender, die sich ein wenig vom Einheitsbrei abheben. Mir ist zum Beispiel völlig unverständlich, dass Radio Eins vom ORB so schlecht weg kommt. Das Programm ist nämlich durchaus hörenswert. Ich stieß bei meinem Bundeswehr-Bürojob auf diesen Kanal. (Aber ehrlich gesagt nur deshalb, weil das Gebäude, in dem ich zu tun hatte, nur diese Frequenz mein kleines Radio erreichte.) Und ich war echt angenehm überrascht! Am Morgen moderiert das von „Fritz” bekannte Duo Volker Wieprecht und Robert Skupin. Hier wird viel gute Laune verbreitet, ohne wirklich niveaulos zu sein. Na gut, manchmal schon, aber auf erträglichem Maß. Neben guter Musik gibt es auch Informationen und Berichte. Ein weiteres Highlight ist die Namensforschung, am Vormittag. Hier sagen die Hörer ihren Nachnamen und ein Forscher erklärt ihnen, woher er kommt. Es lohnt sich echt, öfter Radio Eins (95,8 MHz) einzuschalten!
Eine gute Idee hatte auch der Berliner Rundfunk 91,4. Hier entschloss man sich, nur noch Oldies und sogenannte Evergreens zu spielen. So ein Sender hat bei uns tatsächlich noch gefehlt. Die Welle ist am besten fürs Auto fahren geeignet, wo schon mal ein „Boh!” oder „Geil!” aus dem Mund kommt, wenn mal wieder ein toüer ABBA-Song kommt. Aber wahrscheinlich gehört der Berliner Rundfunk nicht umsonst zu den beliebtesten Radiosendern in Berlin und Brandenburg.
Auf der MAZ-Leserpost-Seite findet gerade eine Diskussion über die ORB-Musikprogramme statt: Man kümmere sich zu wenig um die Alten, was auch summt. Momentan wird über Klassiksender verhandelt, aber ein öffentlich-rechtliches Radioprogramm für Ältere ist beim ORB nicht zu finden!

Hits: 3819