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Flieger flach und laut

Dienstag, den 14. Mai 2019
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Wenn man am Dreieck Charlottenburg in Berlin von der Innenstadt kommend auf die A111 fährt, rollt auf den Flughafen Tegel zu. Und der sieht hin und wieder auch Flugzeuge starten.

Am Montagabend allerdings sah das etwas merkwürdig aus. Als ich auf der Autobahn Richtung Tegel einbog, da sah ich eine Lichterformation, die sich langsam in die Luft hob. Allerdings sehr langsam und sehr flach. Normalerweise steigen die Flieger steil auf, das Ding aber kam irgendwie nicht hoch.
Und blieb irgendwann auf der Stelle stehen, so schien es. Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, ob es sich in nicht Wirklichkeit um einen Kran handeln könnte oder doch nicht etwa ein, ähm, Ufo?

Wenig später, ich biege vom McDonald’s-Parkplatz auf den Kurt-Schmacher-Damm, als plötzlich ein lautes Motorengeräusch ertönt. Es ist laut, und ich habe kurz Angst, dass ich die Vorfahrt missachtet habe und gleich ein Auto bei mir reinbrettert.
Es stellte sich als Flugzeug raus – beim Anflug auf Tegel. Allerdings war es bereits kurz nach Mitternacht, und normalerweise landen da keine Flieger mehr. Es war ein lautes Flugzeug, aber auch ein recht kleines, und es flog auch nicht auf der Route, die die Flugzeuge sonst nehmen. Vielleicht ja ein Transportflieger. Aber dass die mit diesem Getöse nachts unterwegs sein dürfen, ist erstaunlich.

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Rammstein: Radio

Sonntag, den 28. April 2019
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DO 25.04.2019 | 20.55 Uhr | radioeins

Wieder mal ein echtes Event – und dazu noch eines, das Sinn macht. Am Donnerstagabend hatte der neueste Song von Rammstein Premiere. Und das wissen wir ja inzwischen: Wenn Rammstein was raushaut, dann muss es knallen. So auch diesmal.

Der neue Song heißt “Radio”, und er erinnert an eine Zeit, als man sich abends noch zum Radiohören zurückgezogen hat, weil da eine bestimmte Sendung auf einem bestimmten Sender lief.
Deshalb lief die Premiere des Songs auch im Radio – beim rbb auf radioeins.
Dazu gab es aber noch eine besondere Aktion: An einer Hauswand in Berlin-Mitte wurde das Musikvideo gebeamt – allerdings ohne den Ton. Wer live vor Ort war, bekam diesen Ton nämlich aus dem Radio – womit sich der Kreis schloss.

Und so standen am Donnerstagabend gut 1000 Leute in Mitte und sahen sich den Videoclips an – und der Ton dazu kam aus vielen mitgebrachten Radios.
Eine schöne und wirklich durchdachte Aktion, die noch mal die Qualitäten des Radios und die Liebe zum Radio hervorhebt.

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RTelenovela

Zoo vs. Tierpark

Samstag, den 27. April 2019
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Berlin leistet sich zwei Tiergärten. Es gibt den Tierpark in Friedrichsfelde und den Zoologischen Garten in Charlottenburg.
Ob es nun daran liegt, dass ich ein Ossi bin, weiß ich nicht – aber ich finde den Tierpark viel schöner. Und das, obwohl der Zoo sehr viel älter ist und der artenreichste Zoo der Welt ist. Der Tierpark ist flächenmäßig sehr viel größer, hat aber nur die Hälfte der Tiere, die im Zoo zu sehen sind.

Vielleicht hat das aber wirklich damit zu tun, dass der Tierpark wirklich ein Park ist. Man kann dort wunderbar spazieren, es gibt breite Alleewege, riesige Wiesen. Auf vielen Flächen sind die Tiere ohne Zäune zu sehen, nur getrennt durch Wassergräben oder ähnliches.

Neulich waren wir im Zoo, und natürlich sind wir nicht durch jede Ecke des Geländes gelaufen, aber nach nicht mal zwei Stunden war schon völlig die Luft raus.
Wir haben uns die Pandabären angesehen, jedenfalls nachdem wir uns durch die Menschenmassen gedrängelt haben, und irgendwie ist es dann auch nicht sehr schön, wenn man im Gedrängel rumsteht und glotzt. Die Elefanten waren irgendwie in der Ferne, der Eisbär hatte sich verkrochen. Die Affen waren ganz spannend.
Aber die ganze Anlage versprüht irgendwie nur wenig Flair.

1990 stand wohl kurz mal im Raum, den Tierpark in Friedrichsfelde zu schließen, weil Berlin ja schon den alten in Charlottenburg hatte. Gut, dass das damals nicht getan worden ist.

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Theaterlücke

Dienstag, den 23. April 2019
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Wer momentan über den Kurfürstendamm in Berlin fährt, wird nahe der Knesebeckstraße auf ein großes Loch treffen. Die Häuserzeile ist dort unterbrochen. In der Lücke liegt stattdessen ein großer Schutthaufen.

Wo jetzt die Lücke klafft, befanden sich noch im vergangenen Jahre bei beiden Kudamm-Bühnen. Es ist inzwischen fast ein Jahr her, dass wir dort die letzten Vorführungen in der Komödie und im Theater am Kurfürstendamm erlebten. Das Theater ist tot, die Komödie ist im Schillertheater untergebracht.
Da ist viel Wehmut dabei, wenn man nun vor dieser Lücke steht und den Schutt sieht, der da vor sich hinstaubt.

Aber immerhin wird dort etwas Neues gebaut, und immerhin wird dort auch die Komödie wieder ein Zuhause finden. Ein Jahr Jahre wird es aber wohl noch dauern…

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rbb24: Sommer am Karfreitag

Montag, den 22. April 2019
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FR 19.04.2019 | 21.45 Uhr | rbb

Trockenheit? Brände? Schlimm! Aber Hauptsache, die sagen das Osterfeuer nicht ab. Denn das wäre die schlimmste Katastrophe.
Neues zum Hauptsache-Ich-Gefühl hatte der rbb am Karfreitagabend im Programm. In der Nachrichtensendung “rbb24” ging es um die Trockenheit.
In Berlin-Gatow brannte es auf 2000 Quadratmetern, die Feuerwehr musste zum Löschen anrücken. In Gatow findet allerdings auch eines der größten Berliner Osterfeuer statt. Und absagen – nein, das geht natürlich nicht. Das will man sich doch nicht vermiesen lassen. Da rückt dann eben wieder die Feuerwehr an und hält fix mal 30.000 Leiter Löschwasser bereit. Schließlich kämen ja tausende Menschen, die sollen doch nicht traurig sein.
Falls das Osterfeuer außer Kontrolle geraten sollte, dann will ich mal sehen, wie fix das gelöscht werden kann und den Tausenden der Spaß vergeht.

Im Prinzenbad in Berlin-Kreuzberg ließen es sich die Menschen bei 24 Grad Wassertemperatur gut gehen. Auch darüber berichtete “rbb24”. Ein junge Frau, sagte ins rbb-Mikrofon, während sie im Wasser plantschte, dass sie sich ja mit ihren Freunden schon gefragt habe, ob das das Global Warming sei und ob sie nun weniger Auto fahren würden. Das hätten sie verneint, sagte sie dann noch und lachte.
Ach, diese Hauptsache-Ich-Welt – die ist schon sehr gemütlich.

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Traumtagebuch (141): Schiffsmanöver

Montag, den 22. April 2019
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(140) -> 3.1.2019

Wir machen einen Schiffsausflug. Vermutlich ist es in Berlin, auf jeden Fall ein überschaubar breiter Fluss, der aber immer breiter wird.
Das Wetter ist ganz okay. Die meisten interessieren sich aber nicht dafür, was man denn so sieht und unterhalten sich.

Ich sehe, dass das Schiff mit relativ hohem Tempo in eine Kurve steuert. Woher die Welle kommt, weiß ich nicht. Aber sie rollt unter uns hinweg und sorgt dafür, dass das Schiff gehörig wackelt. Eine zweite Welle rollt durch, und es schaukelt noch mehr. Plötzlich zieht das Schiff nach links, immer weiter nach links. Das ganze Schiff dreht sich. Ich muss mich festhalten. Ein paar Leute rufen aufgeregt umher.
Nach einer kompletten Drehung kommt das Schiff zum Stehen.

Nachdem kurz Stille auf dem Schiff herrschte, setzt der Lärm wieder ein, die Leute reden laut. Das Schiff setzt sich wieder in Bewegung – in die Richtung, aus der wir kamen.
Das Schiff wird immer schneller, vorn ist wieder die Kurve zu sehen, aus der wir schon gerauscht kamen. Ich rufe, dass das ja wieder viel zu schnell sei. Das Schiff rast in der Kurve auf das Ufer zu. Gerade noch so kommen wir rum. Aber das Schiff rast auf einen großen Steg zu, auf dem ein Auto geparkt ist. Ohne zu bremsen donnert das Schiff durch das Auto, das in zwei Teile zerfällt. Ungebremst rast das Schiff weiter.

… und ich werde wach.

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ZAPPER VOR ORT: The Band – Das Musical

Mittwoch, den 17. April 2019
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DI 16.04.2019 | Berlin, Theater des Westens

Ja, ist es denn schon so weit? Sind wir wirklich schon so alt geworden, dass die Musik aus den 90ern schon Oldies sind? Und dass wir uns in einem Musical an damals bekannte Bands erinnern und denken: Wat war das schön damals?
Die Antwort ist simpel: ja! Wir sind schon so alt.
Im Berliner Theater des Westens läuft noch bis September das Musical “The Band”. Die Geschichte ist aufgebaut auf die Musik der Popgruppe Take That, die aber interessanterweise im gesamten Musical namentlich nicht benannt wird.

Die Geschichte ist simpel. Fünf Mädchen sind 1993 große Fans der Band, und sogar bei einem Konzert von The Band sind sie. Sie schwören sich ewige Treue, aber der Tod eines der Mädchen reißt die Gruppe auseinander.
25 Jahre später treffen sie sich aber alle in Prag wieder – sie wollen zur Reunion von The Band.

Klar, es geht um große Gefühle, um Liebe, Freundschaft, den Tod, die Zukunft – und natürlich um Musik. Die Songs von Take That bilden die Klammer dieses Musicals.
Fünf junge Tänzer, Sänger und Schauspieler – unter ihnen DSDS-Gewinner Prince Damian – stellen The Band dar. Sie tanzen wie einst Take That, kopieren sie aber weder im Aussehen noch im Gesang. Das nimmt den Machern den Druck, dass sie eine perfekte Take-That-Show bieten. Das ist nicht gewollt.
Aber dennoch funktionieren die Songs, sie machen Spaß und, ja, sie gehen an den entsprechenden Storystellen auch ans Herz.

Und eines muss man den Musicalleuten auch lassen: “The Band” ist cleveres Marketing für Zuschauerschichten, die vielleicht nicht so ins Musicals gehen. Denn Take That waren Anfang der 90er angesagt, die echte Zielgruppe des Musicals dürften also die um die 40-Jährigen sein. Und die Jugend von heute kennt die Band ja auch noch. Das ist auch der Grund, warum im Theater des Westens ungewöhnlich junges Publikum anzutreffen ist.
Und für die Rückfahrt sollte man sich schon mal die Take-That-Playlist zusammenstellen.

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