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Die Unsichtbaren – Wir wollen leben

Sonntag, den 20. Januar 2019
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MI 16.01.2019 | 20.15 Uhr | Das Erste

In Krisenzeiten, wenn Menschen in Gefahr sind, weil andere Menschen meinen, sie seien nichts wert, dann gibt es auch sie: die Engel. Die, die helfen.
Und von denen soll erzählt werden. Immer wieder. Um zu zeigen, dass das Gute nicht ausgestorben ist. Dass das Gute nicht zu unterdrücken ist.
Der Film “Die Unsichtbaren – Wir wollen leben” erzählt von solchen Leuten. Er lief am Mittwochabend im Ersten.

1943 in Berlin. Die Nazis bringen die Juden in die Konzentrationslager, um sie zu vernichten. Offiziell gilt Berlin zu dieser Zeit als “judenfrei”. Das ist die Stadt aber nicht. Weil Juden Wege gefunden haben, die Nazis auszutricksen. Und weil es Menschen gab, die die Juden in ihren Wohnungen oder anderswo versteckten und sie deckten. Etwa 7000 Juden haben sich den Deportationen zu dieser Zeit entziehen können, sind untergetaucht.

In dem Film geht es um vier Einzelschicksale. Um Cioma Schönhaus (toll: Max Mauff), der “kriegswichtige Arbeit” vollrichtet und deshalb nicht abtransportiert wird – später fälscht er Pässe und kann so vielen anderen helfen. Auch Hanni Lévy (Alice Dwyer) kann sich retten, blondiert sich die Haare, um als “Arierin” durchzugehen.

Auf ergreifende und sehr spannende Art und Weise zeigt dieser Film, wie es den Menschen zu dieser Zeit in Berlin ergangen ist. In dem Dokudrama kommen auch die überlebenden Zeitzeugen selbst zu Wort. So werden “Die Unsichtbaren” 100 Minuten lang und für immer zu Sichtbaren.

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KFC äußert sich zum Coleslaw-Debakel

Dienstag, den 15. Januar 2019
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Dass es den Coleslaw-Salat bei Kentucky Fried Chicken in Berlin nur noch abgepackt gibt, finde ich schade. Weil das Zeug längst nicht so gut schmeckt, wie zu der Zeit, wo der Salat noch frisch in die Schale gefüllt wurde.
Nun äußert sich KFC-Gästeservice, und zwar so:

“Wir haben zur Wahrung einer konsistenten Qualität in allen Restaurants auf abgepackte Coleslaws umgestellt. Auch haben wir aus Erfahrung bemerkt, dass unsere bisherigen Coleslaws selten ganz aufgegessen wurden. Dadurch, dass wir ihn vorher im Restaurant selbst angesetzt und verpackt haben, waren die Füllmengen nicht immer zu 100% gleich und die Soßenverteilung sehr unterschiedlich, was viele Beschwerden nachvollzog. Wir bedauern, dass wir Sie durch diese Umstellung leider nicht zufriedenstellen konnten.”

Ist natürlich Unsinn. Denn ob die Leute den Salat aufessen oder nicht, ist schließlich egal. Früher und jetzt. Was das überhaupt mit dem Thema zu tun hat, ist völlig unklar. Oder gibt es bald alle Burger aus der Packung, weil viele Leute die nicht aufgegessen haben?
Und das mit der Soßenverteilung – jaaa, da war ich auch immer böööööse, wenn zu viel Soße im Topp war. Meine Güte, war ich da sauer.
Aber danke für die Antwort, auch wenn sie aus dem PR-Fantasiereich kommt.

Hits: 101

RTelenovela

Überraschungsevent (26): Ahne

Montag, den 14. Januar 2019
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(25) -> 1.12.2018

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte ich das Event planen, im Februar bin ich dran.

Beim 2019er-Auftakt gab es ein Novum. Erstmals fand das Event an einem Ort statt, wo schon mal ein Überraschungsevent stattgefunden hatte. Als wir am Comedy-Club Kookaburra eingebogen sind, war die Empörung erst mal groß. Oder eher: die Verwunderung. Immerhin war das erste Event dort eher so lala.
Als ich dann aber die Tickets überreichte, schlug die Empörung in Freude um.
Wir gingen zum Leseprogramm von Ahne. In Berlin könnte man von Ahne die “Zwiegespräche mit Gott” kennen. Da erleben wir die tiefgründigen Gespräche von Ahne mit Gott, der in der Choriner Straße sein Nachbar ist.

Im Comedy Club in Prenzlauer Berg stellte er einige neue Texte aus der Reihe vor, außerdem noch ein paar Texte mehr. Zwischendurch sang er auch noch.
Wer die Zwiegespräche von radioeins kennt, der wird natürlich Gott vermisst haben, den Ahne dort ja nicht spricht. Bei seiner Lesung aber schon. Was ein bisschen schade ist, weil Gottes Stimme immer sehr lustig ist. Vielleicht kann man Gott ja akustisch zuspielen.
Die Lesung war recht unterhaltsam, einige Texte hätte Ahne gern noch ein bisschen besser betonen können. Mit mehr als zwei Stunden war das Ganze vielleicht ein bisschen zu lang, und die Singerei muss auch nicht zwingend sein.

Hits: 123

RTelenovela

Bei Willy Millowitsch gibt’s den Salat nur noch abgepackt

Freitag, den 11. Januar 2019
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Finde eigentlich nur ich, dass der Gründer von Kentucky Fried Chicken (KFC), Harland D. Sanders, auf dem Firmenlogo aussieht wie der Kölner Theatermann Willy Millowitsch?

Ich bin großer Fan von KFC. Das Hühnchen ist bekömmlicher als anderes Fastfood, von den Crispys könnte ich Dutzende futtern.
Ich frage mich allerdings, warum Fastfood-Ketten ihre Produkte und dessen Herstellung so “optimieren”, dass sie leider immer schlechter werden. Da wird das Fleisch in Warmhalteboxen warm gehalten und ist nicht mehr so frisch wie früher. So haben bei Burger King die Burger vollkommen den Grillgeschmack verloren.

Ein Highlight bei KFC ist auch der Coleslaw Salat. Das heißt: Er war es. Zumindest in Berlin gibt es jetzt abgepackten Salat und einem industriell gefertigten Becher. Vorher lag der Krautsalat in einem Trog, und er wurde erst bei der Bestellung in den Becher gefüllt. Der Geschmack ist – obwohl die Verkäufer das natürlich behaupten (müssen) – viel schlechter als vorher.
Fastfood-Läden haben immer mehr mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen. Darum ist es umso merkwürdiger, dass sie ihre wenigen guten Produkte durch Optimierungs- und Sparwahn so verhunzen, dass sie einfach nicht mehr so gut sind wie sie sein könnten.

Hits: 154

RTelenovela

2018

Montag, den 31. Dezember 2018
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DIE BESTE PARTY
Mein 40.

DAS BESTE KONZERT/EVENT
Samuel Koch in Berlin
“Der Raub der Sabinerinnen” in Berlin

DER BESTE SONG
Severija: Zu Asche, zu Staub
außerdem:
Kylie Minogue: Dancing
Mumford & Sons: Guiding Light
Sufjan Stevens: Mystery of Love
St. Vincent: Fast Slow Disco
Kerstin Ott: Regenbogenfarben
Fynn Kliemann: Bau mich auseinander
Michael Schulte: You let me walk alone
Alekseev: Forever
Rae Morris: Dancing with Character

DAS BESTE ALBUM

DER BESTE FILM
Halloween
außerdem:
Bohemian Rhapsody
Der Hauptmann

DER SCHLECHTESTE FILM
The first Purge
außerdem:
So was von da
Asphaltgorillas

BESTE TV-SENDUNG
Tatort: Im toten Winkel, Das Erste
außerdem
Babylon Berlin (2), Das Erste
Die Notrufzentrale, VOX
Young Böhmermann – Wie alles begann, zdf neo
Lösch dich! – So organisiert ist der Hass im Netz, Funk
The good Doctor (1/2), VOX

SCHLECHTESTE TV-SENDUNG
Das Traumschiff: Loa Angeles, ZDF
außerdem
Echo 2018, VOX
Promi Undercover: Detlef Soost, RTL
Spiel die Geissens untern Tisch, RTL II
Raus aus den Schulden – Promi Special: Naddel, RTL
Hubert & Matthias – Die Hochzeit, VOX

BESTER RADIOSENDER
Weiterhin radioeins

BESTES BUCH
Jean-Paul Didierlaurent: Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky
außerdem:
Andreas Winkelmann: Housesitter
Klara Holm: Rabenaas

BESTER AUGENBLICK
40er-Reisen nach Lissabon und Schweden

SCHLECHTESTER AUGENBLICK
Zehdenick ist einmalig.

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RTelenovela

Knapp daneben ist auch vorbei

Samstag, den 29. Dezember 2018
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Wer nach dem Tanken an der Prenzlauer Promenade in Berlin bezahlen will, der muss in den Shop laufen. Der Eingang ist leicht zu erkennen, denn dort befindet sich ein beleuchteter Torbogen.
Also, das heißt, für die meisten Leute ist der Eingang leicht zu erkennen.

Eine Frau lief ein paar Schritte vor mir, allerdings driftete sie auffällig nach rechts ab, scheinbar schaute sie auf ihr Handy. Sie lief immer weiter, und es war der typische Moment: Sie wird doch wohl nicht?
Doch es machte BUMM.
Die Frau schüttelte sich kurz, schaute irritiert und fand dann den Eingang.

Direkt hinter mir kam noch eine Frau in den Laden, wir schauten uns kurz an.
Die andere Frau bezahlte ihre Tankrechnung, und als sie draußen war, fragte der Mann an der Kasse, was das denn für ein Geräusch gewesen sei. Wir erklärten es ihm, und plötzlich fingen alle an, zu lachen.

Klar, irgendwie gemein. Aber auch leider sehr komisch.

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RTelenovela

Heute im Programm: Abriss

Donnerstag, den 27. Dezember 2018
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Seit September ist das Schillertehater nahe des Ernst-Reuter-Platzes das Ausweichquartier für die Berliner Komödie am Kurfürstendamm. Im Mai fand am Kudamm die letzte Vorstellung statt, dann ist das Haus beräumt worden.

Zu Weihnachten waren wir im Schillertheater, und danach ging’s zum Essen zum Italiener am Kurfürstendamm. Das Haus befindet sich unweit des Hauses, in dem sich die beiden Theater befanden.
Und, wie sieht’s aus?
Das Gebäude ist nur noch ein Gerippe. Ein Teil ist bereits halb weg. An einem der Theater ist noch der Eingang zu sehen, und lustigerweise sieht man eine alte Version der Programmanzeige über dem Eingang.
Der Abriss läuft, und damit verschwindet dann ein Stück Berliner Kultur.

Aber auch ein baufälliges Stück Berlin – das muss man auch eindeutig sagen. Das fällt auch auf, wenn man beim Italiener unweit davon ist. Auch dieses Haus ist eigentlich stark sanierungsbedürftig, wenn man sich mal in der 1. Etage umsieht, wo sich die Toiletten befinden.
Die Treppe ist ausgelatscht und würde heute keinen Tüv mehr bekommen. Alles sieht dort oben runtergekommen aus – das alte West-Berlin zerfällt. Im Kloraum ist eine Kabine komplett dicht, aus der Decke hängen Kabel.
Da kommt man ins Staunen, und die spannende Frage ist: Was passiert damit eigentlich, und warum macht da seit Jahren keiner was?

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