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Entspannte Mädelstruppe trifft sich zum Singen und Quatschen

Freitag, den 15. März 2019
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In der Scheune von Familie Trümper in Beetz geht es immer am Mittwochgemütlich zu – einmal ist „Weibration“ aber auch schon aufgetreten

MAZ Oberhavel, 15.3.2019

Beetz.
Das ist Frauensache! Jeden Mittwochabend in der Scheune der Familie Trümper in Beetz: Nach und nach treffen sie ein, und alle haben etwas dabei: ein paar Getränke, Brot, Butter, Eier, Gemüse, Knabbereien. Alle versammeln sich um den großen Tisch, der am Rand des Raumes steht. Gemütlich ist es. Ein Kamin sorgt für Wärme und Gemütlichkeit. Alle setzen sich, dann wird geredet, gegessen und getrunken. Die Atmosphäre ist fröhlich und entspannt. Und dann, wenn ihnen danach ist, singen sie gemeinsam.

„Das ist für uns einfach ein Ausgleich zum Alltag“, erzählt Dana Wölfer aus Sommerfeld. Seit zwei Jahren kommen die Frauen wöchentlich zusammen, in der Regel sind sie zu neunt. Der feste Kern besteht aus fünf Frauen. „Ursprünglich ist das entstanden aus einer Volleyballgruppe, da habe ich meine Idee verbreitet. Wer hat Lust zu singen, habe ich damals gefragt.“ Das erste Treffen fand im November 2017 statt. „Das war hier richtig schön eingedeckt.“ Gleich beim ersten Treffen haben sie auch gesungen, ganz spontan: „Guten Abend, gute Nacht.“ Das klang sehr gut: „Wir waren total überwältigt. Sie nennen sich Weibration. Das setzt sich zusammen aus „Weiber“ und „Vibration“.

Die Frauen kommen aus Beetz, Sommerfeld und Hohenbruch. Gemeinsam haben sie, dass ihre Kinder in Beetz zur Schule gehen. Wobei es für die Abende in der Scheune eine Regel gibt: Es geht nicht um Schule und Kinder. Motto: Alltag haben wir alle genug. „Wir haben gleich von Anfang an gesagt, dass wir uns keinen Stress oder Druck machen, sondern das nur aus Spaß an der Freude machen.“ Auf die richtigen Töne kommt es nicht an, wobei die Frauen da ein bisschen tiefstapeln. Wenn sie sich im Raum aufstellen und beginnen zu singen, dann klingt das toll. Meist sind es englische Stücke wie „Abide with me“ oder „A Childs Prayer“. Auch Kanons sind dabei. Aufgetreten sind die Frauen aber auch schon mal – bei einem Weihnachtskonzert in der Sommerfelder Kirche. „Das kam gut an und war toll, schon wegen der Akustik in der Kirche.“ Ansonsten aber „sind wir einfach eine Mädelstruppe und kein professioneller Chor“, sagt Dana Wölfer. Es geht den Frauen ums Entspannen, Quatschen, Essen, Trinken. Manchmal tanzen sie auch. Oder sie singen auch mal gar nicht, dann wird nur gequatscht. Aber das ist eigentlich egal – es kommt ihnen vor allem auf den gemeinsamen Abend an.

„Wenn es das nicht mehr gäbe, würde mir wirklich was fehlen“, sagt Claudia Schulenburg aus Hohenbruch. „Das ist ein perfekter Ausgleich, passend zur Wochenmitte, und die Lieder, die wir singen, finde ich teilweise richtig gut.“ Das findet auch Kathrin Trümper. Die Beetzerin ist auf dem Grundstück, auf dem die Scheune steht, zu Hause. „Es ist toll, dass hier so viele Frauen auf einem Haufen sind, das organisieren und klarkommen, ganz ohne Chorleitung“, sagte sie und lächelt. Hin und wieder kommt ihr Mann Matthias Trümper. Er ist dann aber auch der einzige Mann, der zugelassen ist zur Beetzer Weibration.

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KeineWochenShow

#111 – Aufrecht gehn, arme Greta!

Sonntag, den 17. Februar 2019
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Schnapszahl-Sendung! Ausgabe #111 von KeineWochenShow! Diesmal geht es um diverse Menschen, die einem aus verschiedenen Gründen sehr leid tun können.
Der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak zum Beispiel. Der kann einem wirklich leid tun, weil er einer Jugendlichen erklären will, warum sie zu doof für den Umweltschutz ist.
Oder Karl-Heinz Rummenigge, der die Champions League wieder im Free-TV haben will, weil seine Sponsoren keine Reichweite mehr bekommen. Ohje!
Oder Hinrich Lührssen, weil er nun doch nicht mehr Teil der AfD sein will. Wer er ja vorher nicht ahnen konnte…

Außerdem geht es um Bosse und Bjarne Mädel in Kremmen, um den Besuch bei einer fröhlichen Frauenrunde in Beetz und um den Gesangsabschied von Mary Roos. Das und mehr in Folge #111 von KeineWochenShow auf Youtube.

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RTelenovela

Die Skepsis war unnötig

Donnerstag, den 14. Februar 2019
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So allein unter Frauen? Kann das klappen? Die Skepsis vorher war vielleicht nicht sehr groß, aber sie war vorhanden. Also, bei den Frauen. Nicht bei mir.
Am Mittwochabend besuchte ich in Beetz eine Gruppe von Frauen, die sich einmal in der Woche in einem großen, schönen Raum treffen, um zu quatschen, zu essen, zu tanzen und zu singen.

Angefangen haben sie vor zwei Jahren. Eine der Frauen hatte begonnen, sich im Ort umzuhören, ob Interesse an so einer Gruppe besteht. Seitdem funktioniert das sehr gut. Die Frauen sind eine Art Chor, die aber keinen Druck haben, wirklich jedes Mal zu singen. Sie machen das aus Spaß an der Freude, meistens nur privat. Einen Auftritt hatten sie zwar schon, aber darum geht es ihnen nicht. Sondern darum, zur Wochenmitte mal raus- und zusammenzukommen. Locker plaudern, abschalten. Vor allem nicht über Kinder und Schule reden. Weg vom Alltag.
Eine wundervolle Sache, und man kann die Frauen nur dazu beglückwünschen, dass das so gut funktioniert.

Ich durfte dabei sein, ich werde demnächst über diese Gruppe berichten dürfen. Ich war der erste fremde Mann, den sie in ihre Gruppe gelassen haben. Hätten sie vorher gewusst, dass ich demnächst sogar schon zum zweiten Mal beim Groß-Ziethener Weiberabend dabei sein darf, hätte sie vielleicht nicht mal skeptisch sein müssen. Mit Frauenabenden kenne ich mich aus…

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Andreas Dalibor schließt den Q-Stall ab

Freitag, den 28. Dezember 2018
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Der Beetzer gibt seine Kinder- und Jugendwohngruppe auf und wird Sozialarbeiter in Berlin

MAZ Oberhavel, 28.12.2018

Beetz.
Es war fast ein bisschen Weihnachten in Familie. Am Sonntag kamen im Beetzer Q-Stall noch mal viele zusammen, die dort jahrelang gelebt haben. Andreas Dalibor hat noch mal seine Jungs um sich geschart, es gab Geschenke, es wurden Gedichte aufgesagt, aber vor allem wurde viel erzählt und gelacht. „Unsere Abschluss-Weihnachtsfeier“, sagt er. „Die war noch mal richtig traditionell.“

Zum Jahresende gibt der 60-Jährige seine Selbstständigkeit auf, die am 1. Januar 2000 begonnen hatte. Er schließt seine Kinder- und Jugendwohngruppe Q-Stall an der Beetzer Dorfstraße und wird stattdessen die Seite wechseln. Andreas Dalibor arbeitet ab 2019 im Jugendamt in Berlin-Reinickendorf im Allgemeinen Sozialen Dienst. „Da bin ich sehr gespannt drauf“, sagt er. „Ich habe ja in meinem Job ab und zu mal mit dem Jugendamt gestritten. Jetzt lerne ich mal die andere Seite kennen“, so der Diplom-Sozialpädagoge weiter. Der Zeitpunkt sei gerade gut. Eigentlich habe er schon vor fünf Jahren aufhören wollen, aber er wollte da niemanden rauswerfen. Vier Kinder sind jetzt noch in der Einrichtung, bis zu fünf haben dort immer gewohnt. Einer zieht nun in eine eigene Wohnung, einer zieht zurück zu den Eltern, einer zur Oma, nur für einen Jungen musste Dalibor eine andere Einrichtung suchen.
„Einen Teil der Möbel bekommen die Jugendlichen mit, den Rest gebe ich weg“, erzählt der Beetzer. Im Februar zieht eine neue Mieterin ein, er selbst bleibt auch dort wohnen.

Was bleibt, sind Erinnerungen. „Es waren vielleicht um die 30 bis 40 Kinder, die hier insgesamt gewohnt haben. Es sind ja ganz viele ganz lange geblieben, einer war zehn oder elf Jahre hier.“ Meistens sei es sehr harmonisch gewesen. „Ganz sporadisch habe ich zu fast allen noch Kontakt.“ Von der Nähe her sei es fast wie eine Familie gewesen. „Ich habe immer schon Bauchpädagogik gemacht, viel nach Gefühl gearbeitet, das war immer okay. Ich habe relativ enge Regeln. Wenn die Jungs sich darin gut bewegen, dann werden diese Regeln immer weiter gefasst. Natürlich immer im gesetzlichen Rahmen.“ Nur in zwei Fällen musste Dalibor kapitulieren. „Da habe ich gesagt: Das kann ich nicht. Bei einem ging es um Drogen. Ich habe nie einen aufgenommen, der raucht oder Drogen nimmt.“ Bei einem anderen Jungen gab es das Problem, dass er nie zur Schule ging, er musste in eine Einrichtung wechseln, in der die Schule integriert war.

24 Stunden, sieben Tage – das ist 2019 Geschichte. „Jetzt geht die Gesundheit vor“, sagt Andreas Dalibor. Neben seinem Job in Berlin will er sich weiterhin um das Kremmener Theater „Tiefste Provinz“ kümmern. Außerdem soll künftig sonntags von 14 bis 22 Uhr die „Kombüse 11“ im Scheunenviertel wieder öffnen – mit Snacks und Kartenvorverkauf. „Ein bisschen Partei muss auch sein.“ Andreas Dalibor ist Mitglied der SPD, sehr wahrscheinlich wird er bei der Kommunalwahl wieder für den Kreistag und diesmal auch für das Kremmener Stadtparlament antreten.

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Sie hilft den Kindern bei den Hausaufgaben

Donnerstag, den 20. September 2018
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Alle zwei Wochen am Donnerstag kommt Eveline Kretschmann ehrenamtlichan die Beetzer Grundschule – außerdem gibt sie zu Hause Nachhilfe

MAZ Oberhavel, 20.9.2018

Beetz.
Mit Kindern kennt sich Eveline Kretschmann aus. Viele Jahre hat die heute 67-Jährige aus Sommerfeld als Lehrerin an der Bötzower Schule gearbeitet. 2010 war Schluss. Dennoch steht sie inzwischen regelmäßig wieder vor Schulkindern – allerdings nicht im Unterricht.
Alle zwei Wochen fährt sie am Donnerstagmittag zur Grundschule nach Beetz. „Ich mache die Hausaufgabenkontrolle“, sagt sie. Die Kinder haben an diesem Tag immer um 12 Uhr die Gelegenheit, an ihren Hausaufgaben zu arbeiten. „Sie kommen dann zu mir, um sie mir vorzulegen.“ Sie kontrolliert dann, ob alles richtig ist. Meistens geht es um die Fächer Deutsch und Mathematik. Eine Dreiviertelstunde steht sie den Kindern der Flexklasse mit Rat und Tat zur Seite. Sie beantworten Fragen oder verbessert gemeinsam mit den Kindern eventuelle Fehler in der Hausaufgabe.
„Die Arbeit mit den Kindern macht mir immer noch Spaß“, sagt sie. „Manchmal verstehen sie eine Aufgabe nicht so richtig, und dann versuche ich, ihnen das zu erklären.“ Angefangen hat es mit Zweitklässlern, inzwischen sitzen Kinder der 3. Klasse vor ihr. Wenn sie in den Raum kommt, dann weiß sie nie, was sie erwartet. Immer gibt es neue, andere Aufgaben.

Wenn es nach den Leuten in der Beetzer Grundschule geht, dann könnte sie noch öfter als alle zwei Wochen kommen. „Aber mehr möchte ich nicht machen“, sagt Eveline Kretschmann. Sie macht das ehrenamtlich über den Verein „Sommerfelder Miteinander“. Aber nicht nur in der Schule hilft sie aus – auch bei sich zu Hause. Für Kinder der Grundschule Beetz gibt sie regelmäßig Nachhilfe. Angefangen habe es mit zwei Kindern. Davon hatte sie dann mal bei einer Feier im Ort erzählt, woraufhin sich weitere Eltern mit ihren Kindern bei ihr meldeten.

Im Jahr 2020 feiert Eveline Kretschmann ihren 70. Geburtstag. Dann wolle sie mit den Nachhilfestunden aufhören, sagt sie. Die Kinder, die sie zu Hause betreut, seien nun in der 5. oder 6. Klasse, wenn sie dann in die weiterführenden Schulen kommen, dann habe sie ihre Aufgabe getan, so die Sommerfelderin weiter. „Aber es sind ja noch zwei Jahre Zeit.“

Die Grundschule in Beetz mag sie sehr. „Eine tolle Schule“, sagt sie. „Zumal sie ja so eine kleine Schule ist, das ist immer ein Vorteil.“ Sie freut sich, wenn sie als Dank mal zu Theatervorführungen eingeladen wird, auch wenn es zu Weihnachten ein Geschenk als Dankeschön gibt. Dass sie aushilfsweise wieder richtig in den Unterricht einsteigt, stehe für sie nicht zur Debatte. „Ich hatte meine 37 Jahre.“

Sie kümmert sich stattdessen auch gern um ihre Hobbys. „Wir haben Haus und Garten, da ist immer viel zu tun“, sagt Eveline Kretschmann. „Außerdem lese ich super gerne.“ Wenn sie und ihr Mann die Tochter in Manchester besuchen, dann sei das auch immer eine kleine Reise.

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Fünf auf einem Horst

Mittwoch, den 25. Juli 2018
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Helmut Voigt (79) aus Beetz hilft bei der Fütterung von Jungstörchen auf seinem Gehöft

MAZ Oberhavel, 25.7.2018

Beetz.
Wenn Helmut Voigt mit seinem Fischeimer in seinen Garten geht und nach Storchi ruft, dann kann er sich sicher sein, dass Storchi auch horcht. Der 79-Jährige öffnet den Eimer und verkleinert mit der Hacke auf einem Baumstamm den Fisch. Das Geräusch lockt den Storch an.

Acht Jahre lang betreut Helmut Voigt auf seinem Grundstück in Beetz nun schon ein Storchennest. In diesem Jahr ist es aber besonders aufregend. Denn gleich fünf Jungtiere sind dort ausgebrütet worden und geschlüpft, und alle wollen sie nun Futter. „Fünf Störche groß zu kriegen bei diesem momentan minimierten Futterangebot ist nur mit Unterstützung möglich“, sagt Roland Heigel, der Storchenbetreuer für das südliche Oberhavel. Ansonsten würden die Eltern die Jungstörche unter Umständen aus dem Nest werfen, damit die anderen eine Chance haben.

Die Beetzer Störche haben aber glücklicherweise Helmut Voigt. Er kauft sich extra eine Seekarte, damit er angeln darf. Er holt Fische zum Füttern – und nicht nur er. Der 79-Jährige hat einen Zettel vorbereitet mit den Namen seiner Helfer. Gerald Hilscher und René Prahl bringen Fisch vorbei, ebenso die Familien Kemnitz, Neye und Klatt. „Die müssen wir unbedingt nennen“, sagt Helmut Voigt.

Am 25. März kam der erste Storch auf seinem Grundstück an, die Partnerin folgte am 4. April. Später schlüpften die Jungen. „Der Fünfte kam erst nicht hoch“, erinnert sich Helmut Voigt. Da wusste er, dass er helfen muss. „Man darf Störche natürlich nicht verwöhnen“, sagt Experte Roland Heigel. „Aber bei fünf Jungtieren kann man unterstützen.“ Dass fünf Junge ausgebrütet werden, kommt in der Region nur sehr selten vor – zuletzt 2002 in Sommerfeld, 2007 in Groß-Ziethen und 2010 in Liebenwalde.

Hat der Beetzer den filetierten Fisch auf dem Rasen verteilt, kommt Storchi angelaufen und nimmt die Brocken auf. Mit vollem Hals geht er erst mal spazieren, dann fliegt er hoch zum Horst, wo er die Jungen füttert. „Eigentlich könnten sie selbst schon runterfliegen, aber sie sind ein bisschen faul“, kommentiert der Storchenvater „seine“ Brut.
Helmut Voigt kümmert sich aber nicht nur um die Störche – im Grunde genommen kümmern sich die Störche auch um den Beetzer. „Wenn sie kommen, ist die Freude groß“, sagt er. Er kümmere sich, er beobachtet, er fährt noch schnell los zum Fische holen. „Er ist vormittags gefahren und kommt am Mittag wieder, dann am Nachmittag noch mal“, erzählt seine Schwester Elli Voigt (76). Wenn die Störche im Laufe des Augusts abfliegen, dann sei das immer sehr traurig. Im Herbst und Winter, in der dunklen Jahreszeit und ohne Störche, gehe es dem Rentner auch schlechter als im Sommer.

Geht im nächsten Jahr eventuell noch mehr? Storchenexperte Roland Heigel schüttelt den Kopf. „Sechs Junge gab es hier noch nie“, sagt er. „Es gab mal ein Sechser-Gelege, aber das wurde nicht ausgebrütet. Fünf sind schon die totale Ausnahme.“

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Beagle Cuga ist das Ass im Ärmel

Freitag, den 13. Juli 2018
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Der neue Kremmener Jugendkoordinator Danny See (33) hat viele Ideen und einen Begleiter

MAZ Oberhavel, 13.7.2018

Kremmen.
Es herrschte in letzter Zeit ein wenig Unruhe auf dem Posten des Kremmener Jugendkoordinators. Das soll sich nun wirklich ändern – mit Danny See. Der 33-Jährige leitet seit diesem Frühjahr die Jugendarbeit in der Stadt und den Ortsteilen. „Die Stelle war ausgeschrieben, ich habe mich beworben“, erzählt der Neuruppiner. Er bekam den Zuschlag.

„Ich fühle mich unglaublich wohl mit den Kollegen und den Kids“, sagt er. Dass er sagen könne, dass er richtig angekommen sei, „das dauert länger, vielleicht ein Jahr.“ Auf jeden Fall sei ihm Feedback sehr wichtig. „Ich spreche regelmäßig mit allen Beteiligten.“ Und Danny See hat ein Ass im Ärmel – ein lebendiges: Immer mit dabei ist der siebenjährige Beagle Cuga. „Er springt immer im Club mit herum, das ist völlig unkompliziert. Es geht immer darum, wer als Erstes ein Leckerli geben darf.“ Danny See hat vorher eine kleine Einweisung gegeben, allerdings hat Cuga auch eine Begleithundeprüfung abgelegt, kennt also den Umgang mit Menschen.

Danny See ist studierter Sozialpädagoge. Nach seinem Studium arbeitete er mehrere Jahre in einem Jugendamt sowie ehrenamtlich in der Erlebnispädagogik.

Den Club in Kremmen, neben dem Sportlerheim im Park, empfand er als etabliert, als er dort ankam. „Ich wollte immer nach vorne sehen“, das war zudem seine Devise. Nicht schauen, was war, sondern Neues wagen. „Die Kids sollen eine schöne Möglichkeit haben, ihre Freizeit zu verbringen.“ Es gehe aber auch um außerschulische Bildung, um Natur und Kultur. „Der Club in Kremmen hat noch viel Potenzial“, da ist sich der 33-Jährige sicher. Sechs Tage pro Woche ist geöffnet, dazu kommen die Räume in Beetz, Flatow und Staffelde – letzterer Club ist allerdings in Abstimmung mit den Kindern in den Sommerferien nicht geöffnet.

Das Rad wolle er in Kremmen nicht neu erfinden. „Aber klar kann man auch was verändern, sicher wird es Veränderungen geben.“ Was das ist, das stehe aber noch nicht fest. „Ich schaue mir erst mal alles an.“ Spruchreif sei noch nichts. Der Rückhalt aus der Kremmener Verwaltung sei aber gut. „Mehr geht immer, aber Bürgermeister Busse ist sehr engagiert, er war auch bei der letzten Clubratssitzung dabei.“ So wurde besprochen, dass im Stadtpark mehr Abfalleimer aufgestellt werden, nachdem es dort immer wieder Müllprobleme gab.

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