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phoenix vor Ort: Abschlussbericht zum Guttenberg-Plagiat

Donnerstag, den 12. Mai 2011
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MI 11.05.2011 | 11.30 Uhr | phoenix

Pressekonferenz zum Abschlussbericht zu Guttenbergs Doktorarbeit: Die eigentliche Frage zum Thema kam von einem der Journalisten. Rüdiger Bormann, Präsident der Uni Bayreuth sollte sagen, ob er Theodor zu Guttenberg einen Lügner nennen würde. Bormann eierte rum, Guttenberg habe gravierende Fehler gemacht und so weiter und so fort. Und man könne das deuten. Also: ja.

phoenix übertrug am Mittwochmittag die Pressekonferenz, in der es darum ging, ob der Ex-Verteidigungsminister und Ex-Doktor vorsätzlich seine Doktorarbeit gefälscht hat. Das Ergebnis: hat er.
Damit kann man ganz klar sagen: Theodor zu Guttenberg hat dreist gelogen, als er einst vor dem Bundestag in der Aktuellen Stunde meinte, er habe nicht vorsätzlich gehandelt. Gut, dass der Mann zurückgetreten ist.
Politiker lügen ja immer mal wieder – in diesem Fall konnte die Lüge nachgewiesen werden und konnten Konsequenzen gezogen werden.

Aber was ist eigentlich mit der Uni Bayreuth? Laut Gutachten soll da alles so ziemlich tipptopp gewesen sein. Eigentlich könne ja niemand was gemerkt haben, weil diese Kopien in der Arbeit geschickt versteckt waren. Oder so. Der Doktorvater habe auch nicht einschreiten können, als klar war, dass Theo angeblich so im Stress ist – wie Theo sich nun selbst verteidigt.
Die Uni Bayreuth kommt in dieser Affäre irgendwie viel zu gut weg.

Und angesichts dessen, dass Silvana Koch-Mehrin heute ebenfalls wegen ihrer gefälschten Doktor-Arbeit zurückgetreten ist und die Edmund-Stoiber-Tochter Vernonica Saß angeblich auch nicht astrein gearbeitet hat, kann man wohl davon ausgehen, dass noch mehr ans Licht kommt.

RTelenovela

Bulettenkönige im Stress

Montag, den 6. Juli 2009
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Es herrscht offenbar miese Stimmung beim Bulettenkönig in Friedewald. Die haben zwar ein ganz besonderes Restaurant, die Autobahnraststätte befindet sich innerhalb einer Brücke über der A9 an der bayerisch-thüringischen Grenze, genießen können es die Mitarbeiter jedoch nicht.
Der Ansturm ist groß an diesem Sonntag gegen 21 Uhr. Natürlich stehe ich an der Schlange von Frau Langsam. Die Frau heißt zwar nicht wirklich Frau Langsam, sie ist jedoch genau das: langsam. Mit runtergezogenen Mundwinkeln steht sie an der Burgerausgabe und wartet, dass die Fleischschrippen endlich fertig werden. Schon mal den nächsten Kunden zu bedienen, darauf kommt sie nicht.

Als ich dran bin und einen Whopper mit Käse ohne Zwiebeln bestelle, lacht sie plötzlich: Aber die Zwiebeln seien doch das beste. Ich sehe sie nur müde an. Da wird sie auch wieder müde.
Und überhaupt: Das Gewisper unter den Damen hinter dem Tresen ist groß: Es ist 21 Uhr, eigentlich haben sie jetzt Feierabend, doch der scheint noch lange nicht in Sicht. Das Wort “verheizen” fällt, und anderswo sei das alles besser geregelt.

Fast eine Minute steht meine Bulettenkönigin vor der Ausgabe, um auf meinen Mit-Käse-ohne-Zwiebeln-Burger zu warten. Um dann festzustellen, dass der schon längst fertig ist. Ich frage sie, worauf sie denn nun eigentlich so lange gewartet habe, denn die Leute hinter mir sind auch schon extrem genervt. Ich bekomme keine Antwort, denn die Frau ist müde.
Vielleicht sollte sich der Friedewalder Restaurantleiter mal besser um seine Belegschaft kümmern, denn steigt sicherlich auch wieder die Stimmung im Hause.

Unsere Stimmung war kurz danach übrigens auch wieder dahin. Rund um Bayreuth ging auf der A9 gar nichts mehr. Spureinengung von drei auf eine. Das kostete uns fast zwei Stunden, in denen wir fast zwei komplette Hörbücher durch hatten. Somit verzögerte sich unsere Ankunft hier in München dann auch auf 1.20 Uhr. Uff!