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Countdown: Lesung in Bärenklau

Mittwoch, den 3. April 2019
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Heute mal wieder Werbung in eigener Sache. Am Freitag, 5. April 2019, lese ich aus meinem gerade erschienen neuen “RT Zapper”-Buch mit den besten Kolumnen von 2016 bis 2018.
Ich bin zu Gast bei der 11. Lesung im “Museum im Depot” auf dem Remontehof in Bärenklau. Es lesen verschiedene Autoren aus der Region, und ich werde einer von ihnen sein. Um 19 Uhr geht es los, der Eintritt kostet nichts.

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Sind Sie eigentlich volksnah, Herr Leys?

Samstag, den 23. März 2019
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Oberkrämers Bürgermeister äußert sich über den Zuzug, die Schulsituation und den Autobahnbau

MAZ Oberhavel, 23.3.2019

Oberkrämer.
Der Gemeinde Oberkrämer geht es finanziell gut, Probleme gibt es dennoch einige. Der hohe Zuzug bedeutet, dass es enger wird in den Kitas und Schulen, die neuen Bewohner müssen integriert werden. Und wie geht es weiter mit dem Oberschulthema? Über diese und andere Themen spricht Bürgermeister Peter Leys im MAZ-Interview.

Oberkrämer wächst. Ist das ein Segen oder ein Fluch?
Peter Leys: Weder noch. Ein Segen schon deshalb nicht, weil nicht die Notwendigkeit besteht, mit Gewalt wachsen zu müssen. Ein Fluch würde sich sehr schlimm anhören. Es ist mit Belastungen verbunden, aber wir werden uns bemühen, die Probleme zu lösen.

Marwitz wächst derzeit rasant. Stichwort „Marwitzer Heide“. Wie kann man die neuen Bewohner integrieren?
Das ist sicherlich nicht so einfach. Aber zum Beispiel, indem wir die Vereine unterstützen, die die Möglichkeit bieten, Kontakte aufzunehmen. Dort finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Auch die Feuerwehr hat ein sehr aktives Leben, da haben auch schon einige angeklopft.

Wird Oberkrämer weiterhin allen Kindern Kita- und Grundschulplätze anbieten können?
Ich denke ja, aber einen Garantieschein würde ich da auch nicht vergeben wollen. Es ist unwahrscheinlich schwer einzuschätzen, wie die weitere Entwicklung ist. Wir hatten vor zwei Jahren die Situation, dass wir den Kitabedarfsplan verabschiedet haben, und vier Monate später haben wir schon einen Nachtrag beschlossen. Aber wir wollen das nicht dem Zufall überlassen. Die Entwicklung geht nach oben, aber nicht unendlich nach oben. Wir werden Kitaplätze anbieten können, aber nicht immer entsprechend den Wünschen der neuen Bürger. Das ist ein Riesenproblem. Wir können nicht an jeder Kita anbauen.

In der Hinsicht werfen Ihnen Kritiker Planlosigkeit vor.
Die Planung hat ein Büro neutral von außen erstellt. Da ging man von den Geburtenzahlen aus, die sind nicht höher als woanders, man zog Prognosen des Landes und der Bertelsmann Stiftung zurate. Bis vor zwei Jahren waren sich alle Experten sicher, dass Oberkrämer schrumpfen wird. Wir haben damals unsere Zweifel angemeldet. Den Schuh würde ich mir deshalb nicht anziehen.

In Velten wird mehr Platz für die Oberschule geschaffen. Aber es gibt weiter Forderungen nach einer Ober- oder Gesamtschule direkt in Oberkrämer. Sind Sie dennoch zufrieden?
Ich wäre zufriedener mit einer Schule in Oberkrämer. Das wäre ja auch ein Standortvorteil. Es ist auch eine politische Geschichte, die Schule im Ort zu fordern. Klar ist eins, man muss vernünftig und sachlich sein. Der Landkreis meint, dass die Lösung in Velten liegt. Wenn es so kommt, dass dort die Oberschule gebaut wird und auch ausreichend Plätze vorhanden sind, dann ist das auch für Oberkrämer eine gute Sache.

Auch Velten wächst – nach Marwitz hinein. Wie soll es mit der Parkstadt Velten II weitergehen?
Die Gemeinde Oberkrämer war bisher offen gewesen zur Gebietsabtretung. Wenn man sich die Historie ansieht, ist das auch mal so geplant gewesen. Es gibt schon einen neuen Termin entsprechend des Beschlusses in Velten. Velten hat sich bemüht, mit uns in Kontakt zu treten, vorher war das immer andersrum. Ich gehe davon aus, dass sich Oberkrämer nicht dagegenstellen wird, obwohl der Beschluss von 2012 aufgehoben wurde.

Der Ausbau der Autobahn beeinträchtigt auch Oberkrämer. Fühlen Sie sich über den aktuellen Stand immer gut informiert?
Aus meiner Sicht ausreichend. Wir kriegen nicht täglich Infos, aber wir können bei Bedarf jeden Tag anrufen. So richtig zufrieden mit der ganzen Brückengeschichte in Bärenklau bin ich allerdings nicht. Auch liegt immer noch keine Genehmigung für die Brecheranlage vor. Die Gemeinde Oberkrämer hat keine positive Stellungnahme dazu abgegeben. Wir wollen, dass der Anlieferverkehr für diese Anlage nicht über unsere kommunalen Straßen erfolgt. Das ist mal so abgesprochen worden, aber das ist nicht hundertprozentig der Fall. Seit Wochen ist eine Brecheranlage an der Autobahnzufahrt bei Eichstädt, die haben unwahrscheinlich viel gebrochen. Viele Leute haben das gar nicht bemerkt. Ich sage das auch wegen der Befürchtung in Bärenklau. Das wird kaum zu hören sein, und die Menge, die gebrochen werden muss, ist inzwischen auch nicht mehr so groß.

Es gibt Ärger um den Tennisplatz in Bärenklau. Will man den Familiensportverein nicht?
Die Sache, die da beantragt wurde, ob die tatsächlich für Bärenklau störend ist, da kann man Zweifel haben. Ich habe schon Hockeyspiele gesehen. Fußball ist lauter, das muss man so deutlich sagen. Ungeachtet dessen ist die Gemeinde nicht verpflichtet, diese Änderung des Bebauungsplanes vorzunehmen. Da spielt der Verein vielleicht eine Rolle, aber ich kann mich nicht erinnern, dass jemand im Bauausschuss so diskutiert hat.

Neulich gab es im Vehlefanzer Ortsbeirat den Vorschlag, das ehemalige Volksbank-Grundstück für die Feuerwehr zu kaufen. Sie wollten sich wegen der Kosten erkundigen.
Das habe ich noch nicht gemacht. Wir müssen auch prüfen: Wer will da wirklich was machen? Es ging ja weniger um die Feuerwehr, sondern der Feuerwehrverein suchte eine Räumlichkeit. Das alles ist nicht übers Knie zu brechen.

Hätten Sie eigentlich gern in Eichstädt die Regenbogenflagge gehisst?
Nein. Ich denke, das ist eine rein private Angelegenheit, wie jemand sexuell ausgerichtet ist. Das hat vor der Verwaltung nichts zu suchen.

Sind Sie eigentlich volksnah?
Na ja. Das ist schwierig. Wenn ich ehrlich bin, nicht so sehr. Ich bin insofern volksnah, dass ich versuche, das Optimale für unsere Gemeinde auf den Weg zu bringen und ich weiß, was in Oberkrämer passiert. Aber mich öffentlich zu präsentieren ist nicht so mein Ding. Da würde ich prahlen, wenn ich das sagen würde. Aber das weiß auch jeder.

Heute ist in Schwante und Vehlefanz Dorfputz. Sind Sie dabei?
Das hätte ich gemacht, aber ich bin am Wochenende privat unterwegs, das war schon länger geplant. Das ist schade, denn ich finde, das ist eine super Aktion.

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Ach, park’ doch woanders!

Samstag, den 23. März 2019
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Neulich musste ich beruflich eine Familie besuchen. Das Gespräch sollte nur gut zehn Minuten dauern – eine kurze Nachfrage. Die Familie hat ihr Grundstück in einem Bärenklauer Wohngebiet hinter dem Remontehof. Aber ich hatte ein Problem: Ich hatte keine Ahnung, wo ich denn schnell mal parken kann.

Die Straßen in diesem Wohngebiet sind schmal, an einigen Stellen sogar so schmal, dass da nicht mal ein Lkw durchkommt. Als ich das Grundstück gefunden hatte, fuhr ich erst mal dran vorbei. Ich drehte um – und fuhr noch mal vorbei. Es gab dort keine Parkmöglichkeit. Genau genommen gab es im ganzen Wohngebiet keine Parkmöglichkeit.
Letztlich sollte ich mich an einer Kreuzung halb auf den Gehweg. Absolut illegal.

Aber wer plant denn bitte sowas? Und wer erlaubt eine solche Planung? Ist nicht vorgesehen, dass Leute ins Wohngebiet fahren, die da nur zu Besuch sind? Parkplätze scheinen da schlicht nicht vorgesehen zu sein.

Auch in Sommerfeld habe ich da im Wohnpark schon so erlebt. Da gibt es lauter Straßen, sie sind immerhin nicht ganz so schmal – aber parken darf man da auch nirgendwo. Da scheint es überall Knöllchen zu hageln, wenn da jemand mal Geburtstag feiert und Gäste hat.

Ich könnte vieler solcher Wohngebiete aufzählen. Aber vermutlich hat es schlicht Profitgründe, dass Wohngebiete so geplant werden, wie sie geplant werden. Eine breitere Straße verschlingt ja schließlich wertvolles Bauland…

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Die Wende war seine aufregendste Zeit

Donnerstag, den 21. März 2019
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Wolfgang Krüger lebt seit 1993 in Bärenklau – Journalist, Staatssekretär, Wirtschaftler, Politiker

MAZ Oberhavel, 21.3.2019

Bärenklau.
Es war Anfang der 90er, da fuhr Wolfgang Krüger auf der Autobahn. Auf dem Weg von Berlin nach Schwerin sah er ein Schild, auf dem Grundstücke in Bärenklau angeboten worden sind. „Ich fand den Namen witzig“, erzählt er. Sowieso wollte er mit seiner Frau raus aus Berlin. Im April 1993 sind sie in ihr Haus gezogen. Immerhin kommt er aus der Gegend. 1950 ist er in Hennigsdorf geboren worden – allerdings zog er mit seiner Familie schon ein Jahr später nach Düsseldorf.

Wolfgang Krüger ist heute Gemeindevertreter für die CDU in Oberkrämer, aber wenn man in seinen Lebenslauf schaut, dann hat er schon viel erlebt und getan. Er stammt aus einer Arbeiterfamilie, sein Vater war Autoschlosser. Nach der Volksschule besuchte er das Aufbaugymnasium. „Das war damals eine schwierige Entscheidung, das Geld war knapp.“ Er sei seiner Mutter sehr dankbar, dass sie es möglich gemacht habe. 1970 machte er sein Abitur.
Er selbst spricht von einem „meandernden Lebenslauf“. Nach dem Abi begann er ein Praktikum bei der Rheinischen Post in Ratingen und stellte fest: „Journalismus – das isses.“ Später bekam er ein Volontariat bei der Westfälischen Rundschau. Die stellte damals auch eine Wohnung. „Ich wollte endlich weg von zu Hause und landete bei einer über 80-jährigen Dame mit Hausaltar im Flur, immer beobachtend.“ Bis er versetzt wurde.
Nach seiner Ausbildung wechselte er zur „Bild“, wo er aber nach zwei Jahren eine Sinnkrise bekam. „Will ich immer nur Fotos von Verstorbenen beschaffen?“, fragte er sich. Er sagt aber auch: „Ich habe da wahnsinnig viel gelernt.“ Er begann stattdessen ein Geschichte- und Germanistik-Studium in Düsseldorf. Er schrieb an einer Doktorarbeit zum Thema Entnazifizierung in Nordrhein-Westfalen. Um Geld zu verdienen, arbeitete er nebenher beim WDR und bekam dort später eine Festanstellung, war später Chef vom Dienst der Magazin-Sendung „Aktuelle Stunde“ und bekam dann das Angebot, persönlicher Referent von Intendant Friedrich Nowottny zu werden.
Inzwischen hatte er seine Frau kennengelernt. Sie sagte zu ihm: „Ich folge dir überall hin, nur nicht nach Berlin.“ Genau aber dorthin führte der Weg 1987. Er bekam das Angebot, Chefredakteur des damals in Gründung befindlichen Rias-TV zu werden. Er hat den Vertrag unterschrieben – und seiner Frau erst danach davon erzählt. Im August 1988 ging Rias-TV in Berlin und Umgebung auf Sendung. Am Abend des Mauerfalls am 9. November 1989 war Wolfgang Krüger auf Sendung. „Das war journalistisch die aufregendste Zeit.“ Als Rias-TV 1992 in das neue Auslandsfernsehen der Deutschen Welle aufging, blieb Wolfgang Krüger dort weiter Chefredakteur. Unterdessen zog es ihn aber auch in die Politik. Er war in die CDU eingetreten. Helmut Kohl habe ihn beeindruckt. 1993 schaffte er den Sprung ins Gemeindeparlament von Bärenklau, er begleitete auch den Übergang zu Oberkrämer.
2004 wurde er Staatssekretär im Brandenburgischen Wirtschaftsministerium und 2008 folgte für gute zehn Jahre der Hauptgeschäftsführerposten bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Cottbus. Seit fünf Jahren sitzt er zudem nach einer Pause wieder im Gemeindeparlament von Oberkrämer.

Inzwischen ist er 69, und wenn man ihn in seinem Haus in Bärenklau sprechen hört, schwingt sehr viel Zufriedenheit mit. Ist er jetzt Rentner? Er lächelt: „Ich gebe zu, ich tue mich schwer damit. Es ist eher ein Unruhestand.“ So sitzt er weiter im Aufsichtsrat für den BER, den Flughafen Berlin-Brandenburg in Schönefeld. Viele Akten liegen in seinem Büro. Außerdem ist er im Beirat eines Energieversorgers. Für fünf Jahre will er auch noch mal im Gemeindeparlament mitmischen. „Wichtig ist für mich die Frage: Wie organisiert man im Alter Lebensqualität? Ich beschließe mein Leben nicht auf Kreuzfahrten“, sagt er. Er bleibe ein politischer Mensch. „Ich mische mich weiter in Debatten ein.“ Und er sagt auch: „Radikaler Egoismus bringt uns nicht weiter.“ Er bedauert, dass Diskussionen kaum noch möglich seien. „Zu allem nur Nein zu sagen, ist einfach. Aber man muss dann schon sagen, wo man hin will.“
Oberkrämer beispielsweise sei in „bemerkenswert guter Verfassung. Wir sind eine schuldenfreie Kommune.“ Was nicht heiße, dass es keine Probleme gebe. „Durch den Zuwachs wird sich Oberkrämer verändern, und wir müssen fragen: Was bedeutet das für uns?“ Man müsse über Schulen und den Nahverkehr sprechen. Was er nicht gut findet: Dass die Politik sich oft nur punktuell an Themen abarbeite, die großen Zusammenhänge aber oft Außerachtgelassen würden.

Langweilig wird es Wolfgang Krüger auch in Zukunft nicht werden. „Ich möchte mir bis ins hohe Alter meine Neugier bewahren.“

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Lesung ohne Buch

Samstag, den 16. März 2019
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Ich hatte es hier ja schon mal erwähnt: Das zweite “RT Zapper”-Buch ist fertig. Der ursprüngliche Plan war ja, dass es zur Lesung am Weiberabend in Groß-Ziethen da ist und verkauft werden kann. Aber die Lieferung lässt noch auf sich warten.

So reiste ich also stattdessen mit dem Laptop an und las die Texte von dort aus. Weil es ja ein Weiberabend war, habe ich mir extra ein paar Kolumnen raus, die sich mit Frauen beschäftigen. Mit Sexismus, merkwürdigen Frauenbildern und was Frauen so Merkwürdiges treiben.
Es hat Spaß gemacht, dort vorzulesen, zumal zwischendurch ziemlich lebhaft diskutiert worden ist.

Am 5. April bin ich zu Gast bei einer Lesung in Bärenklau, und vielleicht ist das Buch ja dann auch schon da.

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Zu wenig Platz im Bus

Samstag, den 9. März 2019
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Saskia Albroscheit aus Bärenklau ärgert sich über den mangelhaften Nahverkehr im Dorf – zu selten, zu eng und morgens oft überfüllt

MAZ Oranienburg, 9.3.2019

Bärenklau.
Eigentlich würde Saskia Albroscheit gern von Bärenklau aus morgens nach 8 Uhr mit dem Bus nach Vehlefanz fahren. Dort geht ihr dreijähriger Sohn Fabian in die Kita, sie möchte ihn dort hinbringen. Die Sache ist: In dieser Stunde fährt von Bärenklau aus kein Bus nach Vehlefanz. Sie muss den Bus an der Kirschenallee um 7.07 Uhr nehmen, obwohl das zeitlich nicht nötig wäre.
Die dreifache und wieder hochschwangere Mutter muss allerdings auch einen Kinderwagen mitnehmen, und da wird es beim 7.07-Uhr-Bus schwierig. „Das ist ein Reisebus, und das genau zur Schulzeit“, sagt sie. Mit dem Kinderwagen sei es schwierig bis unmöglich, dort mitzukommen. Der Reisebus sei in jeder Hinsicht zu eng. „Und der nächste Bus fährt dann erst um 9.20 Uhr, das ist zu spät für mich.“
Also muss Saskia Albroscheit einen weiteren Bus früher nehmen – und der fährt um 6.37 Uhr an der Kirschenallee ab. „Der Bus ist oft überfüllt, auch mit Kinderwagen und Zwillingswagen, die Leute fluchen schon.“ Für ihren weiteren Kinderwagen sei dann auch da kaum oder kein Platz. „Ich habe schon erlebt, dass mir der Busfahrer gesagt hat: Ich darf Sie hier nicht mehr mitnehmen.“ Eine Situation, die die Bärenklauerin unglücklich macht.

Die Albroscheits leben erst seit einem halben Jahr im Dorf, sie stammen aus Berlin. „Alle außer meinem Mann nutzen den öffentlichen Nahverkehr, aber das geht so nicht. Viele sagen uns, wir sollen uns einen Zweitwagen zulegen. Aber wir sind doch hier im C-Bereich, das kann doch nicht sein.“

In den Ferien verschärft sich die Lage für sie, denn dann fährt auch der Bus um 7.07 Uhr nicht. Der Schulbus, der auch von allen anderen genutzt werden kann, fällt dann aus. Am Wochenende fährt der 800er-Bus sogar nur dreimal am Tag über den Wendemarker Weg in Bärenklau. „Da ist es doch klar, dass die meisten Leute sich hier echt einen Zweitwagen anschaffen, Ältere lassen sich rumfahren, oder man muss sich ein Taxi nehmen.“
Wegen der Brückenbaustelle im Wendemarker Weg kommt es derzeit zu Änderungen im Busfahrplan. Eigentlich fährt dort der 812er-Bus. „Mit dem konnte ich aber auch nicht fahren. Denn der Bus um 6.50 Uhr war immer nur ein kleiner Sprinter, ein umfunktionierter Kleinbus mit acht Sitzen.“ Da passte der Kinderwagen auch nicht rein.

Sie sagt, schon mehrfach hätten sich Pendler an die Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG) gewandt. Maik Meißner, bei der OVG für die Fahrpläne zuständig, war das Problem neu. „Ich werde das weiterleiten“, sagte er auf Nachfrage der MAZ. Er wolle schauen, dass dort künftig um 7.07 Uhr ein anderes Fahrzeug unterwegs ist. Warum um diese Zeit ein Reisebus fährt, ist unklar. „Das hat sich so ergeben.“
Dass der Bus in Bärenklau nur so selten fährt, liege nicht im Einflussbereich der OVG selbst. „Wir richten uns nach dem Nahverkehrsplan des Landkreises.“ Maik Meißner rät den Betroffenen, sich zum Beispiel an den Bürgermeister zu wenden.

„Sich an uns zu wenden, wäre eine Möglichkeit“, sagte gestern Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO). Jedoch sagt er auch: „Was nicht wirtschaftlich ist, ist kompliziert.“ Ansprechpartner seien auch die Kreistagsabgeordneten, sie könnten auf den Nahverkehrsplan Einfluss nehmen. Erstellt werde der aber erst wieder 2021.

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Ein Sturm zieht auf

Dienstag, den 5. März 2019
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Gerade habe ich auf einem Pressetermin in Eichstädt noch ein Foto gemacht, da zogen auch schon dunkle Wolken auf. Erste Tropfen fielen vom Himmel.
Aber das war nur Anfang. Ein Sturm zog auf. Innerhalb einer Minute.

Schon als ich mit dem Auto Eichstädt verließ, peitschten kräfte Sturmböen auf den Ort ein. Schon überlegte ich, ob ich wirklich über die Dörfer nach Oranienburg fahre oder doch lieber auf der Autobahn, wo es keine Bäume gibt.
In Karlsruh, kurz vor der Autobahn, wurden die Böen noch stärker. Von der Autobahnbaustelle schossen Sandböen quer über die Straße. Wie in einem Luftkorridor fegten aus einem Seitenweg Sand und Müllreste herum.

Ich fuhr auf die Autobahn. Da gibt es zwar keine Bäume, aber viel Sand. Eine Fahrbahn ist momentan Baustelle, dort gibt es gerade keinen Belag, nur Sand. DIeser Sand fegte im Sturm nun auf die andere Fahrbahn und verfing zwischen den aufgestellten Fahrbahnbarrieren.
Der Verkehr rollte durch eine wirbelnde Sandschneise. Die Scheibenwischer zu betätigen, war schwierig, denn es knirschte, und plötzlich stoppte der Verkehr. Wie sich rausstellte, war weiter vorn ein Schild auf die Straße gekippt. Jemand hob es auf.

Inzwischen peitschte auch ordentlich Wasser vom Himmel – eine Mischung aus Sand und Wasser wirbelte nun auf der Autobahn herum. Immer und immer wieder bestätigten viele Fahrer die Waschanlage. Erst ein paar Kilometer weiter beruhigte sich diese etwas unheimliche Wetterlage.

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