RTZapper

Bitte einsteigen! ICE-Führerstandsmitfahrt von München nach Berlin

Montag, den 22. Oktober 2018
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SA 20.10.2018 | 5.55 Uhr | rbb

Manchmal – viel zu selten – überrascht der rbb mit außergewöhnlichen Programmideen. Am Sonnabendmorgen lief dort vier Stunden lang in Echtzeit unter dem Titel “Bitte einsteigen!” eine Führerstandsmitfahrt mit dem ICE-Sprinter von München nach Berlin.
Der Clou: Dafür schaltete sich der rbb in Berlin und Brandenburg auseinander. In Berlin sah man die Zufahrt nach vorne gefilmt. In Brandenburg gab es die Zugfahrt nach hinten raus gefilmt. Wer wollte – und die technische Möglichkeit hatte -, konnte also immer mal hin- und herschalten.

Slow-TV. In anderen Ländern gibt es solche Formate viel öfter, und sie kommen beim Publikum ganz gut an. Das isländische Fernsehen zeigte 2016 live eine 25-stündige Reise rund um das Land. Das norwegische Fernsehen filmt öfter mal lange Zugfahrten ab – alles ist auch auf Youtube zu finden.

Leider hat der rbb die schöne Idee nicht besonders schön umgesetzt. Am irritierendsten ist die schlechte Bildqualität. Das Bild zittert, ist manchmal unscharf und wirkt oft ziemlich breiig wie bei einer schlechten Internetbandbreite. Anfangs ist es noch sehr schummrig. Die Fahrt ist mit Smartphones gefilmt worden, und das war leider offenbar nicht die beste Idee. Auch wären ab und zu Einblendungen schön gewesen, wie schnell der Zug gerade fährt und wo man sich gerade befindet.
Es reicht also nicht zwingend, zwei Handys im Zug zu platzieren und daraus ein Fernsehprogramm zu machen. Zumindest als rbb. Gute Technik und Bildqualität und ein wenig Nachbearbeitung sollten schon drin sein.
Dann könnten gern weitere Slow-TV-Ideen umgesetzt werden.

-> Die Fahrt auf Youtube.

RTelenovela

Wenn die halbe Innenstadt bebt

Freitag, den 12. Oktober 2018
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Plötzlich klappert es. Ein ganz leises Geräusch, aber dennoch nicht zu überhören. Meistens spät abends oder in der Nacht. Spuk? Nein!
Spätestens wenn ich den Ton vom Fernseher leise stelle, weiß ich, woher das Geräusch kommt: Die Tür vom gläsernen Bücherschrank klappert.
Und nicht nur das: Ich spüre leichte Schwingungen. Und das ist immer noch kein Spuk – sondern ein Güterzug.

Wenn abends oder nachts die Güterzüge durch Oranienburg donnern, dann beginnt die halbe Innenstadt zu beben, und ich habe den Eindruck, dass es schlimmer geworden ist. Obwohl ich nicht mal direkt am Damm wohne. Wenn ich mir die Risse im Haus ansehe, die inzwischen entstanden sind, frage ich mich, ob das alles so sein muss.

Als wegen der Bomben der Verkehr in zig Straßen auf Tempo 30 abgesenkt worden ist, haben wir das hingenommen. Aber was ist mit den schweren und lauten (!) Güterzügen? Ich werde den Riss in der Hausmauer jedenfalls weiter beobachten.

ORA aktuell

Tödlicher Unfall auf Oranienburger Güterbahnhof

Samstag, den 22. September 2018
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Zu einem tödlichen Unfall kam es am Freitagnachmittag auf dem Oranienburger Güterbahnhof an der Ladestraße.
Laut ersten Erkenntnissen der Polizei steht der Tod eines 47-Jährigen „in Zusammenhang mit der Oberleitung des Bahnhofs“. Der Mann arbeitete an einem Schüttgut-Güterzug und war scheinbar zu dicht an die Oberleitungen heran. Laut Ajugenzeugen gab es einen Lichtbogen. Der Mann erlitt dabei tödliche Verletzungen und fiel in einen Waggon.

Vor Ort war die Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte und Notfallhelfer der Bahn.

RTelenovela

Portugal (20): Sonne tanken

Samstag, den 12. Mai 2018
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(19) -> 11.5.2018

In Lissabon macht es einen Unterschied, ob man mit dem Bus fährt oder mit der Straßenbahn. Letztere ist teurer. Was auch daran liegt, dass in allen Reiseführern immer nur von der Tram die Rede ist, wenn man sich von A nach B bewegen will. Dass es in Lissabon natürlich auch Busse gibt, wird da gern mal nur nebenbei erwähnt. Und von den Touristen kann man dann auch ein bisschen mehr Kohle verlangen – was durchaus legitim ist.

Mit der Bahn ging es diesmal raus aus der Stadt an die Küste. Das heißt: Erstmal mussten wir uns anstellen. Nicht wenige Leute wollten mit dem Zug fahren, aber wenn es nur zwei Automaten gibt und zwei Ticketschalter, dann kann es schon mal länger dauern. Und dass Mütter mit Kind immer Vorrang haben, bemerkten wir leider zu spät.

Im Westen von Lissabon mündet der Tejo in den Atlantik. Die Sonne knallte auf den Praia de Carcavelos. Im Mai ist das Wasser noch ziemlich kühl, und deshalb pellen sich die Surfer auch in einen schützenden Neoprenanzug. Nur sehr wenige trauen sich nur in Badehose ins Wasser. Wir stapfen immerhin mit den Füßen an den Wasserrand, der durch den mitunter hohen Wellengang natürlich an unterschiedlichen Stellen ist. Wenn mal wieder eine größere Welle anrollt, wird das Wasser weit an den Strand gespült. Es ist dermaßen kalt, dass uns anfangs die Gelenke weh tun.
Der Carcavelos-Beach scheint so ein bisschen zur Badewanne der Lissaboner zu gehören. Es ist nicht mehr in der Stadt, aber auch nicht weit dorthin. Allerdings herrschte ein wenig Uneinigkeit darüber, ob es sich an der Stelle wirklich schon um den Atlantik handelte oder noch um den Tejo. Wir Männer beharrten auf Ersteres – auch wenn es die wirklich hohen Wellen dann wohl eher noch weiter außerhalb der Stadt gibt.

Abends gegen 18 Uhr ertönt über der Alfama ein lauter, dumpfer Ton. Das bedeutet: Ein Kreuzfahrtschiff verlässt den Lissaboner Hafen. Sehr oft liegen ein bis zwei Riesenpötte am Rande der Altstadt. Was natürlich merkwürdig aussieht, wenn man von der Alfama aus einen Blick zum Wasser hat. Wie ein plötzlich errichtetes Hochhaus thronen die Schiffe im Hafen und laufen gegen Abend wieder aus – mit lautem Hupen.

RTelenovela

Portugal (17): 50 Cent eingesackt

Dienstag, den 8. Mai 2018
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(16) -> 17.11.2014

Rückkehr nach Lissabon. In dieser Woche kommen besonders viele Touristen in die portugiesische Hauptstadt – der Eurovision Song Contest hat seine Zelte in der Stadt aufgeschlagen.
Der Empfangsbereich auf dem Flughafen ist voll mit Schildern, auf denen Namen stehen von Menschen, die abgeholt werden sollen. Draußen, vor dem Gebäude, hängt ein riesiger Banner, der auf den ESC hinweist.

Wer mit einem Großraumtaxi vom Airport in die Alfama gebracht wird, der kann zwar auch so sitzen, dass er rückwärts fährt, er sollte aber in der Zeit keine Nachrichten auf dem Handy lesen. Unser Fahrer rast ziemlich, durch die Kreisverkehre, und immer wieder bremst er scharf. An einer Stelle muss er eine Kehrtwende machen, und ich lese eine wichtige Nachricht. Schlagartig wird mir schummrig – wie ein Blitz. Ich lege das Handy und weg und starre nach draußen. Das flaue Gefühl endet erst, als wir aussteigen.

Wir wohnen direkt an der Strecke, auf der die berühmte Straßenbahnlinie 28E fährt, die Electrico. Aber diesmal – es bleibt alles ruhig. Keine Bahn kommt vorbei gezuckelt. Die Gleise sehen unbenutzt aus. Lissabon wird doch wohl nicht den Bahnverkehr auf der Linie eingestellt haben. Sind die wahnsinnig?
Bauarbeiten sind des Rätsels Lösung, die Strecke ist in dem Bereich, wo wir wohnen, unterbrochen. Schade für uns.

Wir müssen ein bisschen was einkaufen – unweit von uns gibt es einen größeren Supermarkt. Ich schiebe 50 Cent in den Einkaufswagen, und es kann losgehen.
Vorne im Eingangsbereich steht immer ein Polizist und eine Art Wachmann. Als wir alles bezahlen, stehe ich etwas abseits, und der Wachmann greift sich den Wagen und schiebt ihn zu den anderen. Ich beobachte ihn. Er guckt, schließt den Wagen an, greift sich die 50 Cent, schiebt sie sich fast unbemerkt in die Hose. Dann nimmt er den Wagen wieder und schiebt ihn zu einer anderen Kasse – warum auch immer. Unsere 50 Cent hat er sich jedenfalls eingesackt. Aber zum letzten Mal…

RTelenovela

Rügen 2018 (7): Durch den Winterwunderwald

Montag, den 2. April 2018
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(6) -> 1.4.2018

1. April, und es schneit. Und hört nicht mehr auf. Binz verwandelte sich zu Ostern noch einmal in ein Winterwunderland.
Rechtzeitig zum Beginn unseres Tagesausfluges stellte dann auch die Bäderbahn den Betrieb ein. Auf dem Schneematsch wären die Fahrten wohl zu gefährlich geworden. so mussten wir im Schneetreiben über den Binzer Klünderberg zum Bahnhof des Rasenden Roland laufen.

Überall auf Rügen ist Ostersonntag wohl der Bahnverkehr eingestellt gewesen – nicht so zwischen Lauterbach und Göhren. Der Rasende Roland, die Kleinbahn auf Rügen, fuhr.
Die Frau vom Fahrkartenverkauf musste zwischendurch raus zum Schneeschippen. Schließlich sollte gleich der nächste Zug einrollen, und da musste der Bahnsteig einigermaßen frei sein.

Der Zug rollte dann in die Granitz, in den Winterwunderwald. Es schneite noch immer. Alles war weiß – die Felder, die Hänge, die Bäume und die zugefrorenen Tümpel. Am Bahnhof vom Jagdschloss Granitz standen Leute, auf denen sich auf den Kapuzen Schnee sammelte.
In Sellin schienen wir in eine wärmere Zone gefahren zu sein. Der Schnee stand nicht mehr ganz so hoch, es war mehr Matsch als noch in Binz zu sehen.
Als der Zug Göhren erreichte und wir dann zum Strand liegen, pfiff uns der Schnee um die Ohren. Die Ostsee toste mit riesigen Wellen auf den Strand zu. Der war sehr viel schmaler als sonst, das Beachvolleyballfeld war zu einem Viertel im Wasser verschwunden.
Schneesturm, wilde See – ein Wetter wie im tiefsten Winter. Anfang April! Aber ein tolles Erlebnis. Trotzdem oder gerade deshalb.

aRTikel

Sein Stil: Da sein, viel lesen, alles auf den Tisch bekommen

Freitag, den 24. November 2017
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Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) über seine Artr zu arbeiten – Pläne für die alte Schulsporthalle, den Radweg nach Ludwigsaue und Forderungen an die Bahn

MAZ Oberhavel, 24.11.2017

Kremmen.
Bis 2. Dezember läuft in der MAZ noch die Reihe „MAZ zu Hause in Kremmen“. Deshalb baten wir auch Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) zu einem Gespräch.

Sie sind jetzt acht Monate im Amt. Wie fühlt es sich an?
Sebastian Busse: Es fühlte sich von Anfang an richtig an. Ich fühlte mich nie fremd und bin auch von den Mitarbeitern im Rathaus herzlichst aufgenommen worden. Von Anfang an war es mein Ziel, viel miteinander zu sprechen. Mir ist es wichtig, da zu sein, viel zu lesen, alles auf den Tisch zu bekommen und dass die Menschen meinen Stil verstehen.

Ihr Stil?
Ja. Zielstrebig, organisiert, ergebnisorientiert, zuverlässig.

Aber gibt es auch Punkte, wo Sie sagen, es ist schwieriger als gedacht?
Ja, klar. Mal schnell eine Firma anrufen und sagen „Könnt ihr mal kommen?“, so einfach geht das nicht. Da gibt es das Kommunalvergabegesetz, das hat zum Beispiel der Wirbel um das Sommerfelder Feuerwehrfahrzeug gezeigt. Mit der Bürokratie der Vergaberichtlinien blockieren wir uns in manchen Fällen selbst. Manches dauert länger, bis man damit zu Ende ist. Es ist wichtig, sich in meiner Position mit den Gesetzen auseinanderzusetzen, einiges ist doch nicht so einfach umsetzbar, wie ich vielleicht dachte.

In den vergangenen Monaten gab es Situationen, wo Sie schon getätigte Aussagen zurückgenommen haben.
Man lernt ja aus jeder Situation, egal ob positiv oder negativ. Ich bin dabei Erfahrungen zu sammeln, ich sammele sie jeden Tag und bin gewillt, die auch anzunehmen. Ich weiß, man muss erst mal drüber nachdenken, bevor man eine Antwort gibt. Ich möchte schnell helfen, aber das geht eben nicht immer.

Man sieht Sie oft auch in den Ortsbeiratssitzungen. Welchen Eindruck haben Sie von den Ortsteilen?
Jedes Dorf ist abhängig von seinen Einwohnern. Das Ehrenamt muss sehr groß geschrieben werden. In Sommerfeld gibt es sehr engagierte Bewohner, die den Ortsbeirat sehr unterstützen, da merkt man den Zusammenhalt der Leute – auch bei der 775-Jahr-Feier im Sommer. In Groß-Ziethen haben wir beim Schlaglochgolf gemerkt, dass sich alle Ortsteile gemeinsam für eine Sache einsetzen. Staffelde hat seine Feste und Vereine, und Flatow hat mit Gert Dietrich einen der engagiertesten Ortsvorsteher, da hat es jeder Nachfolger mal sehr schwer. Auch in Hohenbruch gehe ich gern in die Ortsbeiratssitzungen. Ich lade außerdem alle Ortsvorsteher einmal im Quartal zu mir ein, um Probleme anzusprechen. Und Lösungen zu finden.

Eine große Baustelle wird im kommenden Jahr die alte Schulsporthalle in Kremmen.
Wir wollen 2018 den ersten Bauabschnitt vollbringen, mit der kompletten Außenhülle, der Verglasung, dem Dach und der Fassade. Das kostet etwa 400.000 Euro. 2019 folgt der zweite Bauabschnitt mit den Innenarbeiten, da kommen 250.000 Euro hinzu. Ich hoffe, die Halle steht zum Schuljahresbeginn im August 2018 wieder zur Verfügung, und ich bin sehr glücklich, dass wir das so entschieden haben.

Wie geht es weiter an der Alten Dorfstraße in Groß-Ziethen?
Wir haben die Genehmigungsplanung beauftragt, die liegt uns noch nicht vor. Das Geld ist im Haushalt 2018 eingestellt. Ziel ist es, 2018 die Arbeiten an den Seitenstreifen zu vollbringen. Ich habe gedacht, dass wir das noch in diesem Jahr hinbekommen, das ist ein großer Tiefschlag gewesen, dass das doch nicht so schnell umsetzbar ist. Aber wir müssen sehen, was wir machen können, denn wir sind ja danach auch zuständig für dortige Reparaturen, und wir gehen das Risiko ein, dass, wenn doch mal die Straße gemacht wird, wieder alles hin ist.

Wann gibt es Entscheidungen rund um das Klubhaus am Marktplatz?
Wir haben Studenten der Potsdamer Fachhochschule das Klubhaus gezeigt, sie haben ein Konzept in die Hand bekommen. Die 17 Studenten sollen drei Gruppen bilden und Vorschläge einreichen. Am 17. Januar gibt es eine Präsentation in der Schulaula, dann gibt es eine Jury, die entscheidet, welcher Plan der Verwaltung vorgeschlagen wird.

Ein weiteres Großprojekt könnte die neue Feuerwache werden. Klar ist, sie wird nicht auf einer Wiese am Schlossdamm gebaut. Wo stattdessen?
Es gibt schon neue Gespräche, aber ich habe noch nichts in der Hand, um konkret zu werden. Klar ist aber, dass Kremmen das finanziell nicht aus eigener Kraft stemmen kann. Wenn wir Fördermittel bekommen, wäre es möglich oder mit einem dreijährigen Kurzzeitkredit.

Ein aktueller Streitpunkt sind die Baumscheiben in der Berliner Straße.
Ich kann das größtenteils nachempfinden. Aber dennoch werden wir nicht morgen die Baumscheiben zurückbauen, es sind erst mal andere Dinge abzuwarten, vielleicht ist das ja auch mit einem Parkverbot zu händeln. Ich kann keine Unfallgefahr erkennen, nur, dass die Leute oft keine Zeit haben und nicht den entgegenkommenden Verkehr abwarten.

Wann kommt der Radweg von Beetz nach Ludwigsaue?
Ich sehe nur die Möglichkeit, mit Fördermitteln einen Weg über den ländlichen Wegebau zu bekommen. Eine Strecke von circa drei Kilometern ist noch offen, der Rest ist schon ausgebaut. Würden wir einen Radweg entlang der Landesstraße bauen, würden wir dafür keine Fördermittel bekommen. Ohne Fördermittel können wir es uns nicht leisten. So denken wir auch darüber nach, den Weg von Kremmen nach Verlorenort zu erschließen – auch über den ländlichen Wegebau, das sind die Felder, wo die Möglichkeit besteht, Gelder zu bekommen. Aber da ist noch nichts klar.

Im Zuge unserer Serie „MAZ zu Hause in Kremmen“ haben wir auch Leserfragen bekommen. So wird ein neues Tempolimit auf der Landesstraße zwischen Sommerfeld und Beetz gefordert, Tempo 80 sei wegen der Einmündung zur Bahnhofstraße zu schnell.
Wenn der Ortsbeirat das an mich heranträgt, können wir einen Antrag stellen. Ich sehe aber wenig Hoffnung, dass der Landesbetrieb das mitmacht.

Die Sommerfelder wünschen sich Einkaufsmöglichkeiten. Unterstützen Sie das „Dorv“-Projekt mit einer Art Dorfzentrum?
Ich unterstütze das, aber ob es in Sommerfeld machbar ist, muss sich zeigen. Jetzt sagen viele, dass sie diesen Laden wollen, aber das Konzept sagt ja aus, dass es ehrenamtlich betrieben wird. Wir haben in Sommerfeld zum Beispiel die alte Schule, dort könnte man dem Projekt eine Chance geben, aber nicht wenn es ein Fass ohne Boden ist.

Immer wieder wird gefragt, wie es um mögliche Windräder im Wald nördlich von Hohenbruch steht.
Wir haben eine Stellungnahme abgegeben. Wir wollen selbst einen Flächennutzungsplan ausweisen mit der Maßgabe, dass Windräder nicht höher sein dürfen als 150 Meter. Aber wir müssen etwas machen, ansonsten stellt man uns die Anlagen dort hin, wie sie wollen.

Die Bewohner in Neu-Ludwigsaue wünschen sich einen befestigten Weg aus ihrem kleinen Ort direkt zur Landesstraße. Problem: Es geht auch über Flächen, die schon zu Ostprignitz-Ruppin gehören.
Sie können auch die Straße über Ludwigsaue nutzen. Das Problem ist mir noch nicht bekannt. Am besten ist, die Bewohner wenden sich an den Beetzer Ortsbeirat, da kommt es ins Protokoll, und ich fahre dann mal selbst hin.

Für Ärger sorgt immer wieder der Prignitzexpress. Wie positioniert sich die Stadt Kremmen?
Ich arbeite mit den Stadtverordneten an einer Stellungnahme zum Nahverkehrsplan. Momentan ist die Situation absolut negativ. Wir wollen definitiv die Direktanbindung nach Berlin-Gesundbrunnen. Dass die Durchbindung über Tegel verwirklicht wird, ist man den Bürgern schuldig, und der Bedarf gibt das her. Wir wollen hier ja auch Zuwachs, und dann müssen die Menschen auch eine Möglichkeit haben, direkt mit der Bahn zu uns zu kommen. Außerdem fordern wir, dass ein zweites Gleis gebaut wird, zumindest zwischen Neuruppin und Kremmen.