KeineWochenShow

#137 – Die Sassnitzer BMX-Bande

Sonntag, den 18. August 2019
Tags: , , , ,

Es wird Zeit für das Urlaubsspecial von KeineWochenShow! Es gibt wieder einiges von und über die Insel Rügen zu erzählen. Moderationsstandort ist Moritzdorf. Von der Moritzburg aus hat man einen schönen Blick auf die Having und den Hafen von Baabe.
Außerdem geht es um Sassnitz. 1989 lief dort in den Stubnitz-Lichtspielen der Film “Die BMX-Bande”, der in der DDR Kult war. Auch einen Abstecher zum Hafen gibt es.
Zudem gibt es einen Ausschnitt des Konzertes der Band Wiesner auf dem Kurplatz in Göhren.

Außerdem sprechen wir über den Klimanotstand, der in Hennigsdorf ausfällt, über einen teuren Ausflug nach Berlin-Spandau, teuren Salat in Binz, und Musik, Bier und Promi-Geburtstage haben wir auch.
Das alles in KeineWochenShow #137 auf Youtube.

Hits: 240

KeineWochenShow

#113 – Was ist Heimat? Und wo ist der Karneval?

Sonntag, den 3. März 2019
Tags: , , , , ,

Mal wieder was Neues: Diesmal moderieren wir KeineWochenShow von zwei verschiedenen Orten und gut 200 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Der eine ist am Strand des Ostseebades Sellin auf Rügen, der andere im Studio in Oranienburg.
Wie das funktioniert: Wir telefonieren uns zusammen. Wir sehen uns nicht, sondern hören uns nur und zeichnen beide parallel auf. Am Ende werden beide Mitschnitte dann zusammengefügt, und schon sprechen wir auch wirklich miteinander.

In Sellin geht es um den Karneval 2019. Denn am Strand wird der große Umzug erwartet, und diesmal wollen wir es schaffen, dass wir auch wirklich Bilder davon zeigen. Außerdem sprechen wir über das Thema Heimat: Was bedeutet es für uns? Wo ist unsere Heimat? In dem Zusammenhang machen wir einen Ausflug ins Ostseebad Baabe – auch das ist ein Stück Heimat.

Wir sprechen über die Oscars 2019, über eine nicht funktionierende Werbung eines Discounters und über eines mehr – in KeineWochenShow #113 auf Youtube.

Hits: 150

RTelenovela

Rügen 2019 (2): Wer guckt denn schon in dieses Internet?

Freitag, den 1. März 2019
Tags: , , ,

(1) -> 28.2.2019

Dieses Internet. Das hat doch sicherlich keine Zukunft, oder? Man könnte meinen, es gibt Unternehmer auf Rügen, die das denken.

Wer heutzutage nach bestimmten Geschäften sucht, der geht ins Internet, um dort Infos zu bekommen. Wann hat der Laden geöffnet, ist er überhaupt geöffnet, und was gibt es da so?
Auf die im Internet angegebenen Öffnungszeiten verlässt man sich dann in der Regel auch. Damit kann man aber auch ordentlich auf die Nase fallen.

Ein Buchladen in Baabe. Es ist ein sehr schöner Buchladen, weil es dort eigentlich immer Bücher gibt, die irgendwie interessant sind. Die machen sich dort echt Gedanken darüber, was den Leuten gefallen könnte. Ich hatte extra nachgeschaut, ob und wann geöffnet ist.
So lief ich am Strand entlang nach Baabe. Ich wusste: Bis 17 Uhr ist geöffnet, also ging ich vorher noch was essen. Wenig später stand ich vor verschlossener Tür. Winterpause. Seit November.
Im Internet: nichts davon. Obwohl der Buchladen eine Facebook-Seite hat, stand dort nichts davon, dass man gar nicht geöffnet hat. Selbst im November gab es keinen entsprechenden Eintrag, die Öffnungszeiten waren ganz normal angegeben.
Erst nachdem ich den Betreibern auf Facebook geschrieben habe, fiel ihnen das auch auf. Ein bisschen spät.

Ein Restaurant in Sagard. Auch da sind die Öffnungszeiten gecheckt worden. Mittwochabend: geöffnet. Vor Ort stellten wir fest, dass mittwochs eben nicht geöffnet ist. Erst Donnerstag wieder. Vermutlich Winter-Öffnungszeiten, aber ans Internet hat hier offenbar auch wieder keiner gedacht.
Und wir waren nicht die einzigen, die vor dem geschlossenen Laden standen. Auch eine Gruppe mit Frauen aus Dresden hatte sich aufs Netz verlassen.
So mussten wir nach Sassnitz ausweichen.

Na ja, diese Internetsache wird sich hoffentlich auch bald auf Rügen bei allen rumsprechen.

Hits: 149

RTelenovela

Rügen 2018 (15): Moritzburg – geschlossen!

Dienstag, den 7. August 2018
Tags: , , ,

(14) -> 4.8.2018

Ob sich das lohnt, weiß ich nicht. Aber nach wie vor fährt vom Bollwerk in Baabe aus eine kleine Ruderbootfähre über die Having nach Moritzdorf. Wobei es dort nicht nur das Ruderboot gibt, sondern zwischenzeitlich auch ein kleines Mototboot. Vermutlich davon abhängig, wer der Fährmann ist oder wie das Wetter ist. Und bei weit mehr als 30 Grad ist Rudern für den älteren Herrn vermutlich ein bisschen zu anstrengend.
So schippert er uns, mich und ein Paar mit Fahrrädern mit dem Motorboot rüber nach Moritzdorf.

Ich finde nach wir vor, dass Moritzdorf ein verzauberter Ort ist. Eine Straße mit alten Häusern. Kein Verkehrslärm, die pure Stille. Nur vom Hafen in Baabe kommen ein paar unaufdringliche Geräusche rüber, aber auch das nur selten.
Mein Ziel: die Moritzburg. Ich will mal wieder hochkraxeln und dort zur fantastischen Aussicht was essen und trinken.

Ich laufe durch den Ort. Ganz am Ende beginnt der Aufstieg zur Moritzburg. Aber ich komme gar nicht mehr dazu, die Treppen zu besteigen, denn unten steht ein Schild: “Moritzburg geschlossen”. Ohne weiteren Kommentar.
Ich bin enttäuscht und versuche, was auf dem Smartphone rauszufinden. Aber Infos gibt es nicht. Auf der Facebook-Seite ist der letzte Eintrag vom Herbst 2017. Man hat es nicht nötig, über die Schließung – oder die Nichtöffnung – zu informieren.

Ich laufe also zur Fähre zurück. Ich hätte noch im Hotel Moritzdorf essen können, aber auf die pralle Sonne auf der Terrasse habe ich dankend verzichtet.
Auf der Fähre zurück nach Baabe frage ich den Fährmann, was denn mit der Moritzburg los sei. Aber der brubbelt nur, ob ich denn Koch sei. Auf meine Frage, ob es am fehlenden Koch liege, brubbelt er wieder irgendwas. Reizthema?
Ich gehe stattdessen in einem Fischerlokal in Baabe essen – ein Bauernfrühstück.

Hits: 381

RTelenovela

Rügen 2018 (13): Die ruppigen Rüganer

Freitag, den 3. August 2018
Tags: , , , , , ,

(12) -> 2.8.2018

In irgendeinem Beitrag oder in irgendeiner Erzählung neulich hieß es, dass die Rüganer einen mitunter ruppigen Humor haben, dass sie manchmal ein bisschen speziell sind. Und da musste ich irgendwie sogar zustimmen.

Als ich auf die Insel gereist kam, ließ ich mir wie immer hier und da ein bisschen Zeit. Ich war gerade auf der Fähre, da klingelte mein Handy. Einer mir nicht bekannte Nummer. Ich drückte sie erst mal weg, aber in Glewitz angekommen, rief ich dann doch zurück. Denn ich hatte eine Ahnung. Es war mein Binzer Vermieter. Wann ich denn kommen würde. Ich sagte, so 17.30 Uhr oder 18 Uhr. Was okay ist, denn in der Bestätigungsmail hieß es, bis 20 Uhr könne man anreisen. Aber der Vermieter meinte, da sei er nicht da, denn er habe ja auch andere Dinge zu tun. Da schluckte ich erst mal. Aber er meinte dann, er sei dann gegen 19 Uhr wieder da.
Na dann. Ich konnte mir also noch mehr Zeit lassen, also besuchte ich in Garz erst mal den Supermarkt. Zeitung kaufen und so.

Im Fischimbiss in Baabe standen zwei kleine Mädchen an den Gläsern mit dem Besteck und nahmen sich diverse Gabeln raus. Die Verkäuferin fragte empört, wie viele Gabeln sie denn brauchen. Fünf, war die Antwort. Und wie viele habt ihr? Die Mädchen zählten durch und kamen auf sechs. Die Verkäuferin entriss einem der Mädchen eine Gabel, und fast schien es, als würde sie ihm noch eine scheuern wollen. Das sei ja hygienisch ganz übel, sagte sie dann und knallte die Gabel auf den Tresen. Als sich die Mädchen verschüchtert entfernten, packte die Verkäuferin die Gabel und drückte sie einem jungen Mitarbeiter in die Hand. Mal waschen.

In der Andreaskirche in Lancken-Granitz fand ein Musikabend in der Sommerkonzert-Reihe statt. Ein Konzert mit dem Cellisten Christoph Heinlein. Die Frau, die die Gäste in der Kirche begrüßte, erzählte zu Beginn davon, dass ja in der Ostsee-Zeitung blöderweise der Name des Musikers völlig falsch geschrieben worden sei. Aber schön, dass trotzdem so viele Gäste gekommen sind. Dass in ihrem eigenen Flyer ein falsches Datum stand, erwähnte sie vorsichtshalber nicht.
Es war übrigens ein sehr spannendes und gutes Konzert. Was Christoph Heinlein mit seinem Cello anstellt, ist nämlich durchaus sehens- und hörenswert. Er entlockt dem Instrument Töne, die zumindest ich davon noch nie gehört habe.

Hits: 39

RTelenovela

Rügen 2018 (8): Da, wo mal der Sand von Rügen war

Dienstag, den 3. April 2018
Tags: , ,

(7) -> 2.4.2018

Es muss 2002 gewesen sein. Die Sängerin Gaby Rückert trat in Baabe auf Rügen auf, und wir waren dabei. Das Konzert fand auf einer leicht hügeligen Wiese mit einem kleinen Wäldchen statt – am Ende der Hauptstraße, kurz vor dem Strand.
Der Freund, mit dem ich da war, kannte mehrere Songs von ihr, und dadurch bin ich mit dem wunderschönen Lied “Berührung” in Berührung gekommen. Und mit ihrem Lied “Der Sand von Rügen” – das hat sie damals auch dort gesungen, natürlich mit dem Hinweis, dass sie das ja auf Rügen besonders gern singen würde.

2018. Das Gelände in Baabe gibt es nicht mehr. Wieder verschwindet eine Baulücke. Die Bäume sind gerodet, die Wiese verschwunden und die Hügel sind eingeebnet.
An der Ecke Hauptstraße/Am Kurpark entstehen neue Häuser – Appartements für Touristen. In der Ferne – in Richtung des ehemaligen Zeltplatzes – sieht man solche Häuser schon, und es werden mehr. Die ganze Ecke ist dann zugepflastert mit den großen hellen Hausklötzen. Wie es Baabe überhaupt versäumt hat, entlang der ersten Reihe eine vernünftige Bäderarchitektur zu schaffen. Am Kurpark stehen jetzt schon beliebig aussehende Klötze.

Und apropos verschwundene Baulücken. Direkt an der Seebrücke von Sellin ist nun gegenüber des Kurhauses ein neues Hotel eröffnet worden. Auch so ein weißer Klotz, aber immerhin zumindest ansatzweise zur Architektur passend.
Auch an der Schillerstraße in Binz ist in den vergangenen Monaten ein neues Wohn- und Geschäftshaus eröffnet worden. In der Hauptstraße dagegen steht der ehemalige Bäcker schon länger leer, und ich bin gespannt, ob da was Neues reinkommt oder ob das Ding komplett weggerissen wird.

Hits: 27

RTelenovela

Rügen 2018 (6): Sturm statt Feuer

Sonntag, den 1. April 2018
Tags: , , ,

(5) -> 31.3.2018

Es ist ein Fluch. Ein Wetterfluch. Am Rosenmontag 2016 war ich in Altlußheim in Baden-Württemberg, um mir den Karnevalsumzug anzusehen. Er fiel aus, weil es stürmte und regnete.
Ostern 2018: Wir sind nach Binz gefahren, weil es dort immer am Ostersonnabend am Stand die Osterfeuermeile gibt – 24 Feuerchen. Soll immer ganz toll sein. Aber stattdessen: Sturm und Schnee. Die Meile wurde abgesagt.
Frustrierend.

Andererseits ist es aber auch schön, die Ostsee mal wieder so richtig tosend zu erleben. Momentan rollen auf den Binzer Strand ordentliche Wellen zu, es rauscht ganz ordentlich. Einige Wellensurfer nutzen die Chance, um sich in die… ähm, auf die Wellen zu stürzen.
Der Schiffsverkehr zu den Seebrücken ist eingestellt.

In Sellin haben sie ein paar Wellenbrecher vor der Seebrücke installiert, so rollen im direkten Umfeld nicht die ganz großen Wellen heran.
In Baabe gibt es diesen Schutz nicht, dafür aber Schilder, die auf den höchsten Wasserstand der Ostsee hinweisen. Mitte der 90er muss die See mal ordentlich gedrückt haben.

In der Nacht zum Ostersonntag schneit oder regnet es in Binz immer abwechselnd. Angeblich sollen bis zum Vormittag ein paar Zentimeter runterkommen. Ich bin gespannt. Frohe Weih…, äh, Ostern!

Hits: 23