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Das schaffst du nie! Der 72h-Talkshow-Weltrekord

Freitag, den 15. November 2019
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DI 12.11.2019 | 17.30 Uhr | Funk

Das schaffen die nie!
So dachte ich am Dienstag.
Da begann nämlich bei Funk auf Youtube und auf ARD-alpha eine etwas andere Sendung. Nun ist natürlich eine Talkshow erst mal nichts Besonderes. Besonders ist, dass sie 72 Stunden dauert. Drei Tage. Von Dienstagnachmittag bis Freitagnachmittag. Ohne nennenswerte Pause.

Der alte Weltrekord stammt aus Syrien. Zwei Moderatorinnen des Staatsfernsehens waren 2014 insgesamt 70 Stunden und fünf Minuten auf Sendung – mit nur kurzen Pausen und kaum Schlaf.
Ariane Alter und Sebastian Meinberg vom Funk-Format “Das schaffst du nie!” wollen das um fast zwei Stunden toppen und drei volle Tage auf Sendung sein.
Die Schwierigkeit besteht natürlich auch darin, dass eine Talkshow an sich erst mal nur wenig Aktion bietet. Heißt: Man sitzt viel und unterhält sich. Das ist bei großer Müdigkeit natürlich wenig förderlich.

So wurde die Dauertalksendung eigentlich auch erst in der Nacht zum Donnerstag wirklich interessant. Da waren die beiden Moderatoren schon so richtig müde. Inklusive Augenringe und im Sitz hängen wie ein Schluck Wasser.
Ganz ohne Pausen geht es dann doch nicht, pro Stunde haben sie fünf Minuten zur freien Verfügung – auch für Schlaf. Die Zeit können sie sammeln und für etwas längeren Schlaf nutzen – was sie auch taten. Einer oder eine muss jedoch immer live auf Sendung bleiben.

Jeder, der mal länger wach war, weiß: Irgendwann wird es wirklich schwierig. Nach 30 Stunden übermannt einen die Müdigkeit sehr, und ob dann 90 Minuten Schlaf wirklich reichen, ist fraglich.
Aber wenn es so einfach wäre, wäre es ja nicht Besonderes.
So ist eigentlich fast nebensächlich, wer zu Gast ist – spannend ist, wie sich Ariane Alter und Sebastian Meinberg schlagen. Schaffen sie die 72 Stunden – dann: Respekt!

-> Die Sendung auf Youtube

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WDR-Sondersendung: Mondlandung live

Sonntag, den 21. Juli 2019
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SA 20.07.2019 | 2.38 Uhr (So.) | ARD-alpha

3.56 Uhr deutscher Zeit. Es ist der 21. Juli 1969. Die Welt schaut auf verwaschene Schwarz-Weiß-Bilder, aber es sind die Bilder, auf die die ganze Welt gewartet hat: die vom ersten Menschen auf dem Mond.
Damals sind die Kinder geweckt worden, alle standen sie mitten in der Nacht auf, um die Fernsehübertragung zu verfolgen. Stundenlang ist über das Ereignis damals berichtet worden. Nach einer Pause mit einem Film stieg der WDR für das Deutsche Fernsehen wieder um 2.38 Uhr in die Live-Berichterstattung ein.

Man sieht ewig nur ein feststehendes Bild aus Houston, dazu Gemurmel aus dem Sprechfunk, der von den Herren im Kölner Studio übersetzt wird. Und dann der Fuß von Neil Armstrong.

In der Nacht zum Sonntag wiederholte ARD-alpha die Original-Übertragung von vor 50 Jahren. Und zwar genau zu der Zeit, als sie 1969 live über die Bildschirme liefen. Auch 2019 waren es wieder um 3.56 Uhr so weit.
Und noch heute ist es spannend zu sehen, wie das damals vor sich ging. Die Spannung von damals ist auch 2019 noch greifbar. Was muss das damals für eine Stimmung gewesen sein, als sie alle gespannt die ersten Mondbilder sahen, was für eine Euphorie und Faszination muss geherrscht haben.

Dass das schon wieder 50 Jahre her ist, ist das eigentlich Unglaubliche daran. Dass seit 1971 keiner mehr auf dem Mond war, um eventuell weitere Missionen zu starten, ist aus heutiger Sicht erstaunlich.
Aber es wird daran gearbeitet, und ich bin mir sicher, auch in unserer heutigen Zeit wäre eine Landung auf dem Mord noch mal eine Sensation, die wir alle live verfolgen würden. Und wenn wir auf dem Mars landen noch viel mehr. Wann immer das sein wird.

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24h Europe – The next Generation

Sonntag, den 5. Mai 2019
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SA 04.05.2019 | 6.00 Uhr | arte

24 Stunden Europa. Was für ein Trip. Auf arte war er am Sonnabend möglich – Erlebnisse zwischen Russland und Portugal und zwischen Island und Italien.
Nach den Mammutproduktionen “24h Berlin” im Jahre 2008/09, Ausflügen nach Jerusalem und Bayern, folgte nun der Kontinent, auf dem wir leben. Von 6 bis 6 Uhr lief die 24-stündige Doku “24h Europe”.
Auch im rbb lief die Megaproduktion, im SWR-Fernsehen, bei ARD alpha und zeitweise auch im BR-Fernsehen.

45 Reporterteams waren am 15./16. Juni 2018 in ganz Europa unterwegs und haben 60 Protagonisten getroffen, um ihre Geschichten zu erzählen, um ihren Tag zu begleiten.
Wir waren im Hafen von Rotterdam, wo nach den Schiffen geschaut wurde, die dort ankamen. Wir gingen mit Polizisten in Brüssel Streife. In Nordnorwegen schauten wir zu, wie die Rentiere freigelassen wurden. In Island waren wir bei einem Konzert dabei. In Berlin waren wir mit einer Dragqueen unterwegs. In Oranienburg zog sich ein Camgirl vor ihrer Kamera aus und für ihre Anrufer aus. In Bayern ging es um einen ehemaligen Flüchtling, der nun erfolgreicher Fußballer ist. In Moskau begleiteten wir einen Arzt, der HIV-Patienten betreut. In Bukarest waren wir in einer Notaufnahme. In Lissabon sind wir mit einer Tuktuk-Fahrerin unterwegs gewesen. In Tallinn waren wir in einem Club, in Jönköpping in Schweden bei Zockern, in Finnland mit einem Naturfotografen unterwegs.
Um nur einige der Geschichten zu benennen.
Fast alle Protagonisten sind jünger als 30 Jahre. Wir sehen die nächste Generation. Wir erleben, was sie bewegt und was nicht. Was sie umtreibt, welche Sorgen sie haben, wie sie über ihre Zukunft denken.

arte zeigte die Doku leider nicht am gleichen Tag wie gedreht wurde – dabei wäre auch der 15. Juni ein Sonnabend gewesen. Stattdessen sollte der Film vor der Europawahl laufen – um zeigen, was diesen Kontinent ausmacht.
Eigentlich nicht neu, aber dennoch erstaunlich ist, wie unterschiedlich Europa sein kann. Da gibt es in Italien die Bürgerwehr der Rechten, während gleich die Aktivisten von Seawatch aktiv sind. Da gibt es einerseits den Börsianer in London und die Radiologin in Tschernobyl.
Arm und reich. Partypeople und Arbeitsmenschen. Ärzte und Kulturschaffende. Polizisten und Offiziere.

Europa hat viel zu bieten und ist dabei so unterschiedlich. Dennoch ist es nicht die Aussage dieses Films, dass jeder für sich bleiben muss. Jeder, mit seinen Eigenarten und Unterschieden, gehört in dieses Europa. Der eine mehr, der andere weniger.
“24h Europe” war zwar weniger packend, als die Berlin-Doku 2009, weil Berlin als Stadt natürlich ein dichterer Kosmos ist. Aber auch diese Doku war streckenweise packend und hielt einen bei der Stange. Man wollte diese vielen Leute meist gern begleiten. Mitunter bis in die Nacht hinein. Nicht immer war es erfreulich, was wir zu sehen bekamen, aber eigentlich immer interessant.

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Mora

Mittwoch, den 17. Februar 2016
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SO 14.02.2016 | 20.15 Uhr | ARD-alpha

Ein Mann bastelt an einer Taschenuhr. Er ist Uhrmacher. Er hat viel Zeit. Er setzt das Räderwerk ein. Er schraubt, er guckt, er schraubt weiter.
Alles ganz in Ruhe.

Und der Zuschauer ist dabei. Auch ganz in Ruhe. Eine Stunde lang, in Echtzeit. Ohne Schnitt. Ohne Musik. Ohne Erklärung. Einfach nur ich und der Uhrmacher – und das, was er da tut.
Der Bildungskanal ARD-alpha bietet sonntagabends zur Primetime das absolute Alternativprogramm zum allgemeinen Flimmern und Rauschen: “Mora” ist Slow-TV.
Vier Kameras halten fest, was in der Werkstatt des Uhrmachers passiert, permanent im Splitschreen. In Nahaufnahme, von der Seite und zwei Raumansichten.

Das muss man sich erst mal trauen als Fernsehmacher – aber auch als Zuschauer. Denn eine ganze Stunde lang kann er sich voll und ganz auf das konzentrieren, was da passiert. Die pure Entschleunigung, denn was real 15 Minuten dauert, passiert auch in “Mora” 15 Minuten lang.
Eine Stunde also Basteleien an einer Uhr. Das kann spannender sein, als man vielleicht denkt. So was kann richtig fesselnd sein!
Am 21. Februar geht es um eine Gruppe Synchronschwimmerinnnen beim Training.

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Wochenspiegel vom 29.4.1990

Montag, den 27. April 2015
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SO 26.04.2015 | 1.35 Uhr (Mo.) | ARD-alpha

Im April vor 25 Jahren ist Oskar Lafontaine bei einer Wahlkampfveranstaltung niedergestochen worden. ARD-alpha zeigte am späten Sonntagabend im “Wochenspiegel” vom 29. April 1990, wie darüber berichtet worden ist.
Das ist durchaus interessant, denn überaus zimperlich ist man auch damals mit Attentätern nicht umgegangen. Die Täterin ist mit vollem Namen genannt und als geisteskrank und psychisch gestört bezeichnet worden.

Nun ist natürlich der große Unterschied zum Co-Piloten des im März in den Alpen abgestürzten Flugzeuges, dass die Frau 1990 ihre Tat in aller Öffentlichkeit – vor vielen Kamera verübt hat. Sie zeigte ihr Gesicht und wurde, auch weil so das genauso wollte, eine Person der Öffentlichkeit.
Aber auch damals zeigte man schon den blutenden Politiker, man spekulierte und schnüffelte. Wenn so was 2015 passiert wäre – kaum auszudenken, wie Medien, Zuschauer und Social-Media-Nutzer ausgerastet wären.

Interessanter Randaspekt: Ein Politiker sagte, man könne keinen Rundumschutz für Politiker garantieren. Außer man trete nur noch hinter Glas auf. Also genau so, wie es Obama 2013 in Berlin getan ist. Irgendwann werden Vision immer Wirklichkeit.

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Das war 2014!

Mittwoch, den 31. Dezember 2014
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Das Vertrauen der Menschen in die Medien schwindet. Viele glauben im Jahr 2014 nicht mehr dem, was im Fernsehen berichtet wird oder in der Zeitung oder im Internet geschrieben steht. In Foren schreiben sie ihren Ärger nieder, attackieren die Verantwortlichen, die sich immer und immer wieder erklären müssen. Sei es die Krise zwischen Russland und der Ukraine. Sei es die Berichterstattung um die neuen Flüchtlingsheime in Deutschland oder um die Pediga-Demonstranten. Oft scheint es, dass sich die Welt in Gut und Böse teilt. Für Falschinformationen in Bezug auf die Ukraine-Krise muss sich die ARD in den “Tagesthemen gar entschuldigen.

ARD und ZDF haben das Misstrauen aber auch selbst befeuert, und das nicht nur innerhalb der Politberichterstattung. In diversen Rankingshows ist geschummelt worden. Das ZDF, der rbb, WDR, hr und der NDR mussten eingestehen, dass sie an ihren Rankings ein bisschen rumgeschraubt haben. In Johannes B. Kerners Show mit Deutschlands Besten waren die Studiogäste ins bessere Licht gerückt, ZDF-Stars vor RTL-Stars geschoben worden. In den ARD-Rankings gab es auch immer seltsame Gründe, warum die Nummer 10 nicht die Nummer 10 sein durfte. Und nebenbei kam auch noch heraus, dass die Votingzahlen bei den Rankings oftmals verschwindend gering waren.

Verschwindend gering war auch das Interesse an der “Millionärswahl” auf ProSieben. Die Castingshow sollte zu Jahresbeginn das ganz große Ding sein, wurde aber ein Megaflop. Ein solcher Flop sogar, dass das Finale nur im Internet lief. Auch mit “Rising Star” hatte RTL kein Glück – so kam das Finale schneller als gedacht. Die Leute scheinen genug von Castings zu haben, auch bei “Das Supertalent” und “Deutschland sucht den Superstar” waren die Quoten schon mal besser.
Für “Wetten, dass…?” sind die Quoten nicht mehr interessant. Die Show, seit fast 34 Jahren auf Sendung, ist Geschichte. Nur noch 5,5 Millionen Menschen schauten zu, das ZDF zog den Stecker. Das Team der Show hat es nicht geschafft, den Klassiker zu modernisieren. Das letzte große Lagerfeuer ist erlischt. Heißt es.

Ist aber nicht so. Denn Sonntag für Sonntag schafft der “Tatort”, mehr als 10 Millionen Leute an sich zu binden. Die Ermittler aus Münster schafften den Rekord mit weit mehr als 13 Millionen Zuschauern. Nur König Fußball ist nicht zu schlagen. Als Deutschland bei der WM gegen Argentinien Weltmeister wurde, saßen mehr als 35 Millionen vor dem Fernseher – Rekord. Kneipen und Festmeilen nicht mal eingerechnet.

Der Fußball beherrschte im Sommer die Schlagzeilen, aber irgendeine Sau ist immer durchs Dorf getrieben. Stichworte gefällig? Ex-Fußballer Hitzelsperger ist schwul! Kreisch! Uli Hoeneß muss in den Knast, und die Medienmeute belagerte das Gemäuer. Michael Schumacher ist im Koma – und auch vor der Klinik harrte die Medienmeute aus. Als die Lokführer streikten, schickte ein Team des RTL-Boulevardmagazins “Explosiv” ein Kamerateam zur Ex-Frau des Gewerkschaftsbosses – um sie sagen zu sagen, wie schlimm er denn war.
Auf dem Boulevard hat sich das ZDF ausgeruht, als es den Sternekoch Nelson Müller McDonald’s und Burger King testen ließ. Es war irgendwie alles dufte, und den Skandal, dass es bei Burger King ganz mies zugeht (okay, überraschend ist das nicht), den hat ausgerechnet RTL aufgedeckt. Günter Wallraff sei Dank.

Alles ist eben im Wandel. Das ZDF-Kulturmagazin “aspekte” macht jetzt auf jung. Die “Tagesschau” gönnte sich ein nigelnagelneues Studio, der Bildungskanal BR-alpha heißt jetzt ARD-alpha, um irgendwie wichtiger zu wirken. Klassiker wie der “Wochenspiegel” im Ersten oder die “ARD-Ratgeber” sind abgesetzt. Wochenrückblicke sind aus der Mode gekommen und Ratgeber heißen heute Checks. “Beckmann” talkt nicht mehr.
Auch “Die Harald Schmidt Show” ist Geschichte, und kaum jemand hat es mitbekommen. Am Ende sendete die Late Night auf Sky, fast ohne Zuschauer. Das selbe Problem hatte “log in” auf zdf info. Die interaktive Talkshow lief ein paarmal auch im ZDF-Hauptprogramm – ohne Erfolg. Es ist aber auch nicht einfach mit der jungen Zielgruppe. Während zdf info nun wieder mehr Hitlerdokus senden kann, sollten sich die jungen Zuschauer bei joiz sammeln. Aber auch der interaktive Sender ist insolvent und will nun nur im Internet weitermachen.
Ins Internet wird auch der künftige Jugendkanal von ARD und ZDF wandern. Irgendwann, bald. Die Politik hat es so beschlossen, dafür werden einsplus und zdf.kultur geopfert.

Auch im Lokalfernsehen läuft es mehr schlecht als recht. Die center.tv-Sender sind alle, bis auf den in Köln, Geschichte. Aus havelland TV, prignitz TV und ruppin TV wurde NBF3 – aber nur kurzzeitig, und irgendwie hat am Ende gar keiner mehr verstanden, welchen Sender man denn nun eingeschaltet hat. Die Kommunikation auf Facebook wurde vorsichtshalber auch eingestellt, nun ist der Sender zumindest aus dem Kabelnetz ganz verschwunden. Oberhavel TV hat unterdessen einen neuen Besitzer – mal sehen, ob es da noch mal bergauf geht.

Auch die gedruckte Presse hat weiter ihre Probleme. Die Panik ist groß. Beim stern haben sie von heute auf morgen ihren Chefredakteur gefeuert, beim “Spiegel” kämpfte der Chef gegen seine Mitarbeiter und umgekehrt. Die Münchner “Abendzeitung” kämpfte ums Überleben – vorerst gerettet. Wer weiß, wie lange es noch gedruckte Zeitungen und Magazine gibt.

Sie werden es nicht mehr miterleben – viele echte Größen haben uns 2014 verlassen, und manchmal war es schon ein bisschen unheimlich.
Der große Udo Jürgens ist ganz plötzlich gestorben. Joe Cocker hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Die Showmaster Joachim Fuchsberger, Dietmar Schönherr und Heinz Schenk sind nicht mehr da. Auch die Schauspieler Karlheinz Böhm, Robin Williams, Peer Augustinski, Gottfried John, James Garner und Philip Seymour Hoffman, Puppenspieler Heinz Schroeder, der Vater von Herrn Fuchs und Frau Elster, die Journalisten Peter Radszuhn, Peter Scholl-Latour, Andreas Ernst, Frank Schirrmacher, Manfred Bleskin, Dirk Sager, Klaus Bölling und Udo Reiter, Boxtrainer Fritz Sdunek, Sängerin Laureen Bacall, die Politiker Ariel Sharon und Eduard Schewardnadse, Schriftsteller Siegfried Lenz, die Unternehmer Ernst und Karl Albrecht, Stefan Lübbe und Heinz-Horst Deichmann sowie Tierfilmer Richard Attenborough.

Und sonst so? Das Erste hat sich am “Quizduell” verhoben. Ganz Deutschland sollte per App live mitspielen können. Hat leider nicht ganz geklappt. War aber trotzdem lustig.
VIVA ist geschrumpft. Der Musiksender teilt sich nun einen Kanal mit Comedy Central, ist nur noch 11 Stunden am Tag auf Sendung. Musiksender scheinen out zu sein. Auch IM1 ist pleite.
Bei den “RTL II News” wäre eine Absetzung dagegen eine gute Nachricht. Nach einem der Fußball-WM-Spiele waren die, ähm, Journalisten so scheiße geil drauf, dass sie in den Nachrichten sowohl den Sieg als auch die Niederlage der deutschen Fußballer vermeldet haben. Warum auch nicht?
Das dachte sich auch die Redaktion von “Immer wieder sonntags”, als sie Moderator Stefan Mross scharfe Currysoßen kosten ließen. Das ging schief, Mross musste in die Klinik und Guido Cantz musste die Live-Show zu Ende moderieren.
Das mit dem Ende ist bei “Schlag den Raab” dagegen immer so eine Sache. Als im November eines der Spiele gar nicht klappen wollte, ist es nach einer Stunde ergebnislos abgebrochen und durch ein neues Spiel ersetzt worden. Die Show endete nach mehr als sechs Stunden, um 2.23 Uhr. Oder so. Um die Zeit kommt’s auf die Minute eh nicht mehr an. und wie heißt es doch so schön, und Helene Fischer ist ja sowieso gerade total in Mode: “Atemlos durch die Nacht”!

Und das bis ins nächste Jahr! Guten Rutsch!

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Zum Start von ARD-alpha: Live von der 64. Lindauer Nobelpreisträgertagung

Montag, den 30. Juni 2014
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SO 29.06.2014 | 15.00 Uhr | ARD-alpha

Schon seit 1998 betreibt der Bayerische Rundfunk seinen Bildungskanal BR-alpha. Zuschauer hat der Sender kaum, mit Bildung hat es das deutsche Fernsehvolk nicht so. Jetzt konnte sich der BR endlich durchsetzen, dass der Bildungssender nun einen deutschlandweiten Touch bekommt: Aus BR-alpha ist am Sonntagnachmittag ARD-alpha geworden.
Das ist zwar kein neuer Sender, aber man wollte das trotzdem ein bisschen feiern. Und was macht man als Sender, wenn man etwas Neues vor hat? Man lässt es krachen.
Na ja, außer der BR. Der lässt es schnarchen.

“Zum Start von ARD-alpha: Live von der 64. Lindauer Nobelpreisträgertagung” – so nannte sich das aufregende Event zur Senderumbenennung. Offenbar wollte keiner beim BR, dass die ganze Sache Aufmerksamkeit bekommt, deshalb entschied man sich auch für den einschläferndsten Rahmen, den man sich denken kann: eine Nobelpreisträgertagung, die BR-alpha auch live übertrug. Auf Englisch hielten irgendwelche Leute irgendwelche Reden. Ohne Übersetzung. Okay, wer einen Bildungskanal schaut, kann auch einigermaßen Englisch sprechen, und so schwer zu verstehen war das auch nicht. Zumal ausgerechnet Bildungsministerin Johanna Wanka lieber auf Deutsch redete. Aber das große Fernsehvolk hat man damit schon mal ausgeschlossen.
Verpasst hat allerdings niemand etwas. Wen diese Tagung draußen an den Fernsehern hätte interessieren könne, ist fraglich. Eine elitäre, unfassbar kluge Gesellschaft hörte sich pupstrockene Reden an.

Zwischendurch kamen der BR-Intendant und ein paar wichtige Politiker vorbei, drückten den roten Knopf, und aus BR-alpha wurde ARD-alpha. Tätärätä!
Wenn das schon das Knallerevent des “neuen” Senders war, das große Event, na dann gute Nacht ARD-Bildungskanal. Da ist ja Bob Ross mit seinen Malereien spannender!

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