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Werbung: Tank & Rast

Samstag, den 22. August 2015
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FR 21.08.2015 | 13.23 Uhr | Antenne Brandenburg

Das sind ganz schön harte Jungs, da bei der “Cobra 11″. Die Autobahnpolizisten aus der RTL-Serie rasen in ihren Autos, sie machen ordentliche Crashs, sie lassen es ordentlich krachen.
Was essen solche Leute? Sie stehen doch ganz bestimmt auf saftige, noch blutige Steaks. Was eben so harte Kerle in sich reinschlingen.

Dachte ich. Aber es ist alles anders. Die harten Jungs haben nämlich eine zarte Seite. Blutige Steaks? Nein! Knusperschnitzel! Wie niedlich.
Auf der rbb-Welle Antenne Brandenburg war am Freitagmittag der Spot der Autobahnraststätten-Kette Tank & Rast zu hören. Dort werben sie mit der Actionserie “Cobra 11″ und damit, dass die Männer auf Knnnnuuuusperschnitzel stehen.
Irgendwie passt das null zusammen.
Leute! Harte Jungs wollen Fleisch! Und kein Knnnuuuusperschnitzel von der Raststätte!

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hr1 16-19

Dienstag, den 2. Juni 2015
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MO 01.06.2015 | 16.05 Uhr | hr1

Viele öffentlich-rechtliche Radiosender sind zu Dudelwellen verkommen. Viel Musik, kaum noch Inhalt. Ein paar Leuchttürme gibt es dennoch, allerdings glauben die Radiomacher offenbar, dass sich jüngere Leute für Informationen nicht mehr interessieren.

Zum Beispiel hr1. Auf der Durchreise in Hessen schaltete ich mal wieder diesen Sender ein, der eigentlich eine ganz gute Mischung aus Musik und Information bringt. Pro halbe Stunde gibt es in der Regel zwei mehr oder weniger spannende Wortbeiträge – besonders in der Nachmittagsschiene “16-19″.
Aber dauerhaft? Das würde mir schwerfallen. Denn die Infos, die hr1 bringt, sind aktuell. Was die Musik angeht, muss der Sender aber vor 20 Jahren stehengeblieben sein. Nach einem 80er-Hit, gibt es einen aus den 60ern, gefolgt von einem der 90er. Und so weiter. Irgendwas aus den Charts? Sehr, sehr selten. Oder wenigstens mal was aus den vergangenen fünf Jahren? Mangelware.

Klar, der hr hat junge Programme. Dort gibt’s neben den Hits aber nur häppchenweise Informationen. Deshalb denkt man wohl, weil sowieso kaum ein junger Mensch zuhört, kann man sich auf Musik-Oldies beschränken. Im Grunde könnte hr1 um 1995 genauso geklungen haben wie heute auch noch.

Der hr ist da aber nicht allein. Der rbb wirbt gern mit seiner Antenne Brandenburg und den vielen Infos aus dem Land, die es dort gibt. Und in der Tat laufen dort Magazine mit Nachrichten und Reportagen aus Brandenburg. Aber mal abgesehen davon, dass diese Reportagen inzwischen auch zu Häppchen verkommen sind – die Musik auf der Antenne Brandenburg ist nahezu unerträglich. Schlager, Schlager und Schlager. Hält kein Mensch unter 50 auf Dauer aus.
Auch beim rbb setzt man offenbar nicht darauf, dass junge Zuhörer eine Musik-und-Info-Radiowelle schätzen würden.

Der rbb mit seinen Schlagern und der hr mit seinen jungen und alten Oldies. Zwei Sender, die mich, was die Wortbeiträge angeht, eigentlich ansprechen, musikalisch aber langfristig abtörnen.

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Hallo Brandenburg: Wettergespräch

Sonntag, den 25. Mai 2014
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FR 23.05.2014 | 13.25 Uhr | Antenne Brandenburg

Wer heute beim Radio arbeitet und Sendungen moderiert, hat oft nicht mehr sehr viel zu tun. Ein paar Knöpfe drücken, Musik abspielen, ein paarmal den Sender nennen und fertig. Ach ja, und Interviewfragen vorlesen und hoffen, dass der Interviewte sich an das vorgeschriebene Schema hält.

Hat beim Wettergespräch am Freitagmittag auf der rbb-Dudelwelle Antenne Brandenburg nicht ganz so funktioniert. Da sprach der Moderator mit einem Wetterexperten. Aber zugehört hat er ihm nicht. So erzählte der Wettermann, dass das angekündigte Unwetter sich eher im Osten Brandenburgs austoben könnte. Woraufhin der rbb-Journalist wissen wollte, ob denn noch mit Unwettern zu rechnen sei. Und wo denn genau. Vermutlich stand die Frage einfach noch auf dem Zettel, da kann man einfach keine Rücksicht drauf nehmen, dass der Interviewpartner die Frage schon beantwortet hat, bevor sie gestellt wurde. Wirkte leider überhaupt nicht professionell.

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Jürgen Drews: Hey, wir woll’n die Eisbär’n seh’n!

Sonntag, den 22. September 2013
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SA 21.09.2013 | 1.42 Uhr (So.) | WDR4

Lieber Jürgen Drews!
Es ist ja nett, dass Sie die Hits anderer bekannter Bands covern, und Sie haben ja schon ein bisschen dazu gelernt.
Im vergangenen Jahr coverten Sie gemeinsam mit der Hermes House Band den Puhdys-Hit “Hey, wir woll’n die Eisbär’n seh’n!” – auf Englisch. Das ganze nannte sich dann “Hey, we’re gonna rock this Place”. War nett, aber die Fans sangen dann doch den deutschen Text mit.
Inzwischen singen auch Sie die deutsche Eisbär’n-Version. Sie lief in der Nacht zu Sonntag im “Rhythmus der Nacht” bei WDR4. Nur leider macht Sie das nicht cooler.

Die Puhdys haben den Song als Hymne auf die Eisbären geschrieben, die Berliner Eishockeyspieler, und das passt irgendwie. Und jetzt kommen Sie und singen “Wir haben die Eisbär’n so gern”. Das nehme ich Ihnen einfach nicht ab. Okay, wenn ich das Ding mitgröle, dann auch nicht wegen der Eisbären, aber es sind eben die Puhdys, die diesen Song zum Kulthit gemacht haben.
Bei Ihnen, Herr Drews klingt das irgendwie billig, und eigentlich ging es sowieso nur darum, sich an den Erfolg dieses Liedes dranzuhängen.

Ich höre dann doch lieber weiter die Puhdys. “Hey, wir woll’n die Eisbär’n seh’n! Ohohohoho!”

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Nachrichten: Bayern München und das Triple

Sonntag, den 2. Juni 2013
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SA 01.06.2013 | 0.00 Uhr (So.) | Antenne Brandenburg

Jubel in Berlin und München! Der FC Bayern hat den Fußball-DFB-Pokal gewonnen. In den Nachrichten am späten Sonnabendabend vermeldet Antenne Brandenburg vom rbb, dass der FCB die erste Mannschaft sei, die das Triple, also den Gewinn der deutschen Meisterschaft, Champions League und des DFB-Pokals, geschafft hätten.

Toll! Aber Moment mal, war da nicht vor kurzem etwas mit dem VfL Wolfsburg? Ein Triple?
Wie bitte? Achso, das waren Frauen. Ja, das ist natürlich was ganz anderes, das kann man(n) dann gern mal unterschlagen.

Nicht dass ich großer Fan vom Frauenfußball wäre, aber den Wolfsburger Erfolg einfach mal unter den Tisch fallen lassen? Antenne Brandenburg war sicherlich nicht der einzige Sender, der die falsche Meldung verbreitete. Im Ersten, wo das Spiel live übertragen wurde, berichtigte sich Moderator Reinhold Beckmann immerhin noch – vermutlich gab es Zuschauerbeschwerden.
Aber da sieht man mal: Als vor einigen Jahren zig Millionen Menschen die Frauen-Fußball-WM-Spiele verfolgten, da hieß es, dass die Damen mit ihrem Sport endlich den Durchbruch geschafft hätten.
Aber nüscht is’! Das Interesse am Frauen-Champions-League-Finale ging gegen Null, lief in Deutschland nur bei Eurosport. Seit das DFB-Pokal-Finale der Frauen abgekoppelt von den Männern ausgetragen wird, ist das Interesse auch geschwunden. Da haben sich die Frauen wohl zu früh gefreut, wenn sie Fußball spielen, dann ist das immer noch eine Randsportart.

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Ohrenbär

Dienstag, den 9. Oktober 2012
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MO 08.10.2012 | 19.05 Uhr | radioBerlin 88.8

Kinder in Berlin und Umgebung brauchen keine Mama, die ihnen etwas vorliest. Sie können seit 25 Jahren im Radio den “Ohrenbär” einschalten. Auf radioBerlin 88.8 vom rbb bekommen sie jeden Tag um 19.05 Uhr zehn Minuten lang eine Geschichte vorgelesen.
Und eigentlich ist diese Sendung dazu da, dass die Kleinen nach der Gute-Nacht-Geschichte einschlummern. Deshalb sagt der Ohrenbär ganz am Ende auch “Gute Nacht für heute!” Dann endet auch die Musik, die Kinder können die Augen zumachen.

Aber wie das immer so ist: Die Medienheinis denken nicht darüber nach, was sie da tun. Nachdem der “Ohrenbär” eine gute Nacht gewünscht hat, ruft ein Kind “Halt!” Man solle doch noch dranbleiben. Dann folgt eine Reklame für eine Kinderveranstaltung, für CDs oder die Internetseite.
Liebes “Ohrenbär”-Team: Kann man das nicht an den Anfang stellen? Heißt “Gute Nacht” nicht: das war’s?
Das wäre ja wie wenn das Sandmännchen erst den Traumsand wirft, um gleich danach zu schreien: “Aber noch nicht einpennen!!”

PS: Lieber rbb! Ihr habt genau zwei regelmäßige Kindersendungen mit Gute-Nacht-Geschichten im Programm. Gibt es eine vernünftige Begründung dafür, dass der “Ohrenbär” bei radioBerlin 88.8 und “Zappelduster” auf Antenne Brandenburg gleichzeitig laufen? Nein, ganz sicher nicht! Bitte mal ändern, danke!

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Dirk Bach ist tot

Montag, den 1. Oktober 2012
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Er war Flora, die fliederfarbene Fledermaus. Das war eine fiktive Kindersendung in der ZDF-Sitcom “Lukas”. Er war einer der Hüter der RTL-Dschungelstars. Er war Komiker, Schauspieler, Moderator. Dirk Bach ist tot.

Es ist eine dieser Meldungen, die einen erschaudern, die einen sehr traurig machen. Als es vorhin in den Nachrichten der Antenne Brandenburg vermeldet wurde, war ich schockiert.
Dirk Bach war erst 51 Jahre alt. Er starb in seiner Wohnung in Berlin – er stand mitten im Leben.
In dieser Woche sollte er in Berlin Theater spielen – die Vorbereitungen für die Premiere liefen schon lange. Im Januar 2013 war wieder ein Trip in den RTL-Dschungel geplant, in dem Dirk gemeinsam mit Sonja Zietlow sicherlich wieder gerufen hätte: “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!”

Es ist sein Humor, seine – wie man heute immer wieder liest – immer bleibende Freundlichkeit, sein soziales Engagement. Dirk Bach wird uns fehlen.

Am Donnerstag sollte Dirk Bach zu Gast sein in der zdf_neo-Show “neoParadise”. Sie ist bereits aufgezeichnet worden. Wird sie ausgestrahlt, ist es wohl sein letzter Auftritt. Ein bestimmt lustiger, und doch so traurig.