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Hallo Brandenburg: Wettergespräch

Sonntag, den 25. Mai 2014
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FR 23.05.2014 | 13.25 Uhr | Antenne Brandenburg

Wer heute beim Radio arbeitet und Sendungen moderiert, hat oft nicht mehr sehr viel zu tun. Ein paar Knöpfe drücken, Musik abspielen, ein paarmal den Sender nennen und fertig. Ach ja, und Interviewfragen vorlesen und hoffen, dass der Interviewte sich an das vorgeschriebene Schema hält.

Hat beim Wettergespräch am Freitagmittag auf der rbb-Dudelwelle Antenne Brandenburg nicht ganz so funktioniert. Da sprach der Moderator mit einem Wetterexperten. Aber zugehört hat er ihm nicht. So erzählte der Wettermann, dass das angekündigte Unwetter sich eher im Osten Brandenburgs austoben könnte. Woraufhin der rbb-Journalist wissen wollte, ob denn noch mit Unwettern zu rechnen sei. Und wo denn genau. Vermutlich stand die Frage einfach noch auf dem Zettel, da kann man einfach keine Rücksicht drauf nehmen, dass der Interviewpartner die Frage schon beantwortet hat, bevor sie gestellt wurde. Wirkte leider überhaupt nicht professionell.

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Jürgen Drews: Hey, wir woll’n die Eisbär’n seh’n!

Sonntag, den 22. September 2013
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SA 21.09.2013 | 1.42 Uhr (So.) | WDR4

Lieber Jürgen Drews!
Es ist ja nett, dass Sie die Hits anderer bekannter Bands covern, und Sie haben ja schon ein bisschen dazu gelernt.
Im vergangenen Jahr coverten Sie gemeinsam mit der Hermes House Band den Puhdys-Hit “Hey, wir woll’n die Eisbär’n seh’n!” – auf Englisch. Das ganze nannte sich dann “Hey, we’re gonna rock this Place”. War nett, aber die Fans sangen dann doch den deutschen Text mit.
Inzwischen singen auch Sie die deutsche Eisbär’n-Version. Sie lief in der Nacht zu Sonntag im “Rhythmus der Nacht” bei WDR4. Nur leider macht Sie das nicht cooler.

Die Puhdys haben den Song als Hymne auf die Eisbären geschrieben, die Berliner Eishockeyspieler, und das passt irgendwie. Und jetzt kommen Sie und singen “Wir haben die Eisbär’n so gern”. Das nehme ich Ihnen einfach nicht ab. Okay, wenn ich das Ding mitgröle, dann auch nicht wegen der Eisbären, aber es sind eben die Puhdys, die diesen Song zum Kulthit gemacht haben.
Bei Ihnen, Herr Drews klingt das irgendwie billig, und eigentlich ging es sowieso nur darum, sich an den Erfolg dieses Liedes dranzuhängen.

Ich höre dann doch lieber weiter die Puhdys. “Hey, wir woll’n die Eisbär’n seh’n! Ohohohoho!”

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Nachrichten: Bayern München und das Triple

Sonntag, den 2. Juni 2013
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SA 01.06.2013 | 0.00 Uhr (So.) | Antenne Brandenburg

Jubel in Berlin und München! Der FC Bayern hat den Fußball-DFB-Pokal gewonnen. In den Nachrichten am späten Sonnabendabend vermeldet Antenne Brandenburg vom rbb, dass der FCB die erste Mannschaft sei, die das Triple, also den Gewinn der deutschen Meisterschaft, Champions League und des DFB-Pokals, geschafft hätten.

Toll! Aber Moment mal, war da nicht vor kurzem etwas mit dem VfL Wolfsburg? Ein Triple?
Wie bitte? Achso, das waren Frauen. Ja, das ist natürlich was ganz anderes, das kann man(n) dann gern mal unterschlagen.

Nicht dass ich großer Fan vom Frauenfußball wäre, aber den Wolfsburger Erfolg einfach mal unter den Tisch fallen lassen? Antenne Brandenburg war sicherlich nicht der einzige Sender, der die falsche Meldung verbreitete. Im Ersten, wo das Spiel live übertragen wurde, berichtigte sich Moderator Reinhold Beckmann immerhin noch – vermutlich gab es Zuschauerbeschwerden.
Aber da sieht man mal: Als vor einigen Jahren zig Millionen Menschen die Frauen-Fußball-WM-Spiele verfolgten, da hieß es, dass die Damen mit ihrem Sport endlich den Durchbruch geschafft hätten.
Aber nüscht is’! Das Interesse am Frauen-Champions-League-Finale ging gegen Null, lief in Deutschland nur bei Eurosport. Seit das DFB-Pokal-Finale der Frauen abgekoppelt von den Männern ausgetragen wird, ist das Interesse auch geschwunden. Da haben sich die Frauen wohl zu früh gefreut, wenn sie Fußball spielen, dann ist das immer noch eine Randsportart.

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Ohrenbär

Dienstag, den 9. Oktober 2012
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MO 08.10.2012 | 19.05 Uhr | radioBerlin 88.8

Kinder in Berlin und Umgebung brauchen keine Mama, die ihnen etwas vorliest. Sie können seit 25 Jahren im Radio den “Ohrenbär” einschalten. Auf radioBerlin 88.8 vom rbb bekommen sie jeden Tag um 19.05 Uhr zehn Minuten lang eine Geschichte vorgelesen.
Und eigentlich ist diese Sendung dazu da, dass die Kleinen nach der Gute-Nacht-Geschichte einschlummern. Deshalb sagt der Ohrenbär ganz am Ende auch “Gute Nacht für heute!” Dann endet auch die Musik, die Kinder können die Augen zumachen.

Aber wie das immer so ist: Die Medienheinis denken nicht darüber nach, was sie da tun. Nachdem der “Ohrenbär” eine gute Nacht gewünscht hat, ruft ein Kind “Halt!” Man solle doch noch dranbleiben. Dann folgt eine Reklame für eine Kinderveranstaltung, für CDs oder die Internetseite.
Liebes “Ohrenbär”-Team: Kann man das nicht an den Anfang stellen? Heißt “Gute Nacht” nicht: das war’s?
Das wäre ja wie wenn das Sandmännchen erst den Traumsand wirft, um gleich danach zu schreien: “Aber noch nicht einpennen!!”

PS: Lieber rbb! Ihr habt genau zwei regelmäßige Kindersendungen mit Gute-Nacht-Geschichten im Programm. Gibt es eine vernünftige Begründung dafür, dass der “Ohrenbär” bei radioBerlin 88.8 und “Zappelduster” auf Antenne Brandenburg gleichzeitig laufen? Nein, ganz sicher nicht! Bitte mal ändern, danke!

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Dirk Bach ist tot

Montag, den 1. Oktober 2012
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Er war Flora, die fliederfarbene Fledermaus. Das war eine fiktive Kindersendung in der ZDF-Sitcom “Lukas”. Er war einer der Hüter der RTL-Dschungelstars. Er war Komiker, Schauspieler, Moderator. Dirk Bach ist tot.

Es ist eine dieser Meldungen, die einen erschaudern, die einen sehr traurig machen. Als es vorhin in den Nachrichten der Antenne Brandenburg vermeldet wurde, war ich schockiert.
Dirk Bach war erst 51 Jahre alt. Er starb in seiner Wohnung in Berlin – er stand mitten im Leben.
In dieser Woche sollte er in Berlin Theater spielen – die Vorbereitungen für die Premiere liefen schon lange. Im Januar 2013 war wieder ein Trip in den RTL-Dschungel geplant, in dem Dirk gemeinsam mit Sonja Zietlow sicherlich wieder gerufen hätte: “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!”

Es ist sein Humor, seine – wie man heute immer wieder liest – immer bleibende Freundlichkeit, sein soziales Engagement. Dirk Bach wird uns fehlen.

Am Donnerstag sollte Dirk Bach zu Gast sein in der zdf_neo-Show “neoParadise”. Sie ist bereits aufgezeichnet worden. Wird sie ausgestrahlt, ist es wohl sein letzter Auftritt. Ein bestimmt lustiger, und doch so traurig.

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ZAPPER VOR ORT: 15 Jahre Zappelduster

Donnerstag, den 27. September 2012
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MI 26.09.2012 | Sommerfeld, Villa Kunterbunt

Es heißt ja immer, es gebe im Radio kaum noch “Einschaltsendungen”. Ein paar gibt es aber noch. Wenn auf Antenne Brandenburg jeden Tag um 19.05 Uhr die Kindersendung “Zappelduster” läuft und ich gerade Radio höre, dann schalte ich um.

Ich mag diese kleinen Geschichten, die da erzählt werden: von der Prinzessin und dem schönen Prinzen, die kleinen Reportagen von und mit Kindern und natürlich das Geräusch am Ende jeder Sendung.
Jetzt feiert “Zappelduster” den 15. Geburtstag. Obwohl – so ganz stimmt das nicht. “Zappelduster” ist seit 15 Jahren bei Antenne Brandenburg auf Sendung, davor lief sie beim in radioeins aufgegangenen Radio Brandenburg. Eigentlich also nur ein PR-Jubiläum.

Der Zufall und das Glück wollte es so, dass die große Geburtstagsparty in der Sommerfelder Kita “Villa Kunterbunt” stattfand. Eine der Erzieherinnen hat am Gewinnspiel teilgenommen und gewonnen.
Nun kamen Conny und Nina, die beiden weiblichen Stimmen der Sendung, und der Spielmann Ulf in den Kremmener Ortsteil.
Und irgendwie war es eine nette Sache, all diese Leute, die man so oft hört, plötzlich auch live zu sehen und zu hören.

Sie spielten die Geschichte vom Stinktier. “Aber ich stinke doch nur ein bisschen”, maulte es.
Normalerweise sind diese Geschichten in fünf Teile geschnitten, sie laufen von Montag bis Freitag. In Sommerfeld konnten wir hintereinander weg erleben, wie das Stinktier versucht, Freunde zu finden, die ihn besuchen wollen. Das will aber keiner, weil es ja so stinkt…
Als Erwachsener ist man ja immer eher peinlich berührt, wenn man bei so einer Show mitmachen soll. Kinder sind da anders: Sie singen mit, spielen mit, klatschen mit, freuen sich, wundern sich – sind voll dabei. Es macht Spaß, das zu beobachten.

Nach einer Stunde war die Party vorbei. Für die Sommerfelder Kinder gab’s noch Kuchen. Und für alle anderen: “Zappelduster”, täglich um 19.05 Uhr auf Antenne Brandenburg.

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Rhythmus der Nacht

Dienstag, den 22. November 2011
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SA 19.11.2011 | 0.05 Uhr (So.) | WDR4

Eine Autofahrt in der Nacht zum Sonntag. Wie kann man sich da am besten wachhalten? Dudelradio? Die üblichen Hits? Nein, dann gibt’s den “Rhythmus der Nacht”. In der “ARD-Hitmacht” sendet WDR4 (fast) deutschlandweit (in Berlin-Brandenburg auf der rbb-Welle Antenne Brandenburg) den übelsten Schlager.
Und das ist … joa, schon nicht schlecht. In seiner ganzen Schlechtigkeit macht der “Rhythmus der Nacht” schon wieder Spaß. Und sie dürfen alle mal an, alle Schlagerlieblinge: von Andrea Berg, Helene Fischer, Marianne Rosenberg, Claudia Jung, Mickie Krause bis zu ABBA und Nik P. Dazu Hitmixe von Songs von Evelyn Künneke oder G.G. Anderson. Okay, bei einem neuen Mix von Hasselhoffs “Looking for Freedom”, da war dann doch die Schmerzgrenze erreicht.
Ansonsten hält die Sause bei nächtlichen Autofahrten wach.

Dass allerdings der “ARD-Nachtexpress” Geschichte ist, und stattdessen nun die “ARD-Hitnacht” auf Sendung ist, das hat man bei WDR4 offenbar vergessen. Gleich mehrmals kündigte der Moderator den Verkehrsfunk im “ARD-Nachtexpress” an, oder in einem der Mixe wisperte eine Stimme ebenfalls den ausrangierten Sendungstitel. Entweder wollen sie es bei WDR4 nicht wahrhaben oder die Info ist bei denen tatsächlich noch nicht angekommen…