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ran – American Football: Super Bowl XLVIII

Dienstag, den 4. Februar 2014
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SO 02.02.2014 | 0.05 Uhr (Mo.) | Sat.1

Hallo? Livebild? Es waren vermutlich die Worte dieser Nacht – gesprochen von Frank Buschmann, der eine Regiekatastrophe kommentieren musste. Zu Beginn der zweiten Halbzeit des Super Bowls 2014 lief auf Sat.1 die Wiederholung einer vorherigen Spielszene, als sich live jedoch etwas tat – ein Touchdown, im Fußball wäre das ein tor gewesen.

Okay, im Spiel zwischen Seattle und Denver war dieses Ereignis weißgott nicht spielentscheidend, da Seattle übermächtig war in dieser Footballnacht. Dass Sat.1 so etwas nun schon zum zweiten mal passiert, ist dagegen sehr peinlich.
Einer bekam es ab: Kommentator Frank Buschmann, der hörbar geknickt war und sich mehrfach für die Panne entschuldigte. Bei Twitter und Facebook scheint er einen ziemlichen Shitstorm abbekommen zu haben, dafür konnte er nun wirklich nichts dafür. Aber für solche Feinheiten scheinen Sportfans einfach nicht zugänglich zu sein.

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Homeland / ran: Super Bowl XLVII

Montag, den 4. Februar 2013
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SO 03.02.2013 | 22.20 Uhr | Sat.1

Was ist denn mit dem Asisender Sat.1 los? Läuft da tatsächlich mal ein gutes Programm? Sehe ich gerade wirklich schon vier Stunden lang Sat.1, ohne einen Brechreiz zu spüren?

Der späte Sonntagabend begann mit der, so heißt es, besten Serie der Welt: “Homeland”. Ich bin bei solchen Jubelarien ja immer vorsichtig, aber: “Homeland” ist in der Tat unfassbar spannend. In der Serie geht es um die Frage, ob ein nach vielen Jahren Kriegsgefangenschaft aus dem Irak zurückgekehrter US-Soldat vielleicht die seiten gewechselt hat. Während sich der Mann zu Hause wieder einlebt, schnüffeln Fahnder in seinem Leben, um herauszufinden, auf wessen Seite er denn nun steht. Fesselnd!

Und Sat.1? War am Sonntag mal zuschauerfreundlich! Die erste Werbepause gab es erst nach mehr als 35 Minuten, insgesamt gab es während der 112 Minuten gerade mal zwei Unterbrechungen. Dass dazwischen für den TV-Müll “Patchwork Family” geworben wird, bringt einen dann doch zum Schmunzeln.

Weiter ging’s mit dem SuperBowl. Und – ich staune wirklich – Sat.1 macht in diesem Jahr einen sehr guten Job! Zumindest bis zur Halbzeitpause lief alles glatt, wir haben diesmal sogar alle Touchdowns sehen dürfen, Gewinnspiele gibt es diesmal gar nicht. Einfach der Sport, und auch hier sehr viel weniger Werbepausen als im vergangenen Jahr. Dazu kompetente Kommentatoren (u.a. Frank Buschmann) und ein fantastischer Slound bei der Halbzeitshow.

Neben den vielen, vielen Minuspunkten, gibt’s für Sat.1 heute nach langer zeit mal wieder ein Plus.

Update, 2.58 Uhr:
Und das gab es wohl auch noch nie: Stromausfall beim Super Bowl! Erst ging das Licht aus, die Vor-Ort-Kommentatoren waren auch außer Gefecht gesetzt. und das nur kurz nach der Halbzeitshow.
Aber gerade da zeigte sich, mit welchem Aufwand Sat.1 diesmal dabei war: Es gab sowohl in aller Schnelle einen Ersatzkommentar in München. Einen Feldreporter hatte Sat.1 diesmal ebenfalls, der auch während der Stromsperre vom Feldrand berichten konnte und schnell mal seine mexikanische Fernsehkollegin interviewte.
Das hat Sat.1 ausnahmsweise wirklich mal sehr gut gemacht.

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Das war 2012!

Montag, den 31. Dezember 2012
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Tom Hanks ist auch schon genervt vom deutschen Fernsehen. Drei Stunden lang musste er auf der „Wetten, dass“-Couch rumsitzen und sich doofe Masken überziehen. Danach zog er ordentlich vom Leder. Dabei kennt Mister Hanks doch gar nicht das restliche TV-Programm in Deutschland.
“Wetten, dass…?” sorgte 2012 für ordentliche Schlagzeilen. Zum Jahresanfang stand endlich fest, dass Markus Lanz Gottschalks Nachfolger wird.
Kann er das schaffen? Ist er der richtige Mann? Bis heute haben wir noch keine wirkliche Antwort darauf. Aber eigentlich hat er sich in den drei bisherigen Shows alles in allem gut geschlagen.

Gar nicht gut geschlagen hat sich Sat.1. Das wurde 2012 nämlich immer doofer. Grauenvolle Dokusoaps, Magazine mit bekloppten Namen wie „Push“ oder „Pin“, eine Castingshow, ein Quiz – alles Flops. Sat.1 wird das Rumpelimage und die miesen Quoten nicht mehr los. Mit gescripteten Talkshows, in denen nichts echt war, machte sich Sat.1 lächerlich. Mit angeblich nicht gescripteten Formaten wie “Schwer verliebt” zieht Sat.1 seine Protagonisten durch den Kakao. Höchst ärgerlich. Nein, zum kotzen ist das. Erstaunlich, wie schnell ein einst renommierter Sender in die Tonne gehauen werden kann.

Der ZDF-Reinfall des Jahres war eindeutig der Fußball-EM-Strand auf der Insel Usedom. Das ZDF wollte seine Berichterstattung diesmal nicht in den Stadien liefern, sondern aus Heringsdorf. Angeblich, weil das ja von Polen nicht so weit weg ist.
Während die Ostsee im Hintergrund wirkte wie ein öder Tümpel, ließ sich Olli Kahn zeigen, wie man twittert. Sehr spannend. Die Zuschauer vor Ort, oft wirkte das wie ein Rentnernachmittag, schwenkten müde mit ihren Deutschland-Fähnchen. Kam aber angeblich bei den Zuschauern supertoll an, hieß es beim ZDF. Erst zum Jahresende hin, gab man sich einsichtig.
Und dann gab es zur EM auch noch den unverschämt grinsenden Ingo Zamperoni. Er moderierte die „Tagesthemen“ in der Halbzeit des deutschen EM-Spiels gegen Italien. Die launige Moderation des Halbitalieners kam bei einigen Zuschauern irgendwie gar nicht gut an. Und dann schied Deutschland auch noch aus. Die bösen Briefe landeten haufenweise in der Redaktion von ARD-aktuell.
Immerhin sorgte die Fußball-EM für die Einschaltquote des Jahres: 28 Millionen Menschen sahen das EM-Aus der Deutschen.

Bitter war das Jahr für Thomas Gottschalk. Seine neue ARD-Vorabendshow “Gottschalk live” floppt grandios. Die erste Ausgabe war ein Desaster. Zig Werbepausen, von denen Gottschalk nicht wusste, wann sie beginnen. Es fehlte an einem Konzept, es fehlte offenbar an guten Leuten im Hintergrund, ständig erfand sich die Show neu. Die Quoten waren im Keller. Das Aus im Juni.
Im Herbst musste er sich auch noch beim RTL-„Supertalent“ in der Jury quälen. War nicht sein Ding. Und zu besseren Quoten führte sein Engagement auch nicht.

Showstars haben es eben auch nicht immer leicht. Davon kann Jenny Elvers-Elbertzhagen ein – hicks – Lied von singen. Im NDR-Magazin „Das!“ wirkte sie, nun ja, betrunken. Danach verabschiedete sie sich in die Entzugsklinik.
Die Kastelruther Spatzen haben für ihre Alben Studiomusiker engagiert. Böse Sache, deshalb mussten sie auch im “Musikantenstadl” zur Strafe live spielen. Und durften sich danach über die unverschämte Presse auslassen. Selber unverschämt.
Als in der Live-Talkshow von Günther Jauch sich ein Zuschauer im Saal lautstark zu einem Berliner Hochschulthema, nun ja, äußerte, wird er von den Ordnern rüde rausgeschmissen. Günther Jauch lässt ihn zurückholen.

2012 mussten wir von beliebten Stars Abschied nehmen. Dirk Bach starb viel zu früh, ebenso wie Whitney Houston. Auch nicht mehr da: Kurt Felix, Larry Hagman und der Politiker Peter Struck. Außerdem Neil Armstrong, Susanne Lothar, Donna Summer, Robin Gibb, Ravi Shankar, Rodney King, der Politiker Friedrich Zimmermann, Silvia Seidel, Oscar Niemeyer, Ernest Borgnine, Wolfgang Menge, Harry Valérien, Dave Brubeck, Schiedsrichter Manfred Amarell, Vadim Glowna, Günther Kaufmann, Sylvia Kristel, Scott Mckenzie, John Lord, Eishockey-Trainer Xaver Unsinn und Margot Werner.

Ach ja: und die Financial Times Deutschland und der gedruckte “Prinz”. Das Zeitungssterben beginnt. Die Frankfurter Rundschau meldet 2012 Insolvenz an. Ende offen. Noch immer ist nicht das richtige Rezept gegen die Zeitungskrise gefunden. Stattdessen streitet man sich um die Tagesschau-App. Angeblich weil Fernseher keine Texte anbieten darf. Offenbar die Presse aber bewegte Bilder.
Die Mediengruppe Madsack aus Hannover übernimmt die Märkische Allgemeine in Potsdam und möbelt sie auf. Die “Bild” feiert den 60. Geburtstag und feuert das nackte Seite-1-Girl.

Das Leitungsschutzrecht sorgt für Wirbel. Verlage wie Springer wollen nicht mehr, dass die Internetsuchmaschine Google Texte und Links verbreitet. Dabei vergessen sie offenbar, wer ihnen so viele Klicks beschafft.

Und sonst? Im „Tatort“ quatscht ARD-Wahlexperte Jörg Schönenborn in den dramatischen Serientod von Kommissar Cenk Batu. Im „ZDF-Fernsehgarten“ sorgen Chaoten im Hintergrund für einen Polizeieinsatz. Die ARD beerdigt seine Zuschauer mit einer nicht enden wollenden Themenwoche “Tod”. n-tv erreicht Rekordquoten mit dem Stratossprung von Felix Baumgartner aus fast 40 Kilometern Höhe. Harald Schmidt muss Sat.1 verlassen und sendet nun bei Sky unter Ausschluss der breiten Masse. Beim Internetsender family.TV wird in der “Club Night” eine Moderatorin während der laufenden Sendung gefeuert. Beim SuperBowl auf Sat.1 verpassen die Zuschauer bedauerlicherweise einen Touchdown, weil gerade ein Gewinnspiel läuft. Bei “Stuckrad-Barre” auf Tele 5 nippt FDP-Mann Christian Lindner an einem Joint, und die “Bild” spult sich auf.

Ach ja, und dann natürlich die Affäre um Christian Wulff. Im Interview mit ARD und ZDF verteidigt er Anfang Januar noch sein Tun, und sagt, er wolle in keinem Land leben, in dem man keine Geschenke von Freunden annehmen könne. Hilft nichts, er tritt doch noch zurück.

Gab es 2012 eigentlich auch gutes Fernsehen? Die Talkshow „Roche und Böhmermann“ auf zdf.kultur mischt die Promis auf. „Walulis sieht fern“, erst auf Tele 5, dann bei einsplus, zeigt, wie Fernsehen wirklich funktioniert. Das ZDF erfreut uns weiterhin mit der großartigen Nachrichtensatire, der “heute show”. Oliver Kalkofe darf wieder lästern. Die “Mattscheibe” läuft jetzt freitags auf Tele 5. Großartig waren wieder die neuen “Pastewka”-Folgen auf Sat.1.
Hoffentlich gibt’s 2013 mehr solcher Perlen. Auf ein Neues!

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ran: Super Bowl XLVI

Montag, den 6. Februar 2012
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SO 05.02.2012 | 0.00 Uhr (Mo.) | Sat.1

Unterhalten sich neulich zwei Footballfans. Sagt der eine: “Hast du beim Super Bowl den geilen Touchdown am Ende des zweiten Quarters gesehen?” Und der andere: “Nee, ich hab Sat.1 gesehen, und da lief da grad ein Gewinnspiel.”

Klingt wie ein Witz. Ist aber leider keiner. Sat.1 hat sich am späten Sonntagabend einen gewaltigen Schnitzer, eine unsäglich peinliche Panne geleistet. Gerade lief ein Gewinnspielspot, als beim Super Bowl in Indianapolis ein Touchdown – beim Fußball wäre das ein Tor – fiel. Als Sat.1 sich wieder zuschaltete, jubelte der Kommentator gerade. “Touchdown!” Nur leider haben ihn die deutschen Zuschauer nicht live sehen können.

Bis zum vergangenen Jahr übertrug die ARD das jährliche US-Sportspektakel komplett werbefrei. Nun ist Sat.1 am Ball und nervt mit unzähligen Reklameunterbrechungen. Und mit einem überflüssig-peinlichen Auftritt eines Kandidaten aus “The Voice of Germany”.
Auf der Sat.1-Facebookseite machten sich die Fans umgehend Luft – eine Hasswelle rollte über den Sender. Aber wer so einen Bockmist baut, hat es nicht besser verdient.
Lustig nur, dass die Footballfans plötzlich froh sind, dass sie GEZ zahlen und fordern, nun wieder Das Erste ranzulassen an den Super Bowl. Das erlebt man bei der ARD wohl auch nicht alle Tage.

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Sportschau live: American Football – Super Bowl XLII

Montag, den 4. Februar 2008
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SO 03.02.2008, 0.00 Uhr (Mo.), Das Erste

Spielunterbrechung beim American Football. Der Super Bowl ist in den USA das mit Abstand wichtigste Sportereignis des Jahres. Da darf nichts schiefgehen. Auch und gerade die Schiedsrichter wollen da ganz korrekt sein. Zur Spielunterbrechung kam es, weil eine der beiden Mannschaften statt der erlaubten elf, kurzzeitig zwölf Mann auf dem Feld gehabt haben sollen. Die Schiedsrichter konnten nicht entscheiden, die hatten die Szene nicht sehen können. Dafür gibt es aber in den USA den Fernsehbeweis. Die Schiedsrichter haben Zugriff auf sämtliche Einstellung der 25 TV-Kameras und können so eine richtige Entscheidung fällen. Und tatsächlich: Es waren zwölf Mann.
Das wäre doch mal eine echte Revolution für den Fußball, nicht nur in Deutschland: der Videobeweis. Dann würde endlich mal das Gezanke um angeblich falsche Entscheidungen aufhören, das Genöle, der Schiri habe ein Spiel total verpfiffen. Diese Ausreden würden dann nicht mehr gelten. Also: Her mit dem Videobeweis auch beim Fußball!