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Ommh und Gong!

Samstag, den 6. Juni 2015
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Ein ruhiger Sonntagmittag am Rande des Gewerbegebietes in Altlußheim. Das heißt, so richtig ruhig ist es nicht.
Da ist so ein: Ommmm. Und immer wieder ein: Gooong! Und ein nicht enden wollendes Stimmengewirr, aber ganz leise, als ob alle nur murmeln.

Im Gewerbegebiet des badischen Ortses steht auch ein buddhistisches Zentrum. Und dort muss an diesem Tag eine große Schaffe stattgefunden haben. Es hörte sich jedenfalls so an, als seien dort dutzende, ach was, hunderte Menschen. Das Stimmengewirr war schon den ganzen Vormittag ein Dauerbegleiter im Garten. Durch die Hecken war jedoch nichts zu sehen.

Dann aber, am frühen Nachmittag muss das Treffen seinen Höhepunkt erreicht haben. Die Buddhisten scheinen in ein Gebet eingestiegen zu sein, es klang jedenfalls so, als ob alle den selben Text sprechen – wenn auch nicht alle gleichzeitig oder im synchronen Chor. Zwischendurch, in einem bestimmten zeitlichen Abstand, ertönte immer wieder ein Gong.
Das hatte durchaus was Meditatives. Im Liegestuhl verfolgte ich das akustische Spektakel und wähnte mich zwischendurch ebenfalls in einer anderen, spiritistischen Welt.

Am Abend liefen wir dann am Haus der Buddhisten vorbei. Der Garten war übersät mit Kerzen, die halb abgebrannt waren. Am Ende des Parkplatzes befand sich ein Schrein, auch dort drin standen halb abgebrannt Kerzen, der festgewordene Wachs klebte überall.
Faszinierend. Und auch ein bisschen unheimlich.

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Alles für den Hund

Freitag, den 5. Juni 2015
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Freunde von mir haben sich jüngst einen Hund angeschafft. Bevor der Welpe eingezogen ist, musste natürlich noch einiges gekauft werden. Und wer sich mal in entsprechenden Fachmärkten umsieht, der kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

Als wir das große Geschäft in Hockenheim betreten, muss ich nicht lange suchen. Die komplette linke Hälfte des Ladens ist für Hunde reserviert.
Dort gibt es nicht die Dosenfutter-Markenware, die mir im normalen Supermarkt schon begegnet ist – nein, alles ist schicker und leckerer. Also für den Hund. Es gibt die irrsten Sorten an Nassfutter. Manches klingt wie ein weihnachtliches Festmahl: irgendein Braten mit Gemüse und Kartoffeln. Wahrscheinlich nicht so schön wie auf den Tellern der Menschen, aber der Hund wird’s fressen.

Es gibt Hundekörbe, Decken, Käfige, zig Sorten Naschereien, die man den treuen Begleitern immer mal wieder in die Schnauze schieben kann. Dazu Hygienekram, Kackebeutel (natürlich vornehmer ausgedrückt), Spielzeug und und und.
Ach ja, und eine Angstweste. Die ist der Knaller. Dieses Teil schnallt man dem Hund immer dann über, wenn er total aufgeregt ist, wenn er bellt und, ja, Angst hat. Warum dieses Ding dazu beiträgt, dass die Angst verfliegt, wird auf der Packung nicht wirklich erklärt. Aber angeblich soll es – meistens – helfen.

Und dann ist der große Tag da. Der kleine Racker zieht ein. Erst darf er im Garten rumschnüffeln. Dann stellen Herrchen und Frauchen fest, dass der gestern extra errichtete Heckenzaun nicht mal im Geringsten eine Hürde für den Welpen ist. Es gibt Applaus fürs erste Häufchen – und dann betritt der Kleine das erste Mal die Wohnung. Vorsichtig tappst er sich voran, schnuppert hier, schnüffelt da.
Es ist Wahnsinn, was so ein kleines Tier innerhalb eines Tages lernen muss. Wo gibt’s Futter? Wo darf ich das Geschäft erledigen? Und, wichtiger: wo nicht? Wo penne ich?
Am Ende eines langen Einzugstages liegt der Kleine dann selig schlafend in seinem Käfig – und träumt von seinen Geschwistern, die er wohl nie wieder sehen wird. Dafür hat er ein neues, sicherlich gutes Zuhause gefunden.

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Coca-Cola: Umweltschutz ist teurer

Dienstag, den 2. Juni 2015
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Vom Umweltschutz scheint man entweder bei Coca-Cola oder aber bei Edeka in Altlußheim nicht viel zu halten. Oder wie kommt es, dass man als Kunde dafür bestraft wird, das umweltfreundlichere Mehrwegpfand-Produkt zu kaufen?

Wer in badischen Altlußheim einen Liter Cola in einer Mehrwegpfandflasche kauft, zahlt 1,05 Euro, plus Pfand, das man aber wiederbekommt. Wer aber zum Beispiel eine 1,25-Liter-Flasche Coca-Cola kauft und zur Einwegpfandflasche greift, zahlt nur 89 Cent plus Pfand.
Was ist das für eine seltsame Preispolitik, dass die der Liter Cola dort mehr kostet als 1,25 Liter?

Mich wundert es jedenfalls nicht, dass der Marktanteil der Einwegpfandprodukte nicht zurückgeht, wie es eigentlich gewünscht ist. Wenn man den Mehrweg-Zweig derart teuer hält, kann das ja nichts werden.

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Meningitisschock

Montag, den 1. Juni 2015
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Das war erst mal ein Schock: eine Nachricht per WhatsApp. Jemand aus meinem Umfeld sei schwer erkrankt, und die Person könne uns angesteckt haben. Wir müssten sehr bald telefonieren, dann könne ich Näheres erfahren.
BÄM!

Um welche Krankheit es geht, und wie gefährlich das alles nun auch für mich sein könne – ich stand erst mal im Dunkeln. Und bin zur Ablenkung erst mal in den Supermarkt gelaufen. Eine Stunde sollte ich warten.
Inzwischen machte ich mir – wieder bei meinen Freunden angekommen – mit ihnen Gedanken, was es denn sein könne. Und wie groß die Gefahr sein könne. Wenn ich betroffen bin, dann müsste ich ja wiederum auch alle Leute informieren, mit denen ich seitdem in Kontakt war.
Und wie sieht es überhaupt mit der Inkubationszeit aus? Ich war vor sieben Tagen das letzte Mal mit der nun kranken Person in Kontakt.

Die Zeit verging. Nach einer Stunde immer noch kein Anruf. Nach 90 Minuten auch noch nicht. Zwei Stunden musste ich warten. Und rätseln.

Die Person liegt mit einer Hirnhautentzündung im Krankenhaus. Alle Leute, mit denen sie Kontakt hatte, müssen benachrichtigt werden – so also auch ich.
In Falkensee fand am Sonntag eine Aktion statt, bei der Prophylaxe-Tabletten verteilt worden sind. Da war ich auch angemeldet.
Nun bin ich aber gerade nicht im Lande. Von Altlußheim aus musste ich mir nun überlegen, was ich mache. Melde ich mich in der Klinik in Schwetzingen? Bekomme ich dort das Vorsorgemittel, das die Meningitis-Gefahr auf ein Minimum reduzieren soll?
Die Gefahr, dass ich betroffen bin, ist fast Null. Sieben Tage sind schon vergangen, die Inkubationszeit liegt bei drei bis vier Tagen, und so nah sind wir uns bei dem Treffen nicht gekommen, dass eine Tröpfcheninfektion möglich gewesen wäre. Die Leute, die bei dem Treffen auch dabei waren, sind vorsichtshalber bei der Falkenseer Aktion dabei gewesen.
Ich belasse es dabei. So ist jedenfalls der Stand in dem Moment, wo ich das schreibe.

Und was ja im Moment viel wichtiger ist: Daumen drücken, dass es der eigentlich betroffenen Person bald wieder gut geht.

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Fernsehzeitschriften – vom Aussterben bedroht

Sonntag, den 14. Dezember 2014
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Nicht nur gedruckte Tageszeitungen sind vom Aussterben bedroht. Oder gibt es noch junge Leute, die sich heutzutage eine Fernsehzeitschrift kaufen?

Neulich in einem Schreibwarenladen in Altlußheim im Rhein-Neckar-Kreis. Dort steht ein langes Regal mit Zeitschriften, aber vermutlich verdienen die nhaber viel mehr mit Schreibwaren und dem anderen Kram, der da so verkauft wird.
Ein sehr alter Mann kauft den “Gong”, eine der ältesten Fernsehzeitschriften Deutschlands. Das Besondere an ihr ist, dass bei ihr die Hauptsender zwei Doppelseiten bekommen – eine fürs Tagesprogramm, eine fürs Abendprogramm. Etwas, was heute eigentlich überflüssig ist, wo doch das Tagesprogramm vollkommen uniformiert ist.
Gut zwei Minuten danach steht eine ältere Frau an der Kasse. Sie kauft die “Hörzu”, ebenfalls ein Traditionsheft.
Das Bild passt zum Klischee: Zwei Senioren kaufen das Blatt, das sie vermutlich seit 50 Jahren kaufen.

Ich glaube nicht, dass es beide Zeitschriften in 30 Jahren noch geben wird – höchstens als Internetplattform, aber selbst das zweifele ich an.
Wer heute wissen will, was im Fernsehen läuft, nutzt den EPG im Receiver, die Übersichten im Internet oder Apps auf den Smartphones. Junge Leute kennen vermutlich gar nicht mehr Zeitschriften wie “Gong” oder “Hörzu”, die allerdings auch ein recht trutschigen Image haben (was die “Hörzu” durch ihre aktuelle Anzeigenkampgane keineswegs entkräftet).

Vermutlich bin ich die letzte Generation, die eine gedruckte Fernsehzeitschrift nutzt. Ich mag es, den Überblick zu haben, schon mal zu blättern. Mit der Wende hielt die “Funk Uhr” bei uns Einzug, in meinem Elternhaus wird die heute noch gelesen. Bei mir ist’s seit vielen Jahren die “TV Spielfilm”.

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Meine kreative Faschingspause

Dienstag, den 12. Februar 2013
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Ein dreifaches Oranienburg – Helau!!
Allerdings muss ich zugeben: Ich bin nicht der größte Faschingsfan, war ich noch nie.

Es muss Mitte der 80er gewesen sein, als ich mich zur Faschingsfeier im Kindergarten heute ist dort das Oranienburger Bürgerzentrum – als Marienkäfer verkleidete.
Aber schon als Kind fand ich verkleiden eher blöd. Es mussten Kostüme sein, die nicht besonders aufwändig sind. Einmal ging ich als Gärtner, da musste ich mir nur eine grüne Schürze überziehen. Ein anderes Mal ging ich als Cowboy.
Ein einziges Mal habe ich eine Büttenrede gehalten, in meiner Schule, 1997. Als Verkleidung musste ein Barrett herhalten, es sollte ein bisschen französisch aussehen. Und die rede habe ich auch nicht selbst geschrieben. Immerhin habe ich diesen Meilenstein irgendwo auf einer alten VHS-Kassette. Sollte ich vielleicht mal wieder rauskramen.

Seitdem ist meine Karriere als Faschingsfan in einer kreativen Pause. Vielleicht überlege ich mir was für 2014. Irgendwie würde es mich ja schon mal reizen, Rosenmontag in Köln zu verbingen. Ein Freund von mir lebt in Baden-Württemberg, und selbst in einem kleinen Ort wie Altlußheim waren heute im Umzug mehr als 100 (!) Wagen unterwegs.
Problem: Dann muss ich mich wohl auch verkleiden. Na ja, mal sehen.

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Federbälle statt Handtaschen

Montag, den 6. August 2012
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Heute wurde ich per Facebook gefragt, ob ich denn eine Handtasche gekauft habe. Habe ich natürlich nicht, warum auch. Aber seit Mario Barth genüsslich von seinen Besuchen mit seiner Freeeeeeundin in Nußloch erzählt hat, hat der Ort einen Ruf weg.

Nun waren wir jedoch nicht in Nußloch, um Handtaschen oder sonst was zu kaufen, sondern um Badminton zu spielen. Ganze acht Plätze gibt es im dortigen Racket-Center.
Es war Teil eines erstaunlich sportlichen Wochenendes: Beim Badminton in Nußloch grandios verloren – mehrmals. Im Erlichsee in Altlußheim ein paar Bahnen geschwommen. Und beim X-Box-Kinect-Spielen vom Tennis bis zum American Football mehr oder weniger Höchstleistungen gezeigt.
Ein paar T-Shirts sind jedenfalls schon durchgeschwitzt…