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Karneval vom Winde verweht

Montag, den 8. Februar 2016
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Sturm. Regen. Dunkle Wolken.
Und nicht: Party. Umzugswagen. Gute Stimmung.
Eigentlich bin ich ja in Altlußheim, um endlich mal den Karnevalsumzug mitzuerleben. Das ist immer am Rosenmontag ein großes Ding, und das, obwohl der Ort ja gar nicht mal so groß ist.

Schon mehrere Jahre lang überlege ich, ob ich nicht mal am Karnevalswochenende in die Gegend komme. Dieses Jahr habe ich es endlich wahrgemacht. Und dann das.
Am Morgen schreib es die “Schwetzinger Zeitung” auf der Facebook-Seite: Der Umzug in Altlußheim wird abgesagt.
Und im Fernsehen: Mainz abgesagt. Düsseldorf abgesagt. Zig Absagen.
Zumindest im Fall von Altlußheim: zurecht. Denn es ist wirklich mehr als ungemütlich da draußen…

Immerhin ein paar Leute waren vorhin auf der Hauptstraße unterwegs, sogar drei Wagen, die für Musik und kurzzeitige Stimmung sorgten. Aber nichts im Vergleich zu dem, was sonst vermutlich heute dort los wäre.
Selbst die Frau an der Flaschenannahme bei Edeka ist verkleidet…
2017 muss es dann wohl einen neuen Versuch geben. Aber man macht man denn jetzt mit diesem verregneten Rosenmontag?

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Der Cola-Trend: Trinke viel, zahle wenig

Dienstag, den 26. Januar 2016
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Neulich in Berlin-Charlottenburg. Im Späti hole ich mir eine Büchse Cola. Ich zahle 1,50 Euro und gehe wieder.
Gute zwei Stunden später – auf dem Rückweg zum Auto – gehe ich nochmal in den Späti. Ich habe immer noch Durst und hole mir wieder eine Cola, diesmal aber eine 0,5-Liter-Flasche. Ich zahle 1,50 Euro und…
Moment mal.

Die 0,33-Liter-Dose kostet also genauso viel wie eine 0,5-Liter-Flasche?
Na ja, nicht ganz. Denn wenn man das Pfand abzieht, würde die Büchse nur 1,25 Euro und die Flasche nur 1,35 Euro kosten.

Dennoch ist es seit einiger Zeit die Preispolitik von Coca Cola zu sein, die kleinen Mengen sehr teuer anzubieten.
In einem Altlußheimer Supermarkt habe ich vor einiger Zeit sogar gesehen, dass die 1,25-Liter-Einwegflasche sehr viel preiswerter war als die 1-Liter-Mehrwegflasche.
Als ob die Hersteller sagen wollen: Kauft unsere Plörre bitte nur im Megapack! Dafür werden Käufer kleiner Mengen dann eben abgezockt.

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Heimat. Zu Hause. Ein Gefühl

Samstag, den 10. Oktober 2015
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Was ist Heimat? Und wo ist Heimat? Und warum ist Heimat Heimat?
Darum dreht sich die diesjährige ARD-Themenwoche, und eigentlich könnte man sich diese Frage ja auch mal selbst stellen.

Und dabei ist die Antwort gar nicht so einfach.
Heimat: Oranienburg, natürlich. Da wohne ich, da bin ich aufgewachsen. Da kenne ich mich aus, da habe ich viel erlebt, da gibt es unfassbar viele Erinnerungen.
Aber Heimat ist auch die Region drumherum, Oberhavel, schließlich ist man ja viel unterwegs, wenn man von A nach B will.
Und Berlin. Berlin liegt direkt vor der Haustür und damit in meinem Einzugsgebiet. Es ist total selbstverständlich, in Mitte unterwegs zu sein. Oder in Prenzlauer Berg oder Charlottenburg. Ich bin nicht als Tourist auf dem Kudamm oder im Hauptbahnhof. ich fühle mich da heimisch. Allerdings: Auch wieder anders heimisch als in Oranienburg.

Vielleicht ist ja “zu Hause” noch mal was anderes als Heimat?
Ich fühle mich auch heimatlich, wenn ich auf Rügen bin. Vor allem in Binz, aber auch Sellin, Baabe oder Göhren. Ich war da schon so oft, werde da hoffentlich noch oft sein, ich kenne mich da aus, ich liebe diese Gegend. Mein “zweites Zuhause” sage ich immer gern. Auch so etwas wie Heimat. Ein Ort, an dem ich mich wohlfühle, an dem ich mich auskenne, Erinnerungen habe.
Oder Familie. Die Gegend rund um Hannover ist deshalb auch sehr wichtig. Als meine Verwandten kürzlich aus der Wedemark verzogen sind, war das auch für mich ein wehmütiger Augenblick. Ein Stück Heimat weniger. Dafür rückt Hannover selbst weiter in den Blickpunkt.
Oder Freunde. Deshalb ist die Gegend rund um Hockenheim auch schon ein ganz kleines bisschen Heimat. Dort wohnt von Freund von mir, den ich auch ein- bis zweimal im Jahr besuche.
Oder München. Da hatte ich einen Teil meiner Ausbildung, habe dort mehrmals ein bis zwei Wochen dort gewohnt. Letztlich gar nicht lange. Aber lange genug, um ein Gefühl zu entwickeln.

Heimat ist eben mehr als nur das Zuhause, das man hat. Das sind Gegenden, Erinnerungen, Familie, Freunde. Heimat ist ein Gefühl.

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Ommh und Gong!

Samstag, den 6. Juni 2015
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Ein ruhiger Sonntagmittag am Rande des Gewerbegebietes in Altlußheim. Das heißt, so richtig ruhig ist es nicht.
Da ist so ein: Ommmm. Und immer wieder ein: Gooong! Und ein nicht enden wollendes Stimmengewirr, aber ganz leise, als ob alle nur murmeln.

Im Gewerbegebiet des badischen Ortses steht auch ein buddhistisches Zentrum. Und dort muss an diesem Tag eine große Schaffe stattgefunden haben. Es hörte sich jedenfalls so an, als seien dort dutzende, ach was, hunderte Menschen. Das Stimmengewirr war schon den ganzen Vormittag ein Dauerbegleiter im Garten. Durch die Hecken war jedoch nichts zu sehen.

Dann aber, am frühen Nachmittag muss das Treffen seinen Höhepunkt erreicht haben. Die Buddhisten scheinen in ein Gebet eingestiegen zu sein, es klang jedenfalls so, als ob alle den selben Text sprechen – wenn auch nicht alle gleichzeitig oder im synchronen Chor. Zwischendurch, in einem bestimmten zeitlichen Abstand, ertönte immer wieder ein Gong.
Das hatte durchaus was Meditatives. Im Liegestuhl verfolgte ich das akustische Spektakel und wähnte mich zwischendurch ebenfalls in einer anderen, spiritistischen Welt.

Am Abend liefen wir dann am Haus der Buddhisten vorbei. Der Garten war übersät mit Kerzen, die halb abgebrannt waren. Am Ende des Parkplatzes befand sich ein Schrein, auch dort drin standen halb abgebrannt Kerzen, der festgewordene Wachs klebte überall.
Faszinierend. Und auch ein bisschen unheimlich.

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Alles für den Hund

Freitag, den 5. Juni 2015
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Freunde von mir haben sich jüngst einen Hund angeschafft. Bevor der Welpe eingezogen ist, musste natürlich noch einiges gekauft werden. Und wer sich mal in entsprechenden Fachmärkten umsieht, der kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

Als wir das große Geschäft in Hockenheim betreten, muss ich nicht lange suchen. Die komplette linke Hälfte des Ladens ist für Hunde reserviert.
Dort gibt es nicht die Dosenfutter-Markenware, die mir im normalen Supermarkt schon begegnet ist – nein, alles ist schicker und leckerer. Also für den Hund. Es gibt die irrsten Sorten an Nassfutter. Manches klingt wie ein weihnachtliches Festmahl: irgendein Braten mit Gemüse und Kartoffeln. Wahrscheinlich nicht so schön wie auf den Tellern der Menschen, aber der Hund wird’s fressen.

Es gibt Hundekörbe, Decken, Käfige, zig Sorten Naschereien, die man den treuen Begleitern immer mal wieder in die Schnauze schieben kann. Dazu Hygienekram, Kackebeutel (natürlich vornehmer ausgedrückt), Spielzeug und und und.
Ach ja, und eine Angstweste. Die ist der Knaller. Dieses Teil schnallt man dem Hund immer dann über, wenn er total aufgeregt ist, wenn er bellt und, ja, Angst hat. Warum dieses Ding dazu beiträgt, dass die Angst verfliegt, wird auf der Packung nicht wirklich erklärt. Aber angeblich soll es – meistens – helfen.

Und dann ist der große Tag da. Der kleine Racker zieht ein. Erst darf er im Garten rumschnüffeln. Dann stellen Herrchen und Frauchen fest, dass der gestern extra errichtete Heckenzaun nicht mal im Geringsten eine Hürde für den Welpen ist. Es gibt Applaus fürs erste Häufchen – und dann betritt der Kleine das erste Mal die Wohnung. Vorsichtig tappst er sich voran, schnuppert hier, schnüffelt da.
Es ist Wahnsinn, was so ein kleines Tier innerhalb eines Tages lernen muss. Wo gibt’s Futter? Wo darf ich das Geschäft erledigen? Und, wichtiger: wo nicht? Wo penne ich?
Am Ende eines langen Einzugstages liegt der Kleine dann selig schlafend in seinem Käfig – und träumt von seinen Geschwistern, die er wohl nie wieder sehen wird. Dafür hat er ein neues, sicherlich gutes Zuhause gefunden.

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Coca-Cola: Umweltschutz ist teurer

Dienstag, den 2. Juni 2015
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Vom Umweltschutz scheint man entweder bei Coca-Cola oder aber bei Edeka in Altlußheim nicht viel zu halten. Oder wie kommt es, dass man als Kunde dafür bestraft wird, das umweltfreundlichere Mehrwegpfand-Produkt zu kaufen?

Wer in badischen Altlußheim einen Liter Cola in einer Mehrwegpfandflasche kauft, zahlt 1,05 Euro, plus Pfand, das man aber wiederbekommt. Wer aber zum Beispiel eine 1,25-Liter-Flasche Coca-Cola kauft und zur Einwegpfandflasche greift, zahlt nur 89 Cent plus Pfand.
Was ist das für eine seltsame Preispolitik, dass die der Liter Cola dort mehr kostet als 1,25 Liter?

Mich wundert es jedenfalls nicht, dass der Marktanteil der Einwegpfandprodukte nicht zurückgeht, wie es eigentlich gewünscht ist. Wenn man den Mehrweg-Zweig derart teuer hält, kann das ja nichts werden.

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Meningitisschock

Montag, den 1. Juni 2015
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Das war erst mal ein Schock: eine Nachricht per WhatsApp. Jemand aus meinem Umfeld sei schwer erkrankt, und die Person könne uns angesteckt haben. Wir müssten sehr bald telefonieren, dann könne ich Näheres erfahren.
BÄM!

Um welche Krankheit es geht, und wie gefährlich das alles nun auch für mich sein könne – ich stand erst mal im Dunkeln. Und bin zur Ablenkung erst mal in den Supermarkt gelaufen. Eine Stunde sollte ich warten.
Inzwischen machte ich mir – wieder bei meinen Freunden angekommen – mit ihnen Gedanken, was es denn sein könne. Und wie groß die Gefahr sein könne. Wenn ich betroffen bin, dann müsste ich ja wiederum auch alle Leute informieren, mit denen ich seitdem in Kontakt war.
Und wie sieht es überhaupt mit der Inkubationszeit aus? Ich war vor sieben Tagen das letzte Mal mit der nun kranken Person in Kontakt.

Die Zeit verging. Nach einer Stunde immer noch kein Anruf. Nach 90 Minuten auch noch nicht. Zwei Stunden musste ich warten. Und rätseln.

Die Person liegt mit einer Hirnhautentzündung im Krankenhaus. Alle Leute, mit denen sie Kontakt hatte, müssen benachrichtigt werden – so also auch ich.
In Falkensee fand am Sonntag eine Aktion statt, bei der Prophylaxe-Tabletten verteilt worden sind. Da war ich auch angemeldet.
Nun bin ich aber gerade nicht im Lande. Von Altlußheim aus musste ich mir nun überlegen, was ich mache. Melde ich mich in der Klinik in Schwetzingen? Bekomme ich dort das Vorsorgemittel, das die Meningitis-Gefahr auf ein Minimum reduzieren soll?
Die Gefahr, dass ich betroffen bin, ist fast Null. Sieben Tage sind schon vergangen, die Inkubationszeit liegt bei drei bis vier Tagen, und so nah sind wir uns bei dem Treffen nicht gekommen, dass eine Tröpfcheninfektion möglich gewesen wäre. Die Leute, die bei dem Treffen auch dabei waren, sind vorsichtshalber bei der Falkenseer Aktion dabei gewesen.
Ich belasse es dabei. So ist jedenfalls der Stand in dem Moment, wo ich das schreibe.

Und was ja im Moment viel wichtiger ist: Daumen drücken, dass es der eigentlich betroffenen Person bald wieder gut geht.