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Zu Fuß über den Rhein

Donnerstag, den 24. Oktober 2019
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Oranienburg ächzt seit mehr als einem Jahr wegen des Brückenbaus über der Havel, die lange Umleitungen erforderlich macht. Ende Januar 2020 soll endlich alles fertig sein.

Das ist aber nichts gegen die Sanierung der Salierbrücke. Die führt über den Rhein und verbindet Rheinland-Pfalz mit Baden-Württemberg, Speyer mit Altlußheim, Hochenheim und Lußhof. Seit Januar ist sie gesperrt, und das bis zum Frühjahr 2021. Die B39 ist gekappt. Nur kleinere Busse dürfen rüberfahren, ein Shuttlebus bringt die Pendler von Lußhof nach Speyer. Man kann aber auch rüberlaufen, Radfahrer müssen ihr Rad schieben – was sie allerdings eher selten auch wirklich machen.

Von Altlußheim wollten wir neulich zur Herbstmesse nach Speyer. So fuhren wir also auch nach Lußhof. Dort ist extra ein Parkplatz gebaut worden. Über eine Rampe geht es hoch zur B39, und zu Fuß spazierten wir dann über den Rhein.
Scheinbar nutzten an diesem Sonntag viele Menschen diesen Weg, ist er doch immerhin ein netter Ausflugsweg.
Aber für die täglichen Pendler ist die Sperrung der Salierbrücke die Hölle, sie müssen große Umwege fahren. Zumal auch wieder gespart worden ist. Die zweispurige Straße müsste eigentlich vierspurig ausgebaut werden, der Bedarf wäre da. Man hätte also eine zweite Brücke bauen können mit den zwei neuen Spuren und den Verkehr so lange laufen lassen. Aber nein, das ging nicht, weil… Ja, wer weiß.

Als wir über die Salierbrücke liefen, da herrschte gutes Wetter. Bei Regen verzichten die Badener vermutlich öfter mal auf einen Ausflug auf die andere Rheinseite.

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In der Pommesbude wird gesungen

Mittwoch, den 12. Dezember 2018
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O du Fröhliche! Ein lieblicher Chor erschallt durch das ganze Hotel. Ich kann es bis auf mein Zimmer hören. Es ist offenbar ein sehr großer Chor. Er klingt nicht besonders gut, aber er klingt.
Das Hotel in Altlußheim mit seiner Gaststätte ist an den Dezember-Wochenenden scheinbar immer ausgebucht. An diesem Tag war Senioren-Weihnachtsfeier, und der Raum war voller Menschen, als ich am frühen Nachmittag runter ging.
Immer wieder sind Lieder angestimmt worden, und kurz habe ich überlegt, ob ich oben, in meinem Zimmer, mitsingen soll. Ich tat es dann doch nicht und schaltete den Musiksender ein.

Es war der Duft von Kaffee und Keksen, der an diesem Nachmittag durch das Hotel waberte. Das ist sehr viel besser gewesen als bei meiner Ankunft, bei der ich ein wenig skeptisch war. Das Einchecken verlief ohne Probleme, aber als ich von der Hotelmitarbeiterin in mein Zimmer gebracht worden bin, wurde ich zur Treppe geführt, die links neben der Küche liegt.
Der Hotelflur lag in einem Nebel aus Pommesgeruch. Man könnte sagen, es stank wie in einer Pommesbude. Glücklicherweise lag mein Zimmer in einem hinteren Winkel des Hotels, so dass der Imbissgeruch dort nicht mehr ganz so stark war – und im Zimmer selbst glücklicherweise nicht vorhanden.
Aber da waren der Kaffee-Duft und der Chorgesang am Tag danach schon sehr viel angenehmer.

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Staubtrocken

Dienstag, den 16. Oktober 2018
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Ich höre in den letzten Tagen immer wieder: Was das doch für ein phantastischer Oktober ist. Sonne! Wärme!
Ja, das mag sein.
Aber erstens habe ich den Sommer dann doch irgendwie satt. Ich möchte jetzt ein bisschen Herbst erleben, und eigentlich freue ich mich inzwischen auf den Winter. Mit Schnee.
Aber diese nicht enden wollende Hitze hat auch Nachteile, und die konnten wir am Sonntag bei einem Spaziergang sehr gut beobachten.

Wer sich nämlich mal auf den Feldern umsieht, der wird sehen: Die sind staubtrocken. Zwischen Altlußheim und Neulußheim in Baden befinden sich lauter eigentlich bewirtschaftete Felder. Teilweise sind da noch die Spargelhügel zu sehen und die Pflanzen, die darauswachsen. Aber eben auch die leeren Felder. Vielleicht ist die Wintersaat schon in der Erde. Aber oben ist nur noch reiner Zuckersand zu sehen. Wie in einer Wüste, die nach und nach entsteht. Es staubt bei jedem Schritt, den man macht. Der Sand liegt locker obenauf. Es hat seit langem nicht mehr richtig und lange geregnet.
Der für die Landwirtschaft so katastrophale Sommer setzt sich im Herbst, der keiner ist, fort.

Im April fiel Schnee. Mitte April begann der Sommer. Er dauert bis jetzt, mit kleinen Unterbrechungen. Kommt bald ohne Übergang der Winter?

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Altlußheim 120:9 Kremmen

Samstag, den 9. Juli 2016
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Neulich wurde in Kremmen der Startschuss gesetzt für ein neues Wohngebiet. Ein neue Straße wurde gebaut, ein Bändchen durchgeschnitten, und ein bisschen stolz ist man auch, dass da nun neun neue Häuser entstehen.
Ja, genau: neun.
Nach Jahren des Stillstands können und also endlich “Am Sittelskanal” neun Einfamilienhäuser gebaut werden.
Das ist für Kremmen vielleicht viel. Aber eigentlich ist es wenig.

Im badischen Altlußheim. Keine Stadt, aber die Einwohnerzahl ist ähnlich. Wenn man dort spazieren geht, dann kann man unter Umständen jede Woche etwas Neues sehen. Im Baugebiet “Hockenheimer Flur II” werden auch gerade neue Häuser gebaut. Mehrere neue Straßen sind entstanden, das Wohngebiet ist bisher nur zu erahnen, momentan ist das eher ein Flickenteppich mit Häusern hier und da.
Es entstehen: 120 neue Häuser.
Hundertzwanzig.
Das ist doch mal eine ganz andere Hausnummer als die Neun in Kremmen.

Klar, in Baden-Württemberg ist die Kohle da, so in der Nähe von größeren Städten wie Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und Karlsruhe lässt sich viel machen, da gibt es viele Leute, die raus aufs Land ziehen wollen.
Andererseits: Ganz ohne Potenzial ist Kremmen auch nicht. Berlin ist um die Ecke, die Autobahn nicht weit weg. und ein zweites Wohngebiet ist ja auch schon geplant.
Na, mal sehen. Vielleicht kann Kremmen gegenüber Altlußheim ja noch aufholen.

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Vorsicht, Mückengitter!

Freitag, den 8. Juli 2016
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Verbraucherschützer aus Baden-Württemberg warnen nachdrücklich vor dem falschen Gebrauch von Mückengitter-Türen. In den vergangenen Tagen häuften sich die Meldungen von Zwischenfällen.
Die Mückengitter schützen zwar vor – ja, genau, Mücken, sie sorgen aber auch dafür, dass unter Umständen nicht zu sehen ist, dass sich vor einer Tür eine weitere befindet.

Entsprechende Vorfälle sind aus dem badischen Altlußheim bekannt geworden. Die Besitzer des Mückengitters hatten vorher sogar noch Vorkehrungen getroffen und die Tür in einem besonders verdreckten Zustand gelassen. Aber das half nichts, eine unaufmerksame Passantin verunfallte und riss das Mückengitter aus der Halterung.
Die Verunfallte stand unter Schock – aber nur kurz.
Nur zwei Tage danach krachte es an derselben Stelle. Diesmal soll es sich um einen männlichen Passanten gehandelt haben, der samt Mückengitter auf dem Pöter landete. Angeblich soll Alkohol im Spiel gewesen sein.

Die Mückengitter-Besitzer überlegten kurz, das Mückengitter in den Müll zu werfen. Nach einer Mückeninvasion im Wohnzimmer entschieden sie sich jedoch, das Risiko weiterer Unfälle einzugehen. Die Anschaffung einer Ampel ist aus Gründen abgelehnt worden. Der Kauf einer Stehlampe für das Wohnzimmer im Jahr 2030 gehe vor, hieß es aus dem Umfeld der Familie.
Die Verbraucherschützer aus Baden-Württemberg – und auch die aus Brandenburg – und noch ein paar andere, außer aus Bayern – wollen eine Mückengitter-Ampel aber spätestens 2019 verpflichtend einführen.

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Karneval vom Winde verweht

Montag, den 8. Februar 2016
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Sturm. Regen. Dunkle Wolken.
Und nicht: Party. Umzugswagen. Gute Stimmung.
Eigentlich bin ich ja in Altlußheim, um endlich mal den Karnevalsumzug mitzuerleben. Das ist immer am Rosenmontag ein großes Ding, und das, obwohl der Ort ja gar nicht mal so groß ist.

Schon mehrere Jahre lang überlege ich, ob ich nicht mal am Karnevalswochenende in die Gegend komme. Dieses Jahr habe ich es endlich wahrgemacht. Und dann das.
Am Morgen schreib es die “Schwetzinger Zeitung” auf der Facebook-Seite: Der Umzug in Altlußheim wird abgesagt.
Und im Fernsehen: Mainz abgesagt. Düsseldorf abgesagt. Zig Absagen.
Zumindest im Fall von Altlußheim: zurecht. Denn es ist wirklich mehr als ungemütlich da draußen…

Immerhin ein paar Leute waren vorhin auf der Hauptstraße unterwegs, sogar drei Wagen, die für Musik und kurzzeitige Stimmung sorgten. Aber nichts im Vergleich zu dem, was sonst vermutlich heute dort los wäre.
Selbst die Frau an der Flaschenannahme bei Edeka ist verkleidet…
2017 muss es dann wohl einen neuen Versuch geben. Aber man macht man denn jetzt mit diesem verregneten Rosenmontag?

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Der Cola-Trend: Trinke viel, zahle wenig

Dienstag, den 26. Januar 2016
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Neulich in Berlin-Charlottenburg. Im Späti hole ich mir eine Büchse Cola. Ich zahle 1,50 Euro und gehe wieder.
Gute zwei Stunden später – auf dem Rückweg zum Auto – gehe ich nochmal in den Späti. Ich habe immer noch Durst und hole mir wieder eine Cola, diesmal aber eine 0,5-Liter-Flasche. Ich zahle 1,50 Euro und…
Moment mal.

Die 0,33-Liter-Dose kostet also genauso viel wie eine 0,5-Liter-Flasche?
Na ja, nicht ganz. Denn wenn man das Pfand abzieht, würde die Büchse nur 1,25 Euro und die Flasche nur 1,35 Euro kosten.

Dennoch ist es seit einiger Zeit die Preispolitik von Coca Cola zu sein, die kleinen Mengen sehr teuer anzubieten.
In einem Altlußheimer Supermarkt habe ich vor einiger Zeit sogar gesehen, dass die 1,25-Liter-Einwegflasche sehr viel preiswerter war als die 1-Liter-Mehrwegflasche.
Als ob die Hersteller sagen wollen: Kauft unsere Plörre bitte nur im Megapack! Dafür werden Käufer kleiner Mengen dann eben abgezockt.

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