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Fußball: Hans Oertwig ist neuer OFC-Trainer – sofort

Dienstag, den 24. April 2012
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Beim Fußball-Landesligisten Oranienburger FC Eintracht (OFC) geht es nach dem überraschenden Trainer-Aus von Gerd Pröger drunter und drüber.
Wie am Montag in einer Pressekonferenz bekannt wurde, gab Gerd Pröger am Sonnabend bekannt, den OFC sofort zu verlassen. Urspünglich sollte sein Vertrag erst zum Saisonende auslaufen.
Als neuer Trainer ist nun Hans Oertwig benannt worden – er übernimmt das Amt sofort. Er hat lange die Fußballer vom SV Altlüdersdorf trainiert.

Spieler und Funktionäre sind erbost, wie die Märkische Allgemeine berichtet. Einige sollen offen mit dem Weggang gedroht haben. Es wird Allgemein von einer Zerreißprobe für den OFC gesprochen.
Die Männermannschaft steht auf Platz 3 der Tabelle in der Landesliga und kann noch in die Brandenburgliga aufsteigen.

aRTikel

DJ macht eine Babypause

Samstag, den 21. April 2012
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Der Zehdenicker Sebastian Augstein ist seit vielen Jahren DJ – heute nimmt er in Marwitz Abschied

MAZ Gransee, 21.4.2012

ZEHDENICK
Schon seine Mutter hat ihn immer Augi genannt. Den Spitznamen hat Sebastian Augstein bei vielen Freunden immer noch. Die Besucher der Marwitzer Diskothek „Beat-Fabrik“ müssen heute Abschied nehmen vom 37-jährigen DJ-n-rico, wie er sich auch nennt. Nach zwölf Jahren sorgt der Zehdenicker ein letztes Mal für die Musik in Marwitz. Nun steigt die „Abschiedssause“.
„Eigentlich ist es eine Babypause“, sagt er. „Der Geburtstermin ist in der ersten Mai-Woche, dann will ich kürzertreten.“ Dass er nie wieder irgendwo als DJ auftreten werde, will er aber nicht sagen.

Für Musik hat sich Sebastian Augstein schon immer interessiert. Er hatte Schlagzeugunterricht an der damaligen Musikschule in Hohen Neuendorf. Anfang der 90er legte er im „Flashlight“ in Gransee auf, damals die erste Disko in der Region. „Das war ein riesiger Hype.“
Vor zwölf Jahren fuhr er zur Marwitzer „Beat-Fabrik“ und stellte sich dort vor – mit Erfolg. „Der dritte Floor war meiner“, erzählt Augstein. Schnell wandte er sich der elektronischen Musik zu. „Musik muss tanzbar sein und treiben“, sagt er über den Stil, den er auflegt. Seine Favoriten sind Paul Kalkbrenner und die Sounds aus dem Techhousebereich.
Auch auf der Love Parade in Berlin war er mehrere Male präsent, meistens auf dem „Lovebase“-Wagen. „Die elektrische Musikszene ist immer noch da“, erzählt er. „Wobei man die Stile kaum noch voneinander unterscheiden kann. Die elektronische Musik ist sehr viel mainstreamiger geworden“, sagt Augstein. „Hier in der Region hat sie es deutlich schwerer, Berlin ist aber immer noch die Hochburg.“

Eigentlich ist Sebastian Augstein Elektriker, er arbeitet seit mehr als zehn Jahren als Monteur bei einer Altlüdersdorfer Firma. „Mit Musik kannst du zwar Geld verdienen“, sagt er. „Aber du wirst damit nicht alt.“
Dennoch herrschte in Marwitz einen Moment lang Stille, als er verkündete, dass er als DJ aufhören will. „Das haben sie erst nicht so richtig verstanden und nachgehakt, ob es wirklich für immer ist“, sagt er. „Aber ich weiß es noch nicht, vielleicht komme ich in einem Jahr wieder.“ Heute steigt in der „Beat-Fabrik“ seine letzte Party. „Musikalisch wird alles dabei sein“, sagt Augi. „Ich werde die vergangenen Jahre Revue passieren lassen.“ Ansonsten will er sich überraschen lassen, was heute weiterhin passiert. In der Babypause möchte er sich verstärkt um Musikmixe kümmern. „Die will ich auch lizensieren lassen und in den Handel bringen“, sagt er.

RTelenovela

Im Atlas: Der Blick in die Zukunft

Montag, den 25. Juli 2011
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Manchmal brauchen Straßenprojekte etwas länger, bis sie Wirklichkeit werden. Einige liegen ewig auf Eis, fallen dem Sparzwang zum Opfer, andere Projekte sind erst nach langem Hin und Her fertig.
Einige Straßenatlanten schaffen jedoch schon überraschende Fakten. Im Travelmag-Reiseatlas 2011/12 sind bereits der Verlauf der B96 in Richtung Norden gekennzeichnet. Immerhin mit dem zusätzlichen Kürzel “i.Pl.” – in Planung.

In Nassenheide zeigt der Atlas eine Strecke, die westlich um den Ort herumführt. Nördlich davon kreuzt die Planungsstrecke die alte B96, bevor sie zwischen Neuendorf und Teschendorf wieder nach links abknickt. Weiter nach Norden, in Höhe Wackerberge, an der Kreuzung nach Grüneberg, kreuzt die im Altas gestrichelte Strecke wieder die alte Bundesstraße. Dann geht es westlich von Löwenberg weiter.
Und auch die Umgehung der B167 ist eingetragen. Diese Umgehung führt von südlich von Löwenberg am Ort vorbei, kreuzt dort die B96. erst östlich von Neulöwenberg schwenkt die B167 wieder auf die alte Trasse.
Und auch um Gransee herum ist eine Umgehung eingetragen, die so ziemlich in den Sternen liegt. Östlich der Stadt führt bis nördlich von Altlüdersdorf wieder auf die alte B96. Eine weitere Umgehung führt im Atlas westlich an Fürstenberg vorbei. Auch östlich von Neubrandenburg soll es eine neue außerörtliche Strecke geben.

Was davon wirklich umgesetzt, ist noch völlig unklar. Am ehesten wird noch die Strecke von Nassenheide nach Löwenberg gebaut, alle weiteren Projekte liegen momentan auf Eis.

RTelenovela

Ausländer im Fußball? Finden die Hennigsdorfer blöd

Dienstag, den 29. Dezember 2009
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“Steht auf, wenn ihr Deutsche seid!” Die Fußballfans in Hennigsdorf scheinen geistig ganz schön umnachtet zu sein. Oder was, bitteschön, war da los am zweiten Weihnachtsfeiertag?
Hallenfußballturnier in Hennigsdorf. Mit dabei war auch die Mannschaft vom SV Altlüdersdorf. Dort spielen auch Männer ausländischer Herkunft, aber mit deutschem Pass.

Im Finale kam es zum Showdown zwischen Gastgeber Hennigsdorf und Altlüdersdorf. Die Gäste gewannen 5:1. Und die Hennigsdorfer Zuschauer tickten aus. Grölten diskriminierende Lieder.
Pfui, Hennigsdorf!
Und wieso wird da nicht durchgegriffen? Spielabbruch. rausschmiss dieser Leute. Anzeige. Geldstrafe. Da muss es doch Möglichkeiten geben.
Aber einfach weiterspielen lassen? Und danach entschuldigen? Die Konsequenzen müssen in so einem Fall sehr viel härter sein. Damit auch die letzten Hennigsdorfer Deppen (und auch alle anderen, die da auch mitgemacht hätten) wissen, was für einen Mist sie da verzapfen.

aRTikel

Voller Optimismus

Mittwoch, den 13. September 2006
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Bist du glücklich? Die Jugendlichen in Oberhavel scheinen es tatsächlich zu sein

 

MAZ Gransee, 13.9.2006

 

RT/MORITZ MARBACH
OBERHAVEL

Kaum einer überlegt lange, bevor er die Frage beantwortet. Nicht ein einziger von 14 befragten Jugendlichen in Oberhavel beantwortet sie mit Nein. Gemeint ist die einfache Frage: Bist du glücklich?
Das Ergebnis überrascht, schließlich ist Deutschland alles andere als sorgenfrei. Seit Jahren stagniert die Wirtschaft, steigen die Arbeitslosenzahlen, sinken die Zuschüsse für Kultureinrichtungen. Ganz nebenbei zerreißen die alten sozialen Netze. Wie kann man da noch glücklich sein?
Man kann, wenn man die Welt nicht ganz so grau in grau sieht und vor allem im Hier und Jetzt lebt. Jugendliche in Oberhavel sind nicht glücklich, weil sie Statussymbole wie Handy, Auto, Computer oder Spielkonsole besitzen oder eine tolle Jobperspektive, nein, vielmehr sind sie glücklich, weil sie gute Freunde haben, eine intakte Familie und eine Beziehung. Es sind die alten Werte, die scheinbar wieder wichtiger werden.
Julius beispielsweise ist 17Jahre alt und geht auf das Granseer Strittmatter-Gymnasium. Er ist glücklich, weil „ich alles habe, was ich brauche“. Ähnlich ergeht es auch Thomas (21) aus Zehdenick. Auch er ist glücklich, weil er am 1.Oktober in Gransee eine Ausbildung zum Kranken- und Gesundheitspfleger beginnen wird. Aber auch seine Freundin trägt zu seiner Zufriedenheit bei: die 17-jährige Stefanie aus Kleinmutz. „Ja, klar“, antwortet auch sie auf die simple Frage „Bist du glücklich?“
„Im Moment läuft in der Schule auch alles sehr gut“, begründet Robert (16) aus Seilershof seine positive Antwort. Neben den zwischenmenschlichen Dingen ist es also scheinbar die Schule, die ebenfalls einen starken Einfluss auf den Gemütszustand der Jugendlichen hat. Und der Sport: „Ich spiele Fußball in Altlüdersdorf“, erzählt Tobias (16) aus Seilershof. „Wir sind Tabellenführer.“
„Wir hatten heute acht Stunden Schule, da ist man k.o. und erst mal nicht so glücklich“, erzählt die 15-jährige Diana aus Dollgow. „Aber hier so noch rumzusitzen und das schöne Wetter machen mich dann doch wieder glücklich.“
Selbst wenn es mal nicht so gut läuft – es scheint wenig negativen Einfluss auf den Gemütszustand zu haben: „Jetzt nach dem Abi habe ich noch nichts gefunden“, sagt Andreas (21) aus Zehdenick. „Aber ich habe mich gerade beworben.“ Und er hat seit acht Monaten eine Freundin, das macht ihn froh.
„Sie hat einen Typen kennen gelernt am Wochenende“, berichtet die Freundin von Madlen (17) aus Zabelsdorf. Ihr sieht man das Glück richtig an. Ebenso Haustiere. Adrian aus Marienthal hat einen Hasen zu Hause. „Es ist schön, mit dem Tier zu spielen“, sagt der Zwölfjährige.
Vielleicht ist es das, was Deutschland endlich braucht: Eine neue, junge Generation, voller Optimismus.