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die nordstory: Stresstest für die Insel – Rügen hat Hochsaison

Samstag, den 7. September 2013
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FR 06.09.2013 | 20.15 Uhr | NDR fernsehen

Mal wieder Stau auf Rügen. Kennt man ja. Sieht man als Tourist inzwischen total gelassen. Und wer nicht im Stau stehen will, muss halt abends, nachts oder am sehr frühen Morgen abreisen.
Die im Stau stehende Familie erzählt das in die Kamera von NDR-Reportern. Als Rügen-Kenner sieht man natürlich sofort, wo sie gerade im Stau stehen: Im Waldstück zwischen Middelhagen und Göhren, vor der B196-Kreuzung.

Aber beim NDR dachte man sich: Das fällt schon nicht auf. In der “nordstory” am Freitagabend dachten sie, sie kämen damit durch.
Denn das angebliche Ziel der Reise war der Naturcampingplatz in Alt Reddevitz. In Wirklichkeit kamen die Touristen aus genau dieser Richtung. Passte also nicht so gut, aber den Nicht-Rüganern kann man das schon mal so verkaufen.

Aber Sorgfältigkeit war sowieso nicht das Ding der NDR-Leute. Als die Familie auf dem Zeltplatz ankommt, haben sie das Kennzeichen freundlicherweise verpixelt. Scheint aber nicht so wichtig gewesen zu sein – im Verlauf des Berichtes haben wir dann doch noch mehrfach einen Blick auf das HVL-Kennzeichen bekommen. Ganz schön schlampig. “Stresstest für die Insel” hieß die Reportage, dabei haben die NDR-Leute diesen Stresstest wohl selbst nicht bestanden.

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Rügen 2012 (4): Megamücken

Sonntag, den 20. Mai 2012
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(3) -> 19.5.2012

Uns droht im kommenden Sommer eine Mückenplage. Rügen hat sie schon. Und es wirkt stellenweise wie im Horrorfilm.

Aber ganz von vorn. Es ist der zweite Tag unserer Oldtimerrallye über die Insel Rügen. Und wie schon am Tag zuvor legen wir erst mal die Einfahrt zur Selliner Tankstelle lahm. Wirklich schuld daran, dass nichts mehr geht, in diesmal allerdings ein Reisebus. Die Tanke ist so voll, dass der mitten in der Einfahrt stehen bleiben muss. So bildet sich in beiden Richtungen ein Stau. Der Bus will rein, wir wollen raus. Erst ein Mitglied unserer Crew nimmt die Sache in die Hand und beginnt, den Verkehr auf der B196 zu regeln: Wir können raus, die Lage entspannt sich.

Wir machen einen Abstecher nach Gager, sehen uns den dortigen kleinen Hafen an. Weiter geht es über Thiessow, wir fahren bis Klein-Zicker, wenden dort und legen in Alt Reddevitz einen weiteren Zwischenstopp ein.
Dort begehen wir einen schweren Fehler. Von der Straße aus laufen wir über eine recht hohe Wiese zum Ufer der Having. Damit schrecken wir riesige Mückenschwärme auf. Über der Straße bilden sich regelrechte Mückenwolken, und die Tiere sind sehr groß.
Aber es wird noch besser: Wir fahren weiter ins Dorf, von dort auf die Landzunge zum Reddevitzer Höft. In der Ferne sehen wir regelrechte, graue Mückensäulen über dem Gebiet. Es ist, als wenn wir unter einem Teppich durchfahren. Als wir an einer weiteren Wiese stoppen, hören wir sie dann auch: ein großes Gesumse. Es hört sich bedrohlich an, wie in einem Horrorfilm in den Sekunden, bevor die Viecher nach unten kommen und die Menschen fressen. Zum Glück geschieht das nicht, eigentlich interessieren sich die Mücken erstaunlicherweise nur wenig für uns.

Zurück im Ort begegnen wir mal wieder den Teilnehmern der Rügen-Classics, was auf der schmalen Straße ungünstig ist, denn die Classicfahrer sind auf Zeit unterwegs, und wir bremsen sie aus. Also nehmen wir einen Umweg nach Göhren zurück.
Die Organisatoren der Rügen-Classics leiten uns auf eine kleine Stellfläche in der Nähe der Strandpromenade – mit den Worten, dass ja bei uns auch ein paar schöne Autos bei seien. Dabei seien wir mal ehrlich: Unsere Autos sind interessanter als die viele der Wagen bei der eigentichen Rügen-Classics.

An einem der Pavillons lernen wir, was es mit dem Satz: „Wollen Sie ficken?“ auf sich hat. Und dass die Frage „Was kostet einmal Ficken?“ total legitim ist: In Göhren kostet einmal Ficken 2 Euro. Ficken ist ein Likör. Nicht umsonst wird in einer Zehdenicker Disko ab und zu eine Ficken-Party gefeiert.

Das Wetter ist herrlich. Ich nutze die Freizeit für eine Stunde am Göhrener Strand. Die Sonne scheint, die Wellen rauschen. Der Sommer kann kommen.

Direkt am Bahnhof Sellin Ost ist die Gaststätte „Kleinbahnhof“. Die Räume sind eingerichtet wie alte Eisenbahnwaggons. Der „Rasende Roland“ hält direkt vor dem Fenster der Kneipe. Kleiner Tipp: Gegen Abend ist der Zug ziemlich leer, da kann man ohne Platzprobleme mitfahren.
Das einzige, was der Kneipe allerdings fehlt: ein Fernseher. Die zwei Halbzeiten des Champions-League-Finales haben wir nur per Handy-Internet mitbekommen, die erste Halbzeit der Verlängerung im Autoradio auf NDR Info – erst das (traurige) Ende in unserem Appartement…

RTelenovela

Rügen 2007 (4)

Montag, den 6. August 2007
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Ich habe umsonst auf meinen “stern” in Baabe gewartet. Er hat den Weg auf die Insel wohl nicht gefunden. Oder ist irgendwo verloren gegangen. Oder – ich weiß es nicht.
Die Briefkastenanlage befand sich quasi vor unserem kleinen Häuschen. Leider stimmt die Nummer unseres Postkasten nicht mit der Nummer des Hauses überein. Wäre ja auch zu einfach. Und: Der Schlüssel klemmte. Nichts bewegte sich. Kein Wunder, wie ich dann feststellte: Ich stand an Anlage 1. Unser Postkasten befand sich jedoch bei Anlage 2 – mehrere 100 Meter entfernt. Meinen “stern” habe ich dennoch nicht bekommen. Habe ihn mir dann gekauft…

Hubschraubereinsatz in Baabe. Ein paarmal kreiste er über den Strand und landete schließlich auf der kleinen Wiese zwischen den Imbissen und dem Kurpark, am Ende der Strandstraße. Und riss diverse Werbeständer, Tische und Stühle um. Auch die Leute standen überall rum. Dass der Heli genau hier landen würde, damit hat keiner gerechnet.
Es war ein Notarzteinsatz, in einem Hotel ein paar Meter entfernt. Der Abflug war dann auch vorbereiteter. Tisch, Stühle und Aufsteller wurden weggestellt oder gesichert, die Leute wurden auf Abstand gehalten. Denn das Aufsteigsmanöver war nicht einfach. Sehr gefährlich nahe an den Bäumen landete der Hubschrauber. Aber es ist alles gut gegangen und die Touris (inklusive mich) hatten ihre Tagesaction.

Ich weiß nicht, wie oft ich schon auf Rügen war. Trotzdem gibt es immer unentdeckte Flecken. Die Landzunge Reddevitzer Höft zum Beispiel. Die liegt westlich von Middelhagen. Hier hat man einen tollen Blick auf den (oder die?) Having. In Alt Reddevitz genoss ich mit einem Fischbrötchen den Blick auf den Bodden – wo am Ufer ein toter Vogel lag. Unbemerkt lag er da. Nur Kinderspielzeug lag daneben.

Mein Lesestoff auf Rügen kam sehr gut an. So zeigte sich Freitagnachmittag folgendes Bild: Marcel las mein “Vollidiot”-Buch. Nico den Nachfolger “Millionär”. Und Mandy den “stern”, den ich mir gekauft hatte. Tja. Nun habe ich mich schon mit Lesestoff versorgt und langweile mich trotzdem.
Am Sonnabend verschlang dann übrigens auch Mandy noch den “Vollidioten”. Nur Franzi verweigerte sich…

Vor fünf Jahren war ich mit Flo das erste Mal im Autokino in Prora. Diesmal sah ich mit Nico und Marcel den Simpsons-Film. Sehr geil, sehr lustig (-> 2.8.2007)! Allerdings gab es vor fünf Jahren auf dem gelände noch Imbiss und Klo. Beides wurde inzwischen abgeschafft. Auf Ersteres hatte ich gesetzt und das Zweite benötigt.

In Binz kann man die Reichen und Schönen beobachten. Besonders am Abend, wenn in der Hauptstraße an den Cafés, Bars und Discos Hochbetrieb herrscht. Da werden die teuren Autos schon mal hin und her bewegt. man muss ja zeigen, was man hat. Da gilt auch für die jungen Damen, deren Oberweite offenbar in letzter Zeit auch ordentlich zugelegt hat. Was mit der Natur aber wenig zu tun hat.

Superwetter am Wochenende. Sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag rund 8 Stunden Strand. Sonntag habe ich mich dann endlich auch ins Wasser getraut.

Essenstipp: Am Ende der Baaber Strandstraße ist man bestens versorgt. Im “BaabeQ” gibts leckere Cheeseburger, im Laden daneben gute Döner. Und daneben extrem leckere Bismarck-Brötchen. Ganz frisch, mit Zwiebeln! Mhhh!
Von den Waffeln an der Binzer Hauptstraße hatte ich schon erzählt?

Seebrückenfest am Sonnabendabend in Göhren. Der Abend wird der live spielenden Showband wohl länger in Erinnerung bleiben. Besoffenes Prolljungvolk, das wild tanzt und gröhlt kommt eben immer gut. Ohne echte Zugabe beenden sie gegen Mitternacht ihr Programm. “Ihr wart ein tolles Publikum. Getränke gibts dort links und rechts.” Der pure Hass war aus der Ansage heraus zu hören. Minutenlang gröhlte das Tourivolk Schlager weiter und man hatte kurzzeitig das Gefühl, dass der Göhrener Kurplatz demnächst auseinander genommen würde. Aber es steht alles noch…

Mit einem FKK-Ostseebad, Fischbrötchen und Eis verabschiedeten wir uns Sonntagabend von Baabe, vom Strand und von der Ostsee. Hinter rambin gab es dann noch den üblichen Rügendammstau.
Ach ja, der Rügendamm. Auch das letzte Mal. Eigentlich ist es ganz gut, dass es da Stau gibt. Denn dann kann man sich ein wenig länger die neue gigantische Rügenbrücke ansehen. Die zweite Querung des Strelasunds bei Stralsund wird noch im Herbst eröffnet. Dann werden die Staus hoffentlich seltener.
Wir sind dennoch ganz gut durchgekommen. Bis zum Megastau auf der A11 – hier trafen sich alle Ostseeurlauber zum rund 70-minütigen Beisammensein…

Rügen 2007 – schon war’s!