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Mein Tag mit mir

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Edeka-Getränkekrise?

Mittwoch, den 11. Mai 2022
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Gibt es eine Getränkekrise in den Supermärkten? Zumindest bei Edeka habe ich in zwei verschiedenen Märkten erstaunlich leere Regale vorgefunden.

Am Montag bei Edeka im Oranienburger Norden war beispielsweise das Regal mit den verschiedenen Coca-Cola-Sorten ratzekahl leer. Aber auch sonst herrschte eine große Flaute. Keine Pepsi-Marken, nur noch die “kleinen” Marken waren vorhanden. Ein sehr ungewohntes Bild.
Am Dienstag bei Edeka in Berlin-Wannsee. Auch hier war der Bereich mit den Coca-Cola-Sorten so ziemlich leer. Aber auch sonst herrschte eine Getränkeflaute. Diverse andere Brausen und Colas waren ebenfalls nur noch in Resten vorhanden.
Sind da Lieferketten zusammengebrochen? Ist Coca Cola pleite?
In Wannsee sah es übrigens bei den Knabbersachen, den Chips, ähnlich aus – nämlich sehr übersichtlich.

Klar, ein Luxusproblem. Dennoch erstaunlich, dass in zwei völlig unterschiedlichen Läden (derselben Kette) die Regale so leer sind. Vielleicht habe ich aber auch nur die neueste Hamsterkauf-Welle verpasst?

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Bloß keine Ablenkung!

Samstag, den 7. Mai 2022
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Die Kremmener vermissen die immer wieder neu gestaltete Figur am Beginn des Schlossdamms. Es handelte sich um Strohballen, die alle paar Monate neu gestaltet wurden. Sie stand quasi als Willkommensgruß an der Straße, die in die Stadt führt. Mal begrüßte ein Rentier die Autofahrer, mal eine Biene.

Doch nun ist die Figur abgebaut. Was ziemlich traurig scheint, ist aber aus Sicht des Landesbetriebes Straßenwesen eine sehr gute Nachricht. Denn, wie wir Freitag in der MAZ gelernt haben, endlich werden wir Autofahrer nicht mehr von solchen Figuren am Straßenrand abgelenkt.
Der Landesbetrieb verlangte den Abbau, weil solche Werbeträger nicht näher als 20 Meter an der Straße stehen würfen. Sie würden nämlich eine Gefahr darstellen, hieß es vom Landesbetrieb. Wegen der drohenden Ablenkung!

Demnächst muss vermutlich die Tankstelle nebenan ihre Preistafel abbauen – lenkt total ab! Oder denken wir mal an die vielen braunen Hinweistafeln an den Autobahnen, die auf Sehenswürdigkeiten hinweisen – lenken total ab, weg damit! Überhaupt sollte zum Scheunenviertel hin eine große Sichtschutzwand aufgestellt werden – lenkt doch alles total ab!

Ja, die Regeln sind die Regeln. Manche Regeln erscheinen aber dennoch absolut albern.

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Auf dem Second-Hand-Flohmarkt

Dienstag, den 3. Mai 2022
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Freunde von mir sind Eltern geworden, und das erschließt mir nun auch eine neue Welt: einen Second-Hand-Flohmarkt, auf dem vorwiegend gebrauchte Baby- und Kindersachen verkauft werden.

An der Lindenkirche in Berlin-Wilmersdorf fand neulich so ein Markt statt. Vor der Kirche und im Innenhof haben viele Menschen ihre Stände aufgebaut und ihre Waren auf den Tisch drapiert.
Es sind tatsächlich vor allem Klamotten, die verkauft werden. Denn, das muss man sich ja klarmachen: Kinder – vor allem Babys – wachsen rasend schnell. Es dauert nicht lange, da sind sie aus einer Kleidungsgröße schon wieder rausgewachsen, und die teuren Klamotten, die man gekauft hat, kann man schon wieder weghauen. Oder eben weiterverkaufen. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, solche Märkte abzuklappern, weil die Sachen, die dort verkauft werden, allermeistens in einem sehr guten Zustand sind.

Aber es ist nicht nur das, was was solche Märkte für Eltern interessant macht: Man kommt ins Gespräch. Ich stand ja eher beobachtend daneben. Aber Eltern sprechen andere Eltern oft und gern an. Oder man kommt mit den Menschen ins Gespräch, die die Klamotten verkaufen. Wie alt denn das Baby sei. Wie lange man die Klamotten nutzen kann. Wie oft sie getragen wurden. Wenn man ein paar Nummern größer kauft, wann man die dann wohl nutzen kann. Und so weiter. Erfahrungsaustausch. Babygucken. Die Themen ergeben sich schnell. Es ist eine spezielle, sehr entspannende, irgendwie vertraute Stimmung, die auf so einem – also zumindest auf diesem – Markt herrschte.

Spielzeuge, Bücher, sogar ein Fahrrad – und vieles mehr gab es auch noch. Man konnte sich dort ganz gut ausstatten. Weiter hinten gab es noch selbstgemachten Kuchen.
Ein etwas anderer, aber auch sehr schöner, spannender Ausflug in eine Welt, die mir bislang verschlossen blieb.

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Die Papiere, bitte!

Samstag, den 30. April 2022
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Es war mal wieder einer dieser Momente, wo man sehr stark an sich selbst zweifelt.
Mein Auto war in der Werkstatt, am Donnerstag konnte ich ihn wieder abholen. Alles gut, und ich bekam den Autoschlüssel und ein Auf Wiedersehen.
Gut gelaunt stieg ich in mein Auto, wollte losfahren – stutzte dann aber doch. Meine Papiere fehlten. Ich war mir ziemlich – sehr – sicher, dass ich die mit abgegeben hatte. Also lief ich zurück ins Autohaus und merkte an, dass meine Papiere fehlten.

Und nun begann erstens das große Suchen und zweitens die große Ratlosigkeit. Denn im meinem Auto lagen nicht nur nicht meine Papiere, dafür aber irgendwelche Fremdunterlagen.
Anruf in der Werkstatt. Sind dort die Papiere? Waren sie nicht.
Das große Suchen ging weiter. In diversen Ordnern.
Und ich begann auch, an mir zu zweifeln: Hatte ich die Papiere vielleicht doch wieder mitgenommen. Ich erinnerte mich, dass ich nämlich die Leihwagenpapiere aus der große Tasche in meine Brieftasche genommen hatte. Habe ich da vielleicht meine eigenen Papiere rausgenommen und irgendwo auf meinen Schreibtisch gelegt?
Ich überlege, behielt das aber für mich – weil das ja irgendwie peinlich gewesen wäre, wenn ich jetzt einen Aufriss mache und sich dann rausstellt, dass ich der Blödian war.

Die Suche ergab nichts. Sie müssten mich erst mal ohne Papiere wegschicken. Ich blieb erstaunlich ruhig, weil ich ja auch selbst die Überlegung hatte, die Papiere könnten zu Hause liegen. Aber dennoch ist es ja merkwürdig, dass einen das Autohaus wegschickt und ich in Kauf nehmen muss, dass mich die Polizei ohne Papiere anhält. Wer haftet denn dann?

Ich hatte mich gerade ins Auto gesetzt und rollte schon langsam los, als jemand mir entgegen gerannt kam – und ich sah auch schon, was er dabei hatte: meine Papiere. Sie müssen also doch da irgendwo rumgelegen haben.
Ende gut, alles gut. Aber dennoch: krass, wie man auch an sich selbst zweifelt.

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BKA: Erst mal wieder alle Sinne einsammeln

Freitag, den 29. April 2022
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Wer ins BKA-Theater am Berliner Mehringdamm will, bekommt gleich mal zu Beginn eine sportliche Einheit, die sich gewaschen hat. Ich mag das BKA, aber ich bin so selten dort, dass ich tatsächlich immer wieder vergesse, dass vor dem Theatergenuss der Sport steht.
Denn das BKA befindet sich unter dem Dach.

Vor dem Fahrstuhl hat sich eine längere Schlange gebildet. Es heißt, es handele sich um den langsamsten Fahrstuhl Berlins. Ich kann das nicht beurteilen, da wir gleich beschlossen, die Treppe zu nutzen. Allerdings – wie gesagt -, ich konnte mich auch nicht mehr erinnern, wie hoch wir laufen müssen.
Das teilt das BKA übrigens mit dem Kino in den Hackeschen Höfen. Auch dort muss man so einige Stufen erklimmen, bis man oben angekommen ist.

Stufe um Stufe ging es nach oben, relativ zügig, sportlich eben. Erste Etage, zweite Etage, und dann hörte ich auf zu zählen. Der Puls ging nach unten. Noch eine Etage, noch eine…
Es schien kein Ende zu nehmen, bis plötzlich die Stufen mit Teppich ausgelegt waren: Quasi das Finale, der Countdown für die letzte zu erklimmende Etage.

Und dann waren wir oben, und zum Glück war M. dabei, der am Ticketschalter unsere Karten klarmachte, während ich etwas abseits davon nach Luft japste und dabei war, meine Sinne wieder einzusammeln.
Aber natürlich hat sich’s gelohnt – denn es war ein lustiger Theater-Abend!

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Maskenfrei in Zeiten des Coronavirus

Donnerstag, den 28. April 2022
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Es ist bei einigen Leuten ein echter Streitfall. Soll man im Supermarkt oder anderen Geschäften noch eine Maske tragen? Seit einigen Wochen muss man keine mehr tragen – trotz hoher Inzidenzen. Aber weil sich die Zahl der Intensivpatienten in Grenzen hält, wird die Gefahr nicht mehr als hoch angesehen, und es werden die Schutzmaßnahmen zurückgefahren.

Und dennoch: Man muss sich erst dran gewöhnen. Als ich das erste Mal meinen Stammsupermarkt in Oranienburg betrat, da zog ich mir noch die Maske über. Aber ich würde sagen, weniger als die Hälfte der Menschen hatte auch noch eine Maske auf.
Jeder muss das selbst entscheiden, und das ist auch okay so.

Beim zweiten Mal habe ich die Maske dann weggelassen. Ich habe mich auch an die Anfangszeit des Coronavirus erinnert. In den ersten beiden Monaten herrschte auch noch keine Maskenpflicht, und dennoch hat alles ganz gut funktioniert – und Angst hatte ich auch nicht wirklich.
Deshalb habe ich mich durchaus gefragt: Was ist jetzt eigentlich anders? Ist der Supermarkt abends nicht allzu voll, kommt man den Leuten eh nicht besonders nah. Und selbst wenn, bleibt man ja nicht direkt neben ihnen stehen. Ein paar Sekunden seien ja durchaus nötig, um die Viren zu übertragen, heißt es.

Es ist eine Sache der Gewöhnung, fast schon ein psychisches Ding. Als ich neulich im Hofladen auf dem Spargelhof in Kremmen war, habe ich nicht mal dran gedacht, mich zu fragen, ob ich eine Maske aufsetze. Aber es waren auch so wenige Leute im Laden – das wäre albern gewesen.

Und es werden sichtbar auch weniger und weniger Leute, die Masken tragen. Wenn nicht im Herbst wieder eine problematische Variante auftauchen sollte, dann könnte sich die Sache mit den Masken eventuell erledigt haben.

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Stau wegen Gaffen

Sonntag, den 24. April 2022
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Eigentlich hatte ich auf meiner Rückfahrt aus Dagebüll großes Glück – kein Stau auf der A 24. Denn als ich im Norden losgefahren war, zeigte das Navi noch einen langen Stau bei Neustadt/Glewe an. Aber die Strecke war dann doch frei.
Erst in Höhe der Raststätte Linumer Bruch im Baustellenbereich stockte plötzlich der Verkehr. Was merkwürdig war, denn eigentlich war davor auf der Strecke gar nicht so viel los. Aber zwischen Linum und Kremmen verdichtete sich der Verkehr immer mehr, und zwischendurch sogar ein kurzer Stillstand.

So quälten sich die Autos durch die Engstelle der Straße. Es zog sich ziemlich lange dahin, und irgendwann tauchte auf der anderen Fahrbahnseite eine Unfallstelle auf. Ein liegengebliebener Bus und weitere Fahrzeuge blockierten auf der Gegenfahrbahn die Autobahn. Dafür löste sich plötzlich vor mir der Stau auf – wie aus dem Nichts. Alle gaben wieder Gas, alles war wieder frei.
Heißt: Den Stau gab es nur, weil Leute mal wieder gegafft haben und deshalb in Höhe der Unfallstelle auf die Bremse gingen. Solche Staus sind die ärgerlichsten.

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