Monatsarchiv für Juli 2022

aRTikel

Der Ort des Sterbens ist nicht immer nur traurig, es wird auch mal gelacht

Samstag, den 30. Juli 2022
Tags: ,

Landrat Alexander Tönnies besucht das Oberhavel-Hospiz „Lebensklänge“ in Oranienburg – der Tod ist für viele Menschen ein Tabuthema, doch das muss es nicht sein

MAZ Oberhavel, 30.7.2022

Oranienburg.
Das Hospiz in Oranienburg ist ein Ort des Sterbens. Aber dennoch ist es grundsätzlich kein trauriger Ort. Wer sich auf dem Gelände an der Germendorfer Allee umsieht, wird feststellen, dass es dort überall hell und freundlich ist, geradezu lebensbejahend, auch wenn sich alles um das Lebensende dreht.
„Es ist mir ganz wichtig, mal bei Ihnen zu Besuch zu sein“, sagte Landrat Alexander Tönnies (SPD) am Freitagvormittag. Seine Sommertour führte ihn ins Hospiz Oberhavel „Lebensklänge“. „Das Sterben und der Tod sind aus der Mitte der Gesellschaft gerückt“, sagte er. Der Tod und alles, was damit zusammenhänge, sei bei sehr vielen Menschen immer noch ein Tabu. „Solche Orte tragen dazu bei, dass das anders ist“, erklärte dazu Beatrice Marzahn, die Leiterin der Einrichtung. Die Atmosphäre im Haus sei anders, als viele denken würden. „Hier wird auch gelacht.“

Das Hospiz in Oranienburg hat 15 Plätze. „Wir haben Wartelisten“, so Beatrice Marzahn. Es gehe dabei aber nicht nach Zahlen oder Reihenfolgen, sondern nach dem gesundheitlichen Zustand. „Wir schauen, wer ist dringlicher.“ Es seien die Gäste selbst, die sich nach einer entsprechenden Diagnose melden würden, auch Angehörige, Krankenhäuser oder Betreuer. Bedingung: „Unsere Gäste müssen austherapiert sein.“ Im Durchschnitt bleiben die Gäste im Hospiz acht Wochen, aber es ist eigentlich sehr unterschiedlich. „Von ganz kurz, manchmal aber auch ein Jahr“, so Beatrice Marzahn. „Aber das ist sehr selten.“
Es sei ein gesellschaftliches Problem, dass die meisten Menschen in Krankenhäusern sterben, sagte Detlef Troppens, der Geschäftsführer des Hospizes. „Das Sterben zu Hause ist selten.“ Man habe 15 Jahre lang dafür gekämpft, dass das Hospiz in Oranienburg eröffnet werden konnte. Damals seien die Oberhavel-Kliniken in finanzielle Vorleistung gegangen. „Aber der Bedarf ist ja enorm“, sagte Landrat Alexander Tönnies. „Es gibt den Betroffenen so viel. Größer als die 15 Plätze, die es in dem Haus in Oranienburg gibt, sollte ein Hospiz nicht sein. „Je größer die Einheiten, desto mehr Struktur braucht man“, erzählte die leitende Pflegefachkraft Bernadette Collatz. Dabei sei es wichtig, auch individuelle Wünsche zu erfüllen. „Der Gast kann zum Beispiel selbst bestimmen, wann er aufsteht.“ So sei es möglich, um 6 Uhr zu frühstücken oder aber erst um 11 Uhr. „Das geht, weil wir hier die Zeit dazu haben.“ Detlef Troppens ergänzt, dass es im Krankenhaus andere, feste Abläufe gebe. „Hier ist das viel individueller.“

Für die Gäste – wer im Hospiz ist, ist kein Patient – gibt es im Haus viele Möglichkeiten, sich zu betätigen oder die Freizeit zu verbringen. Es gibt Möglichkeit, zusammenzusitzen, die Gäste können spielen und basteln oder einfach nur draußen sitzen. Am Freitagvormittag war der Musiker Sebastian Wolf aus Eichstädt zu Gast, der auf seiner Gitarre spielte und dazu sang. Wer nicht möchte, muss auch nicht, es gibt keine Zwänge.

Wenn dann ein Gast stirbt, dann folgt im Haus ein Ritual. „Wir ziehen den Gast um und baren ihn im Zimmer auf“, erzählte Bernadette Collatz. Das Zimmer und das Bett werden geschmückt, alles Medizinische kommt weg. „Wir lassen uns ein bisschen was einfallen.“ Dazu gehöre auch, dem Gast etwas Typisches zu geben, wie er vor Ort wahrgenommen worden sei. So habe ein Verstorbener ein Basecap aufgesetzt bekommen, weil das eine Art Markenzeichen von ihm gewesen sei. „Die Angehörigen können dann Abschied nehmen. Wir bieten auch Feiern an.“ Das sei auf weltliche oder auf christliche Art möglich. Da werden dann beispielsweise Gedichte gelesen oder die Lieblingsmusik gespielt. „Wir sind ja keine ausgebildeten Trauerredner“, so Bernadette Collatz, aber es werde so gesprochen, wie es vom Herzen komme. Es sei wichtig für die Trauernden, den Tod und den Abschied zu begreifen. „Vor dem Zimmer wird eine Kerze aufgestellt“, sagte Beatrice Marzahn. Im Eingangsbereich des Hospizes gibt es zudem an einer Tafel einen Baum, und stirbt jemand, dann bringen dessen Angehörige ein neues Blatt an und suchen aus, wo es hinkommt.
Es komme öfter vor, dass Angehörige später noch mal ins Hospiz kommen. „Wir haben ein Erinnerungscafé“, sagt Bernadette Collatz. „Wenn die Angehörigen später noch Gesprächsbedarf haben.“ Dort würden auch schon mal Freundschaften entstehen – und sogar ein Pärchen habe sich dort gefunden.

Fünf Prozent des Budgets müssen durch Spenden erwirtschaftet werden, so will es der Gesetzgeber. „Wir brauchen einige Zehntausend Euro im Jahr“, so Detlef Troppens. Man baue darauf, dass die Menschen etwas geben, wenn sie zufrieden seien, ergänzte er.
Landrat Tönnies war am Ende seines Besuches zufrieden. „Ich möchte, dass der Tod aus der Tabuzone kommt“, sagte er. Es gehe darum, angstfrei, schmerzfrei und in Würde diese Zeit im Hospiz zu erleben. Er wolle den Menschen, die dort arbeiten, Rückenwind geben.

Hits: 141

ORA aktuell

Jupp: Neue Bar im Oranienburger Oranienwerk eröffnet

Samstag, den 30. Juli 2022
Tags:

Erst Ackerburger, dann Kellerkind, und nun Jupp: Am Freitag ist im Oranienburger Oranienwerk eine neue Bar eröffnet worden. “Jupp” ist eine Kultur- und Eventbar. Dazu gehört auch ein Biergarten auf dem Hof des Oranienwerkes.

Hits: 195

RTZapper

Balduin, der Sonntagsfahrer

Samstag, den 30. Juli 2022
Tags: ,

MI 27.07.2022 | 21.50 Uhr | Nitro

Dieser Film gehört zu den Klassikern in der Reihe von Komödien mit Louis de Funes. In Deutschland hieß er “Balduin, der Sonntagsfahrer”, obwohl ein Balduin im Film gar nicht vorkommt – aber darum hat man sich in Deutschland früher ja nicht geschert, dass ein Filmtitel unlogisch ist. Hauptsache der Name “Balduin”, weil de Funes ja zuvor schon einige Filme veröffentlicht hatte, in denen er Balduin spielte. Aber genau genommen ergibt der komplette Filmtitel gar keinen Sinn.
Und 51 Jahre nachdem er veröffentlicht worden ist, muss man leider auch sagen, dass er nicht besonders gut gealtert ist. Heute wirkt er geradezu billig. Er lief mal wieder am Mittwochabend bei Nitro.

Dabei hat man sich damals wahrscheinlich richtig Mühe gegeben, dem Film ordentlich Action zu geben.
Im Film ist Straßenbau-Unternehmer Henri Roubier (ja, wirklich, nicht Balduin!) in seinem Auto auf einer Hangstraße unterwegs, er landet in einem Stau, wo sich ihm zwei Anhalter quasi aufdrängen. Als der Stau sich auflöst, rast Henri die Straße entlang, kommt von ihr ab. Sie stürzen die Klippe runter und stellen bei Morgengrauen fest, dass sie auf einer Pinie gelandet sind – und dort nicht mehr weg kommen. Sie warten tagelang, bis man auf sie aufmerksam wird und die Rettung zu einem Medienereignis wird.

Henri ist ein Raser und alles andere als ein Sonntagsfahrer. Kein Balduin, kein Sonntagsfahrer. Aber egal.
Aber auch technisch ist der Film mitunter übel. Die Autoszenen während der Raserei sind mehr schlecht als recht scheinbar vor einer Leinwand gedreht worden. Sieht alles unecht aus, auch spielen Louis de Funes, Olivier de Funes und Geraldine Chaplin nicht besonders gut – wie man überhaupt sagen muss, dass Olivier und Geraldine (beides Kinder von großen Schauspielern) nicht gerade gute Darsteller sind. Sie spielen übertrieben, und die teilweise schlechte, bieder-alberne Synchro macht es noch schlimmer.
Dass der Wagen ausgerechnet auf der Pinie landet, ist sowieso schlicht unglaubwürdig.
Warum die Rettungsaktion von irgend so einem schleimigen Typen sabotiert wird, erfährt man nicht so wirklich – was aber daran liegt, dass in der deutschen Fassung die Stellen, die das erklärt, rausgeschnitten worden sind. Warum auch immer.
Am Ende zeigt das Fernsehen Nachrufe, ein albern-doofer Reporter berichtet vor Ort, die Eigentlich-doch-nicht-Witwe kommt auch und ist beleidigt, weil ihr Mann mit einer jungen Frau im Auto sitzt.

Irgendwie ist “Balduin, der Sonntagsfahrer” Kult. Auch ich habe ihn schon zigmal gesehen. Zigmal habe ich aber auch schon festgestellt, dass der Film bei genauerer Betrachtung ziemlich mies ist.

-> Der Film bei RTL+

Hits: 164

aRTikel

Meinung der Kinder gehört ins Zentrum

Freitag, den 29. Juli 2022
Tags: ,

Alexandra Pichl, Landesvorsitzende der Grünen, unterhält sich mit IFK-Direktor Dietmar Sturzbecher in Staffelde über die frühkindliche Erziehung – Verkehrsregeln müssten in der Kita vermittelt werden

MAZ Oberhavel, 29.7.2022

Staffelde.
Lehren und lernen – das ist das Credo von Dietmar Sturzbecher. Der Direktor des Instituts für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung (IFK e.V.) empfing am Donnerstagvormittag in Staffelde Alexandra Pichl. Die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Grüne wollte sich bei ihm über die verschiedenen Aspekte frühkindlicher Bildung informieren – wobei sich beide im Laufe des Gesprächs auch mit dem Thema Verkehrserziehung in der Kita-Betreuung unterhielten.

Ein Thema, das im Staffelder Institut keine unwichtige Rolle spielt: Was passiert mit den Kindern, wenn sich die Eltern trennen? Das Wechselmodell – wenn das Kind zur Hälfte bei beiden ehemaligen Partnern ist – würde dem Kind nicht schaden, sagt Dietmar Sturzbecher. „Aber wenn die Eltern nicht kooperieren, dann ist das verheerend.“ Aus seiner Sicht müssten Beratungsstellen sich mit jeder Trennungsfamilie auseinandersetzen und sich die soziale Situation ansehen. „Es ist immer ein Stück Arbeit, das passende Modell für das Kind rauszukriegen. Da muss man auch mit dem Kind reden.“ Es gebe dafür entsprechende Befragungsmodelle. „Wir haben zeigen können, dass man Kinder ab vier Jahren befragen kann. Wenn man es richtig macht, sind ihre Aussagen genauso verlässlich wie die von Erwachsenen“, so der Institutsleiter. Er plädiere in solchen Fällen dafür, eine differenzierte Handlungsweise zu wählen. „Im Zentrum muss die Meinung der Kinder stehen.“ Stattdessen seien Kinder im Spannungsfeld der Eltern in solchen Fällen oft allein gelassen.

Das Institut befasse sich mit der Familienforschung. Es gehe um familienfreundliche Städte und Gemeinden. Neben der Stadt Herzberg (Elster) sei Kremmen eine der Modellstädte, die bei einer familienfreundlichen Sozial- und Regionalplanung unterstützt würden. Wenn es darum gehe, auch die Kinder zu ihren Ansichten zu befragen, da steht auch das Kommunale Netzwerk für Qualitätsmanagement in der Kindertagesbetreuung (KomNet-QuaKi) hoch im Kurs. Mehr als 150 Kitas in 20 Kommunen machen mit – in Oberhavel sind es Kremmen, Oberkrämer, Hennigsdorf und Oranienburg. Innerhalb dieses Qualitätsmanagementsystems für Kindertageseinrichtungen werden immer wieder Befragungen durchgeführt, um herauszufinden, auf welchem Level sich die Einrichtungen befinden. „So ein Qualitätsmanagement kann nicht schaden“, sagte Alexandra Pichl. Da sie sich kommunalpolitisch in ihrem Heimatort Kleinmachnow bei Potsdam engagiere, kenne sie sich damit gut aus.
Dietmar Sturzbecher stellte aber auch klar, dass es vor allem die Kommunen seien, die sich in der Hinsicht für ihre Kitas einsetzen würden. „Diese Politik findet in den Kommunen statt, nicht in Land und Bund.“ Alexandra Pichl merkte dazu an: „Ich höre raus, dass das Land die frühkindliche Bildung nicht in den Vordergrund gestellt hat.“ Es werde überall über Gebühren und Gebührenfreiheit diskutiert, aber aus ihrer Sicht müsse noch viel mehr über den Bildungsauftrag und die Qualitätssicherung an den Kitas gesprochen werden. „Die Eltern haben mit Kitagebühren kein Problem, wenn die Qualität stimmt“, sagte Dietmar Sturzbecher. Dennoch würden die Leute aber auch nicht verstehen, warum die Gebühren in den verschiedenen Gemeinden mitunter stark unterschiedlich ausfallen würden. „Wir unterhalten uns über Finanzen, erst danach über Qualität.“ Das sei nicht richtig.

Auch über die Verkehrserziehung und die Vermittlung von Verkehrsregeln für Kinder macht man sich am Staffelder Institut Gedanken. „Die Frage ist: Wo verunfallen Kinder“, sagte Dietmar Sturzbecher. „Wir analysieren Unfälle und schauen, welche typischen Rahmenfälle es gibt.“ Aufgrund dieser Daten könnten dann entsprechende Lernmaterialien und -hilfen zusammengestellt werden. So kritisiert Dietmar Sturzbecher beispielsweise, dass Eltern ihre Kinder oft viel zu lange jeden Tag zur Schule bringen. Denn so könnten die Kinder keine eigenen Erfahrungen auf dem Schulweg sammeln.
Die Grünen-Vorsitzende Alexandra Pichl erzählte in dem Zusammenhang, dass sie den vier Kilometer langen Schulweg mit ihrem Kind gemeinsam mit dem Rad fährt. „Es ist mir zu unsicher, sie alleine fahren zu lassen.“ Auch wenn es geheißen habe, dass man die Kinder nicht immer bringen solle, es müsse den Schulweg lernen. Dietmar Sturzbecher verwies auf ein entsprechendes Projekt des Institutes, bei dem es um die richtige Vermittlung von Verkehrserziehung in der Kita gehe. Die Landesvorsitzende der Grünen wünscht sich zudem, „dass wir uns auch die Fahrlehrerausbildung angucken.“ Da werde gerade gegenüber jungen Fahrschülerinnen „oft Macht ausgeübt“, wie sie sagte.

Und wie steht es um Vorurteile, die auch Kinder schon haben? „Kinder beginnen mit vier Jahren mit stereotypen Handlungen“, sagte Dietmar Sturzbecher dazu. Eine Erziehung, die eventuelle Vorurteile vorbeugen müsste, sollte dementsprechend schon in diesem Alter beginnen. „Wenn einem nicht genug Informationen zur Verfügung stehen, greife ich auf Vorurteile zurück.“ Alexandra Pichl erzählte von einer Begegnung mit Jugendlichen, „die haben mit 14 Jahren Querdenker-Meinungen wiedergegeben, die sie so nur von den Eltern haben können.“ Sie wisse, weil sie ja auch Mutter sei, welche Verantwortung sie in dieser Hinsicht habe.

Für Dietmar Sturzbecher hatte Pichl am Donnerstag viel Lob: „Sie haben hier sehr viel gemacht und aufgebaut.“

Hits: 144

RTZapper

Erlebnis Hessen: Tante Emma reloaded – Die neuen Dorfversorger

Freitag, den 29. Juli 2022
Tags: ,

DI 26.07.2022 | 20.15 Uhr | hr fernsehen

In Sommerfeld, einem Ortsteil von Kremmen in Brandenburg, gibt es schon viele Jahre keinen Supermarkt mehr. Jahrelang haben einige Engagierte versucht, wenigstens einen kleinen Tante-Emma-Laden ins Dorf zu holen – auch das hat nicht geklappt. Bis heute gibt es im Dorf keine Lebensmittel.
Der hr zeigte am Dienstagabend eine Doku über eine Idee, die für solche Dörfer auf jeden Fall interessant sein könnte.

Katharina und Carsten Marin haben im Marburger Land im Rhein-Main-Gebiet auch die kleinen Läden auf dem Dorf vermisst. Ein paar Kartoffeln? Sie mussten weite Wege fahren. Aber das Betreiben eines Ladens ist zu teuer. Die Idee: Regioautomaten. Davon haben sie in der Region inzwischen 19 aufgestellt, und die Geschäfte laufen gut. Es geht darum, die Automaten mit Lebensmitteln aus der Region zu füllen. Butter, Wurst, auch mal Bier.
Inzwischen bewerben sich die Dörfer bei den Marins, damit sie bei sich auch so ein Ding bekommen. Gerade die Älteren sind zwar skeptisch, weil sie ungern solche Automaten bedienen, aber die Neugier siegt am Ende.

“Tante Emma reloaded – Die neuen Dorfversorger” hieß die Doku in der Reihe “Erlebnis Hessen” im hr. Der Film zeigte, dass man bei der Nahversorgung der Menschen auch mal ganz neue Wege gehen kann. Wenn es sich schon nicht lohnt, einen Laden einzurichten, dann lohnt es sich vielleicht, wenigstens solche Automaten aufzustellen. Die dortigen Einkäufe sind ein bisschen teurer als im Supermarkt – dafür sind es aber Waren von um die Ecke.
Das könnte ein schöner Trend sein!

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 19. Juli 2023)

Hits: 186

KeineWochenShow

#277 – Happy Pride!

Donnerstag, den 28. Juli 2022
Tags:

Nach dem Unfall in der Show von letzter Woche muss MetalMewes sein Bein schonen, und eine OP steht auch an. Man kann also sagen: Das war der größte Zwischenfall in der Geschichte von KeineWochenShow.
Und wir müssen ein wenig improvisieren. Deshalb gibt es diesmal ein Special – und dafür kehrt Susi mal wieder zu KeineWochenShow zurück.

Wir sind auf dem Christopher Street Day in Berlin und beobachten, was dort los ist. An der Kurfürstenstraße lassen wir den Zug an uns vorbeilaufen, und wir gehen ihm später in Richtung Potsdamer Platz entgegen. Happy Pride!
MetalMewes meldet sich zwischendurch aber dennoch – der Biertest darf ja nicht fehlen. Das und mehr in KeineWochenShow #277 auf Youtube.
Und auch in der kommenden Woche wird es eine Gastmoderation geben!

Hits: 186

RT im Kino

Bibi & Tina: Einfach anders

Donnerstag, den 28. Juli 2022

(4) -> 28.2.2017
Serie -> 20.4.2020

Detlev Buck kann einfach nicht von ihnen lassen: Von Bibi und Tina, Amadeus und Sabrina, die jagen den Wind, die reiten geschwind, weil sie Freunde sind. Die Hexe Bibi Blocksberg ist in den Ferien bei ihrer besten Freundin Tina auf einem Reiterhof in Falkenstein.
Nach vier Kinofilmen folgte eine Serie bei Amazon Prime Video mit einem neuen Cast, und der fünfte Film ist eigentlich die Fortsetzung dieser Serie, die 2020 angelaufen war.

Fast kommt es in Falkenstein zur Katastrophe. Aber Bibi (Katharina Hirschberg) kann mit einem Hexspruch gerade noch verhindern, dass ein Meteorit auf den Pferdehof donnert. Dennoch tut sich danach einiges Merkwürdiges: Sehr viele Leute wollen die Reste des abgestürzten Gesteins suchen.
Bibi und Tina (Harriet Herbig-Matten) empfangen unterdessen etwas ungewöhnliche Feriengäste. Disturber (Emilia Nöth), Spooky (Pauletta Pollman) und Silence (Leander Lesotho) sollen die Ferien dort verbringen. Die eine lacht nie, der andere spricht nie, die andere sucht nach Aliens.
Und was ist eigentlich mit Graf Falko (Holger Stockhaus) los? Ein Typ (Kurt Krömer) behauptet, Falko sei gar kein Graf und nistet sich in dessen Schloss ein.

“Einfach anders” heißt dieser neue Film mit Bibi & Tina von Detlev Buck. Einmal mehr geht es um freundschaftlichen Zusammenhalt, darum dass es Menschen gibt, die anders sind, die man aber trotzdem und gerade deshalb lieb haben kann. Um Falschnachrichten und Hysterien und natürlich um fiese Intrigen.
Die Alien-Story ist allerdings ein bisschen weit hergeholt und albern, zumal die Special-Effekts an der Stelle geradezu lächerlich dämlich sind.
Dass niemand erkennen will, dass der von Kurt Krömer gespielte Bösewicht ständig in neue Rollen schlüpft, erscheint auch unglaubwürdig. Es ist ein wenig schade, dass Buck in diesem Film mehr auf verzichtbaten Blödsinn gesetzt hat, die früheren Filme waren irgendwie noch bodenständiger, auch kitschiger. Irgendwie ist da ein bisschen was verloren gegangen.

-> Trailer auf Youtube

Bibi & Tina: Einfach anders
D 2021, Regie: Detlev Buck
DCM, 102 Minuten, ab 0
5/10

Hits: 207