Tagesarchiv für 25. Juni 2022

RT im Kino

Elvis

Samstag, den 25. Juni 2022

Freddie Mercury hatte sein überaus erfolgreiches Biopic, später auch Elton John. Jetzt gibt es auch einen Film über Elvis Presley, der bis heute kommerziell erfolgreichste Solokünstler der USA.

Wenn Elvis Presley (Austin Butler) auf der Bühne steht, dann rasten die Mädels aus. Aber so richtig. Er wird vom Colonel Tom Parker (Tom Hanks) entdeckt, er will ihm den Aufstieg in den Musikolymp ermöglichen.
Und es funktioniert. Tritt Elvis zunächst noch bei Rummelshows auf, wird er mehr und mehr zur Attraktion. Natürlich auch durch die Art seiner Shows. Seine Bewegungen machen vor allem die Frauen an, was die Sittenwächter auf den Plan ruft. Am Ende bekommt er so große Probleme, dass ihn der Colonel erst mal zum Wehrdienst nach Deutschland schickt.
Aber auch danach geht es weiter mit Elvis’ Karriere. Eigentlich würde er gern durch die Welt touren, doch der Colonel findet immer wieder Ausreden, warum Elvis in den USA bleiben muss.
Nach den Morden an Martin Luther King und den beiden Kennedys will sich Elvis aber auch politisch positionieren. Das aber geht dem Colonel ebenfalls gegen den Strich.

Es ist wirklich schade, aber leider funktioniert “Elvis” nicht so richtig. Das hat gleich mehrere Gründe. Regisseur Baz Luhrmann ist ein Meister seines Faches. Er ist für seine großartigen Musik-Inszenierungen bekannt – diese gelingen ihm auch bei “Elvis”. Wenn Austin Butler wie Presley auf der Bühne steht und seine Show macht, dann ist das sehr gut gelungen. Auch wenn man fast sagen kann, dass diese Konzertszenen fast ein bisschen zu kurz kommen.
Wenn es jedoch um die anderen Szenen geht, hat Luhrmann oft gepatzt. Grundsätzlich ist es ein Problem, dass die Geschichte aus Sicht des Colonel erzählt wird. Der hält überall seine Hand drauf, will Presley unter keinen Umständen gehen lassen, und überhaupt ist es eine merkwürdige Sichtweise der Geschichte. Das führt dazu, dass die Figur Elvis Presley auf eine seltsame Weise unnahbar wird. Es wirkt, als kratze Luhrmann nur sehr oberflächlich an Elvis herum. Auch sind einige Schwerpunkte schlecht gesetzt, einige pikante Begebenheiten aus Presleys Biografie konnte man auf die Weise auch weglassen.
Und leider ist Austin Butler auch auf eine seltsame Weise zu weich, manchmal wirkt er wie eine Karikatur, was auch auch wiederum der Regie zu Schulden kommt. Es gibt Szenen mit Großaufaufnahmen von Presley/Butler, in der wie in einer Foto-Love-Story schaut, was wirklich albern wirkt. Augenaufschläge, merkwürdige Hundeblicke. Das ist unangenehm schlecht. So wirken einige Momente unfreiwillig komisch.
Wie der Film überhaupt der Figur Presley nicht wirklich ein Denkmal setzt, neben dem Colonel wirkt er sehr schwach – aber so wird es wohl auch im wahren Leben gewesen sein. Wenn Presley am Ende beerdigt wird und richtig viele Menschen trauern, dann wundert man sich auch, denn der Film machte eigentlich den Eindruck, Presleys Karriere sei am Boden gewesen.
Nein, “Elvis” überzeugt leider nicht.

-> Trailer bei Youtube

Elvis
USA 2021, Regie: Baz Luhrmann
Warner, 159 Minuten, ab 6
5/10

Hits: 161

RTZapper

Blamieren oder kassieren XL

Samstag, den 25. Juni 2022
Tags:

MI 22.06.2022 | 21.25 Uhr | ProSieben

Dass man bei ProSieben sehr flexibel sein kann, hat der Sender schon oft bewiesen. So auch am Mittwoch. Denn eigentlich sollte “TV total” Mitte Juni in die Sommerpause geschickt werden, gemeinsam mit “Zervakis & Opdenhövel live”. Doch die hat man offenbar verschoben, zumindest für “TV total” – denn nun soll die Comedyshow bis Ende Juli weiterlaufen. Und nicht nur das.

Während das aktuelle Magazin also in der Sommerpause ist, läuft stattdessen nun “Blamieren oder kassieren XL”. Man kennt die Show mit Elton schon sehr lange. Schon zu Raab-Zeiten war sie hin und wieder Teil von “TV total” – und ist auch eines der “Schlag den Star”-Spiele.
Nun in einer eigenen Show als XL-Variante. Und damit das alles nicht all zu aufwendig ist, wurde sie im “TV total”-Studio aufgezeichnet. Ob auch mit demselben Publikum ist unklar.

Zwar hat die ausgedehnte Variante nicht ganz so viel Tempo, aber natürlich funktioniert die Show, die ein reines Frage-Antwort-Spiel ist.
Da zeigt uns: Manchmal kann man auch mit simplen Ideen eine Stunde Sendezeit füllen. Und man kann ja schon dankbar sein, dass es sich nicht um eine dreistündige Show handelt…

-> Die Sendung bei Joyn

Hits: 159

RTelenovela

Wenn sich die Supermarkt-Regale leeren

Samstag, den 25. Juni 2022
Tags:

Normalerweise ist im Supermarkt die Auswahl quasi unbegrenzt. Die Regale sind voll. Joghurts so weit das Auge reicht. Getränke ohne Ende. Doch im Rewe-Markt an der Oranienburger Lehnitzstraße war in den vergangenen beiden Wochen alles anders.

Heute Nachmittag um 16 Uhr schließt der Supermarkt. Er bekommt einen Anbau, in dem Zuge wird das ganze Gebäude modernisiert. Bis November kann man dort nicht einkaufen.

Und deshalb gab es in vielen Abteilungen in den Tagen davor keine Neuware mehr – nur noch Obst und Co. blieben frisch. Brot gab es auch noch.
Als Kunde konnte man also beobachten, wie sich Tag für Tag die Regale leerten. Und vor allem, was Kunden verschmähen, was am längsten in den Regalen liegenbleibt. Und plötzlich herrschte Ebbe in der Getränkeabteilung. Die Kirsch-Coca-Cola stand bis zuletzt an seinem Platz. Das Suppenregal hatte kaum noch Auswahl.
Am Freitag waren schon die ersten Regale abgebaut.

Eine interessante Erfahrung, mal keinen Überfluss im Supermarkt zu erleben. Sesam-Knäckebrot ist alle? Dann halt mal eine andere Sorte. Bier war übrigens bis zum Schluss zu haben. Ohne Ende…

Hits: 141

ORA aktuell

Oranienburger Kämpfer stirbt im Ukraine-Krieg

Samstag, den 25. Juni 2022

Der erste deutsche Kriegstote in der Ukraine kommt aus Oranienburg. Der 39-jährige Björn C. kämpfte in der “Internationalen Legion zur Verteidigung der Ukraine”. Freiwillige Kämpfer aus aller Welt konnten sich dafür bei den ukrainischen Botschaften in den jeweiligen Ländern melden.
C. starb am 31. Mai bei einem Artillerieangriff in der Nähe von Charkiw. Mit ihm starben dabei ein Niederländer, ein Franzose und ein Australier.

Wie es in einem Beitrag in der Märkischen Allgemeinen heißt, hatte C. eine Ausbildung im Sicherheitsgewerbe, war aber nicht bei der Bundeswehr.

Hits: 140