Monatsarchiv für Juni 2022

KeineWochenShow

#273 – Kanzler kurz und knapp

Donnerstag, den 30. Juni 2022
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Bundeskanzler Olaf Scholz hatte in dieser Woche nicht so richtig den guten Move – gleich zweimal gab er seltsame Antworten auf Journalistenfragen – wir haben das mal aufgegriffen.
Was in dieser Woche auch klar geworden war: Das erste deutsche Todesopfer im Ukraine-Krieg kam aus Oranienburg.

Außerdem sprechen wir über die neuen Parkregelungen in Oranienburg. Über die Forderung nach mehr Bahnverkehr in Oberhavel, ohne zu sagen, wie das gehen soll. Über den Rewe-Abschied in Oranienburg. Über den Anschlag auf eine Bar in Oslo. Und ein Bier gibt es auch wieder.
Das und viel mehr in KeineWochenShow #273 auf Youtube.

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RTZapper

Berliner Philharmoniker in der Waldbühne 2022

Donnerstag, den 30. Juni 2022
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SA 25.06.2022 | 20.15 Uhr | rbb

Das Saison-Abschlusskonzert der Berliner Philharmoniker in der Waldbühne ist immer ein ganz besonderer Höhepunkt der klassischen Musik. Mehr als 20.000 Menschen kommen zu einem der schönsten Berliner Veranstaltungsorte, um unter freiem Himmel ein Konzert zu genießen. Der rbb übertrug das Konzert am Sonnabend live. Im Ersten gibt es am 3. Juli die Aufzeichnung.

In diesem Jahr waren die Umstände aber besonders. Denn unter der Leitung des aus Russland stammenden Dirigenten Kirill Petrenko spielte das Orchester ausschließlich Werke von russischen Komponisten.
Kann man in Zeiten des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine einen schönen, lauen Sommerabend mit russischer Klassik verbringen?

Man kann. Denn es ist falsch, die ganze Kultur eines Landes auszulöschen, weil aktuell und heute dieses Land Kriegsverbrechen begeht. Zumal die Kunst, die Musik, in diesem Fall mitunter Jahrhunderte alt ist.
Dennoch betonte rbb-Moderatorin Petra Gute, dass man an diesem Abend besonders an die Ukraine und Kiew denke – und dass so ein Abend ja schon sehr lange im Voraus geplant werde.

Ein Lied war dann doch kein russisches – denn immer am Ende wird die Berliner Luft, Luft, Luft gespielt – unter dem großen Applaus des Publikums…

-> Das Konzert in der ARD-Mediathek (bis 24. August 2022)

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RTelenovela

Frischer Split

Donnerstag, den 30. Juni 2022
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Langsam rollte am Mittwochmittag eine große Maschine durch Bärenklau. Ich war gerade in einem Interview, als die Maschine sehr langsam am Fenster vorbeifuhr – und wir waren etwas ratlos, was das sein könnte.

Draußen löste sich dann das Rätsel. Auf der Vehlefanzer Straße und der Alten Dorfstraße wurde Split aufgebracht. Was ja an sich gut ist, dass man sich um den Zustand der Straßen kümmert.
Dennoch herrschte Verwunderung. Meine Gesprächspartnerin traute nämlich ihren Augen nicht. Zwar führte eine schöne Splitlinie die Straße entlang, aber die eigentliche Schadstelle wurde ausgelassen. Rund um einen kleinen Gully ist die Straßendecke kaputt, und immer wieder würden Busse und Lkw durch das Loch donnern, was im Haus schon seit längerer Zeit zu unschönen Erschütterungen führe, erzählte sie. Ausgebessert wurde das Loch schon mal: Aber es habe keinen Tag gedauert, bis die Füllung wieder hinfällig gewesen sei.

Gestern fuhren übrigens die Autos über die frische Splitstrecke. Das knisterte ordentlich, aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung gab es nicht.
Und hoffentlich hat man die Doppelkurve am Remontehof gefegt, denn für Motorradfahrer könnte der Split dort sehr gefährlich werden.

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ORA aktuell

Anwohner raus: Neue Parkregel in Oranienburger Schulstraße

Mittwoch, den 29. Juni 2022
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In der Oranienburger Schulstraße sind am Dienstag die neuen Parkregeln in Kraft getreten. Ab sofort gilt dort der Anwohnerparkausweis nicht mehr. Stattdessen muss jeder einen Parkschein ziehen.
Zusätzliche Schilder weisen nun auf den Parkschein und die entsprechenden Zeiten hin. Neu ist, dass sonnabends nur noch bis 13 Uhr der Parkschein gezogen werden muss.

Die neuen Zeiten gelten auch in der Willy-Brandt-Straße, dort wurden die neuen Schilder aber schon in der vergangenen Woche angebracht. Dort dürfen Anwohner auch weiterhin parken. An anderen Stellen sind die neuen Regeln nicht nicht umgesetzt. So sollen die Stellplätze in der Stralsunder Straße auch nicht mehr den Anwohnern zur Verfügung stehen.

Die Oranienburger Stadtverordneten hatten sich für die wirtschaftsfreundliche und anwohnerfeindliche Neuregeleung ausgesprochen. Begründung war, dass durch die neue Regelung die Geschäfte besser unterstützt werden. Es besteht die Hoffnung, dass nun die Läden von Kunden überrascht werden, die nun wieder einen Parkplatz finden können, weil Anwohner sie aus Sicht der Politik bislang blockieren würden.

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RTelenovela

29o oder: 15. Jubiläum für die 29

Mittwoch, den 29. Juni 2022
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Klingt eigentlich 29o besser als 44?
Also, auf jeden Fall klingt 44 schon ziemlich alt. Aber auf die 29 zu setzen, funktioniert einfach nicht mehr. Stattdessen wurde in diesem Jahr das 15. Jubiläum meines 29. Geburtstages gefeiert. Was man ja so oder so deuten kann.
44 jedenfalls.

Es ist der dritte Geburtstag in der Pandemie, und während in den vergangenen beiden Jahren die Feier immer relativ normal über die Bühne gehen konnte, wäre sie diesmal fast dem Virus zum Opfer gefallen. Es gibt im nahen Umfeld positive Fälle, und unter Umständen hätte das auch zu einer Absage der Feier führen können. Aber dazu ist es dann doch nicht gekommen.

Dafür kämpften wir mit der Megahitze. Bei um die 35 Grad bauten wir Tische und Bänke auf, zum Glück knallte die Sonne unterm Dach nicht ganz so sehr. Und wie so oft: Der Blick aufs Wetter. Kommt das Unwetter oder kommt es nicht? Laut Tagesschau vom Vorabend war Regen angesagt, laute Wetter online vom Vorabend sollte erst gegen 23 Uhr eventuell Regen kommen. Schließlich tröpfelte es um 19.30 Uhr und später noch mal kurz – und dann kam es weit nach Mitternacht etwas mehr Regen runter, da hatten wir aber schon alles wieder abgebaut.
Und wie immer: Der Dank an alle, die da waren und aus dem Abend einen sehr schönen gemacht haben.

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RTelenovela

Überraschungsevent (53): 3 Schwestern #VollerLiebeImKampfmodus

Montag, den 27. Juni 2022
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(52) -> 8.6.2022

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, beim nächsten Mal ist sie dran.

Erstmals führte uns das Event zur Brotfabrik auf dem Caligariplatz in Berlin-Prenzlauer Berg. Dort gibt es nicht nur ein schönes Café, sondern auch ein Kino und ein Theater.
Im Theater sahen wir das Zwei-Frau-Stück “3 Schwestern #VollerLiebeImKampfmodus”. Komischerweise habe ich mir vorher gar keine Gedanken darüber gemacht, warum von drei Schwestern die Rede ist, obwohl doch nur zwei Frauen mitspielen.
Es geht um zwei Schwestern, die sich am Morgen unterhalten, sich anzicken, sich erinnern. An damals. An Familienrituale. Und dann kommen sie auf den Tag zu sprechen, genau vor 30 Jahren, als ihre große Schwester in einem Freibad ertrunken ist.
Es sind berührende Momente, wie sie sich an diesen Tag in scheinbar jeder Einzelheit erinnern.

Das Stück ist sehenswert. Anfangs wirkt alles ziemlich harmlos, sorglos, ein nettes Familienstück, und man selbst besinnt sich in der Zeit auch an ein paar Familienrituale und -verbindungen.
Doch dann dreht sich alles. Das große Drama, das große Nachdenken. Am Ende scheint nur noch Erschütterung zu herrschen, die beiden Frauen liegen am Boden.
Da fehlte ein bisschen der Kreis, der sich vielleicht schließen könnte. Ich wusste nicht genau, welche Botschaft uns das Stück am Ende eventuell mitgeben wollte. Ich war ein wenig ratlos, zumal mir das Stück zum Ende ein wenig zu verkopft vorkam. Aber dennoch: Es hat sich gelohnt, das gut 70 Minuten lange Stück gesehen zu haben.

Nur heiß war es. So richtig heiß. Das Brotfabrik-Theater ist sehr klein, scheint unter dem Dach zu sein, man muss zwei Treppen hochlaufen. Gerade mal drei Stuhlreihen gab es. Wir mussten uns hin und wieder Luft zufächern…

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RTZapper

Der Deutsche Filmpreis 2022

Montag, den 27. Juni 2022
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FR 24.06.2022 | 22.45 Uhr | Das Erste

“Lieber Thomas” hat am Freitag bei den Lolas abgeräumt – beim Deutschen Filmpreis 2022. Und das übrigens auch vollkommen zurecht. Aber dennoch muss man feststellen: Der deutsche Film steckt in einer tiefen Krise, aber so richtig will das scheinbar niemand wahrhaben.
“Lieber Thomas”, im Spätherbst 2021 angelaufen, haben bis Ende April etwa 63.000 Menschen gesehen. Ja, nicht 6,3 Millionen, auch nicht 0,63 Millionen, sondern 0,06 Millionen Menschen.
Und damit befindet er sich leider in illustrer Gesellschaft.

Es ist richtig und gut, dass sich der deutsche Film einmal im Jahr so richtig feiert. Am Freitagabend lief die Gala im Ersten – natürlich nicht live. Selbst im Nischenprogramm war keine Live-Übertragung drin.
Andererseits: Die Zuschauerzahlen sind sehr niedrig. Und sie sind sehr niedrig, weil es in der Gala meist um Filme geht, die die meisten Leute in Deutschland gar nicht kennen. Wegen der Coronapause gibt es einerseits eine regelrechte Filmschwemme, die kaum zu überblicken ist, die kaum zu bewerben ist. Und die Kinos haben allgemein ganz große Probleme, die Menschen zurück in die Säle zu holen.

Aber das führt dazu, dass zum Beispiel in der Kategorie der besten weiblichen Hauptrolle teilweise von Filmen die Rede ist, von denen selbst ich noch nie gehört habe – und ich beschäftige mich schon sehr intensiv mit dem deutschen Film.

“Die Schule der magischen Tiere” bekam den Preis für den zuschauerstärksten Film, bis Ende April 1,68 Millionen Leute die Kinderkomödie, und auch “Wunderschön” schaffte (zu recht) die Millionengrenze.Aber sonst sieht es echt finster aus. Weitere nominierte Filme hatten ein überschaubares Publikum: “Große Freiheit” sahen um die 20.000 Leute, “Toubab” um die 12.000 Leute, die Doku “Wem gehört mein Dorf?” etwa 6800. “Contra” immerhin etwa 0,64 Millionen.
Zwar keine großen Erfolge, aber es fehlten auch Filme an diesem Abend, denn eigentlich waren im vergangenen Filmjahr auch “Mein Sohn”, die Doku “Die Unbeugsamen”, “Nebenan”, “Je suis Karl”, “Nahschuss” oder “Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull” preis- oder erwähnungswürdig. So aber machte es den Eindruck, als habe man sich auf einen harten Kern konzentriert, und unter den Filmen alles aufgeteilt.
Klar ist aber: Der deutsche Film muss sich wieder darauf konzentrieren, sein Publikum zu finden. Viel zu viele tolle Filme gingen in den vergangenen Monaten sang- und klanglos unter.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 24. Juni 2023)

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