Tagesarchiv für 29. Mai 2022

RTZapper

The Kids are allright

Sonntag, den 29. Mai 2022
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SA 28.05.2022 | 17.00 Uhr | ProSieben

Hach ja, die 70er. Alles war noch ein bisschen beschaulicher. Das Leben war viel übersichtlicher, und es herrschen auch noch ganz andere gesellschaftliche Normen, die es noch aufzubrechen galt.
Die traditionelle irisch-katholische Familie Cleary lebt in einem kleinen Örtchen. Natürlich sind die Eltern in der Kirche engagiert, und da gibt es auch gewisse Erwartungen an die Kinder. Davon haben sie gleich acht – und alles Jungs. Als Lawrence, der älteste Sohn der Clearys, sein Priesterseminar abbricht, gerät das Familiengefüge ordentlich ins Wanken.

“The Kids are allright” heißt die kleine, aber feine US-Sitcom, die derzeit am Sonnabendnachmittag in Doppelfolgen bei ProSieben zu sehen ist. In 23 Episoden wird das Familienleben der Clearys aufgedröselt. Mit acht Jungs, die vollkommen unterschiedlich sind – vom knapp über 20-Jährigen bis zum Baby – kann man einiges erleben. Der junge Mann, der kein Priester werden will. Der Pubertierende, der den Mädels hinterher jagt. Der ältere Bruder, der seit Ewigkeiten eine Freundin hat. Der jüngere Bruder, der gern auf die Bühne will. Und so weiter.
Dazu eine Mutter, die gar nicht so verbissen und prüde ist, wie es scheint und ein Vater der es auch gern mal schleifen lassen will.
All das wird tagebuchmäßig von einem der Jungen aus heutiger Sicht erzählt. Das ist in vielen Momenten heiter bis lustig, und gleichzeitig gibt es einen Blick darauf, wie damals versucht wurde, verstaubte Rituale über Bord zu schmeißen.
Leider kam die Serie nicht über eine Staffel hinaus – und das ist schade.

-> Die Sendung bei Joyn (bis 4.6.2022)

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RTelenovela

Siedlung am Rahmersee

Sonntag, den 29. Mai 2022
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Freunde von mir haben jahrelang in Wensickendorf gewohnt. Neuerdings wohnen sie nicht mehr in Wensickendorf – und das Außergewöhnliche dabei ist: Sie sind gar nicht umgezogen, scheinen aber trotzdem nicht mehr zu ihrem (ehemaligen) Dorf zu gehören.

Was ist da passiert? Wer auf der B273 von Oranienburg in Richtung Wandlitz fährt, verlässt irgendwann Wensickendorf. Bislang war es so, dass nach ein paar hundert Metern noch mal eine grüne Ortstafel am Straßenrand stand, der der noch mal Wensickendorf stand – es ist, äh, war ein Teil des Ortes, der außerhalb lag.
Dort plötzlich ist die grüne Ortstafel nicht mehr da, stattdessen steht kurz vor der Einmündung zum Birkengrund ein neues gelbes Ortsschild: Mit einem Ort, den es vorher gar nicht gab: “Siedlung am Rahmersee”, steht dort. Mit dem Zusatz: Stadt Oranienburg, Landkreis Oberhavel – wie das bei Ortsteilen immer so üblich ist.
Oranienburg hat also einen weiteren Ortsteil bekommen: Siedlung am Rahmersee.

Es ist nicht das erste Mal, dass auf der B273 in diesem Bereich, zwischen Wensickendorf und Wandlitz, ganze Ortschaften neu entstehen. Vor gar nicht so langer Zeit stand dort plötzlich ein Ortsschild namens “Rahmersee”.
Wer auch immer (Landesbetrieb Straßenwesen?) hat sich einfach mal zwei Ortschaften ausgedacht. Denn zwischen Rahmersee und Siedlung am Rahmersee liegt die Grenze zwischen den Landkreisen Oberhavel und Barnim.

Ich finde, das ist ein echt erstaunlicher Vorgang, dass man sich da einfach mal einen neuen Ortsnamen ausdenkt, damit in diesem Gebiet nicht mehr so viele Tempo-50-Schilder aufgestellt werden müssen. Warum man aber nicht einfach den Ort Wensickendorf verlängert und im nicht bebauten Teil an der B273 Tempo-70-Schilder aufstellt, bleibt erst mal ein Geheimnis. In anderen Orten geht das schließlich auch.
Mal sehen, wie Post reagiert, wenn man Briefe und Karten plötzlich nach “16515 Siedlung am Rahmersee” schickt – oder dem Rettungsdienst eine solche Adresse durchgibt…

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