Tagesarchiv für 3. Mai 2022

RTZapper

Castle

Dienstag, den 3. Mai 2022
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DI 03.05.2022 | 10.05 Uhr | kabeleins

Bei kabeleins haben sie seit Montag ein neues bahnbrechendes Konzept für das Tagesprogramm. Dort laufen jetzt jeden Tag fünf Folgen am Stück einer Serie. Dienstags und donnerstags sogar sechs Folgen am Stück.
So gibt es am Dienstagvormittag um 10.05 Uhr eine Folge der Krimiserie “Castle”. Gefolgt von fünf weiteren Folgen. Mittwochs laufen fünf “Scorpion”-Folgen, am Donnerstag wieder sechs “Castle”-Folgen, freitags fünf “Elementary”-Folgen.

Aber wer sollen diese Leute sein, die mitten in der Woche zwischen 10 und 16 Uhr fünf oder sechs Folgen einer Serie am Stück zu schauen? Oder ist es im Grunde wurscht, wer da wann zuschaut?
Das neue Tagesprogramm von kabeleins wirkt schlicht wie eine Kapitulation vor Sendern mit richtigem Programm oder den Streamingdiensten. Es scheint, als hoffe man, dass Leute irgendwann einschalten und dann so lange wie möglich dran bleiben. Immerhin scheint man ja die Folgen in der richtigen Reigenfolge zu zeigen.

Dass man allerdings Gefahr läuft, wenn dann mal eine neue Serie startet (gerade mit “Castle” müsste man ja fix durch sein), die dann das ganze Tagesprogramm füllt, einen Flop hinlegt und somit sechs Stunden lang für miese Quoten sorgt, scheint man bei kabeleins hinzunehmen. Oder man macht es wie ProSieben und nudelt die Serien bis zum Erbrechen wieder und wieder und wieder durch.

Übrigens: Vor dem kabeleins-Einheitsbrei mit fünf bis sechs Serienfolgen am Stück, laufen fünf Folgen am Stück “Mein Lokal, Dein Lokal”. Die Einfallslosigkeit, Ideenlosigkeit und blanke Lustlosigkeit auf gutes Fernsehen kennt bei kabeleins keine Grenzen.

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ORA aktuell

Aus für das Oranienburger “Hotel an der Havel”

Dienstag, den 3. Mai 2022
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Das “Hotel an der Havel” in Oranienburg schließt Ende Juni. Das berichtet die Märkische Allgemeine. David Ziva, der seit 2019 Betreiber des Hauses ist, gibt den dortigen Hotelbetrieb auf und zieht mit seinem Team zum “Weißen Hirsch” nach Borgsdorf.

Das Gebäude an der Albert-Buchmann-Straße werde mit Beendigung des Hotelbetriebs offenbar komplett umgebaut. Die Eigentümer, eine Investorengruppe aus Berlin, plant dort offenbar eine Seniorenwohnstätte oder ein Altenheim.

Für Touristen könnte sich die Situation in Oranienburg damit weiter verschärfen. Schon jetzt gebe es zu bestimmten Zeiten große Engpässe in der Stadt, heißt es seitens der Torurismusinfo.

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RTelenovela

Auf dem Second-Hand-Flohmarkt

Dienstag, den 3. Mai 2022
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Freunde von mir sind Eltern geworden, und das erschließt mir nun auch eine neue Welt: einen Second-Hand-Flohmarkt, auf dem vorwiegend gebrauchte Baby- und Kindersachen verkauft werden.

An der Lindenkirche in Berlin-Wilmersdorf fand neulich so ein Markt statt. Vor der Kirche und im Innenhof haben viele Menschen ihre Stände aufgebaut und ihre Waren auf den Tisch drapiert.
Es sind tatsächlich vor allem Klamotten, die verkauft werden. Denn, das muss man sich ja klarmachen: Kinder – vor allem Babys – wachsen rasend schnell. Es dauert nicht lange, da sind sie aus einer Kleidungsgröße schon wieder rausgewachsen, und die teuren Klamotten, die man gekauft hat, kann man schon wieder weghauen. Oder eben weiterverkaufen. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, solche Märkte abzuklappern, weil die Sachen, die dort verkauft werden, allermeistens in einem sehr guten Zustand sind.

Aber es ist nicht nur das, was was solche Märkte für Eltern interessant macht: Man kommt ins Gespräch. Ich stand ja eher beobachtend daneben. Aber Eltern sprechen andere Eltern oft und gern an. Oder man kommt mit den Menschen ins Gespräch, die die Klamotten verkaufen. Wie alt denn das Baby sei. Wie lange man die Klamotten nutzen kann. Wie oft sie getragen wurden. Wenn man ein paar Nummern größer kauft, wann man die dann wohl nutzen kann. Und so weiter. Erfahrungsaustausch. Babygucken. Die Themen ergeben sich schnell. Es ist eine spezielle, sehr entspannende, irgendwie vertraute Stimmung, die auf so einem – also zumindest auf diesem – Markt herrschte.

Spielzeuge, Bücher, sogar ein Fahrrad – und vieles mehr gab es auch noch. Man konnte sich dort ganz gut ausstatten. Weiter hinten gab es noch selbstgemachten Kuchen.
Ein etwas anderer, aber auch sehr schöner, spannender Ausflug in eine Welt, die mir bislang verschlossen blieb.

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