Monatsarchiv für Mai 2022

ORA aktuell

Vor dem Rabatt: Oranienburger Benzinpreis auf Rekordhoch

Dienstag, den 31. Mai 2022
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Rechtzeitig vor Inkrafttreten der Steuersenkung für Benzin ist der Benzinpreis in Oranienburg auf ein Rekordhoch gestiegen. Am Dienstagnachmittag kostete beispielsweise der Liter Super E10 2,229 Euro, der Liter Super 2,289 Euro.

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ORA aktuell

824er-Bus fährt ab Oranienburg vorübergehend seltener

Dienstag, den 31. Mai 2022
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Der 824er-Bus fährt in Oberhavel ab 7. Juni vorübergehend seltener. Hintergrund sei die angespannte Personalsituation bei der Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH (OVG). Das teilte die OVG am Montag mit. Bis zum Beginn der Sommerferien solle der Bus montags bis freitags nur noch alle 30 Minuten fahren – nicht mehr alle 20 Minuten.

Der Bus verbindet Oranienburg, Leegebruch, Velten, Marwitz und Hennigsdorf. Falls sich die Personalsituation entspanne, werde der Takt schon früher wieder verstärkt, hieß es weiter.

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RTelenovela

1997 – ein Jahr der Weichenstellungen

Dienstag, den 31. Mai 2022
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Tanzen in der Marwitzer Beat-Fabrik: Der Abend in der Disco war auch ein Stück gedanklicher Nostalgie. Denn die Disco feierte nicht nur die Wiedereröffnung nach 27 Monaten Coronapause, sondern auch das 25. Jubiläum.
1997 war die Eröffnung der Disco.
Und während ich so leicht mittanzend auf den Floor schaute, kam ich ins Überlegen. 1997. Schnell kam ich zur Erkenntnis, dass dieses Jahr für mich ein besonderes war. Eines, in dem viele Weichen gestellt worden sind.
Anstoß gab ein kurzes Gespräch mit dem Discobetreiber. Wir erinnerten uns an 1997 und kamen zu dem Schluss, dass wir uns auch annähernd so lange beruflich begleiten. Und wie viel Zeit denn nun schon vergangen ist.

1997 war das Jahr, in dem sich mein Beruf entschieden hat. Das heißt, grundsätzlich wusste ich schon, in welche Richtung es gehen wird. Aber 1997 wurde ich eingeladen, an der neuen Jugendseite bei der MAZ in Oranienburg mitzuwirken. Vor 25 Jahren begann ich also meinen Job, in den ich mehr und mehr vordrang.
Auch auch sonst änderte sich einiges: 1997 war das Jahr, in dem ich erstmals selbst mit dem Auto auf die Insel Rügen gefahren bin. Mit einem Freund und einer Freundin ging es am Vormittag nach Baabe und am späten Nachmittag wieder zurück. Es war der Beginn meiner wirklichen Rügen-Liebe. Seitdem war ich jedes Jahr dort, wobei sich meine Rügen-Liebe später mehr nach Binz verlagerte.
1997 war aber auch das Jahr, in dem sich mein Freundeskreis noch mal erweiterte – und auch das hatte mit meinem Führerschein zu tun. Und interessant ist auch, dass diese Freundschaften größtenteils bis heute bestehen.
1997 war auch das Jahr, in dem ich das erste Mal in einer Disco war – nicht in Marwitz, sondern im Altwerk in Eberswalde. Ein Freund nahm mich dorthin mit, und von da an waren wir einige Jahre mehrmals im Monat tanzen.

An all das erinnerte ich mich an diesem Abend. 25 Jahre danach. Und man fragt sich mal wieder: Wo ist sie nur hin, die Zeit?

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aRTikel

Endlich wieder Party in der Beat-Fabrik

Montag, den 30. Mai 2022
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Nach 27 Monaten Pause eröffnet die Disco wieder – Feier zum 25. Jubiläum – lange Schlange schon eine Stunde vor Einlass

MAZ Oberhavel, 30.5.2022

Marwitz.
Die ersten Gäste kamen wohl schon gegen 19.30 Uhr. In den darauffolgenden zwei Stunden wurde es voll vor dem noch geschlossenen Tor der Beat-Fabrik in Marwitz. Die Schlange reichte bis in die Lindenstraße rein. Um 22 Uhr wurde dann draußen der Countdown gezählt: Drei, zwei eins …“ Es dauerte dann zwar noch eine gute Minute, aber dann öffneten sich tatsächlich die Tore zur Diskothek – und das zum ersten Mal seit 27 Monaten.

Ende Februar 2020 fand in Marwitz letztmals eine Disco statt – dann sorgte die Coronapandemie für eine Zwangspause. Während die Betreiber Susan Beastoch und Tom Wittenbecher anfangs noch davon ausgegangen waren, im Sommer 2020 wieder öffnen zu können – hat es dann doch noch zwei quälende Jahre gedauert.

Lucas Heidel aus Hennigsdorf war dann der erste, der die Beat-Fabrik am Sonnabendabend betrat. „Ich bin hier, um Leute wiederzutreffen. Sitzen, quatschen, feiern“, sagte er. Er wolle, dass das Regionale nicht verloren geht. Sonst sei er in der vergangenen Zeit in Berlin feiern gewesen. Schon vor der Pandemie war er öfter in Marwitz – auch Ende Februar 2020, erzählte der 21-Jährige. „Manchmal so lange, dass man mit dem ersten Bus nach Hennigsdorf zurückfährt, Manchmal fährt man aber auch um 2 oder 3 Uhr noch woanders hin.“
Auch Marie-Sophie Mattner aus Oranienburg gehört zu den ersten Leuten, die reingekommen sind. „Es ist cool, wieder hier zu sein“, so die 22-Jährige. „Auch weil es ja in der Nähe ist.“ Der 19-jährige Moritz Schröder aus Vehlefanz war dagegen zum ersten Mal in der Beat-Fabrik. „Man kennt viele Leute hier.“ Als in Marwitz nicht gefeiert werden konnte, war er in Berliner Clubs oder auf eigenen Feiern, wie er sagte. Ebenfalls auf der Party war Eric Liepe, der bei der TuS Sachsenhausen Fußball spielt und am Sonnabend auch ins Tor traf. „Jetzt sind wir hier, um zu feiern“, sagte er am Sonnabend.
„Es ist eine Rückkehr zur Normalität“, sagte der Hennigsdorfer Kai Tilgner. Er ist eines der „Urgesteine“ in der Marwitzer Beat-Fabrik. „Ich habe hier 1996 schon angefangen, da war da hier noch eine Schuldisco“, erinnerte er sich. Von Anfang an gehört er zur Beat-Fabrik, legte Musik auf, inzwischen ist er Techniker. In den vergangenen zwei Jahren „fehlte ja jedem das Zwischenmenschliche, das hat ganz schön gelitten“, so Kai Tilgner weiter. Bevor es um 22 Uhr los ging habe eine freudige Stimmung geherrscht.

Susan Beastoch rief ihr Team kurz vor der Wiedereröffnung noch mal im Hof zusammen. „Schön, dass ihr da seit“, sagte sie. Für einen Moment erlebten die Anwesenden die Chefin sprachlos. „Und dabei wollte ich euch doch nur die Sachen rund um Fanta und Tonic und Getränkemarken erzählen.“ Am Ende wünschte sie: „Viel Spaß, bis morgen früh!“
Zunächst füllte sich am Sonnabend der Hof, es dauerte etwas mehr als eine Stunde, bis dann auch auf der Tanzfläche so richtig die Post abging. Gegen 23.45 Uhr waren schon etwa 600 Menschen in die Beat-Fabrik gekommen, wie Tom Wittenbecher zu diesem Zeitpunkt an der Kasse nachrechnete. Der Abend sei das Ergebnis von einer zweimonatigen Vorbereitung. „Man glaubt ja nicht, was man alles machen muss“, sagte er. Dabei habe es keine größeren Schwierigkeiten gegeben, „aber es waren viele Kleinigkeiten zu tun. Hier und da war etwas kaputt.“ Was nach 27 Monaten normal ist. „Aber deshalb konnten wir auch noch nicht im vergangenen Monat anfangen, weil da auch die Rüstung noch stand.“

Es war übrigens nicht nur der Tag der Wiedereröffnung der Marwitzer Beat-Fabrik, sondern es war auch der Abend des großen Jubiläums. Die Diskothek ist seit 25 Jahren am Start. „Das hätte ich damals niemals gedacht“, sagte Tom Wittenbecher am späten Abend.
Dieses Jubiläum nahm Sebastian Morgner, der Leiter der MAZ-Redaktion in Oberhavel, um kurz vor Mitternacht zum Anlass, den beiden Beat-Fabrik-Machern zu danken. Am DJ-Pult bekamen Susan Beastoch und Tom Wittenbecher kleine Pokale als Dankeschön für 25 Jahre Beat-Fabrik, aber auch dafür, in der Pandemie durchgehalten zu haben. Die beiden stehen zwar ungern im Mittelpunkt, aber in diesem Moment waren sie durchaus gerührt.

Es war ein Abend, der die Rückkehr zur Normalität und die Tatsache, wieder Party machen zu können, feierte. Getrübt wurde die gute Stimmung am Rande jedoch durch einen Zwischenfall beim Türsteher

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RTelenovela

Das Beat-Fabrik-Comeback

Montag, den 30. Mai 2022
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Ich weiß gar nicht so genau, wann ich das letzte Mal so richtig in einer Disco war. Aber am Sonnabend war es mal wieder so weit – wenn auch an sich nicht privat, sondern beruflich.
27 Monate lang ruhte in der Beat-Fabrik in Marwitz der Discobetrieb – wegen der Pandemie. Nun darf wieder getanzt werden – zudem ist an diesem Abend auch der 25. Geburtstag der Disco gefeiert worden.

Ich war im November 1998 zum ersten Mal in Marwitz tanzen – wobei ich an diesem Abend nicht so richtig mit dem DJ glücklich war. Ich muss dann noch zwei weitere Male dort gewesen sein. Beruflich das letzte Mal 2010, als dort Alfi Hartkor aufgetreten war – ein Abend, über den man heute noch ab und zu spricht. Während der Pandemie war ich allerdings öfter dort, für MAZ-Talks und KeineWochenShow.
Meine richtige Discozeit ging etwa von 1997 bis 2001, wir waren damals vornehmlich im Altwerk in Eberswalde – das war damals einfach die beste Disco.

Vor 22 Uhr herrschte eine leicht flirrende Anspannung. Nach so langer Zeit sollten sich die Räume wieder richtig mit Leben füllen. Die Tore wurden geöffnet, und die Leute strömten rein.
Bis sich die Tanzfläche gefüllt hat, dauerte es aber eine gute Stunde. Aber dann ging dort die Post ab, und wir hielten uns etwas am Rande mit gutem Blick auf den Floor auf. Zu sehen, wie die Leute wieder ausgelassen tanzten, das war schön. Und natürlich konnte ich mich dem auch nicht entziehen und tanzte etwas mit, wenn auch die Musik in der Stunde vor Mitternacht noch etwas eintönig war. Das waren früher die Momente, bei denen man noch auf der Tanzfläche blieb und den Block mitnahm, ohne sich richtig zu amüsieren, in der Hoffnung, bald komme wieder gute Musik.
Nach Mitternacht begann der Elektroteil, und die Beat-Fabrik bebte. Ich muss zugeben, da kam bei mir auch etwas Melancholie auf – an meine damalige Discozeit und das Jahr 1997. Dazu bald mehr.

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RTZapper

The Kids are allright

Sonntag, den 29. Mai 2022
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SA 28.05.2022 | 17.00 Uhr | ProSieben

Hach ja, die 70er. Alles war noch ein bisschen beschaulicher. Das Leben war viel übersichtlicher, und es herrschen auch noch ganz andere gesellschaftliche Normen, die es noch aufzubrechen galt.
Die traditionelle irisch-katholische Familie Cleary lebt in einem kleinen Örtchen. Natürlich sind die Eltern in der Kirche engagiert, und da gibt es auch gewisse Erwartungen an die Kinder. Davon haben sie gleich acht – und alles Jungs. Als Lawrence, der älteste Sohn der Clearys, sein Priesterseminar abbricht, gerät das Familiengefüge ordentlich ins Wanken.

“The Kids are allright” heißt die kleine, aber feine US-Sitcom, die derzeit am Sonnabendnachmittag in Doppelfolgen bei ProSieben zu sehen ist. In 23 Episoden wird das Familienleben der Clearys aufgedröselt. Mit acht Jungs, die vollkommen unterschiedlich sind – vom knapp über 20-Jährigen bis zum Baby – kann man einiges erleben. Der junge Mann, der kein Priester werden will. Der Pubertierende, der den Mädels hinterher jagt. Der ältere Bruder, der seit Ewigkeiten eine Freundin hat. Der jüngere Bruder, der gern auf die Bühne will. Und so weiter.
Dazu eine Mutter, die gar nicht so verbissen und prüde ist, wie es scheint und ein Vater der es auch gern mal schleifen lassen will.
All das wird tagebuchmäßig von einem der Jungen aus heutiger Sicht erzählt. Das ist in vielen Momenten heiter bis lustig, und gleichzeitig gibt es einen Blick darauf, wie damals versucht wurde, verstaubte Rituale über Bord zu schmeißen.
Leider kam die Serie nicht über eine Staffel hinaus – und das ist schade.

-> Die Sendung bei Joyn (bis 4.6.2022)

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RTelenovela

Siedlung am Rahmersee

Sonntag, den 29. Mai 2022
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Freunde von mir haben jahrelang in Wensickendorf gewohnt. Neuerdings wohnen sie nicht mehr in Wensickendorf – und das Außergewöhnliche dabei ist: Sie sind gar nicht umgezogen, scheinen aber trotzdem nicht mehr zu ihrem (ehemaligen) Dorf zu gehören.

Was ist da passiert? Wer auf der B273 von Oranienburg in Richtung Wandlitz fährt, verlässt irgendwann Wensickendorf. Bislang war es so, dass nach ein paar hundert Metern noch mal eine grüne Ortstafel am Straßenrand stand, der der noch mal Wensickendorf stand – es ist, äh, war ein Teil des Ortes, der außerhalb lag.
Dort plötzlich ist die grüne Ortstafel nicht mehr da, stattdessen steht kurz vor der Einmündung zum Birkengrund ein neues gelbes Ortsschild: Mit einem Ort, den es vorher gar nicht gab: “Siedlung am Rahmersee”, steht dort. Mit dem Zusatz: Stadt Oranienburg, Landkreis Oberhavel – wie das bei Ortsteilen immer so üblich ist.
Oranienburg hat also einen weiteren Ortsteil bekommen: Siedlung am Rahmersee.

Es ist nicht das erste Mal, dass auf der B273 in diesem Bereich, zwischen Wensickendorf und Wandlitz, ganze Ortschaften neu entstehen. Vor gar nicht so langer Zeit stand dort plötzlich ein Ortsschild namens “Rahmersee”.
Wer auch immer (Landesbetrieb Straßenwesen?) hat sich einfach mal zwei Ortschaften ausgedacht. Denn zwischen Rahmersee und Siedlung am Rahmersee liegt die Grenze zwischen den Landkreisen Oberhavel und Barnim.

Ich finde, das ist ein echt erstaunlicher Vorgang, dass man sich da einfach mal einen neuen Ortsnamen ausdenkt, damit in diesem Gebiet nicht mehr so viele Tempo-50-Schilder aufgestellt werden müssen. Warum man aber nicht einfach den Ort Wensickendorf verlängert und im nicht bebauten Teil an der B273 Tempo-70-Schilder aufstellt, bleibt erst mal ein Geheimnis. In anderen Orten geht das schließlich auch.
Mal sehen, wie Post reagiert, wenn man Briefe und Karten plötzlich nach “16515 Siedlung am Rahmersee” schickt – oder dem Rettungsdienst eine solche Adresse durchgibt…

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