Tagesarchiv für 2. April 2022

ORA aktuell

Coronavirus: Zwei Oranienburger gestorben

Samstag, den 2. April 2022
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Zwei weitere Oranienburger sind an den Folgen des Coronavirus gestorben. Wie das Gesundheitsamt Oberhavel mitteilte, handelt es sich um einen 59-Jährigen und einen 86-Jährigen.

Der Inzidenzwert in Oberhavel lag am Freitag bei 1236. Am Mittwoch lag er noch bei 1117,9 – eine Woche davor bei 1324,7. Ein richtiger Trend nach oben oder unten ist seit Wochen nicht auszumachen.

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RTelenovela

Coronavirus in Zeiten des Coronavirus

Samstag, den 2. April 2022
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Eigentlich hat Deutschland ja mehr oder weniger beschlossen, dass das Coronavirus abgeschafft ist. Kaum noch Maßnahmen, sehr bald gibt es fast nirgendwo noch eine Maskenpflicht. Maskenmuffel jubeln, weil sie der blödsinnigen Meinung sind, dass Masken ja eh nicht helfen würden.
Ich weiß es besser.

Und eigentlich ärgere ich mich. Denn quasi kurz vor Schluss hat es mich auch erwischt. Und dabei haben wir uns alle getestet, bevor wir zusammengekommen waren. Aber am nächsten Tag hatte eine der sieben Personen plötzlich einen positiven Coronatest. Und inzwischen sind sechs der sieben Personen positiv.
Und ich bin leider einer der sechs Leute.

Es fing am Abend mit einem trocknen Husten an, dazu leichter Kopfschmerz. Am nächsten Morgen der Test: negativ. Dennoch fühlte ich mich leicht erkältet. Im Laufe des Tages wurde es jedoch wieder besser.
Bis zum Abend. Dann ging es richtig los. Erhöhte Temperatur, leichter Kopfschmerz, Husten, einsetzender Schnupfen. Ich ahnte schon: Diesmal bin ich dran. Zumal schon zwei meiner Freunde gesagt hatten, dass sie leicht positiv seien.
Am nächsten Morgen der Test: positiv. Toll.

Später fuhr ich nach Lehnitz zur Teststation. Ich sagte denen gleich, was Sache ist, aber es musste vor dem PCR-Test nochmal ein normaler Test gemacht werden. War natürlich auch positiv. Und das Ergebnis des PCR-Tests am nächsten Tag ebenfalls.

Es fühlt sich wie eine Erkältung an. Aber anders als eine normale Erkältung. Nämlich ausschließlich im Kopfbereich. Die Nase läuft, leichter Kopfschmerz (am ersten Tag), Husten. Abgesehen davon tut aber nicht mal mehr als Hals weh, auch die Brust ist komplett frei. Bis auf den Muskelkater wegen des Hustens.
Wenn es weiter so gut läuft, kann man wohl von einem milden Verlauf sprechen.
Blöd nur, dass ich nun eine Woche zu Hause rumsitzen muss. Das Konzert am Sonnabend fällt für mich aus, auch der Kinobesuch am Wochenende…

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RTZapper

Oscars 2022

Samstag, den 2. April 2022
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SO 27.03.2022 | 2.00 Uhr (Mo.) | ProSieben

Der Gag war unterirdisch. Was dem aber folgte, war ein Totalausfall.
Als Komiker Chris Rock den Preis für die beste Dokumentation vergeben sollte, machte er sich in seiner Vorrede über die Frau von Will Smith lustig. ER zeigte zu ihr, und meinte, er freue sich auf “G.I.Jane 2”. Der Film hieß in Deutschland “Die Akte Jane”, und Hauptdarstellerin Demi Moore hatte dort eine Glatze. Jada Pinkett Smith hat sehr kurze Haare – aber nicht als modisches Statement, sondern weil sie eine Krankheit hat.
Will Smith lachte erst, seine Frau rollte mit den Augen. Umschnitt: Chris Rock witzelte weiter, und plötzlich lief Will Smith auf ihn zu und scheuerte ihm eine. Daraufhin lief Will Smith lächeln zurück, setzte sich, und als Chris Rock noch mal ansetzte, schrie Smith auf die Bühne, Chris Rock solle den Namen seiner Frau nicht in den Mund nehmen.
Anfangs dachten alle noch an eine Inszenierung. Aber spätestens als Will Smith dann von seinem Platz aus wütend gepöbelt hat (in den USA wurde der Ton ausgeblendet), war klar: Das war ernst.

Denkt man an die Oscar-Verleihung 2022 zurück, dann wird davon nicht viel bleiben. Nach dem 2021er-Oscar-Desaster wollten die Organisatoren diesmal wieder alles besser machen und eine vernünftige Gala aufs Parkett legen, aber dann kam der Will-Smith-Moment.
Und es wurde noch spannender, denn Minuten später gewann eben jener Schläger den Oscar für die beste Hauptrolle in “King Richard”. Mit Tränen in den Augen dankte er allen und sprach davon, dass er sich schützend vor die Familie stelle, und er entschuldigte sich auch bei den Nominierten, der Akademie und den Zusehenden – nicht aber bei Chris Rock. Das Sorry folgte erst einen Tag später.

Was Will Smith getan hat, ist nicht zu entschuldigen. Der Ga von Chris Rock war besch…, aber hingehen und ihm eine reindonnern, live im Fernsehen? Hätte Will Smith nicht andere Möglichkeiten gehabt? Selbst wenn er nur zu Rock auf die Bühne gegangen wäre und eine Entschuldigung gefordert hätte, wäre das zwar sicherlich auch ein Skandal gewesen, aber es hätte für Will Smith ganz anders ausgesehen. Aber nein, er musste zuschlagen. Vielleicht musste er sich seine Männlichkeit beweisen – aber diese kam ganz schnell wie ein Bumerang zurück.

Und sonst so? Im Vorfeld der Oscar-Verleihung gab es Forderungen, mehr auf den Ukraine-Krieg einzugehen. Einige wollten sogar, dass Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, bei der Gala spreche. Das ist zwar übertrieben und, ja, auch unpassend – aber die Veranstalter haben sich dann dafür entschieden, einfach gar nicht auf den Krieg einzugehen. Ach nein, vor einer der Werbepausen war kurz eine Schrifttafel eingeblendet, dass man an die Ukraine denke. Toll. Das hätte man sich dann auch sparen können – und zeigt auch, dass die USA dann doch sehr weit weg von der Ukraine sind, als dass es Hollywood interessieren könnte, was da abgeht. Dort ist’s dann doch nur eines von vielen Ländern im Krieg.

Beeindruckend war auch, wie in diesem Jahr den Verstorbenen gedacht wurde – nämlich in dem irgendwelche Leute einen fröhlichen Tanz aufführten, während im Hintergrund die Verstorben zu sehen waren.
Joa, darauf muss man auch erst mal kommen.

-> Die Rock-Smith-Szene auf Youtube

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