Tagesarchiv für 16. Januar 2022

RT liest

Julian Mars: Lass uns von hier verschwinden

Sonntag, den 16. Januar 2022

(1) -> 1.12.2021

Soll Felix Vater werden? Er hätte nie gedacht, dass sich diese Frage einmal stellt. Und sie stellt sich auch auf eine andere Weise, wie er sich das mal gedacht hat.
Seine besten Freundin Emilie ist schwanger – von einem Typen, von dem sie leider nicht mehr genau weiß, wer das war. Nun hat sie Felix gefragt, ob er nicht der Vater ihres Kindes sein will, offiziell in den Papieren, und vielleicht will er sich ja auch mit darum kümmern.
Nach der endgültigen Trennung von Martin lebt Felix nicht mehr in Hamburg, sondern in Berlin. Es geht ihm schlecht, er ist regelrecht depressiv. Ohne seine Schwester Anna, die auch in Berlin lebt, würde aber alles viel schlimmer sein. Sie gibt ihm Aufgaben, um sein Leben wieder in geordnete Bahnen zu bekommen.
Als in Felix’ große Wohnung vorübergehend sein ehemaliger Schulkumpel Elias einzieht, geht alles bergauf. Nur Elias’ Freundin nervt, zumal Felix einfällt, dass er Elias schon mal in einem anderen Zusammenhang gesehen und erlebt hat…

“Lass uns von hier verschwinden” heißt der zweite Roman von Julian Mars, in dem er von den Erlebnissen von Felix und seinen Freunden erzählt. Von den Aufs und Abs im Leben, von den Schwierigkeiten und den Wegen aus Krisen rauszukommen.
Der Autor macht das auf eine sehr lockere und schöne Weise, immer aus der Perspektive von Felix erzählt. So bringt er auch interessante Lebensthemen ins Spiel. So muss sich Felix damit auseinandersetzen, was er eigentlich in seinem Leben überhaupt erreichen will und warum er damit Schwierigkeiten hat, das Schwulsein selbstbewusst hinzunehmen. Andererseits wird aber auch gezeigt, dass zu viel Offenheit auch zu Ärger führen kann, wenn man damit andere Menschen überrollt.
Der Roman liest sich schnell, man bleibt dran – und bald gibt es auch einen dritten Teil.

Julian Mars: Lass uns von hier verschwinden
Albino, 277 Seiten
8/10

Hits: 186

RTelenovela

Überraschungsevent (49): Cosmic Movie Melodies

Sonntag, den 16. Januar 2022
Tags: , ,

(48) -> 12.12.2021

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, beim nächsten Mal bin ich dran.

Zum zweiten Mal waren wir im Rahmen unserer Überraschungsevents im Zeiss-Großplanetarium in Berlin-Prenzlauer Berg. Während wir aber beim ersten Mal im dortigen Kinosaal waren, ging es diesmal in die Kuppel mit dem Sternenhimmel.
In einem großen Saal befindet sich ein Projektor, mit dem in die Kuppel der Sternenhimmel projiziert wird. Dazu gibt es beispielsweise Hörspiel – oder Hörkonzerte.

Eine Premiere war “Cosmic Movie Melodies”. Während wir in den Sternenhimmel schauten, wurden Hits aus Kinofilmen gespielt, vor allem klassische Musik. So ab es musikalische Ausschnitte aus “Der mit dem Wolf tanzt”, “Harry Potter”, “Der weiße Hai” und viele mehr. Verzichtbar in dem Zusammenhang war allerdings der Ausschnitt aus “Schindlers Liste”, weil das in dem Rahmen irgendwie unpassend schien.
Der Sternenhimmel stand aber nicht starr am Himmel, er bewegte sich. Es ging nahe ran an den Mars, der Mond sauste vorbei, es ging in andere Sphären.

Es ist ein schönes Erlebnis. Denn wenn man so in diesen Sternenhimmel schaut, fällt erstmal auf, wie selten es eigentlich geworden ist, dass man ihn so klar sieht – Stichwort: Lichtverschmutzung. Da hätte ich sehr lange einfach drauf schauen können.
Schade war, dass ich im Laufe des Sternenhimmelfilms den Eindruck hatte, dass alles irgendwie unscharf wurde. Die Sterne waren leicht verschwommen, was nicht an meiner Brille gelegen hat. Auch einige Schnitte in der Projektion fand ich störend sowie im Verlauf auch einige der Motive. Denn plötzlich befanden wir uns mutmaßlich in einer Wüstenlandschaft, was aber nicht so richtig erkennbar war und irgendwie – nun ja, doof.
Aber dennoch: Die Idee ist sehr schön, an der Umsetzung kann noch gearbeitet werden.

Hits: 203

RTZapper

buten un binnen: Observiert

Sonntag, den 16. Januar 2022
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SA 15.01.2022 | 19.30 Uhr | radiobremen tv

Bei radiobremen waren sie in dieser Woche einer ganz heißen Sache auf der Spur. Man fühlte sich nämlich beobachtet. Vor dem Sender-Haus in Bremen stand nämlich die ganze Woche ein Auto mit einer, ähm, Person darin.
Wird radiobremen ausspioniert? Selbst in den Redaktionssitzungen fühlte man sich unwohl, weil da draußen dieses Auto stand.

Am Sonnabend berichtete auch das Regionalmagazin “buten un binnen” darüber. Wie im Beitrag zu sehen war, hat man beim Sender sogar die Polizei angeschrieben. Von ihr kam die Antwort, dass man derzeit von deren Seite nicht gegen die öffentlich-rechtliche Senderanstalt ermittele. Man könne es weder bestätigen noch dementieren.
Das klingt, nun ja, verdächtig. Ist da etwa doch was im Busch? Oder sind das etwa, hüstel, Terroristen, die irgendwas, ähm, planen?

Zum Ende der Woche wollten es die investigativen RB-Journalisten endlich genau wissen und gingen einfach mal hin, zum Auto. Und entdeckten darin eine Puppe auf dem Beifahrersitz.
Die Geschichte lautet also: Vor dem Gebäude von radiobremen steht seit ein paar Tagen ein Auto auf einem Parkplatz, in dem eine menschengroße Puppe sitzt.

Da hätte man ja auch mal eher nachschauen können – aber vielleicht hätte das diese, öhm, putzige Geschichte kaputt gemacht.
Echt mal: Das war ein bissl albern.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 14. Februar 2022; Beitrag ab 26:41 min)

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