Tagesarchiv für 21. Dezember 2021

RT im Kino

Spider-Man: No Way Home

Dienstag, den 21. Dezember 2021

(2) -> 8.7.2019

Peter Parker ist Spider-Man. Nun wissen es alle. Und alle wissen nun auch, wie dieser Peter Parker aussieht. Ein normales Leben, abseits seines Spider-Man-Daseins ist für Peter (Tom Holland) nun nicht mehr möglich. Überall wird er belagert, überall ist Presse, überall sind die Überwachungshubschrauber. Und Hass-Journalist J. Jonah Jameson (J.K. Simmons) macht Jagd auf ihn, er behauptet, Spider-Man sei ein Mörder.
Peter will das alles rückgängig machen. Sein Leben und das seiner Freunde MJ (Zendaya) und Ned (Jacob Batalon) soll wieder normal werden, sie wollen an die Uni. Peter geht zu Doctor Strange (Benedict Cumberbatch). Mit einem Zauber soll er erreichen, dass die Welt vergisst, wer Spider-Man ist. Blöd nur: Der Zauber geht schief, und für Peter alias Spider-Man wird alles noch schlimmer.

“Spider-Man: No Way Home” ist der vermutlich dritte und letzte Film der aktuellen Reihe mit Tom Holland. Unter der Regie von Jon Watts entstand ein furioses Finale. Denn Spider-Man bekommt es nun noch mal mit allen Bösewichten der vergangenen Zeit zu tun. Gegen alle muss er kämpfen. Und so viel kann vielleicht gesagt werden: Mit diesem Film schließt sich überraschend ein weitreichender Kreis. Und das macht großen Spaß!
Wer sich im Marvel-Universum auskennt, wird diesen Spaß erst recht haben, denn nach dem großen Zusammentreffen in den Avengers-Filmen kommt es auch in diesem Film zu einem “Staraufgebot” diverser anderer Marvel-Reihen.
Und locker-witzige Art von Tom Holland macht das zu einem wahren Filmfest. So witzig war Spider-Man vermutlich noch nicht, und es ist eine Art von Slapstick, die sehr gut funktioniert. Andererseits hat der Film aber auch sehr tragische und nachdenkliche Momente, ja, fast schon tiefenpsychologische Überlegungen werden in diesem Film gemacht.
Es ist schade, dass nun erst mal wieder alles vorbei ist. Aber bei Marvel weiß man ja nie. Man hört schon davon, dass Holland als Spider-Man noch mal in einem anderen Film des Marcel-Universums auftauchen soll.

-> Trailer auf Youtube

Spider-Man: No Way Home
USA 2021, Regie: Jon Watts
Sony, 148 Minuten, ab 12
9/10

Hits: 186

RT liest

Dennis Stephan: Und in mir ein Ozean

Dienstag, den 21. Dezember 2021

Es ist eine ziemlich in sich geschlossene Welt, in der Arthur aufwächst. Mit seiner alleinerziehenden Mutter lebt er in einem Haus nahe der Ostseeküste auf Rügen. Wer sein Vater ist, weiß er nicht. Freunde hat er kaum. Die Erziehung seiner Mutter ist ziemlich offen, sie lässt ihn machen. Seine Mutter ist ziemlich spirituell, sie kennt sich mit Pflanzen und alternativen Heilmethoden aus.
An seinem 18. Geburtstag ist er plötzlich allein. Ganz allein. Seine Mutter ist nicht mehr da. Hat alles gepackt und ist verschwunden. Spurlos.
Was nun? Wie soll er weitermachen? Was soll er machen, plötzlich so ganz allein? Er beschließt, das Haus auf Rügen zu verlassen, um draußen in der Welt eigene, neue Erfahrungen zu machen. Er landet in Hamburg, kommt mit mit einem reichen Gönner in Kontakt. Geht nach Amsterdam, lebt dort bei einem Paar, und schließlich nach Berlin.
Überall trifft er Menschen, überall macht er komplett neue Erfahrungen.

“Und in mir ein Ozean” erzählt über viele Jahre hinweg die Geschichte dieses jungen Mannes. Von der Kindheit, die einerseits so behütet scheint, aber auch seltsam isoliert. Von seinem Aufbruch und seinen verschiedenen Lebensabschnitten. Dem schwierigen Job in einer Klinik für Demenzkranke. Drogen, Liebe, Sex, Enttäuschungen, Lebenserfahrungen.
Der Autor Dennis Stephan erzählt aus Arthurs Sicht, wie er alles erlebt. Die Geschichte zieht den Leser schnell in den Bann – und eigentlich sind es mehrere Geschichten, denn in den verschiedenen Orten erlebt Arthur vollkommen verschiedene Dinge, und man fragt sich: Wann kommt er an, und wo könnte Arthur ankommen.
Eine Lebensgeschichte voller Melancholie, Zweifel, Traurigkeit, auch Lebensfreude, aber auch auch viele Fragezeichen. Eine sehr lesenswerte Story über das lange Ringen um das Erwachsenwerden.

Dennis Stephan: Und in mir ein Ozean
Querverlag, 299 Seiten
9/10

Hits: 169

ORA aktuell

Weiterer Abriss am Oranienburger Fischerplatz geplant

Dienstag, den 21. Dezember 2021

Am Oranienburger Fischerplatz ist der Abriss eines weiteren der alten Gebäude geplant. Es steht in der Fischerstraße 10 uns sei aus Sicht der Stadtverwaltung für den Denkmalschutzschutz kaum von Interesse. Das berichtet die Märkische Oderzeitung.
Geplant sei ein Neubau mit Platz für einen Laden und acht Wohnungen.

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RTelenovela

Fast hät’s geknallt

Dienstag, den 21. Dezember 2021
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Bislang bin ich davon verschont worden, schlimme Unfälle mitansehen zu müssen. Aber am Sonnabendvormittag dachte ich: Jetzt ist es so weit.

Auf der B 273 zwischen Schmachtenhagen und Wensickendorf fuhr ein Linienbus in gemächlichem Tempo 50. Das war in der Tat etwas nervig, weil es dafür keinen Grund gab – außer vielleicht, dass der Busfahrer Zeit abbummeln musste.
Das Auto vor mir setzte zum Überholen an und raste an einem weiteren Auto und am Bus vorbei. Es war genug Platz.

Als wir hinter Schmachtenhagen-Ost aus der Links-Kurve kamen, setzte auch der Renault vor mir zum Überholen an – und ich wusste: Das wird knapp. Denn von vorn näherte sich ein anderes Auto. Ich hätte da sicher nicht überholt. Aber der Renault fuhr nun links neben dem Bus, das andere Auto näherte sich bedrohlich.
Ich, hinter der Szene, bremste bereits und guckte an den Fahrbahnrand – ich wollte das Drama nicht sehen. Es muss seeeehr knapp gewesen sein, das Auto von vorn bremste auch, der Renault hat es knapp geschafft. Sehr knapp.
Manche Leute scheinen echt lebensmüde zu sein.

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