Tagesarchiv für 20. Dezember 2021

ORA aktuell

Oranienburger Schlosspark wird erneut Schulstandort

Montag, den 20. Dezember 2021

In das ehemalige NVA-Gebäude im Oranienburger Schlosspark wird erneut eine Schule einziehen. Zum Schuljahresbeginn 2022/23 nimmt die Grundschule Mitte den Betrieb auf. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Es handelt sich um eine zweizügige Schule. Langfristig soll sie in einen Neubau in die Weiße Stadt ziehen.
Das Haus teilt sich die Grundschule mit einer Kita, die auch im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss bleibt. Die Grundschule zieht in die zweite Etage.

Schon einmal war dort eine Schule. Die Comenius-Grundschule zog in einen Neubau im Stadtteil Süd. Eigentlich war mal geplant, das Gebäude im Schlosspark abzureißen.

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RTelenovela

Breitscheidplatz – Fünf Jahre danach

Montag, den 20. Dezember 2021
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Am 19. Dezember 2016 haben wir gegen 19.40 Uhr den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz in Richtung Kurfürstendamm verlassen. 20 Minuten später raste ein Lkw auf das Gelände. Tote und Verletzte. Und viele Wunden.

Am 19. Dezember 2021, fünf Jahre danach, fahre ich gegen 19.30 Uhr wieder ins Parkhaus am Bahnhof Zoo. Laufe wieder in Richtung des Weihnachtsmarktes. Ich möchte das Gedenken in irgendeiner Art miterleben, auch den Glockenschlag der Gedächtniskirche nach 20 Uhr. Mal kurz innehalten.

Doch das ist gar nicht so einfach. Denn die Berliner sind zu diesem Gedenken nicht erwünscht. Das könnte mit der Pandemie zu tun haben, aber auch mit Sicherheitsbedenken. Krass ist es dennoch. Denn nicht nur der Weihnachtsmarkt ist gesperrt, sondern auch die Hardenbergstraße plus Gehweg am Bikini. Man möchte nicht, dass irgendwelche Leute auf der Straße sind, wenn ranghohe Politiker vor der Kirche stehen.

Und so bleibt mir und einigen anderen Passanten nur die entfernte Position zwischen U-Bahn-Eingang und Bikini-Center mit Blick auf die Kirche. Dass man nicht mal die Straße für Passanten frei ließ, ist schade und scheint mir auch übertrieben.
Andererseits gab es an der Sperre ein bis zwei grantige Typen, die lautstark mit Polizisten diskutierten – über das Unglück, die Flüchtlinge und die Polizei. Wie respektlos das zu dieser Stunde war, kam diesen Menschen scheinbar gar nicht in den Sinn.

Ich rief unterdessen einen Livestream im Internet auf, um etwas vom Gottesdienst in der Kirche und der Zeremonie davor mitzubekommen.
Um kurz nach 20 Uhr gab es dann von der Kirche genau 13 Glockenschläge – so viele Todesopfer hatte der Anschlag 2016 gekostet. Das bislang letzte starb erst vor wenigen Wochen.

Als die Zeremonie durch war, standen plötzlich einige Passanten mehr um uns herum. Männer und Frauen mit Knopf im Ohr – ziemlich sicher waren das Sicherheitsleute. Denn gleich würden die Politiker an uns vorbeifahren. Vermutlich versammelten sich die Sicherheitsleute um uns, weil einer der diskutierenden Typen nun ganz in unserer Nähe stand und brabbelnd irgendwas filmte. Er brubbelte auch, als dann die erste Limousine an uns vorbeifuhr – die reichen Politiker und so weiter.

Nach der Zeremonie ging das Leben auf dem Weihnachtsmarkt weiter – zumindest auf den Abschnitten außerhalb der Zeremonie-Zone. Inzwischen ist das Gelände auch eingezäunt, und es gilt 2G und Ausweis zeigen. Ich gönnte mir ein wenig zu essen und zu trinken – um danach auch noch mal zu den Stufen zu laufen, auf dem die Kränze und Blumen abgelegt worden sind. Dazu Fotos und Kerzen. Immer, wenn ich dort auf dem Weihnachtsmarkt bin, bleibe ich an diesem Denkmal kurz stehen.

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RTZapper

Der Rebell – Von Leimen nach Wimbledon

Montag, den 20. Dezember 2021
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DO 16.12.2021 | 20.15 Uhr | RTL

Wenn der ganz junge Boris Becker auf dem Tennisplatz verloren hat, dann konnte er so richtig ausflippen. So sehr, dass es seinem Vater peinlich war. Irgendwann schnappte er ihn sich und machte ihm klar: Wenn er so weiter macht, dann wird das nichts mit einer Karriere als Tennisspieler. Dazu gehöre auch eine gewisse Beherrschung.
Dass aus diesem Boris Becker dann tatsächlich was geworden ist, das ist bekannt.

Der Film “Der Rebell – Von Leimen nach Wimbledon”, der am Donnerstagabend bei RTL zu sehen war, erzählte die Geschichte von Beckers Karrierebeginn.
Denn früh war klar, Boris hat einen großen Siegeswillen. Doch seine Wutausbrüche muss er in den Griff bekommen. Trainer Günther Bosch erkennt, was für ein Talent in dem jungen Mann steckt und beginnt, sich ihm anzunehmen. Der Deutsche Tennisbund will ihn allerdings nicht fördern – also will es Bosch allein versuchen. Hinzu kommt der Manager Ion Tiriac, der aber vor allem Kohle machen will.

Mit Bruno Alexander hat ein echtes Schauspieltalent die Rolle von Boris Becker übernommen. Er kopiert ihn nicht offensichtlich, aber er scheint Becker sehr gut studiert zu haben, denn man erkennt durchaus Gesten und Bewegungen, die man von Boris Becker kennt. Zudem ist es erstaunlich gut gelungen, die Tennisszenen einigermaßen glaubhaft in Szene zu setzen. Sehr dosiert gibt es hin und wieder Originalszenen, in denen man Becker, Bosch und Tiriac sieht.
Zu sehen, wie sich Becker 1985 in Wimbledon zum Sieg kämpft, wie er mit dem plötzlich Ruhm klarkommen muss und wie er nach seinem zweiten Wimbledon-Sieg 1986 zum Schnösel abdriftet, ist extrem spannend.

Ob sich das alles im Detail so abgespielt hat, wissen natürlich nur die Beteiligten. Boris Becker wollte sich an diesem Projekt nicht beteiligen – obwohl der Film ihm sicher nicht schadet. Das könnte erst passieren, wenn man die Becker-Story weiter erzählen würde…

-> Der Film bei RTL+

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