Monatsarchiv für Oktober 2021

KeineWochenShow

#252 – Sorry für Fehler

Sonntag, den 31. Oktober 2021

Ein Jahr ist es jetzt her, dass wir in der Marwitzer Beat-Fabrik unsere 200. Sendung produzierten. Wir hatten kurzfristig entschieden, ohne Publikum aufzuzeichnen. Wegen der steigen Inzidenzen.
Ein Jahr später ist die Disco noch immer geschlossen. Zwölf Monate später steigen die Inzidenten erneut, und sie sind sogar sehr viel höher als Ende Oktober 2020.
Dennoch ist inzwischen einiges anders. Es gibt Impfungen, Veranstaltungen finden mit 3G- oder 2G-Regeln statt, auch wenn das nicht immer so durchschaubar ist.

Außerdem sprechen wir über die entlassene Regierung, über Norbert Walter-Dingens, der sich selbst entlässt, über weitere Wahlen in Oberhavel und die Rückkehr von “Wetten, dass…?”. Und: Sorry für Fehler. Das und mehr in KeineWochenShow #252 auf Youtube.

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RT im Kino

Contra

Sonntag, den 31. Oktober 2021

Als die Jura-Studentin Naima Hamid (Nilam Farooq) und der Uni-Professor Richard Pohl (Christoph-Maria Herbst) zum ersten Mal aufeinander treffen, ist das sehr unangenehm. Sie kommt zu spät, er fühlt sich gestört und provoziert sie. Provoziert sie sogar sehr, er beleidigt sie, und die Studenten im Hörsaal protestieren und werfen Pohl Rassismus vor.
Bevor Pohl vor den Uni-Ausschuss muss, schlägt ihm Präsident Lambrecht (Ernst Stötzner) vor, stattdessen mit Naima zu arbeiten – für den Debattierwettbewerb zu trainieren.
Er willigt ein, hat aber keine großen Ambitionen. Und sie auch nicht, auch weil sie ihn hasst.
Dennoch: Sie raufen sich zusammen, und bald feiert Naima erste Erfolge.

Naima lernt, “Contra” zu geben. So heißt dieser Film von Sönke Wortmann. Contra zu geben muss sie in verschiedener Hinsicht lernen. Einerseits im Debattieren. Im Austausch von Argumenten. Sich auf eine Debatte vorzubereiten. Aber auch Contra zu geben, wenn man sie persönlich beleidigt.
Naima lässt sich auf Pohl ein, und Pohl muss auch bald feststellen, was in dieser jungen Frau steckt, was sie drauf hat, wenn man ihre Fähigkeiten erkennt und stärkt.
Ganz nebenbei beschäftigt sich der Film aber auch mit dem alltäglichen Rassismus. Richard Pohl wird vorgeworfen ein Rassist zu sein. Ist er das wirklich? Oder will er bewusst provozieren, bis an die Grenze? Später wird es Naima während einer Debatte mit echtem, knallharten Rassismus zu tun haben.
Vordergründig dreht sich der Film aber um die Macht der Worte, der Argumente, der Diskussion. Und darum, auf den Menschen zuzugehen, ihn anzuhören. Um ihn zu verstehen – oder um ihn mit Wörtern zu schlagen.

-> Trailer auf Youtube

Contra
D 2020, Regie: Sönke Wortmann
Constantinfilm, 104 Minuten, ab 12
8/10

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RTelenovela

Denkt an die Rettungsgasse(n)!

Sonntag, den 31. Oktober 2021
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Immer wieder gibt es Kampagnen für Rettungsgassen auf Autobahnen. Oftmals ist es nach Unfällen für die Rettungskräfte schwierig an die Unfallstelle zu kommen, weil kein Platz auf der Fahrbahn gelassen wird.
Wenn Autofahrer für die Nichteinhaltung der Rettungsgasse kritisiert werden, dann ist das aber auch immer ein Pauschalurteil, und viele machen es sich damit auch sehr einfach. Denn manchmal entsteht so ein Stau mit Stillstand auch sehr plötzlich. Dann kommt man schlicht nicht mehr dazu, eine Gasse zu bilden.

Am Sonnabendmittag. Ich fahre auf der A115 auf das Dreieck Nuthetal zu und will auf die A10 in Richtung Michendorf. Da sehe ich schon: Da stimmt was nicht, ich höre auch schon Sirenen. Stau.
Durch die Einfädelungsspuren gibt es dort insgesamt fünf Spuren. Zwischen ganz linker und der zweiten Spur wurde schon die Gasse gebildet, weil Feuerwehren durchmussten. Es gab also eine Gasse. Ganz vorbildlich.

Als sich später zwei weitere Rettungsfahrzeuge mit Sirenen von hinten näherten, war aber klar: Sie fahren gar nicht durch die Rettungsgasse. Es musste eine zweite gebildet werden, diesmal zwischen der ganz rechten Spur (wo ich stand) und der zweiten daneben. Zum Glück gibt es eine Standspur, auf die wir ausweichen konnten. Dennoch war es ziemlich irritierend, warum nicht die schon vorhandene Spur genutzt wurde.
Eine Rettungsgasse scheint also nicht immer zu reichen.

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RT liest

Bryan Washington: Dinge, an die wir nicht glauben

Sonntag, den 31. Oktober 2021

Ben kennt Mitsuko eigentlich nicht. Dennoch muss er mit ihr nun ein paar Wochen in seiner Wohnung verbringen. Dabei ist Mitsuko nicht mal wegen ihm dort. Denn sie ist die Mutter von seinem Freund Mike. Aber als Mitsuko in Houston ankommt, ist Mike nicht da. Während sie auch Japan in die USA gekommen ist, ist er nämlich nach Japan gereist – zu seinem todkranken Vater.
Bevor Mike aufgebrochen war, stand die Beziehung zwischen ihm und Benson ziemlich auf der Kippe. Oft haben sie gestritten, immer wieder gab es Konflikte.
Nun muss sich Ben also mit Mitsuko arrangieren. Und Mike kümmert sich in Japan um seinen Vater, der bald sterben wird, und um dessen Kneipe.
Und beide müssen sich mit sich und ihrem Leben befassen. Wie soll das alles weitergehen?

“Dinge, an die wir nicht glauben” heißt der Roman von Bryan Washington. Er stellt die Frage, was die Menschen miteinander verbindet, wenn genau diese Verbindung auseinanderzubrechen droht. Was einst sie, was trennt sich, und wofür lohnt es sich, zu kämpfen?
Bryan Washington gelingt es auf eine schöne Weise, dieses Beziehungsgeflecht darzustellen. Aus der anfänglichen Distanz entwickelt sich auch zwischen Ben und Mitsuko eine engere Bindung, und auch die Geschichte, wie sich Mike um seinen Vater kümmert, hat rührende Momente.
Das liegt auch an dem tollen, eindringlichen Schreibstil. In kleinsten Nuancen beschreibt Washington diese Menschen und ihre Beziehungen miteinander. Wie sich die Männer kennengelernt haben, was sie ausmacht. Wieso sie sind, wie sie sind. Was mit den Familien los ist. Die Zerrissenheit, Nachdenklichkeit – und die Frage, was aus der anfänglichen Euphorie geworden ist.

Bryan Washington: Dinge, an die wir nicht glauben
Kein & Aber, 384 Seiten
9/10

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RTZapper

Browser Ballett – Satire in Serie

Samstag, den 30. Oktober 2021
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DO 28.10.2021 | 20.15 Uhr | one

Wieder kommt das “Browser Ballett” mit neuem Konzept on Air. Waren die kurzen Clips auf Youtube oftmals echte Hits – die Szene über die “Nazikeule im Dritten Reich” hat 1,33 Millionen Klicks – konnte die Fernsehversion nie so wirklich überzeugen. Zuletzt lief die Satire-Reihe als Show. Ohne Erfolg.
Kein Wunder, dass man erneut am Konzept schraubt. Am Donnerstagabend gingen bei one die ersten beiden neuen Folgen auf Sendung. Diesmal als “Browser Ballett – Satire in Serie”.

Die Handlung: Schlecky Silberstein ist Moderator der Late Night “Browser Ballett”. Doch hinter den Kulissen und auch zu Hause gibt es Krach.
Doch auch dieses Konzept will einfach nicht aufgehen. Denn eigentlich dient das vor allem als Rahmenhandlung,. um die bekannten Kurzclips einzufügen. Doch die Rahmenhandlung ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Die Gags sind oft lahm.
In Folge 1 tritt Klaas Heufer-Umlauf auf. Er spielt den genervt-arroganten Late-Night-Moderator, der bei Silberstein zu Gast ist. Die Redaktion ist verzweifelt, weil die Quoten mies sind (wie im wahren Leben) und versucht, durch blödsinnige Ideen, mehr Leute anzulocken.
Nur sind diese blödsinnigen Ideen auch als Teil der Serienhandlung nicht lustig. Wenn Klaas Heufer-Umlauf den Genervten spielt, dann fühlt man mit ihm. Am Ende sagt Klaas: “Ich wünsch dir noch viel Glück, bei dem hier.” Und dazu lacht er. Man möchte meinen, das sei eine echte Szene – denn sie passt auch zu dieser Serie im Allgemeinen.

Satire soll natürlich Missstände und Diskussionen darstellen. Aber allein in den ersten beiden Folgen werden so viele Themen angesprochen – Gendersternchen, Rassismus, Gleichberechtigung und viele, viele mehr -, dass die Serie sehr bald wie eine Abhandlung aller gesellschaftlichen Themen wirkt, die mal verkrampft und ganz dringend untergebracht werden mussten.

Das “Browser Ballett” sollte sich weiterhin auf die kurzen Clips konzentrieren. Längere Geschichten in Serie funktionieren einfach nicht.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 30. Oktober 2022)

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ORA aktuell

Oranienburger Rewe-Logistikzentrum erweitert

Samstag, den 30. Oktober 2021
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Das Rewe-Logistikzentrum im Oranienburger Gewerbegebiet Süd ist erweitert worden. Gebaut worden sind dort drei neue Fabrikhallen. So konnte die Gesamtfläche von 53.000 auf 70.000 Quadratmeter erhöht werden. Das berichtet die Märkische Allgemeine. Seit Dienstag werden die neuen Hallen von den Liefer-Lkw angefahren.

Hintergrund sei die gestiegene Nachfrage nach frischen Lebensmitteln und die Erweiterung des Sortiments in den Bereichen Bio, Vegan, Vegetarisch und regionale Produkte. 68 Millionen Euro seien investiert worden.

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ORA aktuell

Stralsunder Straße tagelang ohne Licht

Freitag, den 29. Oktober 2021

In der Stralsunder Straße in Oranienburg ist tagelang das Licht ausgefallen. Betroffen war der Bereich zwischen der Kreuzung an der Bernauer Straße und dem Bahnhofsplatz. Auch der neue Busbahnhof auf dem Bahnhofsplatz lag nach Sonnenuntergang im Dunkeln. Das Problem bestand seit mindestens Sonntag.

Am Donnerstag ist der Fehler offenbar behoben worden, offenbar handelte es sich um ein Kabelproblem.

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