Tagesarchiv für 11. September 2021

aRTikel

Bärenklauer Erntekönigin fällt wegen Corona aus

Samstag, den 11. September 2021
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Jil May kann heute beim Umzug nicht mitfahren

MAZ Oranienburg, 11.9.2021

Bärenklau.
Das ist einfach Pech! Das heute stattfindende Bärenklauer Erntefest muss in diesem Jahr ohne die Erntekönigin auskommen. Jil May ist krank geworden.

Sie war schon 2019 die Erntekönigin in Bärenklau, und dort ist festgelegt worden, dass sie 2020 noch mal ran darf. In dem Jahr fiel das Erntefest allerdings wegen der Coronakrise aus. 2021 findet es wieder statt – nun hat allerdings die Erntekönigin das Coronavirus. „Ich habe es am Sonntag gemerkt“, sagt sie beim Telefongespräch mit der MAZ. „Ich hatte alles an Symptomen und 39 Grad Fieber.“ Seit Donnerstag habe sie zudem keinen Geschmack im Mund und keinen Geruchssinn. „Aber ich fühle mich von Tag zu Tag wieder stärker.“ Klar ist: Sie wird den heutigen Sonnabend zu Hause verbringen müssen – und nicht auf dem Wagen beim Ernteumzug sein können.

Die Enttäuschung ist groß. „Ich habe mich so gefreut, als es hieß, dass ich noch mal Erntekönigin sein darf“, erzählt die 21-Jährige. Sie wohnt in Vehlefanz und ist die erste Bärenklauer Erntekönigin, die nicht im Dorf wohnt. „Ich hatte 2019 beim Ernteumzug eine eigene Kutsche.“ Sie war für diverse Ansagen zuständig, war bei den Siegerehrungen dabei. Außerdem tanzt sie bei den Dancebears, weshalb sie am Abend auch noch einen Tanzauftritt hatte.

„Ich bin jemand, die keine Probleme hat, mal im Mittelpunkt zu stehen“, sagt Jil May. Sie macht eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau und möchte gern Hochzeitsplanerin werden. Auf dem Erntefest 2021 soll es eventuell am Abend eine Videobotschaft geben.

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RTZapper

Kannste Kanzleramt? – Baerbock, Laschet und Scholz zurück in der Schule

Samstag, den 11. September 2021
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DO 09.09.2021 | 20.15 Uhr | Sat.1

“Heut ist so ein schöner Tag, schalalalala, heut ist so ein schöner Tag, schalalalala!”
Da steht er nun vor einer Grundschulklasse und tanzt. Und singt manchmal sogar mit, beim “Fliegerlied”, das er beim “Summ-Spiel” zuvor nicht erkannt hatte.
Es ist eine ganz neue Situation für Armin Laschet. Der Kanzlerkandidat der Union muss sich in einer etwas anderen Wahlsendung präsentieren.
Bei Sat.1 wurde am Donnerstagabend gefragt: “Kannste Kanzleramt?”, und die Fragen sind von Kindern gestellt worden. Nacheinander mussten sich Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz dieser Situation stellen.

Zwar brachte die Sendung kaum neue Erkenntnisse, dennoch war es spannend zu beobachten, wie sich die beiden Politiker und die Politikerin mit den Kindern unterhielten, wie sie ihnen Dinge erklärten. Die Kindern stellten Fragen dazu, was ihnen Angst macht, sie wollten etwas über CO2-Sparen wissen, aber auch zu Navalny. Von Baerbock wollte ein Kind wissen, wie das denn mit den sogenannten Buchfälschungen war. Manchmal fragte man sich zwar schon, ob alle diese Fragen wirklich von den Kindern kamen – andererseits schienen sie aber über diverse Themen erstaunlich gut informiert zu sein.
Deshalb war diese “Wahlarena” vermutlich die außergewöhnlichste des Jahres – aber auch eine sehr kurzweilige.

Bei der “Bild” bekamen sie unterdessen mal wieder Schnappatmung, und Bild-Chef Julian Reichelt war mal wieder empört, empört und extrem empört. Denn die Kinder in der bei Sat.1 gezeigten Schulklasse trugen keine Maske – ebenso Scholz, Baerbock und Laschet. Und das sei, erwähnte ich das schon, empörend, fand man bei der Bild.
Dabei gelten für Fernsehproduktionen ganz andere Regeln als für die Schule. Alle Teilnehmenden wurden – wie das beim Fernsehen üblich ist – vorher getestet.
Zumal die Frage ist, ob es sich überhaupt um eine komplette Schulklasse handelt, denn als Armin Laschet auf Bitte der Kinder einen Politpromi anrief – Jens Spahn – da erwähnte er, dass Kinder aus verschiedenen Bundesländer vor ihm sitzen.
Aber so hatte die “Bild” wenigstens wieder mal was, worüber man sich aufregen konnte und womit Streit erzeugt werden kann.

-> Die Sendung bei Joyn

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ORA aktuell

Oranienburger Regionalmarkt 2021 abgesagt

Samstag, den 11. September 2021
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Der Oranienburger Regionalmarkt 2021 ist abgesagt worden. Das teilte Franziska Winter, Betriebsleiterin der Tourismus und Kultur Oranienburg gGmbH, mit. Der Markt sollte am 25. und 26. September auf dem Schlossplatz stattfinden.

Die Absage habe laut TKO aber nicht mit den Regeln rund um das Coronavirus zu tun. “Jedoch konnten wir bisher nur eine geringe Anzahl von Händlern und Caterern für das Event akquirieren: Den traditionell sehr vielfältigen Regionalmarkt, wie ihn die Menschen kennen und schätzen, hätten wir ihnen dieses Jahr einfach nicht bieten können. Viele Händler und Caterer haben sich pandemiebedingt inzwischen ein neues Standbein aufgebaut oder sind bereits bei anderen Veranstaltungen eingeplant”, so Franziska Winter.

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RT im Kino

Die Unbeugsamen

Samstag, den 11. September 2021
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Es gab Zeiten, da saß eine (ja, eine) Frau im Regierungskabinett, und die Anrede des Vorsitzenden war dennoch “Meine Herren”. Schließlich sei die Frau unter den vielen Herren schließlich auch ein Herr.
Es gab Zeiten, da mussten sich Frauen im Bundestag anhören, dass sie wohl schon lange keinen Herren mehr abbekommen hätten.
Es gab Zeiten, da befummelte ein Politiker eine Politikerin von hinten, um zu testen, ob sie denn einen BH anhatte – weil er mit der Fraktion gewettet hat.
Es gab Zeiten, da schien es unmöglich, dass eine zweite (!) Frau Mitglied der Bundesregierung werden könnte. Und als es die zweite Frau geschafft hat, wurde sie später weggelobt, weil sie als Ministerin leider etwas genervt hat.
Die Zeiten gab es. Bis zu den frühen 90ern.
Und so richtig vorbei ist diese Zeit eigentlich auch noch nicht.

All das ist in der spannenden Doku “Die Unbeugsamen” zu sehen. Torsten Körner blickt zurück auf die Bonner Republik, auf einen Bundestag voller Männer, die sich über Frauen beömmeln. Wo Frauen darum kämpfen mussten, überhaupt etwas zu sagen zu haben.
Die waren die Wegbereiterinnen der Gleichberechtigung: In Interviews erzählen Herta Däubler-Gmelin (SPD), Marie-Elisabeth Klee (CDU), Ursula Männle (CSU), Christa Nickels (Die Grünen), Ingrid Matthäus-Maier (FDP/SPD), Renate Schmidt (SPD), Rita Süssmuth (CDU) und andere ehemalige Politikerinnen, wie sie die damalige Zeit erlebt haben. Von Vorurteilen, Diskriminierungen und sexueller Belästigung – verbal und real.

Sieht man das alles im Jahr 2021, dann stockt einem manchmal der Atem. Hass und Häme, teilweise gerade mal 30 oder 40 Jahre her. Was sie Frauen damals alles anhören mussten, ist krass. Wie sich die Herren in ihrer Macht sonnten, ist bedrückend und sorgt heute für Fremdscham.
Was aber auch auffällt: Damals echauffierte sich die Herrenwelt darüber, dass sie künftig “Meine Damen und Herren!” sagen sollten. Oder “Frau Ministerin”. Man musste sich umgewöhnen, und es war ungemütlich. Dieselbe Diskussion führen wir heute über das Gendersternchen, über den Umstand, dass es nonbinäre Menschen gibt. Und wieder ist es ungemütlich, und Leute regen sich auf, dass das Geschriebene komisch aussehe. All das sieht man in der “Frauenvariante” in dieser Doku über “Die Unbeugsamen”.
Ein wichtiges Zeitdokument.

-> Trailer auf Youtube

Die Unbeugsamen
D 2020, Regie: Torsten Körner
Majestic, 100 Minuten, ab 12
8/10

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