Tagesarchiv für 6. September 2021

ORA aktuell

Fußball-Landespokal: Oranienburg gewinnt Stadtderby

Montag, den 6. September 2021
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Stadtderby im Fußball-Landespokal in Brandenburg. Das Spiel zwischen Oranienburg und Sachsenhausen am Sonnabend im Stadion an der André-Pican-Straße konnte Oranienburg 3:1 für sich entscheiden. 568 Gäste zählte das Spiel.

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RT liest

David Safier: Miss Merkel – Mord in der Uckermark

Montag, den 6. September 2021

Was macht Angela Merkel eigentlich, wenn sie nicht mehr Bundeskanzlerin ist? Wenn sie sich nicht mehr mit der Tagespolitik rumschlagen muss? Und mit Laschet, Merz und Co.?
2022, in der Uckermark. Angela Merkel ist in die brandenburgische Provinz gezogen, nach Klein-Freudenstadt. Mit Mann Achim (“Puffel”) und Mops Putin lebt sie in ihrem Häuschen mit Garten. Merkels Ziel ist es, sich in die Gemeinschaft des kleines Orts einzugliedern. Deshalb gehen Angela und Achim auch zum Schlossfest – das aber mit einem Schock endet. Freiherr Philipp von Baugenwitz wird vergiftet. In einer Ritterrüstung wird er in einem von innen verriegelten Schlossverlies gefunden.
Nun hat Angela etwas, worum sie sich kümmern kann. Mit ihrem Mann und Bodyguard Mike im Schlepptau beginnt sie ihre Undercover-Ermittlungen – denn bei einem Fahndungserfolg möchte sie keinesfalls, dass die Zeitungen davon Wind bekommen, was sie so in der Uckermark treibt.

Die Idee, zu überlegen, was Angela Merkel in ihrem Ruhestand so treibt, ist putzig, und natürlich hat sie großes Potenzial. David Safier hat daraus allerdings nur allzu leichte Unterhaltungskost gemacht. Das wäre an sich nichts Verwerfliches – leider ist sie nicht richtig gut geworden.
“Miss Merkel – Mord in der Uckermark” heißt sein Roman. Und so piefig wie der Titel klingt und das Buchcover aussieht, so piefig ist leider auch Safiers Roman geworden. Zwar ist die Geschichte grundsätzlich eigentlich ganz lustig, aber Safier macht zu wenig draus. Der Mordfall und die Ermittlungen sind nicht wirklich spannend aufgeschrieben. Safiers Wortwitze verpuffen, ebenso die an vielen Stellen langen Dialoge, die eigentlich nur dazu da sind, krampfhaft lustige Situationskomik abzubilden.
Und so wirkt der Roman wie ein Schmunzelkrimi im Vorabendprogramm der ARD. Und es hat einen Grund, warum die Schmunzelkrimis abgeschafft worden sind.

David Safier: Miss Merkel – Mord in der Uckermark
Kindler, 315 Seiten
5/10

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RT im Kino

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Montag, den 6. September 2021

Felix Krull (Jannis Niewöhner) macht niemand so schnell etwas vor. Er ist ein Hochstapler, und er kann alle um seinen Finger entwickeln, sie betrügen und hinters Licht führen.
Der Marquis Louis de Venosta (David Kross) will ausgerechnet von Felix wissen, wie man das denn am besten mit der Liebe so macht. Ausgerechnet Felix – denn was der Marquis nicht weiß, ist, dass dessen Angebete Zaza (Liv Lisa Fries) auch Felix’ Freundin ist.
Aber Felix erzählt dem Marquis die ganze Geschichte: Wie Felix von immer gut in andere Rollen schlüpfen konnte. Wie er im Pariser Luxushotel einen Job als Liftboy bekam und so sein gutbürgerliches Leben hinter sich lassen konnte, in dem er auf nicht ganz gute Weise zu viel Geld kam. Die weiblichen Gäste haben ihm dabei geholfen, und auch den intriganten Kollegen kann er überlisten.
Der Marquis macht ihm einen Vorschlag: Er und Felix könnten die Identitäten tauschen – und Felix könnte auf eine lange Reise gehen, die eigentlich der Marquis machen soll. Eine gute Idee?

Die “Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull” ist eine Neuverfilmung eines Romans von Thomas Mann aus dem Jahre 1954. Regisseur Detlev Buck hat sich an den Stoff herangewagt und ihn in einen modernen Film gepackt – wenn auch die Handlung immer noch im Paris um 1900 spielt. Allerdings hat er den unvollendeten Roman nicht mal komplett ausgeschöpft, sondern sich nur einen Teil rausgepickt und der Story auch einiges hinzugefügt. Das Liebesdreieck gibt es wohl im Ursprungsroman nicht.
Zu sehen, wie sich Felix durchs Leben laviert, macht Spaß. Im Hotel schafft er es, die sexsüchtige reiche Frau gefügig zu machen – dass sie ordentlich Geldgüter hergibt, kommt von ganz allein.
Jannis Niewöhner spielt den schelmischen, aber durchaus auch skrupellosen jungen Typen auf charmante, lockere Art. Und natürlich hat auch Buck wieder einen Gastauftritt.

-> Trailer auf Youtube

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
D 2020, Regie: Detlev Buck
Warner, 114 Minuten, ab 12
8/10

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