Tagesarchiv für 22. Juli 2021

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Amazon kommt nach Oberkrämer

Donnerstag, den 22. Juli 2021
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Verteilungslager wird im Gewerbepark Vehlefanz errichtet – fast alle Flächen des 100 Hektar großen Areals sind inzwischen belegt – viele Bautätigkeiten und eine neue Straße in Richtung Bärenklau

MAZ Oranienburg, 22.7.2021

Vehlefanz.
Der Versandhändler Amazon wird sich im Gewerbepark in Vehlefanz ansiedeln. Das teilte Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO) am Mittwochvormittag bei einem Vor-Ort-Termin im Gewerbepark mit. Geplant ist ein Verteilungslager. Dafür habe es kürzlich eine Baugenehmigung gegeben. Die Halle entsteht im „VGP-Park Berlin-Oberkrämer“ auf dem Areal des Gewerbeparks Vehlefanz. Ende 2022 könnte das Verteilungslager ans Netz gehen. Die Transporter sollen nach Aussagen des Bürgermeisters allesamt elektrisch fahren. Allein dafür seien 440 Elektroladeplätze geplant. „Das ist eine große Geschichte“, so Peter Leys.

War der Gewerbepark Vehlefanz bis vor kurzem eine Brache, auf der hier und da eine Halle stand, sieht das inzwischen ganz anders aus. Laut Peter Leys sei nur noch eine dreiviertel Hektar große Fläche frei, der Rest sei voll. „Das ist eine der größten geschlossenen neu geschaffenen Flächen in Oberhavel“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Noack am Mittwoch bei einem Besuch des Gewerbeparks. Wie Peter Leys ergänzte hat es eine Größe von 100 Hektar, gemeinsam mit dem Gewerbegebiet Bärenklau, das sich nahtlos anschließt. Den vorderen Teil, etwa 28 Hektar habe die Gemeinde Oberkrämer selbst vermarktet, um den Rest kümmerte sich die BBF, die Berlin-Brandenburger Flächenentwicklungs GmbH unter der Leitung von Jesús Comesaña. „Die haben sich auch um die Erschließung des Gebietes gekümmert“, so Peter Leys weiter.

Lange hatte sich im Vehlefanzer Gewerbepark nur wenig getan. Das änderte sich, als klar war, dass die Autobahn auf dem nördlichen Berliner Ring ausgebaut wird – und damit auch die Brücke auf der Landesstraße 17, die über die Autobahn führt. Die alte Brücke war zu schmal, um den vielen Verkehr eines möglichen Gewerbegebietes aufzunehmen. „Das hatte viele abgeschreckt“, erzählte der Bürgermeister. Der Ausbau der Autobahn sei dann ein gutes Zeichen gewesen – auch dass sich die Havellandautobahn mit ihrer Zentrale im Gewerbepark in Vehlefanz angesiedelt hatte. „Damals war das das einzige markante Gebäude.“
Auch heimische Unternehmen haben sich dort angesiedelt. Als Beispiel nannte der SPD-Gemeindevertreter Karsten Peter Schröder den Autoservice Stange. „Das hat hier ein neues Heim gefunden.“ Vorher war der Betrieb mit der Auto- und Lkw-Werkstatt im Oranienburger Weg direkt im Dorf angesiedelt – eine Vergrößerung war dort nicht mehr möglich. Im Gewerbepark ist neu gebaut worden.

Insgesamt hat Oberkrämer 140 Hektar Gewerbeflächen, in Eichstädt gibt es ein Gewerbegebiet, Flächen sind auch an der Perwenitzer Chaussee in Vehlefanz und in Bötzow-West. Es gebe im Gemeindegebiet kaum noch Grundstücke. Das Ende der Fahnenstange sei erreicht, so Peter Leys. „Oberkrämer muss noch Oberkrämer bleiben.“ Es habe Anträge und Überlegungen gegeben, von Vehlefanz aus auf der anderen Seite der Autobahn ebenfalls zu bauen. „Aber das kann man nicht machen.“ Da es keine Industrie im Gewerbepark Vehlefanz gebe, solle sich der Lärm in Grenzen halten, dennoch sollen zwischen dem Areal und dem Dorf selbst noch Bäume gepflanzt werden – auch für einen langfristigen Sicht- und Lärmschutz.

Die Straße, die den Vehlefanzer Gewerbepark mit dem Bärenklauer Bahnweg verbindet, ist zudem bald fertig. Für die Mitarbeitenden, die nicht aus der Gegend kommen, könnte das wichtig werden. Andreas Noack fragte nach einem Bahnanschluss für das große Areal. Es gebe den Bahnhof in Bärenklau, so Peter Leys. Der sei am nächsten gelegen und dann gut zu erreichen. Es müssten dann nur noch häufiger Züge anhalten.

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RTelenovela

Selbstbedienungsautomaten in Zeiten des Coronavirus

Donnerstag, den 22. Juli 2021
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Der Besuch bei McDonald’s ist schon wieder zur Normalität geworden. Nur dass weiterhin noch nicht alle Tische und Plätze freigegeben sind.
Aber noch etwas ist in der Zeit des Coronavirus normal geworden: Bei McDonald’s, zumindest in Sachsenhausen, kann man offenbar nicht mehr am Tresen bestellen. Zumindest scheint das nicht mehr gewollt zu sein. Jeder, der dort was bestellt, muss an den Selbstbedienungsautomaten. Das war auch schon während des Lockdowns so, dass man nur dort bestellen konnte.

Dabei ist das eigentlich eine merkwürdige Regelung. Denn gerade auf solchen Dingen können sich die Viren schön breitmachen. Alle fahren sie mit ihren Fingern über die Scheibe. Überall wird getippt, gedrückt, gewischt, angefasst. Und danach nicht gesäubert. Und die wenigsten – eigentlich niemand – desinfizieren sich danach die Hände. Sind also nicht eigentlich eher diese Automaten Orte der Virenübertragung? Müsste nicht der Tresen sicherer sein, wenn eine Trennscheibe dazwischen wäre?

Im Kino, im Berliner Cinemaxx, ist das genau andersrum. Da sind die Automaten aus oben genannten Gründen abgebaut worden. Dort kann man nur nur persönlich die Tickets kaufen, wenn man sie nicht schon online bestellt hat. Die werden sich dabei schon was gedacht haben.

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ORA aktuell

VSV Oranienburg sammelt für Unfallopfer

Donnerstag, den 22. Juli 2021
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Beim Volleyballverein VSV Oranienburg herrscht in diesen Tagen Trauer. Jetzt startete eine Spendenaktion. Zwei langjährige Spielerinnen sind am 10. Juli bei einem schweren, nicht verschuldeten Unfall bei Schönfließ verunglückt.

“Gerade erst haben sie den ersten Hochzeitstag gefeiert, nun traf Julia und Tina das Schicksal auf unfassbare Weise”, heißt es auf der Facebook-Seite des Vereins. Eine der beiden Frauen, Julia, verstarb. “Über viele Jahre haben die Beiden bei uns beim VSV Havel Oranienburg gespielt. Sie auf und neben dem Feld zu sehen war immer etwas Besonderes. Es ist unfassbar traurig, sie nun nicht mehr zusammen lächeln sehen zu können.”
Geld helfe nicht über irgendeinen Verlust und tiefe Trauer hinweg, “kann aber vielleicht ein paar Sorgen vorerst nehmen. Aus diesem Grund möchten wir gerne Tina unterstützen und sammeln für sie.”

Mehr Informationen gibt es auf Facebook.

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