Tagesarchiv für 5. Juli 2021

RTelenovela

Sechster Schnelltest in Zeiten des Coronavirus

Montag, den 5. Juli 2021
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Eventuell war es der letzte Schnelltest, den ich in einem Testzentrum machen musste. Denn am Freitag bin ich save, ab Freitag gilt mein digitaler Impfnachweis, dann muss ich mich höchstwahrscheinlich nicht mehr testen lassen.

Am Sonntag aber wollte ich in Berlin ins Kino – und in Berlin braucht man noch einen Nachweis über einen negativen Coronatest oder eben die Impfbescheinigung.
Aber ein geöffnetes Testzentrum am Sonntag in Oberhavel? Eher schwierig.
Also fuhr ich am Sonntagnachmittag auf meinem Weg zum Potsdamer Platz in Tegel von der A111 runter. Gegenüber der Hallen am Borsigturm befindet sich das Testzentrum Tegel. Das ist täglich geöffnet – was natürlich an der Stelle sinnvoll ist, denn dort befindet sich auch das Cinestar-Kino.

Gut 20 Minuten musste ich anstehen, am Counter zeigt man seinen Ausweis, blöderweise sprach die junge Frau hinter Scheibe und Maske so langsam, dass ich ständig wie ein schwerhöriger Opa nachfragen musste, was sie denn gesagt habe. Diesmal wollte ich mein Ergebnis per E-Mail – denn das ermöglichte es mir, gleich weiter in Richtung Potsdamer Platz zu fahren – sonst wäre es zeitlich eng geworden.

Der Test ging fix. Einmal in der vorderen Nase feudeln – links und einmal rechts. Die ganz sanfte Methode. Und ich düste gleich weiter von Tegel nach Tiergarten – und bekam das Ergebnis während der Fahrt auf mein Handy. Negativ.

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RTZapper

UEFA EURO 2020 live – Viertelfinale: Tschechien – Dänemark

Montag, den 5. Juli 2021
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SA 03.07.2021 | 17.50 Uhr | Das Erste

Die UEFA macht Politik.
Die UEFA bestimmt, wie viele Leute ins Stadion dürfen? Völlig wurscht, wie sehr außerhalb das Coronavirus grassiert.
Die UEFA bestimmt, wo der Regenbogen zu sehen sein darf und wo nicht.
Fußball? War da was?

Am frühen Sonnabendabend übertrug Das Erste das Fußball-EM-Viertelfinale zwischen Tschechien und Dänemark. Live aus Baku in Aserbaidschan. Und es hieß ja immer, die UEFA habe in den Stadien Hausrecht.
In München wurde es nicht gestattet, dass das Stadion in Regenbogenfarben angestrahlt wird. Weil damit gegen Ungarn protestiert werden sollte. Die UEFA wollte keine politische Botschaft – wenn es denn eine sein sollte. Einige Werbepartner wie Volkswagen durften dennoch ihre Reklame im Stadion in Regenbogenfarben zeigen. Und das ist natürlich was völlig anderes – und hat ja auch mit Geld – GELD – G E L D – zu tun!
In Baku wirft die UEFA diese Regeln aber auch wieder über den Haufen, und nicht mal mehr die Regenbogenreklame war erlaubt, denn die sieht man in Aserbaidschan nicht so gerne – und die UEFA möchte ja schließlich auch weiterhin gute Geschäftspartner in diesen ach so freien und guten Ländern haben. Deshalb wurde zwei Fans im Stadion aus das Regenbogenbanner weggenommen. Weil der ja so böse ist. Und so, ähm, politisch. Und weil irgendwelche aserbaidschanische Politiker irgendein Hosenjucken bei diesem Anblick bekommen, muss eben auch die UEFA im Stadion, in dem sie Hausrecht haben, einschreiten.
Aber klar, wenn es in Sachen PR kritisch wird, dann färbt die UEFA ihr eigenes Logo auch wieder farbig, und alles ist dufte.

Klar auch, dass diese Bilder von der Wegnahme des Bannes im Fernsehen nicht zu sehen waren – erst später berichteten Online-Medien darüber.
Der Fußball ist bei dieser EM zur Nebensache geworden – vielmehr zeigt die UEFA 2021, was für ein perfider Verein die sind.
Und wird ja Ende 2022 nicht besser, wenn die FIFA ins ach so liebliche Katar einlädt.

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