Tagesarchiv für 29. Juni 2021

RT im Kino

A quiet Place 2

Dienstag, den 29. Juni 2021

(1) -> 14.4.2018

Pssst! Leise! Keinen Mucks dürfen sie von sich geben.
Auf der Erde haben sich furchterregende Gestalten breit gemacht. Sie werden allerdings erst dann gefährlich, wenn sie die Menschen akustisch wahrnehmen. Ein Schrei. Eine Flasche, die zu Boden fällt. Laute Geräusche, und wenig später ist man tot.
Eine Familie (u.a. Emily Blunt, John Krasinski, Noah Jupe) hat es bisher geschafft, diesen Kreaturen zu entkommen.
Seit inzwischen weit über einem Jahr ist sie gewissermaßen auf der Flucht. Denn zu Hause ist es nicht mehr sicher. Immer leise müssen sie sein. Niemand will Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Es scheint allerdings eine Lösung zu geben, den Kreaturen zu entkommen. Könnte Wasser etwas damit zu haben? Und vielleicht spezielle Töne?

“A quiet Place 2” setzt ziemlich nahtlos da an, wo der erste Teil endete. Da war schon klar, dass sich niemand in Sicherheit wiegen kann. Erneut macht die Stille, die über weite Strecken herrscht, beklommen. Jeder Lärm, den es gibt, könnte Folgen haben.
Wie schon in Teil 1 setzt sich eine seltsame Stimmung zwischen ziemlich großer Spannung und gepflegter Langeweile ein. Das Problem ist ein wenig, dass die Handlung ein bisschen zu simpel ist. Mensch vs. Monster, ohne weitere Ebenen in der Geschichte.
Die Autoren hätten sich für den 2. Teil ruhig mal etwas Außergewöhnliches, irgendwas Neues einfallen lassen. So haben sie sich schlicht auf ihr Grundrezept verlassen. Und das Ende sagt: Einen 3. Teil könnte es auch noch geben. Im Grunde könnte man die Story unendlich lang erzählen. Wenn man denn will.

-> Trailer bei Youtube

A quiet Place 2
USA 2020, Regie: John Krasinski
Paramount, 97 Minuten, ab 16
5/10

Hits: 173

RT liest

Lucia Jay von Seldeneck / Carolin Huder / Verena Eidel: 111 Orte in Berlin, die man gesehen haben muss – Band 2

Dienstag, den 29. Juni 2021
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Das Buch setzte Maßstäbe – und es wurde ein großer Trend daraus. 2011 erschien bei Emons die Sammlung mit “111 Orte in Berlin, die man gesehen haben muss”. Seitdem erschienen unzählige “111 Orte”-Sammlungen, oder andere Dinge, von denen man 111 verschiedene Arten zusammenstellte. Andere Verlage kamen mit ähnlichen Ideen und Rankings auf den Markt. Und es ist ja auch simpel: Man kann als Leser schnell durchblättern und meist auf den ersten Blick erfassen, worum es geht und ob es sich lohnt.
Einige Jahre später erschien von “111 Orte in Berlin, die man gesehen haben muss” ein zweiter Band – von Lucia Jay von Seldeneck, Carolin Huder und Verena Eidel. Er zeigt vor allem: Es hätte ihn nicht wirklich gebraucht.

Waren es in Band 1 echte Berliner Sehenswürdigkeiten oder auch Kleinode wie das Hansa-Viertel, die Theater-Reihe “Gutes Wedding, schlechtes Wedding”, der Bierpinsel, das Ernst-Thälmann-Denkmal, Alt-Lübars, der Spreepark, der Spreetunnel und vieles mehr, wundert man sich in Band 2 relativ oft.
Da geht es öfter eher um kleine Geschäfte, um seltsam hässliche Garagen, eine Kiesgrube oder ein Krematorium. Zum Kopfschütteln sind Tipps wie eine hässliche Coca-Cola-Reklame am Spitteleck, eine rumpelig-schäbige Schildermeile oder um eine schrägstehende, hässlich-unscheinbare Sitzbank-Platte. Da fragt man sich wirklich, warum man das gesehen haben soll und ob man Touristen dort wirklich hinschicken sollte.
Nur wenige Hinweise sind wirklich interessant: Es wird auf den Mittelpunkt Berlins hingewiesen, auf eine verlassene Autobahnabfahrt (obwohl das auch sehr speziell ist) und auf Alt-Marzahn.

Das ist aber nicht das einzige Problem dieses Buches. Viele der 111 Texte sind schlecht geschrieben. Da wird irgendwas daher geplaudert, und immer wieder fehlt in den Texten schlicht, was man denn wo antreffen soll. Das steht dann auf der Nachbarseite. Dort steht – aber in kleiner Schrift – die Adresse und wie man hinkommt. Dazu ein Tipps – aber optisch mies gemacht – was man dort oder in der Nähe noch machen kann.
Andere Bücher mit ähnlichen Tipps haben das optisch besser gelöst, dort gibt es auf jeder Seite Grafiken, auf denen zumindest der Stadtbezirk, in dem sich die Sehenswürdigkeit befindet, zu sehen ist.
Auch verwunderlich sind die vielen verunglückten Fotos zu den Sehenswürdigkeit. Sie sollen offenbar künstlerisch sein, sie zeigen oft nur Ausschnitte, aber nicht das Ganze und sind somit ziemlich unbrauchbar.
Schade, aber diese Fortsetzung ist leider nicht gelungen.

Lucia Jay von Seldeneck / Carolin Huder / Verena Eidel: 111 Orte in Berlin, die man gesehen haben muss – Band 2
Emons, 240 Seiten
3/10

Hits: 177

RTelenovela

29n oder 39d oder 43

Dienstag, den 29. Juni 2021
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Klingt eigentlich 29n besser als 43?
Oder wäre 39d zumindest glaubwürdiger?
43 jedenfalls.

Der Zeitpunkt meines Geburtstages hat mir in dieser Pandemie Glück gebracht. Denn sowohl 2020 als auch 2021 hatte ich das Privileg, meinen Geburtstag weitgehend normal zu feiern. Und es war ein schönes Gefühl, endlich mal wieder die Familie und die Freunde um sich haben. Vor allem auch, die Freunde – die meisten sind schon komplett geimpft – mal wieder in die Arme zu schließen.

So trafen wir uns auf der Gartenterrasse, es war glücklicherweise nicht so heiß wie an so manchen Tagen davor, und da das Ganze an einem Sonntag war, konnte wir auch etwas früher anfangen.

Die 42 liegt nun hinter mir. Und die 42 ist die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Wissen wir aus dem Roman und Film “Per Anhalter durch die Galaxis”. Zumindest in der Hinsicht, dass während dieser 42 eine Impfung auf dem Plan stand, die hoffentlich wieder Normalität ins Leben bringen könnte, zeigt, dass die Frage nach eben diesem Leben tatsächlich auf diese Weise beantwortet worden ist.

Hits: 135

RTZapper

Mein Hund fürs Leben

Dienstag, den 29. Juni 2021
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SO 27.06.2021 | 14.55 Uhr | ZDF

Im Berliner Tierheim gibt es so viele Hunde, Katzen und andere Tiere – die lassen sich kaum vermitteln. Allein hunderte Hunde warten darauf, irgendwann neue Herrchen oder Frauchen zu bekommen.
Ein Format, das eine schöne Werbung für die Tierheime ist, startete am Sonntagnachmittag im ZDF: “Mein Hund fürs Leben”. Wobei aber auch klar sein sollte, dass eine Tiervermittlung anders funktioniert als in dieser Dokureihe.

Paare, Familien oder Einzelpersonen erzählen in der Reihe, warum sie einen Hund im Haus oder im Garten haben möchten. Was es denn für ein Hund sein und welche Eigenschaften er vielleicht auf keinen Fall haben sollte.
Moderatorin Sonja Zietlow und vor allem das Pfoten-Team des Berliner Tierheims überlegen dann, welcher Hund passen könnte. Dieser wird dann den Paaren oder Familien vorgestellt, man kann sich gegenseitig beschnüffeln, Testspaziergänge machen – und Wochen später steht dann fest, ob es geklappt hat.

Zum Beispiel Andrea und Winfried. Sie wollen neben ihrer Katze wieder einen Hund. Auch sie erzählen, in welche Richtung es gehen sollte. Das Pfoten-Team stellt ihnen ein kleines Hundebrüder-Paar vor, das nicht getrennt werden soll. Winfried ist erst mal entsetzt und will das nicht – aber es kommt anders.
Oder Bastian und Sasha. Als ihnen das kleine Hundchen vorgestellt wird, ist einer der besten Männer erst mal skeptisch, weil der Hund ein gewisses Desinteresse zeigt.

“Mein Hund fürs Leben” im ZDF ist ein leichtes, durchaus fröhliches Format. Auch wenn es eigentlich weniger um die Hunde selbst geht, um Erziehung oder Probleme beim Hundehalten, sondern eher um die Menschen und die Frage, ob sie sich mit den Tieren arrangieren können, handelt es sich um gute Tierheim-Werbung. Als Zuschauer ist es interessant zu sehen, wie sich die Hunde und die Menschen beim ersten Treffen verhalten und welche Kriterien dafür oder dagegen sprechen, das Tier auch zu behalten.
In Folge 1 gingen alle Vermittlungen gut aus. Vielleicht wird das nicht in allen Folgen gelingen. Alles andere sähe dann doch ein bisschen zu positiv aus…

-> Die Sendung in der ZDF-Mediathek (bis 26. Juni 2023)

Hits: 151