Tagesarchiv für 14. Juni 2021

RTelenovela

Vierter Schnelltest in Zeiten des Coronavirus

Montag, den 14. Juni 2021
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Immer mal wieder was Neues in Sachen Corona-Schnelltest. Am frühen Sonntagabend bekam ich nach zwei Tests in Lehnitz und einem in Kremmen meinen vierten Schnelltest an der Oranienburger Turm-Erlebniscity. Denn braucht man, wenn man in den Turm will.

Aber es ist etwas kompliziert, zumindest wenn man einfach so kommt. Die Schlange am Testzentrum war kurz, aber da der junge Mann alleine testen und auswerten musste, dauerte es dann doch etwas. Zumal vor mir zwei junge Menschen waren, bei denen es irgendwie Probleme gab. Was auch immer.
Von mir wollte der Tester wissen, ob ich denn angemeldet sei. Natürlich nicht. Schließlich wusste ich ja vorher nicht, wann ich denn in den Turm gehe.

Ausweis zeigen, Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer. Dann begann der Test, der eigentlich nur darin bestand, dass er mit meinem Stäbchen in beiden Nasenlöchern rumfeudelte. Ich kenne mich medizinisch nicht aus, aber ich hatte den Eindruck, dass der Test im wahrsten Sinne des Wortes sehr oberflächlich war. Zweimal bekam ich das Stäbchen tief in die Nase reingeschoben, einmal in den Rachen, und zu Hause, beim Selbsttest, kommt das Stäbchen auch tief in die Nase.

Das Ergebnis sollte ich per Mail bekommen.
Worauf ich fragte, ob ich denn dazu erst nach Hause müsse, um die Mails zu checken. Denn aufs Handy gehen die Mails nicht, jedenfalls nicht die meiner Hauptadresse. Freundlicherweise erklärte er sich bereit, das Ergebnis auszudrucken. Wie er es sicher auch bei allen macht, die gar kein Smartphone haben oder dabei haben.
Nach 15 Minuten: negativ.

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RTZapper

UEFA EURO 2020 live: Dänemark – Finnland

Montag, den 14. Juni 2021
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SA 12.06.2021 | 17.50 Uhr | ZDF

Von einer Minute zur anderen zählte der Fußball nicht mehr. Waren Ergebnisse egal.
Stattdessen: das ganz große Drama. Live am Sonnabendabend im ZDF. Live in ganz Europa.
Beim Fußball-EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland bricht kurz vor der Halbzeit der dänische Spieler Christian Eriksen zusammen. Und bleibt liegen. Sanitäter kommen, er muss reanimiert werden.

Ein Mensch kämpft um sein Leben, und die Kameras halten drauf. Filmen von oben, filmen von der Seite. Viel zu lange zeigte die UEFA diese Bilder. ZDF-Kommentar Béla Réthy rang nach Worten, sagte dann minutenlang gar nichts mehr. Irgendwann war auch der UEFA – sie sorgt für die Live-Bilder, die in alle Welt gehen – klar, dass die Lage ernst ist, und man sah alles nur noch aus der Ferne. Das ZDF stieg irgendwann ganz aus der Übertragung aus, um schockierte Moderatoren und Studiogäste zu zeigen.

Klar, das ZDF hätte sich früher aus diesem Drama ausblenden können. Aber erstens muss der Sender drauf vertrauen können, dass der Lieferant der Bilder richtig handelt. Aber spätestens als reanimiert worden ist, hätte reagiert werden können. Nur: Was macht man dann? Was anderes zeigen? Einen Beitrag einspielen? Egal, was man stattdessen erzählt oder gezeigt hätte – es wäre der Situation nicht angemessen gewesen. Grundsätzlich ist es gut, in so einer Situation vor Ort zu bleiben, auch weil man als Zuschauer gleich informiert sein möchte – die gute Nachrichten haben möchte, dass es dem Spieler gut gehe. Das hat nur wenig mit Voyerismus zu tun, es ist auch Anteilnahme.

Als klar war, dass nun erst mal nicht weitergespielt werden kann, zeigte das ZDF “Der Bergdoktor”. Nicht unbedingt unverfänglich in so einer Situation, eigentlich sollte für verschiedene Notsituation verschiedenes Ersatzmaterial vorliegen.

Um 20.30 Uhr wurde dann doch weiter gespielt. Richtig so? Die Spieler wollte es, und auch Christian Eriksen wollte es, inzwischen war klar, es gehe ihm einigermaßen gut, und er konnte er mit der Mannschaft reden. Es heißt, die UEFA habe bei der Entscheidung nicht reingeredet, es habe wohl auch die Möglichkeit bestanden, das Spiel am nächsten Tag um 12 Uhr fortzusetzen. Was die Sache eventuell nicht besser gemacht hätte. Am Sonntag hieß es vom dänischen Trainer, es sei falsch gewesen, der Mannschaft diese Entscheidung zu überlassen.
Aber im Nachhinein weiß man immer besser, wie man die Lage hätte meistern können. Wichtig ist, dass es Christian Eriksen wieder gut geht.

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