Tagesarchiv für 15. Mai 2021

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Überflieger: Die blaue Legende aus Hohenbruch

Samstag, den 15. Mai 2021
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André Hoff (32) arbeitet seit mehreren Jahren an einer Fantasy-Romanreihe – als Jugendlicher hat es mit Comics im Manga-Stil angefangen

MAZ Oberhavel, 15.5.2021

Hohenbruch.
Als Kind hat er gern gezeichnet. Monster, Phantasie-Figuren. „Ich war immer interessiert an solchen Fantasy-Geschichten wie ,Herr der Ringe’ oder „Star Wars’.“ Später hat André Hoff begonnen, eigene Comics im Mangastil zu zeichnen. „Die Geschichten habe ich mir ausgedacht. Irgendwann bin ich da aber ans Limit gekommen. Dadurch bin ich zum Bücherschreiben gekommen.“
Inzwischen kann der 32-Jährige aus Hohenbruch bereits drei Bücher vorweisen. Das heißt, eigentlich wären es vier. „Aber das erste Buch habe ich nicht veröffentlicht. Das war noch zu amateurhaft.“ Für ihn war aber klar, dass das sein Ding ist – und dass er besser werden will.

Es ist inzwischen gute zehn Jahre her, da begann er an einem neuen Roman zu schreiben. Nicht nur das: „Blaue Legende“ sollte ein Mehrteiler werden. „Es geht darin um Elvon. Er muss die Welt, in der er erfolgreich ist, hinterfragen, um sein wahres Ich zu entfesseln. Was nötig ist, um die besagte Welt zu retten.“ Es sei eine klassische Fantasygeschichte. „Es gibt Verschwörungen im Hintergrund, die sich den Wandel in der Welt zunutze machen, um mehr Macht zu bekommen. Es gibt einen Gegner, der besondere Fähigkeiten hat, der Leute um sich schart. Sie kontrollieren aus dem Schatten heraus, um die Welt so zu formen, wie sie ihnen gefällt.“
Gut gegen Böse. Ein Held bekämpft andere Mächte. André Hoff legt dabei großen Wert darauf, „dass es ein bisschen realistisch ist.“ Alles, was im Roman passiert, solle einen physikalisch erklärbaren Hintergrund haben – und keine Zaubereien wie bei Harry Potter.

Sechs Jahre hat er am Buch gearbeitet. Immer wieder etwas verändert, korrigiert, außerdem ließ er ein Cover gestalten. „Es war schon anstrengend“, sagt er. „Ich war auch kurz davor, es abzubrechen.“ Aber seine innere Stimme sagte: „Bring’ es zu Ende!“ Das fertige Buch schickte er zu verschiedenen Agenturen – ohne Erfolg. So brachte er „Blaue Legende: Der Weg des Einen“ beim Selbstverlag Books on Demand heraus.
Für den zweiten Teil, „Die Macht der Ewigen“, wollte er jedoch nicht wieder so lange brauchen. „Ich wollte in einem Jahr fertig sein.“ Und so setzte er sich jeden Morgen hin, um vor der Arbeit am Buch zu schreiben. Oft schon ab etwa 4 Uhr, und dann eine Stunde lang.

Sein eigentlicher Job hat wenig mit Büchern und Fantasy zu tun. Gemeinsam mit seinem Cousin Patrick leitet er die Hoff-Bau-GmbH in Hohenbruch. Die Baufirma haben seine Eltern vor gut 30 Jahren gegründet, 2013 hat er sie mit übernommen. „Ich bin da hineingewachsen.“ Manche Leute würden sich wundern, „dass ich während der Pausen Bücher lese“, erzählt er.
Wenn er beginnt zu schreiben, dann steht die Geschichte schon fest. „Ich bin ein Freund von klaren Strukturen und Planungen. Es ist mir wichtig, dass der Plot steht, mit allen Ecken und Kanten. Daraus werden die Kapitel strukturiert.“ Die Details geschehen aber dann doch beim Schreiben selbst. „Das entwickelt schon mal ein Eigenleben. Da muss ich schon mal aufpassen, dass ich nicht vom Pfad abkomme.“ Seine Romane – zwischendurch hat er mit „Turtank – Das Erwachen des Helden“ ein weiteres Buch außerhalb der Serie geschrieben – sind über den Verlag Books on Demand in jedem Buchladen oder online bestellbar.

Die „Blaue Legende“ soll noch einen dritten Teil bekommen, danach könnte eine weitere Fantasy-Reihe kommen, die aber zum selben Universum gehört. „Mein Traum wäre es, entdeckt zu werden.“ Von einem richtigen Verlag, „dass man davon leben kann.“ Dafür könnte er sich sogar vorstellen, aus der Firma auszusteigen. „Aber realistisch gesehen, ist das schwierig“, sagt er dann noch. „Es gibt zu viele Self-Publisher. Da ist es schwer, gefunden und erkannt zu werden.“ Ein bisschen was kann er sich dennoch jetzt schon dazuverdienen, vor allem durch E-Books.

Wenn die Pandemie überwunden ist, dann könnte er sich auch vorstellen, Lesungen zu veranstalten. Dann könnte übrigens auch die Arbeit an seinem dritten Standbein weitergehen. Denn André Hoff ist auch Yogalehrer und möchte dann wieder Kurse anbieten.

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RTZapper

Und morgen die ganze Welt

Samstag, den 15. Mai 2021
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MI 12.05.2021 | Netflix

Diesem Film waren im Herbst 2020 gerade mal vier Tage im Kino vergönnt, dann mussten die Lichtspielhäuser schließen. Das ist extrem schade, denn “Und morgen die ganze Welt” ist hochpolitisches und gesellschaftliches Kino, über den man diskutieren kann. Denn er beschäftigt sich mit der Frage, wie weit man gehen darf, um die Demokratie zu verteidigen.

Jurastudentin Luisa (Mala Emde) aus Mannheim will, dass sich in Deutschland etwas verändert. Denn es ist zu einem Rechtsruck gekommen. Nazis marschieren, geben Konzerte mit rassistischen Liedern. Auf Flüchtlingsunterkünfte werden Anschläge verübt. Auf Kundgebungen bringt sich die Partei “Liste 14” ins Gespräch, und immer mehr hören den Parolen zu. Luisa will das nicht länger mit ansehen. Sie schließt sich einer Antifa-Gruppe an und freundet sich mit Alfa (Noah Saavedra) und dessen besten Freund Lenor (Tonio Schneider) an. Sie sagen, Gewalt sei ein legitimes Mittel, um Widerstand zu leisten. Luisa nimmt an ersten Aktionen teil – die bald in Gewalt umschwenken. Für Luisa stellt sich bald die Frage: Wie weit kann sie gehen? Wie akzeptabel ist Gewalt?

Es kommt immer wieder die Frage auf, was denn schlimmer sei: Rechtsextremismus oder Linksextremismus? Ist beides gleich schlimm und zu bekämpfen? Oder ist, wie man auch öfter hört, der Linksextremismus besser, weil er den Rechtsextremismus bekämpft?
Regisseurin Julia von Heinz lässt den Zuschauer teilhaben an einer Entwicklung, die Luisa mitmacht. Denn das Ziel der Antifa-Gruppe ist, den Rechtsterrorismus zu bekämpfen. Der Film spielt aber auch genau damit, mit der Sympathie des Zuschauers. Denn als Gewalt ins Spiel kommt, die auch von den Linken ausgeht, da kommt man in Zweifel: Ist das nötig? Macht das Sinn? Und so grundsätzlich: Sind wir nicht alle (also, die meisten) Antifaschisten?
Dass die AfD nicht gerade Sympathien für den Film hegt, kommt nicht von Ungefähr. Die “Liste 14” ähnelt im Layout der AfD, der Zusammenhang zum Rechtsterrorismus wird gezogen.
“Und morgen die ganze Welt” ist jetzt auf Netflix zu sehen. Es ist faszinierend und spannend zu beobachten, in welchen Strudel Luisa gerät. Es gibt Szenen, die haben eine Wucht, die einen in den Bann zieht. Man sieht, wie Luisa zunächst zweifelt, man sieht ihre Angst, dann aber auch ihre Entschlossenheit.
Dramaturgisch kann der Film die Spannung nicht immer halten, das ändert aber nichts daran, dass das Werk, das für Deutschland ins Oscar-Rennen ging, ein filmisches selten erzähltes Thema aufzeigt.

-> Trailer und Film auf Netflix

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RTelenovela

Jetzt auch noch Spargelburger!

Samstag, den 15. Mai 2021
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Die Deutschen lieben Spargel. Ich auch.
Die Frage ist, ob man wirklich alles mit Spargel machen kann. Grundsätzlich: ja.
Bei McDonald’s wollten sie in diesem Jahr den Spargeltrend mitmachen – mit einem Spargelburger. Beim Big Spargel Hollandaise sind ein paar Spargelspitzen im Burger.

Neulich habe ich den mal probiert, dazu legte ich in Linum an der A24 eine kleine Rast ein. Merkwürdigerweise ist das McDonald’s-Restaurant gesperrt, man kann sich dort nicht hinsetzen, obwohl das ja in Restaurant an Raststätten erlaubt ist. Ein paar Kilometer weiter, bei Burger King in Vehlefanz, auf dem Autohof Oberkrämer, konnte man auch in den vergangenen Monaten vor Ort essen.
Ich kaufte also den Big Spargel Hollandaise.

Tatsächlich liegen drei oder vier dünne Spargelspitzen im Burger, dazu die Hollandaise, das Fleisch, Salat. Der Spargel ist natürlich nicht frisch, scheint aus dem Glas zu kommen.
Beim Abbeißen merkt man gleich: Spargel eignet sich nicht dafür, abgebissen zu werden. Denn beißt man in den Burger, zieht man den ganzen Spargel mit raus.
Viel Geschmack ist vom Spargel auch nicht übrig, weil die dicke Hollandaise und das Fleisch jeglichen Geschmack überdecken.
Letztlich ist das Ding nicht mehr als ein Werbegag, und vermutlich werden die meisten ihn nicht mehr als einmal kaufen. Dann doch lieber richtigen Spargel. Und frisch.

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ORA aktuell

20-Jähriger in Oranienburg durch Baseballschläger verletzt

Samstag, den 15. Mai 2021

Zu einem Streit kam es am Himmelfahrtsnachmittag an der Lehnitzschleuse in Oranienburg. Wie die Polizei meldet. habe ein betrunkener 19-Jähriger mit einem 20-Jährigen nach einer vorangegangenen Bedrohung heftig gestritten.Der Jüngere griff, laut Polizei, zu einem Baseballschläger.

Der Ältere musste in die Klinik. Die Polizei nahm eine Strafanzeige wegen Körperverletzung auf.

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