Tagesarchiv für 2. Mai 2021

KeineWochenShow

#226 – Talk im Turm

Sonntag, den 2. Mai 2021
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Diesmal in KeineWochenShow: Talk im Turm! Der “Turm”, die Turm-Erlebnsicity in Oranienburg, ist jetzt wegen des Coronavirus seit einem halben Jahr geschlossen. Was passiert eigentlich im geschlossenen Haus? Wir zeigen, wie das leere Spaßbad aussieht, ob überhaupt noch Wasser in den Becken ist. Den leeren Saunabereich. Und in der (abgeschalteten) Kristallsauna gibt es ein Interview mit Kay Duberow, dem Geschäftsführer der Stadtservice Oranienburg GmbH, der darüber spricht, wie der “Turm” durch die Coronakrise kommt.

Ein großes Thema diese Woche ist auch der Oscar 2021, der ganz anders war als sonst – aber auch anders, als es angekündigt worden ist. Natürlich geht es um Corona, um die nicht wehende Regenbogenfahne in Eichstädt und einiges mehr – in KeineWochenShow #226 auf Youtube.

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RTZapper

Formula 1: Drive to Survive

Sonntag, den 2. Mai 2021
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SA 01.05.2021 | Netflix

Die Formel 1: Lauter Rennwagen, die im Kreis fahren, ab und zu wird überholt, hin und wieder gibt es einen Crash, und am Ende wird ein Weltmeister gefeiert.
Nicht wenige finden das ziemlich langweilig, und seit Michael Schuhmacher hat es den riesigen Formel-1-Boom in Deutschland auch nicht mehr gegeben.
Dass die Netflix-Doku über die Formel 1 trotzdem oft sehr spannend ist, liegt daran, dass sich die Reihe gar nicht zwingend auf die Rennen an sich konzentriert. Sie kommen natürlich vor, aber viel spannender ist ja oft, was sich drumherum abspielt.

“Formula 1: Drive to Survive” erzählt in mittlerweile 30 Folgen, was hinter den Kulissen des Formel-1-Zirkusses geschieht. 2018 durfte ein Team für Netflix erstmals backstage drehen. Je zehn Folgen erzählen, was 2018, 2019 und 2020 im Rennsport geschehen ist.

Besonders die erste Staffel zieht auch Nicht-Formel-1-Fans sehr oft in den Bann. In erstaunlich offener Weise wird da beispielsweise über die sportliche Krise von Romain Grosjean erzählt. Nach einem Unfall hatte er große Probleme, wieder mit seinem Auto klarzukommen. Die Folge war eine Serie von Unfällen und Ausfällen. Ein Mann, der am Boden zerstört war. Da bekommt die Dokureihe fast schon eine psychologische Tiefe. Spannend sind auch Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Fahrern , Teambesprechungen und der in der Reihe offene Umgang mit Differenzen innerhalb der Teams. Es ist die menschliche Komponente, die “Drive to Survive” fesselnd macht.

Leider verliert die Serie in der zweiten und dritten Staffel ziemlich an Spannung. Da gibt es kaum noch solche menschlich dichten Geschichten, die Rennen sind mehr im Fokus als in den ersten Folgen. 2020 findet die Pandemie nur ganz am Anfang Raum, dabei wäre es interessant gewesen, ausführlicher zu sehen, wie die Teams mit dem monatelangen Aus für die Rennserie umgehen muss. Ziemlich schnell geht man auch in der Doku zur Normalität über.
Insofern lohnt sich vor allem Staffel 1.

-> Die Serie bei Netflix

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RTelenovela

Kino-Sehnsucht in Zeiten des Coronavirus

Sonntag, den 2. Mai 2021
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Es war ein Sonntag, es war der 1. November 2020. An diesem Abend fanden die bislang letzten Vorstellungen in den deutschen Kinos statt. Dann war Schluss.
Wer auf dieser Seite in den “RT im Kino”-Bereich schaut, wird sehen, dass sich seit Silvester 2020 und der Hitliste des vergangenen Jahres dort nichts mehr getan hat. Das Kino ist in einer Zwangspause.

Als ich am Abend des 1. November 2020 im “Delphi Lux” in Berlin war, da herrschte schon so etwas wie Melancholie. Wir wussten, das wird das letzte Mal sein, am nächsten Tag sollte alles dicht sein. Wir wussten nicht, wie lange. Wir ahnten nicht, dass wir nach einem halben Jahr (!) immer noch nicht wissen werden, wie lange wir auf das Kino verzichten müssen.

Im Cinestar in Berlin-Tegel hängen immer noch die Plakate vom Oktober 2020 in den Schaukästen. In Oranienburg am Filmpalast ist der Schaukasten leer. Am Zoopalast in Berlin-Charlottenburg wird groß auf einen Film hingewiesen, der zu sehen sein wird, wenn es wieder Kino gibt.

Und ich hoffe, dass es bald wieder Kino gibt. Dass wir bald wieder dürfen, wenn auch mit Abstand. Aber Filme auf der Leinwand sind eben was anderes als auf dem Fernseher. Die Leinwand sorgt für mehr Konzentration und Aufmerksamkeit, die so ein Film (meistens) verdient. Und natürlich ist das Kino auch ein gesellschaftliches Ereignis, wenn man tolle Filme mit vielen Leuten im Saal sehen kann.
Es wird spannend, wenn es weitergeht. Denn ein halbes Jahr ohne Kinostarts bedeutet auch einen Megastau an Filmen, die darauf warten, gesehen zu werden. Denn die wenigsten davon sind zu den Streamingdiensten gewandert. Viele Blockbuster warten sogar seit 14 Monaten auf einen Start.
Es heißt immer, für die Filme sehe es ja nicht schlecht aus, man könne ja auch in der Pandemie drehen. Ja, kann man. Aber wofür, wenn es kein Kino gibt und wenn schon zig Filme in der Warteschlange stehen?

Wenn die Kino wieder öffnen dürfen, dann werde ich zu den ersten gehören, die dort wieder einkehren werden. Und ich freue mich drauf. Weil ich es vermisse.

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