Tagesarchiv für 4. April 2021

KeineWochenShow

#222 – Corostern II

Sonntag, den 4. April 2021
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Seit mehr als einem Jahr begleiten wir in KeineWochenShow die Coronakrise. In dieser Zeit haben wir einst über den ersten Coronatest gesprochen, Anfang dieses Jahres hatten wir ein Gespräch zur ersten Corona-Impfung. Wir haben gezeigt, wie der Schnelltest in Lehnitz funktioniert, und nun zeigen wir in der Sendung auch, wie man einen Selbsttest macht.
Aber ehrlich gesagt, warten wir auf die Sendung, wo wir das Ende der Krise verkünden und feiern können. Nun feiern wir schon das zweite Corostern. Wie schon 2020 sind wir auch 2021 in einem Lockdown.

In unserer Oster-Ausgabe zeigen wir auch den Osterbrunnen, den es neuerdings in Kremmen gibt. Wir sprechen wir die #NichtSelbstverständlich-Aktion von Joko und Klaas zur Pflegebranche.
Das und mehr in KeineWochenShow #222 auf Youtube. Frohe Ostern!

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RTZapper

Unser Sandmännchen

Sonntag, den 4. April 2021
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FR 02.04.2021 | 17.45 Uhr | rbb

Es gibt ihn immer noch, und noch immer wirft er mit Sand um sich, bevor er geht. Mit Schlafsand, damit die jungen Zuschauer sich müde die Äuglein reiben. Seit 1959 hat “Unser Sandmännchen” seinen regelmäßigen Auftritt im Fernsehen, und wenn man nicht auf die festen Sendezeiten warten will, gibt es ihn auch im Internet.

Allerdings scheint auch das Sandmännchen mit der Zeit zu gehen – oder gehen zu müssen. In der Folge, die am Karfreitag im rbb zu sehen war, zeigte sich das ganz deutlich.
Wir Erwachsenen erinnern uns gern an die animierten Puppentrickfilme. Dazu sind die Puppen Millimeter für Millimeter bewegt worden. Dazu sind unzählige Landschaften gebaut worden und Modelle, mit denen der Sandmann unterwegs war.
Ganz anders am Karfreitag: Der Einführungsfilm war sehr kurz und sehr lapidar. Ein Junge spaziert durch einen Wald, der Sandmann kommt mit dem Motorrad, sie reden kurz, und dann beginnt auch schon der Film.
Allerdings: Es ist kein Puppentrick mehr. Es ist eine Animation aus dem Computer. Der Wald mit Glühwürmchen ist zeichnerisch erschreckend schlicht gehalten. Auch Haare und Bart vom Sandmann sind nicht mehr detailverliebt dargestellt. Dafür klimpern der Junge und der Sandmann jetzt mit den Augen.
Da kommt Wehmut auf. Auch weil es so billig wirkt.

Völlig im Gegensatz dazu gab es am Karfreitag eine uralte Folge von Herrn Fuchs und Frau Elster, und da waren sie wieder, die guten alten Fernsehzeiten.
Aber auch ältere Sandmann-Geschichten mit der Puppentrickfigur laufen noch in den “Unser Sandmännchen”-Ausgaben.

Der rbb bietet für hörgeschädigte Kinder übrigens alle Folgen mit Gebärdensprache an. Das ist auch für Hörende mal durchaus sehenswert. Oft sind es junge Leute, die in einem kleinen Bildausschnitt das Gesagte in die Gebärden übersetzen. Es wirkt rührend, die wie das “Sandmann, lieber Sandmann”-Lied übersetzen. Und wenn man sich die Übersetzungen der verschiedenen Dolmetschenden anschaut, merkt man auch da Unterschiede. Die einen übersetzen sanfter und liebevoll, die anderen eher “sachlich”.
Und auch wenn sich Fuchs und Elster streiten und der Gebärdendolmetscher auch die Art und Weise rüberbringt, wie sich die Puppen unterhalten, dann ist das gerade rührend und macht Spaß. Und ist übrigens auch eine schöne Art, sich da ein paar Übersetzungen draufzuschaffen.

-> Die Sendung (inklusive Gebärden) in der ARD-Mediathek (bis 9. April 2021)

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RTelenovela

Hier ist jemand gestorben (2)

Sonntag, den 4. April 2021
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(1) -> 18.12.2020

Sie fahre an dieser Unfallstelle auch nicht gern vorbei.
Ich weiß erst gar nicht so genau, was die Frau, die mich auf dem Spargelhof in Kremmen, genau meint.
Es geht um die Unfallstelle im Wald zwischen Germendorf und Sommerswalde, wo eine Frau nach einem Unfall gestorben war. Ihr Auto war nach einem Crash in Flammen aufgegangen.
Ich hatte einen Text darüber geschrieben, und die Frau in Kremmen hatte mich darauf angesprochen.

Sie fahre sogar manchmal Umwege über Bärenklau, erzählte sie mir.
Monatelang noch war der kaputte Asphalt an der Unfallstelle noch zu merken, die Geschwindigkeit wurde herabgesetzt. Und immer, wenn man da langfuhr, dachte man an das Unglück – zumal ich damals aus der Ferne das Auto habe brennen sehen.
Im März ist die Stelle ausgebessert worden. Wobei: Was heißt ausgebessert. Es wurde Split aufgetragen, und nun ist diese Stelle mehr denn je ein Mahnmal. Man wird dort immer merken, dass die Straße dort bearbeitet werden musste, und die Gedanken werden dort immer bleiben.

Das sei gruselig, sagte mir die Frau in Kremmen. Sie könne es kaum ertragen, dort langzufahren. Aber selbst auf der anderen Ausweichstrecke über Hohenbruch hat es in letzter Zeit zwei schwere Unfälle gegeben. Es werde immer schlimmer, sagte die Frau.
Das darf man aber nicht an sich rankommen lassen, denke ich. Umwege werde ich deshalb nicht fahren.

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