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Aprilscherze! Wo war da die Osterruhe?

Es kommt die U-Bahn nach Velten. In der Spree hat sich ein Schiff festgefahren. Julian Reichelt gibt die “Bild”-Leitung doch ab.

1. April. Das ist einerseits der Tag, wo wir alle den Postillon nachäffen wollen. Und das ist andererseits der Tag, wo alle unter merkwürdigen Meldungen in Social Media “April, April” runterschmieren, weil sie heute mal besonders aufmerksam sein wollen.

Ich finde ja, dass die Osterruhe, die ursprünglich mal für den 1. April ausgerufen worden ist, eine feine Sache gewesen wäre. Und wenn man durch die Osterruhe explizit nur Aprilscherze verboten hätte.
Ich habe früher selber Aprilscherze für die Zeitung geschrieben. Mittlerweile gehört es ja für jede noch so kleine Social-Media-Klitsche zum guten Ton, einen abgewrackten Aprilscherz loszulassen. Nur sind die meist so offensichtlich, dass man nur noch mit den Augen rollt und denkt: “Jetzt du nicht auch noch.” Dabei sind wirklich gute Aprilscherze so verfasst, dass man mindestens kurz mal überlegen muss. Aber wenn schon der Autor ein gewisser “A.Pril” ist, muss man nicht mehr weiterlesen – und dann wird es eigentlich auch nur noch doof.

Also, wenn schon Aprilscherz, dann sollte es einer sein, der nicht sofort offensichtlich ist. Der sich vielleicht erst beim längeren Lesen erschließt.
Aber eigentlich könnte man auch drauf verzichten.

Hier übrigens meine beiden Aprilscherze von 2009 über den Techno in der Vehlefanzer Idylle und von 2006 über den zweiten Platz für das Hohen Neuendorfer Kaufland beim Wettbewerb “Das schöne Bauwerk”.

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