Monatsarchiv für April 2021

RTZapper

Promis unter Palmen

Mittwoch, den 14. April 2021
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MO 12.04.2021 | 20.15 Uhr | Sat.1

Die Mobbing-Attacke 2020 bei “Promis unter Palmen” hat viele Diskussionen ausgelöst. Bei Sat.1 allerdings, so scheint es heute, ausschließlich Erektionen. Denn 2021 ist nichts besser geworden – eher noch schlimmer. Und Produzent Rainer Laux stellt sich dabei als absoluter Heuchler heraus.

Am Montagabend startete bei Sat.1 die zweite Staffel von “Promis unter Palmen”, und schon an den eingeladenen zwölf Promis (nun ja, Promis gibt es dort nicht wirklich) kann man sehr gut erkennen, worauf Sat.1 auch 2021 hinaus will: Krawall. Und zwar ohne Ende.
Elena Miras steht für Krawall. Chris Töpperwien steht für Krawall. Prinz Markus von Anhalt steht für Krawall. Melanie Müller steht für Krawall. Willi Herren steht für Krawall. Patricia Blanco steht für Krawall. Und Calvin Kleinen holt vielleicht noch mal seinen Lümmel raus. Plus noch ein paar andere, die ja vielleicht auch Krawall machen.

Und schon Folge 1 zeigt, wo bei Sat.1 der Hammer hängt. Das heißt, eigentlich ist er längst 20 Meter tief vergraben, denn der Cast hat ein Niveau, das unterirdisch ist.
Für Empörung sorgte vor allem Prinz Markus von Anhalt, der mit extrem homophoben Attacken von sich reden machte. Katy Bähm musste sich von ihm anhören lassen, was der “Prinz” von Homosexuellen halte. Nichts, um es mal sehr vorsichtig auszudrücken.
Überraschenderweise war es Willi Herren, der daraufhin ausrastete und dem “Prinzen” ordentlich die Meinung geigte.
Es waren bedrückende Szenen. Ein verbaler Ausfall beim “Prinzen”, der sprachlos machte.

Bei Sat.1 kannte man die Szenen seit vielen Wochen, immerhin ist “Promis unter Palmen” ja nicht live. Man hatte also lange Zeit, zu überlegen, wie man mit dieser Attacke umgehen könnte. Hat man nicht getan. Ein dahingerotztes Twitter-Statement nach Ausstrahlung musste reichen.
Im Interview mit dem Medienmagazin DWDL sagte Produzent Rainer Laux zu den Konsequenzen aus Staffel 1: “Wir haben natürlich alle Folgen in den Nachbesprechungen und in den Vorbereitungen auf die aktuelle Staffel analysiert und hätten im Rückblick die ein oder andere Situation anders gelöst.” Zu Konsequenzen daraus hat man sich aber offenbar nicht hinreißen können. Die Konsequenz aus dieser Überlegung scheint zu sein: “Och, machen wir doch einfach ganz genau so weiter.”
In der Sendung sollen, so Laux, die “Grenzen des normalen Zusammenlebens – und gegebenenfalls auch eine extreme Streitkultur – dabei nicht überschritten werden. Sonst muss man eingreifen und auch Kandidaten vor sich selbst schützen.” Gut gesagt, bloß handelt man offenbar nicht danach. Die Worte des Produzenten wirken nach der ersten Folge der zweiten Staffel heuchlerisch.
Eigentlich hätte der “Prinz” sofort aus dem Haus geschmissen werden müssen. Das wäre die logische Konsequenz gewesen. Rausscheiden wäre dann aber auch der falsche Weg gewesen. Immerhin bekam Prinz Homophobia ordentlich und lauten Gegenwind.

Völlig unter geht in der Debatte allerdings, dass es ja noch mehr schlimme Ausfälle in der Sendung gibt. Calvin Kleinen und Henrik Stoltenberg gaben sich an zwei Abenden dermaßen die Kante, dass sie nur noch lallten und torkelten und unangenehme Proll-Diskussionen anfingen. Das ungehemmte Saufen, das widerliche Benehmen der zwei jungen Schnösel muss aber ebenfalls thematisiert werden – und dass eine Produktion so etwas hinnimmt, spricht auch gegen die ach so weisen Worte des Produzenten.
Nein, es ist ganz klar: Rainer Lux will diese Eskalation. Und Sat.1 auch.
Sat.1 ließ die Folge vom Montag am Dienstagnachmittag plötzlich sperren. Weil ja alles so schlimm sei. Was natürlich auch pure Heuchelei ist. Sat.1 wollte genau diese Provokation. Irgendwer muss ja Reality-Katastrophe ja abgenommen haben.
Und wir sind ja offenbar längst noch nicht am Ende. Immerhin ist schon durchgesickert, dass wohl zwei Promis unfreiwillig das Haus verlassen mussten. Angesichts dessen, was schon in Folge 1 zu sehen war und keine Folgen hatte, kann man nur Angst – und Ekel – bekommen.

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Oliver Hilmes: Das Verschwinden des Dr. Mühe

Montag, den 12. April 2021
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Berlin, 1932. Erich Mühe ist verschwinden. Der Berliner Arzt, der seine Praxis in der Oranienstraße hat, ist unauffindbar. Sein Auto wird am Sacrower See bei Potsdam entdeckt. Aber von ihm selbst gibt es keine Spur. Im See wird offensiv gesucht – ohne Erfolg.
Ernst Keller und seine Kollegen nehmen die Ermittlungen auf, Mühes Frau allerdings ist der festen Ansicht, dass ihr Mann tot ist. Zumal die Umstände des Fernbleibens widersprüchlich sind. Gab es einen Streit? War Mühe schon mal zu merkwürdigen Zeiten unterwegs? Und überhaupt, war die Ehe glücklich oder hatte Mühes Frau eine Affäre?
Führt Erich Mühe gar ein Doppelleben?

Oliver Hilmes schreibt in seinem Buch über “Das Verschwinden des Dr. Mühe”. Der Fall erstreckt sich über 18 Jahre. Lange nach Ende des Zweiten Weltkrieges wird der Fall nämlich noch mal aufgenommen.
Der Autor hat sich die Akten dieses Falles angesehen, denn das Verschwinden des Arztes hat es offenbar 1932 in Berlin tatsächlich gegeben. Oliver Hilmes beschriebt die Ermittlungen, in dem er den Leser mitnimmt, wenn der Kommissar ermittelt und Zeugen befragt und sich seine Gedanke dazu macht.
Das ist in der ersten Hälfte ganz spannend, zumal Hilmes relativ nüchtern und ohne Schnickschnack von diesem Fall erzählt. Die Spannung lässt allerdings dann nach, wenn auch die Ermittlungen ins Stocken geraten, dann ist doch relativ viel Leerlauf in der Story.
Hin und wieder wirft der Autor auch die politische Stimmung in Berlin ein, was 1932 und danach natürlich sehr interessant ist.

Oliver Hilmes: Das Verschwinden des Dr. Mühe
Penguin-Verlag, 238 Seiten
6/10

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RTZapper

Punkt 12: Prinz Philip ist tot

Montag, den 12. April 2021
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FR 09.04.2021 | 12.00 Uhr | RTL

Eigentlich dachte Roberta Bieling am Freitagmittag, dass sie gegen 14 Uhr ihr RTL-Studio verlassen darf. Denn normalerweise endet die Nachrichtenboulevardsuppe “Punkt 12” um Punkt 2.
Dann aber kam die Nachricht, dass Prinz Philip gestorben ist, und bei RTL setzte das Breaking-News-Fieber ein.
Der Prinzgemahl von König Elisabeth starb kurz vor seinem 100. Geburtstag.

Hurtig – eigentlich sogar sofort – war schon der erste Nachruf gesendet (von hochbetagten Promis liegen die ja schon fertig im Archiv), und dann dauerte es auch nicht sehr lange, bis Michael Begasse neben Roberta Bielang saß. Michael Begasse ist ein sogenannte Adelsexperte, weil er sich mit Adel besonders gut auskennt.
So fabulierte er darüber, dass Königin Elisabeth jetzt sicherlich sehr traurig sei. Und es ist gut, dass der Adelsexperte so was weiß. Ich weiß so was nämlich… ähm, nicht. Und natürlich gehe er auch fest davon aus, dass die Queen dabei war, als Philip einschlief. Man könnte sagen, er blubbert irgendwas ins Blaue rein.
Aber immerhin wird damit sehr, sehr viel Sendezeit gefüllt.

Denn natürlich endete “Punkt 12” nicht um Punkt 2. „Wir gehen hier gar nicht mehr weg“, sagte Roberta Bielang später, denn bei RTL wird man sich die Hände gerieben haben, denn mit dem normalen Reality-Gedöns erreicht man immer weniger Zuschauer, da kam RTL der tote Prinz doch gerade recht.
„Weil das alles so interessant ist, was du uns erzählst, haben wir nochmal verlängert“, sagte Roberta Bielang am Nachmittag, obwohl natürlich nichts von dem, was Michael Begasse zu erzählen hatte, irgendwie interessant war. Stattdessen viel Geraune und Geschwurbel, nur um ja nicht die Sendung beenden zu müssen.
Sie endete übrigens um Punkt 4.

Bei tagesschau24 blendete man sich gegen 13.35 Uhr aus dem “Mittagsmagazin” aus, um eine eigene Berichterstattung anzubieten. Den London-Korrespondenten aber zu fragen, wie die Briten denn den Tod Philips aufgenommen haben, ist angesichts dessen, dass die Meldung erst ein paar Minuten alt war, ein wenig albern.

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KeineWochenShow

#223 – Die Show mit den zwei Stühlen

Sonntag, den 11. April 2021
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Zwei Leute, zwei Stühle. Und zur Not hätten wir auch noch einen dritten Stuhl da. Ursula von der Leyen hat das in dieser Woche ganz anders erlebt. Bei Erdoğan in der Türkei waren es zwei Herren und eine Frau, aber leider nur zwei Stühle. Von der Leyen musste sich abseits hinsetzen – ein diplomatisches Debakel. Helmut Kohl hätte sich das einst nicht bieten lassen – wie wir in unserer Sendung zeigen.

Natürlich ist das Coronavirus auch wieder Thema, auch wenn man inzwischen wirklich schon müde ist. Aber was ist denn nun mit dem Wirkstoff “Sputnik V”, und wie spricht man ihn aus?
Außerdem gibt es ein Interview mit Meike Jänike. Sie lebt mit ihrer Familie in Caputh und erzählt, wie es ist, als vierfache Mutter mit dem Lockdown klarzukommen.

Außerdem haben wir Bilder vom Dreh von “Babylon Berlin”, es geht um Prinz Philip, um einen Aprilscherz in Oranienburg, der irgendwie zum Bumerang wurde, um Hintergründe für einen neuen “MSK Report” – und wir übertragen am Ende live eine sehr wichtige Pressekonferenz! Das und mehr in KeineWochenShow #223 auf Youtube!

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RTZapper

Studio Schmitt

Sonntag, den 11. April 2021
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DO 08.04.2021 | 22.15 Uhr | zdf neo

Ein guter Moderator macht noch keine gute Show.
Gute Gags machen auch noch keine gute Show.
Diese beiden Thesen haben sich am Donnerstagabend bei zdf neo mal wieder bestätigt.

Viel Innovatives hat zdf neo ja nicht mehr zu bieten. Das Programm hat mit “neo” inzwischen nichts mehr zu tun. Da wirkt es fast wie ein Versehen, dass da plötzlich am Donnerstag eine neue Show im Programm ist.
Seitdem zdf neo Jan Böhmermann und das “Neo Magazin Royale” an das ZDF-Hauptprogramm verloren hat, versucht der Sender auf dem Sendeplatz am Donnerstagabend eine neue Late-Night-Show zu etablieren. Bislang hat das noch nciht wirklich geklappt.

Nun versucht es Tommi Schmitt mit dem “Studio Schmitt”, und der Auftakt ist furios. Die neue Show beginnt mit einem Einspieler voller Gags, und Kai Pflaume läuft auch einmal durchs Bild.
Danach das Übliche: ein Stand-up, ein thematischer Einspieler, ein Gast.
Doch da haben die Macher ihre Chancen verspielt. Denn auch eine gute Atmosphäre ist wichtig für eine gute Show, und die hat das “Studio Schmitt” nicht.

Sicherlich ist das Budget dünn. Aber eine Late Night, in der der Moderator völlig alleine im Studio steht und seine Gags vom Teleprompter abliest, funktioniert nicht. Wenn man merkt, dass die Witze vorgelesen und nicht erzählt werden, verpufft jeder Gag. Auch, wenn niemand im Studio ist, den Schmitt anspielen kann. Auch, wenn niemand im Studio ist, der irgendwie mal reagiert. Andere Late-Night-Shows machen das besser. Da wird das Team integriert, da ist die Crew wie in der “Abendshow” das Publikum, in “Late Night Berlin” gibt es die Band und den Sidekick.

Später ging es ums Gendern, in Schmitts Gehirn (oder besser: auf seiner Stirn) unterhielten sich zwei Frauen über Gendersternchen und Co – aber leider spielten sie so schlecht, dass auch das seine Wirkung verfehlte. Auch dieser Dialog wirkte wie schlecht abgelesen.
Und als ersten Gast eine eine True-Crime-Podcasterin einzuladen, ist jetzt auch nicht die Kracher-Idee für eine Show-Premiere.

Tommi Schmitt hat Potenzial, eigentlich wirkt er wie jemand, der Spaß bringt, sein Podcast “Gemischtes Hack” ist extrem erfolgreich. Aber in seinem “Studio Schmitt” wirkt er leider sehr verloren.

-> Die Sendung in der ZDF-Mediathek (bis 8. April 2023)

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Doktor Ballouz

Samstag, den 10. April 2021
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DO 08.04.2021 | 20.15 Uhr | ZDF

Die Uckermark hat ja nicht so das allerbeste Image. Tiefster Osten, nichts los, alles öde.
Vermutlich ungewollt erfüllt die neue ZDF-Serie “Doktor Ballouz” dieses Image perfekt – und das, obwohl die Uckermark hier nicht mehr ist als ein Feigenblatt.

Doktor Ballouz kehrt an die Klinik in der Uckermark zurück. Einst hat er da schon mal gearbeitet, aber in dieser Klinik ist auch seine Frau gestorben – er war dabei.
Mit seinem Trabant (augenroll!) tuckert er über die schmale Allee im Nirgendwo (augenroll!). Bevor er in der Klinik ankommt, kommt er an eine Unfallstelle. Eine Frau und ihr Kind brauchen seine Hilfe, er leistet sie und bringt sie in sein Krankenhaus.
So weit, so unspannend.

“Doktor Ballouz” ist Deprifernsehen. Alle flüstern sie vornehmlich, alle haben sie Gebrechen, und der Doktor selbst ist eh fertig mit der Welt. Zumindest wirkt er so, weil er eigentlich immer nur niedergeschlagen ist. Die Patienten sind es auch, die anderen Leute in der Klinik nicht ganz so.

Mit der neuen Arztserie, die am Donnerstagabend mit den ersten beiden Folgen startete, wollte das ZDF mal wieder vieles anders machen. Wobei ich nicht genau weiß, was.
Vielleicht wollten sie auf den Kitsch des “Bergdoktors” verzichten. Vielleicht auch die Dramatik vom “Bergdoktor”. Deshalb also keinen Kitsch, keine Dramatik, stattdessen viele missgelaunte Menschen.
Und das große landschaftliche Nichts, was die Stimmung jetzt auch nicht gerade aufhellt. Die Uckermark besteht in der ZDF-Serie nur aus der Klinik, die im Nirgendwo steht. Einen Ort in der Uckermark nennt man vorsichtshalber nicht – und wenn ist es ein Fantasiename. Ansonsten gibt es nur die schmale Straße zwischen den Feldern und einen einsamen, runtergekommenen Hof.
Ganz toll, diese ZDF-Uckermark.

Hinzu kommt, dass auch diese Serie mit den üblichen abgeschlossenen Geschichten daherkommt. Schade ist, dass aber auch der Unterbau unspannend ist. Normalerweise haben solche Serien immer eine grundsätzliche Story, die von Folge zu Folge weitererzählt wird. Aber der deprimierte Ballouz ist erst mal noch nicht spannend, und das ZDF hat eigentlich keinen Grund geliefert, warum man am nächsten Donnerstag die nächsten beiden Folgen schauen sollte.

-> Die Sendung in der ZDF-Mediathek (bis 31. März 2022)

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Hanni Fux: Simons Wendepunkt

Samstag, den 10. April 2021

Simon Kupfer hatte schon bessere Zeiten. Der Schwimmer ist bei der letzten WM ohne Medaille geblieben – überhaupt hat die deutsche Mannschaft ein mieses Bild abgegeben. In den Medien gibt es viel Häme.
Gemeinsam mit seinen Leuten aus der WG geht er zum Feiern ins Regenbogenhaus. Simon hatte einst seinen besten Freund, als der sich vor ihm geoutet, das Regenbogenhaus gezeigt – und ist seitdem immer wieder dort. Allerdings musste er erst mal klarstellen, dass er nicht schwul ist.
Aber bei dieser Party geschieht etwas Merkwürdiges. Ein Typ nimmt mit ihm Blickkontakt auf – und in Simon kribbelt es. Dieser Mann löst in Simon etwas aus, was ihn völlig verunsichert.
Als ihn Anne aus seiner WG am nächsten Tag in eine Buchlesung schleppt, ist Simon schockiert: Denn der Mann, der da vorne aus seinem Buch liest, ist der Typ von der Party.
Er nimmt nach der Lesung allen Mut zusammen und spricht Benedikt Bergmann an. Er muss wissen, was da los ist – was mit ihm los ist. Denn einerseits fühlt er da etwas – und ist andererseits total verunsichert.

Hanni Fux schreibt in ihrem Roman über “Simons Wendepunkt”. Und man verrät nicht zu viel, wenn man sagt, dass die beiden zusammen – und es geht sogar ziemlich schnell.
Denn die eigentliche Geschichte ist etwas anderes. Erstens ist Simon mit seinen 22 Jahren 14 Jahre jünger als Ben – was aber nur für Ben ein Problem zu sein scheint. Und zum anderen ist die Frage, was denn eigentlich passiert, wenn sich Simon, der Profisportler outet. Ist dann seine Karriere beendet?
Diese Frage ist in der Tat spannend, und Hanni Fux erzählt davon, wie sich Simon erst mal über sich selbst klar werden muss – und auch, wie er das der Öffentlichkeit mitteilen könnte. Denn für ihn ist klar: Er will nicht, dass es die Presse rauskriegt – er will den Schritt machen und dem Boulevard so den Wind aus den Segeln nehmen. Doch das ist alles andere als einfach.
Und ist so der Roman einerseits ein relativ kitschiger Liebesroman (man sollte auf explizite Erotikszenen vorbereitet sein), andererseits aber auch ein interessantes Gedankenspiel, wie denn die Öffentlichkeit auf ein Profisportler-Outing reagiert.

Hanni Fux: Simons Wendepunkt
dead soft verlag, 394 Seiten
9/10

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