Tagesarchiv für 30. März 2021

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Abramakabra

Dienstag, den 30. März 2021
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SO 28.03.2021 | 12.25 Uhr | one

In 70 Jahren hat die ARD ein gewaltiges Sendearchiv zusammengesammelt. Vieles davon ist eigentlich viel zu schade, um es im Archiv ungesehen versauern zu lassen.

Am Sonntagmittag zeigte one “Abramakabra”. Eine Reihe, von der ich bislang noch nie was gehört habe. Kann ich auch gar nicht. Denn die Serie lief von 1972 bis 1976 im Deutschen Fernsehen – und ist komplett seitdem nie wiederholt worden.
Es handelt sich dabei um eine Art Sketchreihe, u.a. mit Helga Feddersen und Dieter Hallervorden. Ein Genre, das bis heute immer wieder bedient wird. In einer der Sketche lässt sich Helga Feddersen mit einem Bott ganz weit raus fahren, weil sie Angst vor ihrem Mann hat, der sie überallhin verfolgt. Was sie nicht weiß, ist, dass der Kapitän ihren Ollen längst an Bord geschmuggelt hat.
Das ist mal mehr, mal weniger lustig – aber vermutlich mit viel Zeitgeist. Zudem spielte Hallervorden noch nicht so schrecklich kalauerisch, denn “Nonstop Nonsens” und seine Zeit als Didi folgen erst danach.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, warum sich ARD und ZDF nicht einen Retrokanal leisten, auf dem lauter ganz alte Serien und Show gezeigt werden. Oder die Mediatheken werden mit dem alten Kram offensiv gefüllt – was offenbar nicht immer möglich ist. Denn auch “Abramakabra” läuft zwar bei one, steht aber in der ARD-Mediathek nicht zur Verfügung. Zum Glück gibt es Youtube, wo sich inzwischen viele der Fernsehschätze angesammelt haben.

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RTelenovela

2020: Explosion. 2021: Großfeuer

Dienstag, den 30. März 2021
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Riesige Rauchwolken liegen über dem Gelände. Und ein bisschen ist es auch surreal. Während im Lidl die Leute ein- und ausgehen, Autos auf den Parkplatz fahren und wieder wegfahren, ist die Feuerwehr nebenan dabei, einen Brand zu löschen.

Es geschah in der Nacht zu Sonnabend auf einem Gewerbehof in Hohen Neuendorf. Ein Gebäude mit drei Einkaufsmärkten brannte komplett nieder. Betroffen waren Tedi, Fressnapf und Kik.
Als ich am Vormittag dort eintreffe, um darüber zu berichten, liegt noch ein übler Geruch über dem Gelände. Je nach Windrichtung wird der Qualm zum Lidl-Gebäude geweht.
Die Feuerwehr ist noch dabei, die Glutnester zu löschen. Auch wird schon der Schutt rausgefahren. Es ist eine Katastrophe, und einige Leute bleiben entsetzt stehen, andere stehen eine halbe Ewigkeit da rum und schauen zu. Kinder treffen sich dort, um zu spekulieren, was da passiert sein könnte.

Wirklich gespenstisch ist aber ein anderer Umstand: Genau daneben ist das Grundstück, auf dem im März des vergangenen Jahres ein Haus explodiert und halb zusammengefallen ist. Es musste danach abgerissen werden. Die Lücke klafft dort noch immer, und irgendwie scheint dieser Ort verwunschen zu sein. Denn auch von den Einkaufsmärkten wird wohl nichts mehr übrig bleiben. Und: Es war wohl Brandstiftung, heißt es.

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