Tagesarchiv für 28. März 2021

KeineWochenShow

#221 – Cliffhanger

Sonntag, den 28. März 2021
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Es ist nun schon wieder ein Jahr her, dass im Ersten die letzte Folge der “Lindenstraße” gesendet worden ist. Aus diesem Anlass gedenken wir der Serie und ihren kultigen Cliffhangern! Weshalb der Anfang und das Ende der Sendung diesmal auch etwas anders aussehen.
Allerdings, und das könnte dich jetzt überraschen: Die “Lindenstraße” geht weiter. Dazu gibt es ein Interview mit dem Berliner Jörg Frisch, der damit maßgeblich zu tun hat.

Außerdem reden wir uns unseren Frust von der Seele. Über die nicht mehr nachvollziehbaren Regelungen der Regierenden rund um die Coronakrise. Es geht um den traurigen Bohlen-Abgang bei RTL, um Jan Hofer, der doch noch keinen Bock auf Rente hat und um Kurt Krömer, der ein tolles Gespräch über Depressionen führte. Und es geht darum, wie es sein kann, auf der Berliner Karl-Marx-Allee zu spazieren und gleichzeitig auf dem Ku’damm zu sein.

Dazu wieder ein CD-Tipp, ein Bier und mehr in KeineWochenShow #221 auf Youtube!

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RTZapper

Deutschland sucht den Superstar: Halbfinale 2021

Sonntag, den 28. März 2021
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SA 27.03.2021 | 20.15 Uhr | RTL

Die Ära Dieter Bohlen bei RTL ist zu Ende. Bereits jetzt.
Es ist gute zwei Wochen her, da verkündete RTL, dass man in Zukunft “Das Supertalent” und den “Superstar” ohne Dieter Bohlen suchen wolle. Das DSDS-Finale am Ostersonnabend wäre sein Abschied gewesen.
Von Bohlen: Kein Kommentar. Er ging offensichtlich nicht freiwillig, und ist scheinbar gerade nicht gut auf die Sache zu sprechen. Deshalb war es durchaus spannend, zu sehen, ob sich Bohlen in den beiden Live-Shows von “Deutschland sucht den Superstar” äußern würde.
Stattdessen: Dieter ist krank. Er wird an beiden Sendungen nicht mehr teilnehmen. Dieter Bohlen bei “DSDS” ist Geschichte.

Das ist ein extrem trauriger Abgang. Und am Sonnabend zeigte sich bereits, was für ein Desaster das für RTL ist.
Für den Poptitan kaufte sich RTL den Showtitan ein: Thomas Gottschalk sitzt im Halbfinale und im Finale an Stelle von Dieter Bohlen in der Jury.
Viel zu kritisieren hatte er am Sonnabend nicht. Was soll er auch sagen – er kennt sich zwar mit Musik aus, aber er ist nicht der Typ, der auch mal harte Kritik äußert.
So schleppte sich diese Show relativ öde hin. Maite Kelly und Mike Singer hatten auch kaum Kritik, die Kritikrunden waren ein einziges Geplätscher.
Allerdings waren die neun Halbfinalisten tatsächlich auf relativ hohem Niveau, aber Dieter Bohlen hätte ganz sicher trotzdem wertvolle Hinweise gehabt, oder ihm wären dennoch Kleinigkeiten aufgefallen. Das fiel weg, und das fehlte am Sonnabend sehr.

Moderiert wurde die Show von Oliver Geißen. Auch er ist ein Ersatz, denn Alexander Klaws wollte lieber für die Familie da sein, als die beiden Shows zu moderieren – wie er auch erst vor einigen Wochen bekannt gab.
Und unabhängig davon: So lustlos wurde noch nie ein DSDS-Halbfinale bestritten. Trutschige Gespräche, Einspieler, Auftritt. Kein echtes Überraschungsmoment, und das alles in einer eher lahmen Kulisse. Geknallt hat das gar nichts mehr, und ohne Dieter und seine Sprüche war man kurz vorm Einschlafen.
Liebes RTL, ich bin gespannt, was ihr 2022 aus dieser Show machen wollt, wie sie ohne Bohlen funktionieren soll. Der Sender muss sich wirklich was einfallen lassen, um diese Sendung am Leben zu halten. Kurz vor dem Finale ist die Show jedenfalls klinisch fast tot. Schade ist das vor allem für die jungen Talente auf der Showbühne.

-> Die Show bei TV Now

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RTelenovela

Früher hatte jedes Dorf seine Ladenstraße

Sonntag, den 28. März 2021
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Wer wissen möchte, welchen wirtschaftlichen Kahlschlag die Wende in Ostdeutschland mit sich gebracht hat, muss nur mal durch die vielen Dörfer spazieren und sich erzählen lassen, an welchen Stellen welche Geschäfte waren.

In den vergangenen zwei Wochen habe ich in Kremmen und Umgebung die Kleinstadt und sieben Dörfer besucht. Dazu gehörte ein kleiner Spaziergang durch den Ort, und oft war jemand dabei, der oder die den Ort schon länger kannte und mir erzählt hat, was früher im Ort so los war.

In Sommerfeld zum Beispiel. An der Dorfstraße gibt es noch eine kleine Gaststätte und einen Getränkehandel. Früher gab es dort eine Post, mehrere Gaststätten, ein Haushaltswarengeschäft, ein Bäcker und noch einiges mehr. Es ist und war ein kleines Dorf, aber es gab dort in der DDR eine Infrastruktur.
Ähnlich in Beetz. Dort gibt es in der Dorfstraße praktisch kein Geschäft mehr. Zu DDR-Zeiten waren auch dort mehrere Gaststätten, zwei (!) Fleischer, ein Bäcker, ein Konsum – und und und. Immerhin gibt es dort heute noch die Grundschule mit einer Turnhalle.
Die Kremmener Altstadt war früher ein sehr wirtschaftlicher Ort. Läuft man durch die Straßen, dann erfährt man, was es dort alles gab. Ebenfalls diverse Kneipen, mehrere Bäcker, Fleischer, Schuster, Konsumläden und so weiter. Die Altstadt war mal ein Ort, an dem viel los war. Heute wohnen dort immer noch viele Leute, es gibt auch noch einen Friseur und einen Partyservice – da hört es aber schon langsam auf. Die restlichen, noch aktiven Läden befinden sich nur noch an den Hauptstraßen und auf dem Marktplatz.
In Staffelde gibt es noch einen Fleischer. Aber der Konsum ist weg, mehrere Gaststätten – und so weiter.
In Groß-Ziethen gab es auch einen Konsum, mehrere Gaststätten, ein Ärztehaus, sogar einen Tanzsaal. Es ist nur noch der Bäcker übrig, und immerhin gibt es dort noch das Schloss Ziethen.
Selbst im kleinen Ludwigsaue, 100 Einwohner, gab es früher eine Post, eine Schule, einen Konsum. Dort allerdings starb das meiste alles schon vor der Wende aus.

Vermutlich würde man das in so ziemlich allen Dörfern erfahren, in denen man unterwegs ist. Und sicherlich gibt es auch im Westen Deutschlands Orte, in denen ein wirtschaftlicher Kahlschlag stattgefunden hat. Aber dass in jedem Kremmener Dorf Geschichten vom Niedergang der Konsumwirtschaft nach dem Ende der DDR erzählt werden, ist bemerkenswert und traurig.
Natürlich hat der Niedergang viele Gründe. Nach der Wende verlagerte sich der Konsum in die Städte, in denen es mehr und billigere Produkte gab. Alles sollte besser, westlicher werden. Da konnten die Dörfer offenbar nicht mithalten.
Heute braucht man nicht mehr davon zu träumen, die Dörfer auf diese Art wiederzubeleben. Selbst Handelsketten überlegen knallhart, wo sie Märkte eröffnen und wo nicht.

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RTZapper

Sportschau live: Eiskunstlauf-WM 2021 – Kür der Herren

Sonntag, den 28. März 2021
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SA 27.03.2021 | 11.00 Uhr | one

Handball? Skifliegen? Nein, das spektakulärste Sport-Highlight dieses Wochenendes lieferte die Eiskunstlauf-WM 2021 in Stockholm.

Der US-Amerikaner Nathan Chen legte bei der Kür der Herren einen Tanz auf die Eisfläche, die Staunen und Gänsehaut erzeugte. So viele Vierfach- und Dreifach-Sprünge in einer Kür hat wohl noch nie ein Eiskunstläufer gezeigt. Er glitt übers Eis, er zeigte Pirouetten und das: den Vierfach-Lutz, den Vierfach-Flip, Dreifach-Toe-Loop, Dreifach-Lutz, Vierfach-Salchow, Vierfach-Toe-Lopp-, Dreifach-Flip, Vierfach-Toeloop, Dreifach-Toe-Loop und den Dreifach-Axel. Alles Sport-Fachbegriffe, aber allein die Anzahl der “Dreifach” und “Vierfach”-Drehungen lässt einem den Atem stocken.
Dazu hatte er ein wahnsinnig schönes klassisches Stück Musik ausgesucht. Es war eine Kür, der man voller Faszination folgte, viereinhalb Minuten feinster Sport.

Übertragen wurde dieser tolle Sport übrigens bei one. Die ARD hat zwar die Übertragungsrechte, dort geht man aber davon aus, dass das kaum jemand sehen will.
Vielleicht denkt man aber auch, dass Eiskunstlauf nicht mehr zeitgemäß ist. Denn dieser Sport, so hart er für den Tänzer ist, ist auch entschleunigend. Wir sehen Nathan Chen tanzen, die Kamera hat ihn immer im Fokus, beobachtet ihn. Es gibt nur eine zweite Kamera, auf die ab und zu umgeschnitten wird. Aber ansonsten gibt es sehr lange Einstellungen, die es zulassen, sich sehr genau auf das Geschehen auf dem Eis konzentrieren zu können.

Die ARD sollte diese Übertragungsrechte nicht verkommen lassen. Auch wenn Eurosport 1 ebenfalls übertragen hat: Zu one muss man so was nun wirklich nicht verschieben. Im Ersten lief in dieser Zeit ein 15 Jahre alter Fernsehefilm mit Christine Neubauer. Nun ja. Wer’s braucht…

-> Die Übertragung auf sportschau.de (bis 27. März 2022)

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