Tagesarchiv für 2. Februar 2021

RT liest

Malorie Blackman: Boys don’t cry

Dienstag, den 2. Februar 2021

Und plötzlich steht Melanie vor Dantes Tür. Sie hat ein Baby dabei. Sie sagt, Dante sei der Vater, und sie müsse was einkaufen gehen. Vom Einkauf kehrt sie nicht zurück. Dante bleibt mit dem Baby allein.
Dante ist 17, und in seinem Leben hatte er erst einmal Sex – mit Melanie. Nichts, was ernstzunehmen war. Dass sie schwanger wurde, wusste er nicht. Und nun lässt sie ihm das Kind da.
Dabei hatte Dante große Pläne. Gerade hat er seinen Schulabschluss, und der Weg zur Uni war schon vorgezeichnet. Ist das jetzt alles hinfällig?

“Boys don’t cry”, heißt der Roman von Malorie Blackman. Scheint es in der Geschichte vor allem um den Jugendlichen zu gehen, dessen Leben sich innerhalb von Minuten komplett ändert, entwickelt sie sich viel mehr zu eine Geschichte über eine Familie.
Denn Dantes wohnt noch zu Hause, mit seinem Vater und seinem jüngeren Bruder. Die Mutter ist schon einige Jahre tot. Nun müssen sich alle zusammenraufen, um sich um Emma zu kümmern. Dabei hat aber Adam auch seine eigenen Probleme.
Die Geschichte ist stark, und sie ist spannend. Zu erleben, wie sich alle zusammenreißen müssen, ist mitunter herzzerreißend. Die Geschichte wird aus Dantes Sicht erzählt, aber hin und wieder gibt es kurze Kapitel aus Adams Sicht. Diese wirken sehr lang eher irritierend, weil unklar ist, warum die Autorin da die Perspektive wechselt – erst im letzten Drittel wird das klarer, als sich alles nochmals zuspitzt.

Malorie Blackman: Boys don’t cry
Boje, 299 Seiten
9/10

Hits: 129

RTelenovela

Stinkefinger

Dienstag, den 2. Februar 2021
Tags: ,

Ich würde mal sagen: durchgefallen.
Erst klemmt sich der Kleinwagen auf der A111, als er von der Auffahrt Velten auf die Autobahn fuhr, hinter einen Lkw, dann zieht er links raus.
Ja, blöd, wahrscheinlich nicht in den Rückspiegel geschaut. Denn dann hätte der Fahrer des Kleinwagens eventuell mich auf der Überholspur gesehen. Auch, dass ich nicht allzu weit weg war und voll in die Eisen treten musste. Ich war dann ziemlich dicht hinter dem Kleinwagen – und ehrlich gesagt, war ich froh, nicht IM Kleinwagen gelandet zu sein. Ich erdreistete mich, eine hinweisende Lichthupe zu geben.
Wirklich Gas gab der Fahrer erst, als er wieder nach rechts einscherte. Als ich ihn überholte, hatte er in der Seitenscheibe seinen Stinkefinger gepflanzt.

Aber was soll man sich drüber aufregen: ein Typ in einer hässlichen kleinen Karre hat Rückspiegelerkennungsprobleme, da kann man aus Frust schon mal den Stinkefinger zeigen. Gar nicht schlimm. Er tut mir trotzdem voll leid.
Unsere Wege trennten sich im Kreuz Oranienburg…

Hits: 122