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15 Kilometer plus x in Zeiten des Coronavirus

Nachdem in Oberhavel am Sonnabend zum ersten Mal der Inzidenzwert von 200 überschritten wurde, gelten auch hierzulande schärfere Regeln. Wobei: Nicht wirklich.

Seit heute darf ich mich meinem Heimat-Landkreis nicht weiter als 15 Kilometer entfernen. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gibt es in Brandenburg die Regel, dass der Landkreis als Entfernungsmarke gilt, nicht der Wohnort. Begründet wird das mit den wenig besiedelten Orten, wo es in 15 Kilometern manchmal gar nichts gibt.
Ob die jetzige Regel aber so viel ändert, bezweifele ich. Ich darf immer noch bis in die Berliner Mitte, bis nach Friedrichshain. Ich darf im Norden bis etwa nach Neustrelitz, das sind nicht ganz 70 Kilometer. Bis zur Kreisgrenze hinter Fürstenberg sind es weit mehr als 50 Kilometer.
Viel mehr ist mein Alltagsbewegungsradius sowieso nicht. Es ändert sich nichts. Und für den Job könnte ich sogar noch weiter fahren, was aber nur selten passiert. Und es gibt weitere Ausnahmen – triftige Gründe.
Wirklich neu ist das Versammlungsverbot.

Ich bin wirklich kein Experte darin, wenn es um Maßnahmen geht, um den Coronavirus einzudämmen. Aber die neue Regel ändert im Grunde nichts.
In der kommenden finden neue Beratungen statt, und dann wird es vermutlich weitere Einschränkungen geben. Eine Ausgangssperre ab 18 Uhr würde wirklich weh tun. Die Wirtschaft runterzufahren, würde sehr weh tun. Allerdings tun steigende Fallzahlen und sich füllende Kliniken nicht weniger weh.

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