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Mit der U5 unter die Spree

Als Kind bin ich öfter mit der U5 in Berlin unterwegs gewesen. Meine Oma hat in Lichtenberg gewohnt, und deshalb ging es, wenn ich bei ihr war, öfter mit der U-Bahn zum Alex oder zum Tierpark, wo nicht nur der Park selbst war, sondern auch eine Freundin von ihr wohnte.
1989 wurde die U5 bis nach Hönow verlängert, und als großer Fan von Bahnen und Bahnstrecken schleppte ich meine Oma natürlich in den Zug, um einfach mal so nach Hönow zu fahren. Weil wir es konnten. Einfach so. Und ich fand es aufregend.

Schon 1995 war Baubeginn für den Abschnitt zwischen Brandenburger Tor und Hauptbahnhof, 2006 sollte der Teil, dann erst mal als U55 in Betrieb gehen. Doch wegen diverser Probleme kam es nicht dazu, und erst 2009 war Eröffnung. Zwei Wochen nach dem Start, fuhr auch ich erstmals mit.
Schon damals war klar, dass es noch zehn Jahre dauern würde, bis auch der Abschnitt zwischen dem Alexanderplatz und dem Brandenburger Tor fertig sein würde.
2010 war Baubeginn, und die größte Hürde war die Untertunnelung der Spree.

Anfang Dezember 2020 war dann schließlich Eröffnung, und gute fünf Wochen danach erlebte ich dann meine U5-Premiere. Vom Hauptbahnhof aus fuhr ich erst mal durch zum Alex.
Hinter dem Bahnhof Unter den Linden geht es bergab, damit die U-Bahn unter der Spree fahren kann, der Bahnhof Museumsinsel ist noch nicht geöffnet.
Am Alex stieg ich aus, um wieder zurückzufahren und an den neuen Stationen auszusteigen.

Der Stationsname Rotes Rathaus verspricht nicht zu viel. Kommt man mit der Rolltreppe nach draußen, steht man direkt vor eben jenem Roten Rathaus, und der Fernsehturm ist auch nicht weit.
Unter den Linden ist der Kreuzungsbahnhof mit der U6, er ist komplett neu gebaut worden. Tatsächlich ist dort auch schon recht viel los, und wenn die Coronakrise mal überstanden ist, könnte es dort richtig voll werden. Dort füllt sich dann auch die neue U5.

Oft ist kritisiert worden, die neue U5 sei in dem Abschnitt überflüssig. Ist sie nicht. Vor allem vom Friedrichshain aus kommt nun nun noch viel besser in Richtung Hauptbahnhof, es gibt bessere Anschlüsse in Richtung Nord-Süd-S-Bahn. Und wenn wir hoffentlich im Dezember 2021 wieder zum Weihnachtsmarkt am Roten Rathaus können, bietet sich die U5 auch an.

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