Tagesarchiv für 24. Dezember 2020

aRTikel

Chronik Kremmen 2020

Donnerstag, den 24. Dezember 2020
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MAZ Oberhavel, 24.12.2020

Januar:
Kremmens Stadtbrandmeister Gerd Lerche verabschiedet sich Anfang Januar von seiner Aufgabe. Doch so ohne Weiteres wollen ihn die Kameraden nicht „entlassen“. Der Einsatz auf dem Sommerfelder Sportplatz entpuppt sich für Gerd Lerche dann als Abschieds- Überraschungsparty. +++ Zu wenig Platz in der Stadtparkhalle: An der Kremmener Goethe-Grundschule werden die Sportstunden gekürzt. +++Marcel Steinke ist neuer Jugendbeauftragter. +++ An der Goethe-Oberschule gibt es einen Krätze-Fall. +++ Familie Glanzer wird im eigenen Lokal in Staffelde überrascht. Denn die Freunde der Gaststätte und der Familie wollen zum Abschied ein zünftiges Überraschungsfest veranstalten. Nach 23 Jahren geben Glanzers die „Tenne“ auf, einen Nachfolger haben sie nicht finden können. +++ Zum Neujahrsempfang kommen 300 Gäste. +++ Hauptamtsleiterin Bianca Haak verlässt die Verwaltung.

Februar:
Um die Sirene in Groß-Ziethen gibt es eine Diskussion. Sie schallt direkt auf den Hof einer Anwohnerin. +++ Simone Bahr und Wolfgang Engel sind die neuen Vorsitzenden des Seniorenbeirates. +++ Bei Hohenbruch stirbt ein Mann bei einem Autounfall. +++ Der langjähriger Flatower Wehrführer Ewald Werder ist gestorben. +++ In der Kremmener Spargelscheune feiern die Treckerkerls ihr zehnjähriges Bestehen. Aus einer Bierlaune heraus wird die Spaßgruppe 2010 gegründet.

März:
Vom Sommerfelder Klinik-Gelände werden 16 Bienenvölker gestohlen. +++ Heidi Sommer ist neue Gleichstellungsbeauftragte. +++ Musiklehrer und Musiker Ulf Gruber aus Beetz ist gestorben. +++ Frank Bommert (CDU) tritt als Stadtverordneter zurück. +++ Die Poststelle wird geschlossen, weil die Kunden die Corona-Regeln nicht einhalten. +++ Die Staffelder Naturkita schließt. +++ Das Coronavirus sorgt für Einschränkungen. Schulen und Kitas müssen schließen. Das Seniorenfest wird abgesagt.

April:
Am Rathaus ist ein Banner befestigt worden: „Kremmen ist diszipliniert, motiviert, dankbar … und hält Abstand“. +++ Am Spargelhof Kremmen öffnet ein Spargel-Drive-In. Wegen der Pandemie darf das Restaurant nicht öffnen. +++ Das Erntefest wird abgesagt – Corona. +++ Der Jugendclub verlagert seine Aktivitäten ins Internet. +++ Es gibt keine Osterfeuer.

Mai:
Die Sommerfelder Badestelle ist saniert worden. +++ Vier tote Storchenbabys in Kremmen sorgen für Trauer. +++ Katharina Neumann ist neue Betreiberin der „Alten Lebkuchenfabrik“ in Kremmen.

Juni:
Diskussion um die Badestelle am Kremmener See. Der Steg darf nicht mehr benutzt werden, die Öffnungszeiten werden stark eingeschränkt – der Betreiber muss Rettungsschwimmer bereitstellen. +++ Ministerin Julia Klöckner kommt auf den Spargelhof.

Juli:
Der FC Kremmen wird 100 – kann aber nicht feiern. +++ Die Sommerfelder Kitaleiterin Elke Schilling und ihre Beetzer Kollegin Anita Hahn gehen in den Ruhestand. +++ Der Heimatverein Groß-Ziethen löst sich auf. +++ Der Grundstein für den Kremmener Kita-Anbau wird gelegt.

August:
Im alten Aldi-Markt öffnen die Beekeepers. +++ Tina Tischendorf ist neue Pächterin im Sommerfelder Café Hofkultur. +++ Der ehemaliger Groß-Ziethener Ortsvorsteher Lutz Dubrow ist gestorben. +++ Bei Flatow stirbt ein Mann bei einem Verkehrsunfall.

September:
In Flatow herrscht Unzufriedenheit über die Qualität der Denkmal-Sanierung. +++ Bei Kremmen wird ein Teilstück der sanierten A 24 freigegeben.

Oktober:
Auf dem ehemaligen NVA-Gelände im Beetzer Wald findet im Bunker eine illegale Partys statt. Daraufhin wird beschlossen, den Bunker zu sichern, so dass er nicht mehr betretbar ist. +++ Das Asylbewerberheim in Kremmen ist leergezogen. Nun beginnt der Umbau zu Mietwohnungen. +++ Jan Rawitzer (14)aus Sommerfeld hat es ins Radio geschafft. Der Schüler des Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums hat sich ein ganz besonderes Praktikum rausgesucht. Er schickt eine Bewerbung zum Berliner Radiosender Star FM – und bekommt den Zuschlag dafür. Er darf sich zwei Wochen lang nicht nur in der Redaktion umsehen und an vielen Stellen mithelfen. Er geht auch on Air, ist mehrfach im Radio zu hören. +++ Der Gehweg in der Kremmener Straße der Einheit ist saniert. +++ Das Beetzer Kirchenbüro schließt.

November:
Die evangelische Gemeinde eröffnet das neue Gemeindehaus. +++ Zwei Klassen der Goethe-Grundschule lernen jetzt im Container. +++ Die Feuerwehr bekommt ein neues Drehleiterfahrzeug gesponsert.

Dezember:
Der musikalische Adventskalender der Goethe-Grundschule wird online veranstaltet. +++ In Kremmen wird der neue Lidl-Markt eröffnet.

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RTelenovela

Die aktuelle Christvesperkritik 2020: In Zeiten des Coronavirus

Donnerstag, den 24. Dezember 2020
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2019 -> 25.12.2019

Alles anders. Wir sitzen in der Kirche, und es ist auffallend leer. Die Orgel spielt nicht, wir dürfen auch nicht singen. Und wir haben Masken auf.

Viele Gottesdienste am Heiligabend sind auch in unserer Region abgesagt worden. Zu eng, zu gefährlich, man wolle kein Risiko eingehen, hieß es.
In Oranienburg und Schmachtenhagen – und anderen Orten – sind Open-Air-Gottesdienste angekündigt worden. Und wir haben uns auch entschlossen, nach Schmachtenhagen zu fahren. Dort sollte er ursprünglich auf dem Dorfplatz stattfinden, später hieß es, man feiere im Kirchhof.
Am Ende kamen allerdings auch nur etwa 25 Menschen. Sonst kommen immer um die 150, und die Kirche ist voll. Im Kirchhof hätte sich das sicherlich gut verteilt. Nun aber waren es so wenig, dass der Pfarrer spontan entschied, doch in die Kirche zu gehen – mit der Anzahl an Leuten sei genug Platz, sich zu verteilen.

Und so war es dann auch. Alle saßen mit Abstand und Masken in der Kirche, und Pfarrer Friedemann Humburg stand vorn. Er las aus der Bibel vor, auch die Weihnachtsgeschichte. Wir durften nicht singen, aber die wichtigsten Lieder sang der Pfarrer selbst.
So war so rührend wie traurig. Da saßen also die wenigen Leute, die Stimmung war natürlich auch nicht ganz so festlich. Es ist schon was anderes, wenn alle eng an eng sitzen, wenn die Orgel spielt, wenn wir alle singen.
Als der Pfarrer dann am Ende “Stille Nacht” sang, wurden meine Augen ein wenig feucht.

Zuvor erzählte er in seiner Predigt davon, dass ein Politiker kürzlich davon gesprochen hatte, wir würden jetzt das härtesten Weihnachten der Nachkriegszeit erleben. “Das ist nicht das Ende”, sagte der Pfarrer dazu, und er machte Mut, dass die Hoffnung da sei, dass wieder bessere Zeiten kommen – und dass wir es trotz allem immer noch gut haben würden. Dass sie meisten eine warme Wohnung haben, zu essen – und es die meisten sehr gut gehe, trotz aller Einschränkungen. Dass sich Leute mit Anne Frank vergleichen würden, weil sie ihren Geburtstage nicht wie sonst feiern könnten, sei da ein falscher Vergleich.
Es war eine tolle, Mut machende Predigt – danke dafür!

Die Glocken zum Ende des Gottesdienstes läuteten schon eine halbe Stunde früher als sonst. Ich hoffe, 2021 wird es wieder normal sein.

-> Die Predigt in der Online-Version auf Youtube.

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RTZapper

ZDF-History: Hey, Pippi Langstrumpf! Geschichte einer Legende

Donnerstag, den 24. Dezember 2020
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SO 20.12.2020 | 23.35 Uhr | ZDF

Negerkönig. Darf es den noch geben? Kann man den noch so nennen? In Deutschland wird seit einigen Jahren darüber diskutiert. Der “Negerkönig” kommt nämlich in den Geschichten rund um Pippi Langstrumpf vor.
In Deutschland finden es allerdings die meisten Leute irgendwie doof, dass man den Negerkönig nicht mehr Negerkönig nennen darf. Ist halt so Tradition, schließlich hieß der doch schon immer so, und alles, was früher war, ist heute so heimelig. Und die Heimeligkeit will man sich in Deutschland nicht zerstören, indem man den Negerkönig nicht mehr Negerkönig nennen darf.

Auch in der “ZDF-History”-Doku über Pippi Langstrumpf am späten Sonntagabend im ZDF war das ein Thema. Die Geschichten gibt es nämlich bereits seit 75 Jahren, und damals war ein Negerkönig offenbar kein Problem.
Interessant allerdings: In der DDR hat man damals Nägel mit Köpfen gemacht. Als die Geschichten in den 70ern dort erstmals erschienen, wollte man von vornherein nicht, dass dort das Wort “Negerkönig” vorkomme. Stattdessen hieß er dort “König der Takatukaner”. Klingt etwas sperrig, aber man verzichtete auf ein Wort, dass man für nicht richtig hielt.

Auch in der Bundesrepublik erscheinen neue Auflagen von “Pippi Langstrumpf” mit dem Wort “Südseekönig”. Das tut keinem weh und verändert die Geschichte nicht. Trotzdem, so hieß es in der Doku, würde es eine Mehrheit der Deutschen besser finden, wenn man bei der alten Version bliebe. Irgendwie haben die Deutschen einen merkwürdigen Romantikbegriff.

-> Die Doku in der ZDF-Mediathek (bis 18. Dezember 2025)

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RTZapper

Schneewittchen am See

Donnerstag, den 24. Dezember 2020
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SO 20.12.2020 | 20.15 Uhr | ZDF

Der Sonntagabend im ZDF soll das Herz erwärmen, und es soll nicht so aufregend sein, wie gleichzeitig im Ersten, wo am “Tatort” ermittelt wird. Hirn auf Durchzug schalten – das scheint das Motto zu sein. Deshalb brauchte auch “Schneewittchen am See” keine wirklich nennenswerte Geschichte. Hauptsache schön.

Smilla ist vor Jahren Bödes widerfahren. Ihre Mutter ist bei einem Unfall gestorben, und Smilla war dabei und musste alles mitansehen. Ihr Vater betreibt das Lokal “Schneewittchen am See” – Kulisse dafür war die Seelodge in Kremmen -, aber Smilla kann dort nicht als Köchin arbeiten. Wegen der Erinnerungen an ihre Mutter. Küchenchefin Regina will aber eigentlich auch nicht, dass Smilla dort wieder anfängt, denn dann wäre sie selbst arbeitslos. Smilla zieht stattdessen zu einer Freundin.

Das klingt, nun ja, dramatisch, wird im ZDF am Sonntagabend aber verkitscht bis zum Geht-nicht-mehr. Alles ist in romantisches Licht getaucht, immer blendet die Sonne ins Bild. Und während Smilla sich ihre Gedanken macht und immer wieder sehr traurig ist, sieht man wieder Landschaften, und alles plätschert unaufgeregt vor sich hin. Die Dialoge sind hölzern, sie werden hölzern vorgetragen, und eigentlich ist der Stoff in 20 Minuten erzählt. Der Film hat aber 88 Minuten Sendezeit zu füllen, und so muss sich über alles mögliche noch Gedanken gemacht werden und völlig irrelevanten Nebengeschichten eröffnet werden.

Wer “Schneewittchen am See” sieht, wird wissen, warum das junge Publikum sich vom Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen abwendet. Die Story öde und altbacken, das Drehbuch extrem mau und Bilder, die kitschig sein sollen, das aber nicht wirklich schaffen. Ein Film zum Abgewöhnen.

-> Der Film in der ZDF-Mediathek (bis 28. November 2021)

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RTelenovela

Verwirrende Öffnungszeiten in Zeiten des Coronavirus

Donnerstag, den 24. Dezember 2020
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In diesen schwierigen Zeiten will ich den meisten Imbissgeschäften in meinem Kiez helfen, in dem ich dort was kaufe. Dazu gehört auch der kleine McDonald’s am Oranienburger Bahnhof.
Immerhin werben die mit einem großen Banner über dem Eingang dafür, dass sie geöffnet haben.

Ich gehe direkt davor, und ich bin mir nicht so ganz sicher, ob da wirklich jemand ist. Denn drinnen sieht es ziemlich düster aus.
Über dem Eingang also der große Geöffnet-Banner. An der Eingangstür stehen die Öffnungszeiten. Auf einem anderen Zettel stehen andere Öffnungszeiten, die während des Lockdowns gelten sollen. Auf einem weiteren Zettel stehen die Abstandsregeln. Und wieder daneben steht auf einem Zettel, dass man geschlossen habe.
Vier verschiedene Informationen – und am Ende ist alles dicht.

Gerade kommt jemand, um die Tür zu öffnen. Ich frage, ob denn nun geöffnet sei. Der Mann meint, nein, es sei geschlossen, und ich frage, warum denn dann da ein großer Banner hänge, dass geöffnet sei. Die Frage kann er nicht so wirklich beantworten. Hat ihn vermutlich selbst verwirrt.

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