Tagesarchiv für 16. Dezember 2020

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Tagesschau: Jan Hofer nimmt Abschied

Mittwoch, den 16. Dezember 2020
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MO 14.12.2020 | 20.00 Uhr | Das Erste

14,7 Millionen Menschen – plus viele weitere im Internet – haben am Montagabend Abschied genommen. Nach mehr als 35 Jahren hat Jan Hofer seine letzte “Tagesschau”-Sendung über die Bühne gebracht.

Kurz vor dem Wetter stand plötzlich Jens Riewa – Hofers Nachfolger als Chefsprecher – am Nachrichtenpult und kündigte einen Beitrag zu Hofers Abschied an.
Han Hofer selbst bedankte sich am Ende der Sendung beim Publikum und bei den Kollegen. Er warb dafür, der Tagesschau weiter Vertrauen zu geben. Schließlich nahm er seine Krawatte ab, und das war es dann für Jan Hofer. Normalerweise versammeln sich dann viele Kollegen im Studio, wie es bei vorherigen Abschieden geschehen war – aber das Coronavirus macht auch das nicht möglich.

Zumindest mein komplettes Fernsehleben hat auch mich Jan Hofer begleitet. Bei vielen guten und schlimmen Ereignissen berichtete er, was Sache ist. In den letzten Jahren schien ihm oft schon ein wenig die Luft knapp geworden, und es schien immer anstrengender für ihn, lange Texte zu sprechen, aber auch das nahm ihm das Publikum nicht übel. Ein Schwächeanfall im März 2019 sorgte für Wirbel, ein paar Tage zuvor musste er einen kompletten Tag Dienst schieben, schon 2016 musste er in den “Tagesthemen” das Studio verlassen. Aber er nahm alles immer mit Humor. Und, das muss man sich mal vorstellen: Schon 1985 war er da, vermeldete Erfolge von Boris Becker oder 1986 das Reaktorunglück von Tschernobyl. Am 9. November 1989 stand er mit Hanns-Joachim Friedrichs am Abend des Mauerfalls im “Tagesthemen”-Studio.

Sein Abgang am Montagabend hatte Charme, und nun wird er seinen Ruhestand genießen – und ganz sicher immer noch mal hier und da im Fernsehen auftauchen.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek

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ORA aktuell

Coronavirus: Zweiter Lockdown in Oranienburg mit Ausgangssperre

Mittwoch, den 16. Dezember 2020
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In Oranienburg gilt ab Mittwoch zwischen 22 und 5 Uhr eine Ausgangssperre. Sie ist Teil des zweiten harten Lockdowns zur Eindämmung des Coronavirus.
Auch am Tage dürfen die Menschen das Haus nur aus triftigen Gründen verlassen. Dazu gehören unter anderen der Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Sportmachen.

Weite Teile des Einzelhandels werden wieder geschlossen. Nicht betroffen sind unter anderen Supermärkte, Zeitungsläden, Buchläden, Optiker oder Hörakustiker. Restaurants dürfen nur To-Go-Angebote betreiben.

Die Regelung gilt nach derzeitigen Plänen bis zum 9. Januar 2021. Heiligabend und Silvester wird die Ausgangssperre zwischen 2 und 5 Uhr sein.

Mit Stand vom Dienstag gibt es in Oranienburg 77 Coronafälle. Seit Beginn der Pandemie sind es 390. In Oberhavel liegt der Inzidenzwert bei 133,9.

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RTelenovela

Geschlossene Columbiahalle in Zeiten des Coronavirus

Mittwoch, den 16. Dezember 2020
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Sie ist geschlossen. Die Leuchtschrift der Berliner Columbiahalle in Tempelhof ist zwar im Betrieb – aber im Inneren ist schon lange nichts mehr los.
Der Konzertbetrieb steht still. Das Coronavirus und die entsprechenden Kontaktbeschränkungen machen eine Konzertveranstaltung derzeit unmöglich.

Als ich auf dem Columbiadamm unterwegs bin, komme ich auch an der Halle vorbei. Ich stoppe, parke direkt vor der Halle. Ich will mal kurz gucken – und einfach nur da stehen und kurz die Gedanken schweifen lassen.
Immer wenn dort Konzerte sind, bekommt man direkt vor der Halle natürlich nie einen Parkplatz, aber ich habe die Columbiahalle immer dafür gemocht, dass man spätestens auf dem Platz der Luftbrücke eigentlich immer einen Parkplatz gefunden hat.

Ich habe viele Konzerte dort erlebt. Das vielleicht prägendste war im Juni 1999 das Konzert mit Underworld. Ein Elektro-Event, und der Beginn einer langen Liebe. Underworld gehört bis heute zu meinen Lieblingsacts, und ich habe das alles mehrfach live erleben können.
Im März 2006 habe ich dort Oliver Pocher live erlebt – ich war damals großer Fan, und ich bin es eigentlich heute auch noch.
Außerdem die Sportfreunde Stiller, Mika, Atze Schröder, Rosenstolz, Philipp Poisel, den Scala-Chor, Ich + Ich, Casper, Marc Forster. Die Liste ist noch viel länger.

Inzwischen bin ich kein so großer Fan von solchen Events mehr. Ich mag es nicht mehr, mich mit tausenden Leuten vor eine Bühne zu stellen. Stundenlang. Heute – falls ich überhaupt noch zu Konzerten gehe – sitze ich lieber. Man wird halt alt.
All das denke ich, während ich vor dieser Halle stehe. Es ist ganz ruhig auf dem Platz davor. Ab und zu rauscht nur ein Auto vorbei. Hoffentlich ist das bald wieder ein Konzertort, ein lebendiger.

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